{"id":758,"date":"2017-08-08T19:17:06","date_gmt":"2017-08-08T17:17:06","guid":{"rendered":"http:\/\/kommunistische-debatte.de\/?p=758"},"modified":"2017-08-08T19:18:53","modified_gmt":"2017-08-08T17:18:53","slug":"758","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?p=758","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p class=\"western\" align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Erwin Maurer<\/span><\/p>\n<h3 class=\"western\" style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Einige Fragen und Anmerkungen zu \u201eF. G\u00f6tt: \u00dcber das Scheitern des maoistischen Entwicklungsweges in China: 1949-1978&#8243;<\/b><\/span><\/h3>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">In dem Artikel behandelt F. G\u00f6tt die Entwicklung in der VR China im Zeitraum von 1949 (Gr\u00fcndung der VR China) bis 1978 (Ende der \u201eKulturrevolution\u201c), also die \u00c4ra Mao Tse-tungs. Der Autor wirft Fragen und Probleme auf und will mit seinem Beitrag zur Diskussion anregen. Dem will ich versuchen nachzukommen. Da auch ich kein ausgewiesener \u201eChinakenner\u201c bin, wird sich auch dieser Beitrag auf einige Fragen und Anmerkungen beschr\u00e4nken.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Die Voraussetzungen bei der Gr\u00fcndung der VR China und die \u201eFestlegung\u201c der Etappe des Programms der \u201eneuen Demokratie\u201c.<\/b><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">F. G\u00f6tt beschreibt die \u201eVoraussetzungen\u201c bei der Gr\u00fcndung der VR China, welche die KP CH vorfand. Dabei benennt er zwei wesentliche Aspekte: 1. die KP China ergreift die Macht \u201e an der Spitze einer Bauernarmee\u201c und 2. ihrer mangelnden Verbindung mit der Arbeiter-und Gewerkschaftsbewegung. Aus diesen richtig benannten Voraussetzungen ergibt sich aber auch die Schlussfolgerung, dass es in der KP Chinas, zu mindestens in dem betrachteten Zeitraum, auch ein reales \u00dcbergewicht von \u201eBauernrevolution\u00e4ren\u201c gab. Noch 1956\/57 waren mehr als 60% der Mitglieder der KP CH der Berufsbezeichnung nach Bauern. Der Anteil der Arbeiter betrug gerade mal 13-14%. Dies war weniger als der Anteil der Intellektuellen. Dieses Verh\u00e4ltnis hatte sich w\u00e4hrend der ganzen Periode nicht wesentlich ver\u00e4ndert. Nur die Gesamtzahl der Mitglieder erh\u00f6hte sich stark. (Von 4,5 Mio. in 1945, auf 12,7 Mio. in 1957, auf 17 Mio. in 1961)<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\">i<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Der Zuwachs erfolgte zumeist w\u00e4hrend gro\u00dfer Massenkampagnen. Bei den sogenannten Ausrichtbewegungen fand allerdings auch der Austausch von Mitgliedern statt. Dagegen blieb, bis zur Kulturrevolution, die oberste F\u00fchrungsspitze, w\u00e4hrend der ganzen Zeit, relativ stabil<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\">ii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Ich benenne diese Zahlen, weil sie auch etwas \u00fcber den Charakter und die gesellschaftliche Basis der KP CH aussagt. Die Wirkung dieser Basis auf die Politik der KP CH wird allerdings in fast allen mir bekannten Untersuchungen weitestgehend vernachl\u00e4ssigt. Stattdessen wird die jeweilige Politik nur als Ergebnis des ideologischen Kampfes der verschiedenen Fraktionen in der F\u00fchrung und ihren jeweiligen Anh\u00e4ngern (\u201eMaoisten\u201c bzw. \u201ePragmatiker\u201c, \u201eParteirechte\u201c) reduziert. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Das Programm der \u201eNeuen Demokratie\u201c wird als \u201erichtig f\u00fcr die Etappe der nationalen Konsolidierung und des sozialen und demokratischen Wandels\u201c beschrieben. Zuvor aber wird das \u201eNichtvorhandensein\u201c einer \u201eStrategie\u201c und Zeitvorstellung des \u00dcbergangs von \u201eder 1. Etappe\u201c, \u201ezur 2. Etappe des Sozialismus\u201c kritisiert.<br \/>\nAber, so frage ich, w\u00e4re eine konkrete Festlegung Mitte der 1940er Jahre, zur L\u00e4nge der verschiedenen Etappen, nicht utopisch gewesen? Diese Kritik steht dann auch im Widerspruch zu der Feststellung, dass der, in der \u201eGenerallinie\u201c nach der Machtergreifung 1952, festgelegte Zeithorizont f\u00fcr die Vollendung der 1. Etappe, wiederum eine \u201eb\u00fcrokratische Festlegung\u201c gewesen sei.<br \/>\nIm \u00dcbrigen w\u00e4re zu ber\u00fccksichtigen, dass die KP CH die 1. Etappe als Fortsetzung und Vollendung der von Sun Yat-sen begonnen demokratischen Revolution ansah. Es gab daf\u00fcr sowohl inhaltliche, als auch B\u00fcndnis\u2013 und Machtpolitische Gr\u00fcnde. Ebenso ist zu ber\u00fccksichtigen, dass es f\u00fcr den Machterhalt, ein zweites \u201eStandbein\u201c, die \u201enationale Frage\u201c bedurfte, was in dem Artikel nicht explizit benannt wird. Daher ist die nationale Frage und das Verspechen der KPCH bei der Proklamation der VR China, ihre Einheit und fr\u00fchere Gr\u00f6\u00dfe wiederherzustellen und in diesem Zusammenhang auch die chinesische Au\u00dfenpolitik, st\u00e4rker zu beachten. <\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Die Industriepolitik, das Verh\u00e4ltnis von Industrie und Landwirtschaft und die Ver\u00e4nderung der Eigentumsverh\u00e4ltnisse.<\/b><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Warum entschied sich die VR China f\u00fcr die Industriepolitik mit Schwerpunkt Schwerindustrie?<br \/>\nRichtig ist dabei der Hinweis auf die Au\u00dfenpolitik (d.h. die Milit\u00e4rfrage). Dieser Punkt gab (auch f\u00fcr Mao Tse-tung) bei der Debatte des 1. F\u00fcnfjahrplanes und der Festlegung f\u00fcr den Vorrang der Schwer- statt der Leichtindustrie, den Ausschlag f\u00fcr die Schwerindustrie. Ansonsten war es, meiner Meinung nach, nur einer unter mehreren Punkten. Weitere Punkte waren:<br \/>\n1. Die Unerfahrenheit der KP China bei der Leitung und dem weiteren Aufbau der industriellen Produktion. Es gab nur das Beispiel der SU aus den zwanziger und drei\u00dfiger Jahren. Daher war der 1. F\u00fcnfjahresplan der VR Chinas mehr oder weniger eine Kopie des 1. F\u00fcnfjahresplans der SU.<br \/>\n2. Die verstaatlichte (d.h. von der Kuomintang \u00fcbernommene) Industrie in China war hoch konzentriert angelegt (wie Mao Tse-tung feststellte<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\">iii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">) und die Leichtindustrie hatte \u00dcberkapazit\u00e4ten. Trotz der Schwierigkeiten waren die industriellen Wachstumszahlen im Ersten F\u00fcnfjahresplan enorm (durchschnittlich 18% pro Jahr). Auf die Leicht- und Konsumg\u00fcterindustrie entfielen 1957 noch ca. 50% der industriellen Bruttowertsch\u00f6pfung, was eine relativ gute Versorgung der Bev\u00f6lkerung, vor allem in den St\u00e4dten, sicherstellte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Richtig ist, dass Mao Tse-tung ab 1956 diese Frage kritischer sah und die direkte Kopie der Industrialisierungspolitik der SU kritisierte. Ein wesentlicher Punkt dabei war die Erkenntnis, dass die Gr\u00f6\u00dfe der Investitionen die chinesische Landwirtschaft \u00fcberforderte. Dazu geh\u00f6rte auch, dass sich die landwirtschaftliche Produktion langsamer entwickelte als erwartet bzw. erhofft? Er verlangte bei der weiteren Entwicklung auf \u201e2 Beinen zu stehen\u201c, also die Investitionen in die Landwirtschaft zu erh\u00f6hen. Aber gerade seine Kritiker (die so genannten \u201eLeninisten\u201c) verteidigten die alte Politik und wollten sie fortf\u00fchren. Sie hatten die Mehrheit auf dem 8.Parteitag und es gab nur minimale Plananpassungen zu Gunsten der Landwirtschaft im zweiten F\u00fcnfjahrplan 1958 bis 1962. Erst das Desaster des \u201egro\u00dfen Sprungs\u201c \u00fcberzeugte die Planer von der Notwendigkeit, der Landwirtschaft mehr Priorit\u00e4t einzur\u00e4umen.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\">iv<\/a><\/span><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Diente die Kampagne gegen \u201edie 5 \u00dcbel\u201c bereits dem Ziel der \u201eSozialisierung des Privathandels und der Privatindustrie\u201c? Ich meine nein. Sie diente mehr der Durchsetzung der staatlichen Macht gegen\u00fcber der \u201egesetzwidrigen T\u00e4tigkeit kapitalistischer Elemente\u201c auf \u00f6konomischen und rechtlichen Gebieten (Steuern, Veruntreuung, Bestechung, Verrat von Staatsgeheimnissen). Tschou En-lai verweist darauf, dass erst auf Basis des Sieges dieser Kampagnen die Durchsetzung des \u201eKontrollierten Staatskapitalismus\u201c m\u00f6glich war.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\">v<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nIm \u00dcbrigen ist zwischen \u201enationaler Bourgeoisie\u201c und \u201eHandwerk und Kleinhandel\u201c zu unterscheiden. Letztere sollten auch nicht ausgekauft, sondern in Genossenschaften zusammengefasst werden, was auch geschah, parallel bzw. im Anschluss an die Genossenschaftsbewegung auf dem Lande.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14pt;\"><b>Die Erfolge der Industriepolitik f\u00fcr den \u201eAufbau des Sozialismus\u201c waren zwiesp\u00e4ltig:<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nEinerseits gab es hohe Wachstumszahlen, aber andererseits ist auch richtig, dass all die Ma\u00dfnahmen nur begrenzt zu \u201eh\u00f6herer Effizienz\u201c f\u00fchrten. Offen bleibt f\u00fcr mich die Frage, ob die Formel \u201eder Vollendung der sozialistischen Revolution, das Eigentum an Produktionsmitteln betreffend\u201c, richtig war, auch wenn sie von der Mehrheit der KP Chinas getragen wurde. Inwieweit war diese \u201e Vergesellschaftung\u201c eine rein formale? Inwieweit war sie auch inhaltlich? Trotz der dauerhaften Probleme mit der Unternehmensf\u00fchrung und einer Arbeiterklasse, die noch keine \u201eKlasse f\u00fcr sich\u201c war, also auch nicht auf der H\u00f6he der Zeit stand. Aber das ist ein Problem, welches in fast allen L\u00e4ndern mit \u201enachholender Industrialisierung\u201c, die den Weg des Aufbaus des Sozialismus beschritten haben, zu beobachten ist.<br \/>\nAuch f\u00fcr Mao Tse-tung waren mit der formalen \u00c4nderung, die Eigentumsverh\u00e4ltnisse betreffend, neue Produktionsverh\u00e4ltnisse geschaffen, weil die Basis, d.h. das Eigentum an Produktionsmitteln, nur noch in \u201esozialistischer oder halbsozialistischer Form\u201c existierte. Damit waren die wesentlichen Widerspr\u00fcche, die gel\u00f6st werden mussten, nichtantagonistisch und in den \u00dcberbau gewandert.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\">vi<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Die Freisetzung der Produktivkr\u00e4fte fand aber dadurch nicht automatisch statt. Mao Tse-tung selbst, setzte sich in der Hauptsache nur mit der Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte in der Landwirtschaft auseinander. Sie war der Schl\u00fcsselbereich, der die weitere Entwicklung in der VR China bestimmte. Die gro\u00dfe Industrie entwickelte sich aber nicht im Selbstlauf. Leider gibt es dazu wenig Literatur. Es werden fast immer nur quantitative Erfolge\/Misserfolge genannt. Zu qualitativen Ver\u00e4nderungen gibt es weniger Aussagen. Einige Zahlen hierzu gibt es in Tschou En-lais Schrift \u201eDas gro\u00dfe Jahrzehnt\u201c. Dort verteidigt er u. A. \u201edie Einf\u00fchrung der Arbeitsmethoden der Massenbewegung beim sozialistischen Aufbau\u201c, gegen\u00fcber den Kritikern, die der Meinung waren, die Ergebnisse der Bewegungen k\u00f6nnten \u201enur \u201amehr und schneller\u2018, aber nicht \u201abesser und wirtschaftlicher\u2018 sein\u201c. Er begr\u00fcndete damit, anhand einiger Zahlen von verk\u00fcrzten Bauzeiten und Kostensenkungen bei Investitionen, seine Aussage, dass \u201ein der Produktion die Losung \u201amehr und schneller\u2018 gleichzeitig mit \u201abesser und wirtschaftlicher\u2018 verwirklicht (wurde)\u201c.<br \/>\nDer Charakter bzw. die Schw\u00e4che der Arbeiterklasse in der VR China, ist in dieser Zeit auch dadurch gekennzeichnet, dass sie z.B. in den Massenbewegungen auf dem Land nicht als ihre f\u00fchrende Kraft auftritt. Die \u201eF\u00fchrung durch die Arbeiterklasse\u201c, in diesen Bewegungen ist eine rein \u201eideologische F\u00fchrung\u201c vermittelt \u00fcber die Parteikader, haupts\u00e4chlich rekrutiert aus der \u201erevolution\u00e4ren Armee\u201c und der armen Bauernschaft. Statt auf die Arbeiterklasse, greift die Partei, bei Bedarf, fast immer auf die \u201erote Armee\u201c zur\u00fcck, entweder als Organisator dieser Bewegungen (wie im \u201egro8en Sprung\u201c) oder als einziger Garant des Machterhalts (wie in der Kulturrevolution).<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14pt;\"><b>Zum Verh\u00e4ltnis von Zentralisierung und Dezentralisierung der Produktionsverwaltung:<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\n1954 waren erst 43% des Bruttoproduktionswerts der Industrie unter zentraler Kontrolle. Der Rest entfiel auf Unternehmungen der Lokalverwaltungen, der Privat- und Genossenschaftsbetriebe. Der H\u00f6hepunkt der Dezentralisierung wurde 1956 erreicht, als 70% der Betriebe unter Kontrolle der Zentralministerien stand. Es gab fortw\u00e4hrende Spannungen zwischen der Zentralisierungstendenz der Zentralministerien und Dezentralisierungsbestrebungen der lokalen Beh\u00f6rden. 1958 wurde dann eine weitgehende Dezentralisierung eingeleitet. (80% der Betriebe, die von Zentralministerien kontrolliert wurden, werden Lokal- und Provinzverwaltungen unterstellt.) Die Lokalverwaltungen erhielten gr\u00f6\u00dfere Freiheiten bei Planung der Produktion und bei Investitionen. Nur Schwerpunktbetriebe von Schl\u00fcsselindustrien (Stahlindustrie, Maschinenbau, Energie- und Erd\u00f6lwirtschaft, sowie Chemische Industrie und Bergbau) verblieben bei zentralen Ministerien. Diese Dezentralisierung wurde durch die Gr\u00fcndung der Volkskommunen (lokale Industrialisierung) und w\u00e4hrend der Kulturrevolution (Propagierung autarker Wirtschaftsbezirke und Vorbereitung auf den Kriegsfall) weiter bef\u00f6rdert.<br \/>\nDie Dezentralisierung ging Hand in Hand mit der Verst\u00e4rkung der \u201eindirekten Kontrolle\u201c. Sei es durch \u201eParteikomitees, Revolutionskomitees, Armeekader oder durch Bindung der Betriebe an die jeweiligen Zweigstellen der allgegenw\u00e4rtigen Volksbank\u201c.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote7sym\" name=\"sdendnote7anc\">vii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nEin Grund f\u00fcr die Dezentralisierung war die Erkenntnis, dass das riesige Land, mit seinen sehr verschiedenen lokalen Bedingungen, nur schwer \u00fcber eine Zentrale zu steuern war.<br \/>\nMit der Dezentralisierung war auch eine Kritik an der zeitgleich von der KPDSU propagierten Politik verbunden, dass jedes sozialistische Land nur noch das produzieren sollte, was es am besten konnte, und die anderen Produkte und Leistungen zukaufen sollte. Im Gegensatz dazu sollte, in der VR China, jede Provinz m\u00f6glichst alle Produkte zur Deckung des eigenen Bedarfs selbst produzieren, solange dies die Gesamtlage nicht behinderte.<br \/>\nDie Dezentralisierung sollte aber nicht nur die relative autonome Entwicklung der verschiedenen Provinzen sicherstellen, sondern war mit der Hoffnung verbunden, die wirtschaftliche Entwicklung zu beschleunigen und das Land schneller ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen.<br \/>\nMao Tse-tung sah z. B. in der zentralen Verwaltung der chinesischen Dynastien, seit dem 2.Jht., einen Grund f\u00fcr die langsamere Entwicklung in China, im Vergleich zu Europa.<br \/>\nWie sollte das neue Verh\u00e4ltnis von Zentraler zu Dezentraler Steuerung und Verantwortung funktionieren?<br \/>\nMao Tse-tung schrieb: \u201eWir wollen erreichen, dass das ganze Land einheitlich, jede Provinz aber [gleichzeitig] selbst\u00e4ndig ist; das bedeutet relative Einheit und zugleich relative Unabh\u00e4ngigkeit.<br \/>\nJede Provinz folgt den Beschl\u00fcssen der Zentrale, unterliegt der Kontrolle der Zentrale, entscheidet aber unabh\u00e4ngig ihre eigenen Fragen. Die Beschl\u00fcsse der Zentrale \u00fcber wichtige Fragen werden indes nicht allein von ihr, sondern in Absprache mit jeder Provinz gemeinsam gefasst, wie zum Beispiel die Beschl\u00fcsse der Lushan \u2013 Konferenz: Sie entsprechen sowohl den Notwendigkeiten des ganzen Landes als auch denen einer jeden Provinz.\u201c<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote8sym\" name=\"sdendnote8anc\">viii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nIch beschreibe dies deshalb so ausf\u00fchrlich, weil mit dieser Art der Machtteilung, der Abstimmungsbedarf zwischen den verschiedenen Einheiten sich enorm erh\u00f6hte und auch einige Prozesse und Abl\u00e4ufe, w\u00e4hrend des gro\u00dfen Sprungs, verst\u00e4ndlicher werden. Damit wird auch deutlich, warum es unterschiedliche (auch gegenl\u00e4ufige) Beschl\u00fcsse, innerhalb k\u00fcrzester Zeit, durch verschiedene Gremien (ZK-Konferenzen, Politb\u00fcro etc.) gab<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote9sym\" name=\"sdendnote9anc\">ix<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Damit bestand auch die M\u00f6glichkeit, nicht genehme Beschl\u00fcsse in dem einen Gremium, durch genehmere Beschl\u00fcsse in einem anderen Gremium zu ersetzen. Auch Mao Tse-tung scheint davon reichlich Gebrauch gemacht zu haben.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote10sym\" name=\"sdendnote10anc\">x<\/a><\/span><\/sup><\/p>\n<ul>\n<li>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Die Bauernpolitik der KP CH und die Massenbewegung auf dem Lande.<\/b><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Ablauf und die Ver\u00e4nderungen in der Bauernpolitik werden korrekt dargestellt. Dabei bleibt aber die Frage nach dem Grund f\u00fcr die Kollektivierung unbeantwortet. Der Vorwurf des Voluntarismus der Maoisten ist mir hier zu einfach. Meiner Meinung nach war die \u201eKollektivierung\u201c eine notwendige Konsequenz der Bauernreform. Diese war, wie richtig feststellt wird, ein politischer Erfolg. Die \u201ealte Gentry\u201c hatte ihre Vormachtstellung im Dorf verloren und war durch neue Kader (Aktivisten) der \u201earmen Bauern und Landarbeiter\u201c ersetzt worden. Sie war aber auch \u201eein \u00f6konomischer R\u00fcckschritt\u201c, wegen der starken Ausweitung der auf die Einzelfamilien bezogenen Parzellen und dem Mangel an Arbeitskapital (Zugtiere und Ger\u00e4te)<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote11sym\" name=\"sdendnote11anc\">xi<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Schon nach kurzer Zeit war der Anteil der Mittelbauern auf Kosten der armen Bauern wieder gestiegen<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote12sym\" name=\"sdendnote12anc\">xii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Die erreichten Produktivit\u00e4tsfortschritte waren geringer als erwartet. Sie waren bereits ab 1952 wieder r\u00fcckl\u00e4ufig. Au\u00dferdem wurden sie fast komplett von der kr\u00e4ftigen Bev\u00f6lkerungszunahme aufgesogen (Die landwirtschaftliche Produktivit\u00e4t wuchs um 2,7% pro Jahr, bei einem Bev\u00f6lkerungswachstum von 2,1%<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote13sym\" name=\"sdendnote13anc\">xiii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">). Die Landwirtschaft sollte aber die \u201eMittel f\u00fcr die Industrialisierung\u201c liefern.<br \/>\nDie Frage, die sich auch mir stellt, ist die nach der \u201espontanen Massenbewegung\u201c f\u00fcr die Kollektivierung? Sie wurde wohl von Mao selbst, an der Mehrheit der Parteif\u00fchrung vorbei eingeleitet, gest\u00fctzt auf seine Anh\u00e4nger bei den niedrigen Parteikadern auf dem Land.<br \/>\nHatte er recht mit dem Vorwurf der \u201eNachtrabpolitik\u201c? Zumindest scheint die anf\u00e4ngliche gro\u00dfe Begeisterung, ihn selbst \u00fcberrascht zu haben. Der Beitritt zu den Produktionsgenossenschaften sollte freiwillig sein. Auch wenn nachtr\u00e4glich bekannt wurde, dass oft die \u00f6rtlichen Kader massiv nachgeholfen haben, war die Forderung, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen, richtig. Denn es ging dabei auch darum. die Genossenschaftsbewegung nicht den gro\u00dfen Mittelbauern in den D\u00f6rfern zu \u00fcberlassen. Deshalb sollten sie anfangs auch bewusst nicht in die Genossenschaften aufgenommen werden. Offen bleibt f\u00fcr mich die Frage, warum es 1956 einen weiteren \u201eUmschlag\u201c zur Beschleunigung der Bewegung gab, ohne dass die ersten Erfolge konsolidiert waren? <\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Die Politik des \u201egro\u00dfen Sprung nach vorne\u201c und die Initiierung der \u201e3 roten Banner\u201c.<\/b><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dabei stellt sich die Frage, warum der \u201eKonsens des 8. Parteitags\u201c (und das \u201ezur\u00fcckkehren\u201c zur \u201eNeuen Demokratie\u201c) von den gleichen Delegierten 1958 wieder revidiert wurde?<br \/>\nMeiner Meinung nach waren mindestens drei Ereignisse daf\u00fcr mit Ausschlag gebend:<br \/>\nDer 20. Parteitag der KPDSU, der Ungarn Aufstand (und die Suezkrise 1956) sowie das Umschlagen der Losung \u201elasst 100 Blumen bl\u00fchen&#8230;\u201c zu einer umfassenden Kritik an der Politik der KP Chinas und ihrer F\u00fchrung im Lande (1957). Sie zeigte, dass die F\u00fchrung durch die KP doch nicht so gesichert war, wie geglaubt. Gleichzeitig war eine \u201erapide steigende Arbeitslosigkeit in den St\u00e4dten\u201c zu verzeichnen.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote14sym\" name=\"sdendnote14anc\">xiv<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Es ging um \u201eden Machterhalt nach innen und nach au\u00dfen\u201c. Dieser schien jetzt gef\u00e4hrdet. Zumindest wurde die Macht der KP CH in Frage gestellt<br \/>\nWar dies einer der Punkte, der einerseits die Kritiker gegen\u00fcber der Einsch\u00e4tzung Mao Tse-tungs zur \u201egro\u00dfen Demokratie\u201c best\u00e4tigte, aber andererseits wiederum sie auch zum Teil verstummen lie\u00df?<br \/>\nGleichzeitig aber schien die Rekordernte, die im Jahr 1958 in der landwirtschaftlichen Produktion zu verzeichnen war, zum Teil die erwarteten Erfolge der Kollektivierung zu best\u00e4tigen und in einigen Provinzen wurden die LPG \u2019s zu Kommunen zusammengefasst, bevor es dazu Beschl\u00fcsse der zentralen Gremien gab. <\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote15sym\" name=\"sdendnote15anc\">xv<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">.<br \/>\nWaren es diese Erfahrungen und Erkenntnisse, die erneut die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse, f\u00fcr eine Politik der weiteren Vergesellschaftung, d.h. die Politik der \u201e3 roten Banner\u201c und dem \u201egro\u00dfen Sprung nach vorn\u201c ver\u00e4nderte? Oder waren auch au\u00dfenpolitische Aspekte, wie die au\u00dfenpolitische Isolierung der VR China durch die USA und das Verh\u00e4ltnis zur SU mit ma\u00dfgebend?<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote16sym\" name=\"sdendnote16anc\">xvi<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nLetztendlich war diese Politik der Versuch, sich auf die eigenen Kr\u00e4fte zu verlassen, und die Entwicklung zu beschleunigen, mit dem einzigen Mittel, das an \u00dcberfluss vorhanden war, dem koordinierten Arbeitseinsatz der chinesischen Landbev\u00f6lkerung. Dabei m\u00f6chte ich auch auf F. G\u00f6tts Darstellung der Debatte nach dem 8. Parteitag und zum 2. F\u00fcnfjahresplan hinweisen. Es gab den Gegensatz: \u201eFortf\u00fchrung der alten Planung\u201c, trotz der erkannter Probleme (was die Gegner Maos in der KP-F\u00fchrung wollten), oder \u201ezur\u00fcck zu Yan\u2018 an\u201c und einer \u201eMassenmobilisierung\u201c mit dem Ziel die landwirtschaftliche Produktion, ohne zus\u00e4tzlichen Kapitaleinsatz, zu steigern (was Maos Vorstellung entsprach). \u00dcbrigens eine Entwicklungsstrategie die, nach K. Seitz, \u201evom Grundgedanken her \u2026 durchaus vern\u00fcnftig (erschien)\u201c.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote17sym\" name=\"sdendnote17anc\">xvii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Es sollte ein Befreiungsschlag nach vorne sein. Daher stimme ich, der zitierten These Wemheuers, \u201eFlucht nach vorne aus einer politischen und sozialen Krise\u201c eher zu, als der Position H. Peters, der im \u201e Sprung nach vorn\u201c eine logische Fortsetzung der \u201evoluntaristischen\u201c Politik Maos sieht, ohne erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, warum die Mehrheit seiner bisherigen Kritiker ihm 1958 folgen. Dabei spielte der Versuch ohne Hilfe der SU, bzw. mit m\u00f6glichst eigenen Mitteln, eine relativ schnellere Entwicklung beim Aufbau des Sozialismus als die SU zu erreichen und sogar fr\u00fcher zum Kommunismus \u00fcbergehen zu k\u00f6nnen, eine nicht zu vernachl\u00e4ssigbare Rolle. Die Einsch\u00e4tzung, dass dies m\u00f6glich sei, war nicht nur bei den \u201eMaoisten\u201c vorhanden.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote18sym\" name=\"sdendnote18anc\">xviii<\/a><\/span><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14pt;\"><b>Aber warum kam es zu der gro\u00dfen Hungersnot?<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nWaren die Naturkatastrophen oder die fehlerhafte politische Linie oder die fehlerhafte Umsetzung der Korrekten Linie die Ursache? Meiner Meinung nach war es das Zusammenwirken aller drei Komponenten.<br \/>\nMao selbst soll, nach einer Aussage Deng Xiaopings in einem Interview in den achtziger Jahren, als Erster eine Korrektur der Politik des \u201egro\u00dfen Sprung\u201c eingeleitet haben<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote19sym\" name=\"sdendnote19anc\">xix<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Als problematisch muss allerdings das \u201eKlima\u201c eingesch\u00e4tzt werden, in dem die Auseinandersetzung um den \u201egro\u00dfen Sprung\u201c stattgefunden hat. Auch bei f\u00fchrenden Kadern gab es die (berechtigte) Angst in die rechte Ecke gestellt und f\u00fcr seinen Konservatismus verurteilt zu werden.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote20sym\" name=\"sdendnote20anc\">xx<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Umgekehrt scheint Mao, trotz permanenter Aufforderung zu Kritik und Selbstkritik, selbst immer weniger Kritik an sich geduldet zu haben. Das allgemeine \u201eKlima\u201c in dem der \u201egro\u00dfe Sprung\u201c umgesetzt wurde (einerseits eine au\u00dferordentliche Euphorie der Massen, bei gleichzeitiger Verunsicherung eines Teils der Kader), scheint auch eine fr\u00fchzeitige R\u00fcckmeldung des Elends auf dem Lande verhindert zu haben, trotz aller Aufforderungen Mao Tse-tungs an die Kader vor Ort, \u201enicht mit Erfolgen zu prahlen\u201c und nur \u201erealistische Vorgaben\u201c umzusetzen<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote21sym\" name=\"sdendnote21anc\">xxi<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. War es die Angst vor \u201evorgesetzten Kadern\u201c die vorgegebenen Planzahlen nicht erreichen zu k\u00f6nnen und der Unf\u00e4higkeit oder des Boykotts geziehen zu werden, oder war es die Angst eingestehen zu m\u00fcssen, dass die selbst gesteckten \u201eunrealistischen Ziele\u201c nicht erreichbar waren und damit die Gefahr bestand \u201edas eigene Gesicht zu verlieren\u201c? Es war wohl von allem etwas.<br \/>\nAuf jeden Fall waren die Angaben \u00fcber die gute Ernte im Jahr 1958 schon \u201ema\u00dflos \u00fcbertrieben\u201c. Die nicht erreichten Planzahlen von 1958 wurden als Grundlage f\u00fcr die Planung und die staatlichen Getreideabnahmemengen in 1959 und 1960 \u00fcbernommen. Die schlechten Witterungsbedingungen lie\u00dfen die landwirtschaftliche Produktion ihrerseits einbrechen, aber dass der gr\u00f6\u00dfte Teil der Erntekatastrophe von \u201eMenschenhand\u201c verursacht wurde, scheint wohl nach heutigen Erkenntnissen unzweifelhaft zu sein.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote22sym\" name=\"sdendnote22anc\">xxii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Dazu trug auch der, bei F. G\u00f6tt ausf\u00fchrlich beschriebene, fehlerhafte Einsatz der Arbeitskr\u00e4fte, wegen der gleichzeitig durchgef\u00fchrten Stahlkampagne und die Unerfahrenheit der Kader vor Ort bei. Die \u00fcberzogenen Planzahlen wurden im August 1959 zwar angepasst und entsprechend der tats\u00e4chlichen, geringeren Ernteertr\u00e4ge von 1958 und dem ersten Halbjahr 1959 nach unten revidiert, aber die Politik des \u201egro\u00dfen Sprungs\u201c wurde nicht in Frage gestellt. Sie wurde weiter als Erfolg propagiert, da die vorzeitige Erf\u00fcllung des zweiten F\u00fcnf-Jahrplans, trotz der reduzierten Planzahlen, erwartet wurde.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote23sym\" name=\"sdendnote23anc\">xxiii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Diese Berichtigung der Planzahlen kam wohl schon zu sp\u00e4t und die weitere Verschlechterung in der landwirtschaftlichen Produktion wurde nicht vorhergesehen.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote24sym\" name=\"sdendnote24anc\">xxiv<\/a><\/span><\/sup><\/p>\n<ul>\n<li>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Die Politik der \u201e3 Roten Banner\u201c, ein Versuch der radikalen \u00c4nderung der Produktionsverh\u00e4ltnisse auf dem Lande.<\/b><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der \u201egro\u00dfe Sprung\u201c wurde nicht nur mit dem Ziel ausgel\u00f6st, die Produktion und die Akkumulation, aus eigener Kraft und mit den eigenen vorhandenen Ressourcen, sprunghaft zu steigern, sondern die Produktionsverh\u00e4ltnisse (vor allem auf dem Lande) schrittweise zu ver\u00e4ndern. Als Anh\u00e4nger der \u201epermanenten Revolution\u201c und der \u201eEntwicklung der Revolution in Etappen\u201c, ging die Mehrheit der KPCH davon aus, dass \u201ezwischen Sozialismus und Kommunismus keine \u201aGro\u00dfe Chinesische Mauer\u2018 liegt und auch nicht liegen darf\u201c, dass man aber die verschiedenen Qualitativen Stufen nicht miteinander vermischen und \u00fcberspringen darf. Andererseits wird hervorgehoben, dass jede (auch kleine) \u00c4nderung der Produktionsverh\u00e4ltnisse eine Qualitative Ver\u00e4nderung darstellt, die wiederum die Voraussetzung f\u00fcr die potentielle Freisetzung d.h. auch Steigerung der Produktivkr\u00e4fte ist. Unter diesem Gesichtspunkt ging es also auch darum, die gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse immer weiter zu treiben, und \u201eentsprechende Ma\u00dfnahmen ein(zuleiten), die den Bed\u00fcrfnissen der schrittweisen Ver\u00e4nderung der Produktionsverh\u00e4ltnisse und dem allm\u00e4hlichen Reifen des Bewusstseins der Massen entsprechen.\u201c<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote25sym\" name=\"sdendnote25anc\">xxv<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Zu beurteilen w\u00e4re also auch, inwieweit die \u201eeingeleiteten Ma\u00dfnahmen\u201c sowohl den Bed\u00fcrfnissen der Anpassung der Produktionsverh\u00e4ltnisse, als auch dem Bewusstsein der Massen entsprach. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dazu geh\u00f6rte vor allem die Ver\u00e4nderung der Produktionsverh\u00e4ltnisse auf dem Land, um Industrie und Landwirtschaft parallel entwickeln zu k\u00f6nnen. Ich will nur einige erw\u00e4hnen. Die Industriestandorte lagen, historisch bedingt, an der K\u00fcste. Damit war die Versorgung der Landwirtschaft mit Industrieg\u00fctern, aber auch die Versorgung der Industrie mit Grundstoffen, wegen der fehlenden Transportkapazit\u00e4t, erschwert. Daher sollten vor allem auf dem Lande neue Industrien entstehen<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote26sym\" name=\"sdendnote26anc\">xxvi<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Auch die Bev\u00f6lkerungszunahme und die Produktivit\u00e4tssteigerung in der Landwirtschaft durch die Genossenschaftsbewegung, auch wenn sie geringer als erwartet war, verlangte die Schaffung von neuen Arbeitspl\u00e4tzen auf dem Lande, damit die \u201efreiwerdenden Bauern\u201c, nicht auch noch in die St\u00e4dte abwanderten<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote27sym\" name=\"sdendnote27anc\">xxvii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Dazu war vor allem die Ansiedlung von Industrien vor Ort notwendig, die nach herk\u00f6mmlichen, also arbeitsintensiven Methoden produzierten, da sie nur geringe Investitionskosten erforderten und viele Arbeitspl\u00e4tze schafften<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote28sym\" name=\"sdendnote28anc\">xxviii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Dazu war, nach Tschou En-lai, die Entwicklung zu Volkskommunen der notwendige Schritt.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote29sym\" name=\"sdendnote29anc\">xxix<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Das war nach Einsch\u00e4tzung der Mehrheit der KP CH die objektive Seite.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Umgesetzt werden sollte und musste sie mit der subjektiven Seite, der Masse der Bauern. Dabei wurden auch Ziele, Losungen und damit auch Versprechen, formuliert, bzw. Hoffnungen geweckt, die zu mindestens kurzfristig nicht zu erreichen waren. Die Hoffnung, auf kurzfristige Verbesserungen, der immer noch relativ schlechten Versorgungslage auf dem Lande, l\u00f6ste einerseits eine gro\u00dfe Euphorie bei vielen aus, f\u00fchrte aber bei \u201eNichterf\u00fcllung\u201c auch notwendigerweise bei Vielen zu gro\u00dfem Frust. So gab es z.B. das Versprechen von Kadern, dass der aufopferungsvolle Produktionskampf (z.B. bei der Wasserbauregulierung 1957\/ 1958) sehr schnell oder gar direkt ins \u201eParadies des Kommunismus\u201c f\u00fchrt. Aber trotz des riesigen Einsatzes blieb es \u201eein armer Sozialismus und Kommunismus\u201c. In Wirklichkeit wurde kurzfristig sogar das Gegenteil, eine absolute Verschlechterung der Lebenslage, erlebt. Mit dieser Euphorie und den fehlerhaften Vorstellungen, von den notwendigen gesellschaftlichen Bedingungen, beim \u201e\u00dcbergang zum Kommunismus\u201c, sind auch die Anfangs \u00fcberzogenen Organisationsstrukturen bei den Volkskommunen, sowie die teilweise durchgef\u00fchrten \u201eVerteilungsmechanismen\u201c zu erkl\u00e4ren<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote30sym\" name=\"sdendnote30anc\">xxx<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">.<br \/>\nEin weiteres Beispiel, f\u00fcr nicht erf\u00fcllte Perspektiven, l\u00e4sst sich bei der Jugend feststellen, der erstmals, massenhaft \u00fcberhaupt eine Schulbildung erm\u00f6glicht wurde, (d.h. bei den Kindern der Arbeiter und armen Bauern), die sich zur \u201eneuen Intelligenz\u201c entwickeln sollte. Auch hier war die Erwartung um vieles gr\u00f6\u00dfer, als in der Realit\u00e4t darstellbar. So konnte vielen jungen Intellektuellen und Arbeitern nach dem \u201egro\u00dfen Sprung\u201c keine qualifizierten Arbeitspl\u00e4tze in der Stadt bzw. in der Industrie angeboten werden, sondern sie wurden auf das \u201eLand verschickt\u201c. So fielen auch diese nicht erf\u00fcllten Erwartungen, zu Beginn der Kulturrevolution auf einen fruchtbaren und massenhaften Boden, da sich die Widerspr\u00fcche und Probleme, an den Schulen und Hochschulen besonders zeigten. Auch hier zeigte sich, dass die anf\u00e4ngliche Euphorie \u00fcber das urspr\u00fcngliche Ziel hinausschoss, sich gegen die KP und ihre Institutionen insgesamt richtete und nur durch Einsatz der Volksarmee das zeitweise Chaos beseitigt werden konnte. <\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Charakter der Massenbewegungen und \u201erevolution\u00e4re Ungeduld\u201c.<\/b><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Diese Periode in der VR China war durch noch weitere, immer wiederkehrende Probleme, gekennzeichnet.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es fehlte vielerorts an qualifizierten Kadern. In der \u201emodernen Industrie\u201c war man auf die russischen Experten angewiesen, die dann 1960 abgezogen wurden. Zum Teil verweigerten sich die \u201ealten Intellektuellen\u201c, die nicht ohne weiteres durch die \u201eneuen Intellektuellen\u201c aus der Arbeiterklasse und der armen Bauernschaft ersetzt werden konnten, da es ihnen an praktischer Erfahrung fehlte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die sich permanent entwickelnde B\u00fcrokratie und die immer wieder zu beobachtende Korruption, auch bei einigen Kadern der kommunistischen Partei, zur Erhaltung ihrer Stellung, waren nicht nur durch gutes Zureden (und Appelle an die guten Kommunisten) zu verhindern. Garantierten sie doch in der Regel ein \u201ebesseres Leben\u201c, als es die einfachen Arbeiter und Bauern hatten. Erscheinungen, die immer auch dann st\u00e4rker hervortraten, wenn die \u201ePragmatiker\u201c zur Steigerung der Produktion, teilweise auch notgedrungen, auf materielle Anreize setzten.<br \/>\nMit welchen Methoden waren diese \u201eVerkrustungen\u201c, die sich immer wieder neu bildeten, zu beseitigen und zuk\u00fcnftig zu verhindern?<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Mao Tse-tung sah in diesen Erscheinungen Widerspr\u00fcche, die er sowohl durch wiederholte \u201eAusrichtbewegungen\u201c innerhalb wie au\u00dferhalb der Partei, als auch durch die Massenbewegungen l\u00f6sen wollte.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote31sym\" name=\"sdendnote31anc\">xxxi<\/a><\/span><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Daher ist die letzte Frage, die ich aufwerfen will, die zum Charakter der Massenkampagnen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Einerseits dienten sie der politischen Erziehung der Massen (Arbeiter und vor allem Bauern). Andererseits schossen die Massenbewegungen immer wieder \u00fcber das urspr\u00fcngliche Ziel hinaus. (Z.B. der direkte Sprung in den Kommunismus bei der Gr\u00fcndung in einigen Volkskommunen, oder das nicht mehr beherrschbare Chaos in der Kulturrevolution?).<br \/>\nIm Gegensatz zur \u201eStellvertreter Politik\u201c, wie sie in anderen sozialistischen L\u00e4ndern zu beobachten war und die man vermeiden wollte, war es im Wesentlichen ein R\u00fcckgriff auf die positiven eigenen Erfahrungen im Befreiungskampf.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote32sym\" name=\"sdendnote32anc\">xxxii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nMao geht richtig davon aus, dass die \u201eMassen die Geschichte machen\u201c, und er stellt fest, dabei \u201ekommt (es) auf das Handeln der Menschen an\u201c.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote33sym\" name=\"sdendnote33anc\">xxxiii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nIhm ist auch klar, dass dazu eine richtige Theorie geh\u00f6rt. Daher auch seine regelm\u00e4\u00dfig formulierte Forderung nach Aneignung dieser Theorie (des Marxismus &#8211; Leninismus) und eines wissenschaftlichen Arbeitsstils, sowie dem Studium der materialistischen Dialektik<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote34sym\" name=\"sdendnote34anc\">xxxiv<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Die niedrige Kultur der Massen, aber auch der Kader, erschwerten einerseits die Umsetzung dieser Forderung, f\u00fchrte aber andererseits auch zu fehlerhaften Entwicklungen, die dann regelm\u00e4\u00dfig nachtr\u00e4glich korrigiert werden mussten.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote35sym\" name=\"sdendnote35anc\">xxxv<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nAuch wenn Mao den allgemeinen Erkenntnisprozess richtig beschreibt, dass \u201e die Menschen \u00fcber die Praxis Erfolge erringen (m\u00fcssen) und Niederlagen erleiden, wenn Probleme auftauchen. Erst durch einen solchen Prozess kann die Erkenntnis schrittweise vordringen\u201c. Und wenn es weiter hei\u00dft, \u201eerst wenn man viele Siege und Niederlagen erlebt hat und au\u00dferdem gewissenhaft geforscht hat, kann man schrittweise die eigene Erkenntnis in Einklang mit den Gesetzen (d.h. die objektiven Gesetze der Dinge und Prozesse d. V.) bringen\u201c<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote36sym\" name=\"sdendnote36anc\">xxxvi<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">, so muss man anf\u00fcgen, dass dazu entsprechend Zeit ben\u00f6tigt wird. Sowohl zum Studium dieser Gesetze, als auch zur \u201eVerarbeitung\u201c der eigenen sowie der kollektiven Praxis.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote37sym\" name=\"sdendnote37anc\">xxxvii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nZumindest scheint mir die Erwartung unrealistisch gewesen zu sein, dass w\u00e4hrend der Massenkampagnen diese Massen selbst, neben der geforderten erh\u00f6hten Produktionst\u00e4tigkeit auch das vertiefte Studium der Theorie leisten konnten. Vor allem auch weil, in kurzen Abst\u00e4nden, eine Kampagne die n\u00e4chste abl\u00f6ste. Daher blieb es wohl eher bei einem oberfl\u00e4chlichen Studium und bei einer widerspr\u00fcchlichen Verarbeitung der gemachten Erfahrungen.<br \/>\nAuch zwischen der ausformulierten, allgemeinen Theorie, den z.T. daraus abgeleiteten Forderungen, und deren Umsetzung in die reale Praxis, ist \u00f6fters ein Widerspruch festzustellen.<br \/>\nDie realistischen M\u00f6glichkeiten bei der Umsetzung werden immer wieder \u00fcbersch\u00e4tzt, bzw. es wird im R\u00fcckgriff auf die Erfahrung in Yan\u2019an und der ersten Erfolge der Genossenschaftsbewegung, davon ausgegangen, dass die Massen auch zuk\u00fcnftig unter Anleitung der Kader bereit sind, riesige, aufopferungsvolle Anstrengungen zu vollbringen, um ihre Armut zu beseitigen. Bei vielen Kadern wurde die Frage nach der Realisierung der Ziele und ob sie auf Grund der konkreten Bedingungen vor Ort \u00fcberhaupt umsetzbar sind bzw. welche Zeit man daf\u00fcr ben\u00f6tigt oft nicht gestellt. Das war z.T. der eigenen revolution\u00e4ren Erwartung, der Parteidisziplin, aber auch dem oft sehr niedrigen Wissensstand geschuldet.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch ich w\u00fcrde bei Mao Tse-tung von \u201erevolution\u00e4rer Ungeduld\u201c sprechen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dabei ist festzustellen, dass er bei der Analyse der Verh\u00e4ltnisse, immer von l\u00e4ngeren Zeitvorgaben ausgeht, dabei oft niedrigere quantitative Ziele setzt und bei der Umsetzung zur notwendigen Geduld mahnt. Dies \u00e4ndert sich aber, seit Mitte der 50er Jahre immer dann, wenn die Massen vor Ort beginnen die propagierten Ziele der Partei umzusetzen und die Initiative ergreifen. Auch wenn die Massen dabei oft von den Kadern, mit viel Druck vor Ort, \u00fcberzeugt werden m\u00fcssen. Dann fordert er, im Gegensatz zu den \u201eMahnern\u201c in der Partei, die Bewegung sogar noch zu beschleunigen und die festgelegten Ziele zu erh\u00f6hen. Auch begr\u00fc\u00dft er in der Regel die \u201evorzeitige \u00dcbererf\u00fcllung\u201c, der gesetzten Ziele.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote38sym\" name=\"sdendnote38anc\">xxxviii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Dabei sind ihm die politischen Ziele meist wichtiger als die \u00d6konomischen.<br \/>\nAuch wenn er dabei regelm\u00e4\u00dfig die Forderung erhebt, die Qualit\u00e4t bei der Umsetzung zu beachten, so scheint die gleichzeitige Forderung nach Erf\u00fcllung von immer h\u00f6her zu setzenden, quantitativen Zielen, eine gute qualitative Umsetzung oft verhindert zu haben. Was dabei ebenso vernachl\u00e4ssigt wird, ist oft die Frage nach dem Einsatz der verschiedenen Ressourcen und ihrem Verh\u00e4ltnis zueinander.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h4><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Wie ist diese geschichtliche Epoche der VR China und das revolution\u00e4re Handeln Mao Tse-tungs nun insgesamt einzusch\u00e4tzen?<\/b><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Letztendlich kann eine abschlie\u00dfende Bewertung nur gegeben werden, wenn man versucht \u201edie Wahrheit in den Tatsachen\u201c zu suchen, d.h. die tats\u00e4chlich erreichten Ergebnisse (Erfolge und Misserfolge) zugrunde gelegt werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachtet man die \u00f6konomische Entwicklung \u00fcber die gesamte Periode (1951-1975) so ist festzustellen, dass \u201enur\u201c j\u00e4hrliche Wachstumsraten des Bruttosozialprodukts von durchschnittlich plus 4% erreicht wurden. Dabei wurden die guten Raten von plus 8 bis 9%, w\u00e4hrend den sogenannten \u201epragmatischen Phasen\u201c (1951-58; 1961-66; 1968-75), durch die Einbr\u00fcche w\u00e4hrend des \u201eGro\u00dfen Sprungs\u201c (minus 6-7%) und der \u201eKulturrevolution\u201c (minus 2-3%) kompensiert.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote39sym\" name=\"sdendnote39anc\">xxxix<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nDabei ist positiv zu vermerken, dass in dieser Zeit die industrielle Produktion in der VR China stark ausgebaut wurde. \u201eDer Anteil der Industrie am materiellen Nettoprodukt Chinas war von 23% im Jahre 1952 auf 50% im Jahre 1976 gestiegen, der Anteil der Landwirtschaft von 58% auf 34% gesunken.\u201c<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote40sym\" name=\"sdendnote40anc\">xl<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Dies gilt nicht nur f\u00fcr den Ausbau der Industrie in den St\u00e4dten. In dieser \u00c4ra wurde auch die Grundlage f\u00fcr die Industrialisierung auf dem Lande gelegt. So stellt H. Peters fest, dass \u201emit dem \u201egro\u00dfen Sprung nach vorn\u201c in der Landwirtschaft in China gewisserma\u00dfen die Arbeitsteilung zwischen Ackerbau und Handwerk vollendet (wurde)\u201c.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote41sym\" name=\"sdendnote41anc\">xli<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Die erhoffte Produktivit\u00e4tssteigerung durch die Kollektivierung in der landwirtschaftlichen Produktion war aber weitaus geringer als erwartet. Vor allem f\u00fchrte sie nicht zur dauerhaften Verbesserung der Lebenslage der Bauern. Diese stagnierte, ab 1958, mehr oder weniger \u00fcber 20 Jahre, trotz der starken Ausdehnung des Arbeitseinsatzes der Bauern. Weiter lebten ca. 28% der Bev\u00f6lkerung unterhalb des Existenzminimums. Die Bauern blieben durch die 1958 eingef\u00fchrte Haushaltsregistrierung (Hukou) an ihr Dorf gefesselt. Dies wird von b\u00fcrgerlichen Autoren meist kritisiert, ohne zu vermerken, dass diese Ma\u00dfnahme die Bildung von Slums in den St\u00e4dten, wie sie in anderen unterentwickelten L\u00e4ndern zu beobachten ist, weitestgehend verhinderte.<br \/>\nDie von ca. 21% (1952) auf \u00fcber 35% (1978) gesteigerte Akkumulationsrate wurde haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Aufbau der Schwer- und R\u00fcstungsindustrie verwendet. Die Versorgungslage der Bev\u00f6lkerung war zwar \u00fcber die ganze Periode (mit Ausnahme der Hungersnot w\u00e4hrend des \u201egro\u00dfen Sprungs\u201c) gesichert, und es war ein Wachstum des durchschnittlichen Prokopfeinkommens von 2,3% zu verzeichnen. 1976 wurde aber pro Kopf der Bev\u00f6lkerung nicht mehr Getreide produziert als 1957.<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote42sym\" name=\"sdendnote42anc\">xlii<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nDieses Wachstum war aber haupts\u00e4chlich durch erh\u00f6hten Ressourceneinsatz zustande gekommen, was allerdings auch die Umweltbelastung erh\u00f6hte. Die \u201eBrigade- und Kommune-Unternehmen\u201c produzierten oft mit Verlusten und die staatliche Gro\u00dfindustrie war zunehmend ineffizient. Nach K. Seitz ging \u201edie totale Faktorproduktivit\u00e4t, also die Produktionssteigerung pro Arbeitsstunde und Kapitaleinheit, in der Mao-Zeit durchschnittlich um j\u00e4hrlich 0,8 Prozent zur\u00fcck.\u201c<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote43sym\" name=\"sdendnote43anc\">xliii<\/a><\/span><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Mao \u2013 Tse-tung und die KP Chinas haben sich bei der nachholenden Industrialisierung des Landes haupts\u00e4chlich auf die Produktionskraft der Landbev\u00f6lkerung gest\u00fctzt, auf die einzig im \u201e\u00dcberfluss\u201c vorhandene Ressource. Dabei f\u00fchrten die permanente Beschleunigung der Kampagnen und die gleichzeitig durchgef\u00fchrte permanente Revolution, sowohl in der Politik als auch in der Produktion und Technik, zur zeitweisen \u00dcberforderung dieser Ressource. Die versprochenen, kurzfristig zu erreichenden Ziele wurden aber nicht erreicht.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dies alles Mao Tse-tung und den \u201eMaoisten\u201c anzulasten, weil sie zu fr\u00fch den \u201eWeg der Neudemokratischen Revolution\u201c verlie\u00dfen, halte ich aber f\u00fcr falsch. Die Stagnation in der \u00d6konomie und vor allem bei der Produktivit\u00e4t war ja auch in anderen sozialistischen Staaten zu beobachten. Gleichzeitig ist es fraglich, ob sich der erreichte Zustand, Mitte der 50er Jahre, \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum stabilisieren lie\u00df. Eine Entscheidung \u00fcber die weitere Entwicklung schien erforderlich. Allerdings hat die Zuspitzung aller Probleme und Widerspr\u00fcche auf den Klassenkampf zwischen Kapital und Arbeit und der m\u00f6glichen \u201eRestauration des Kapitalismus\u201c, viele richtige L\u00f6sungen der Probleme m\u00f6glicherweise verhindert. Zu den teilweise chaotischen Verh\u00e4ltnissen trugen aber auch das niedrige kulturelle Niveau und die geringe Erfahrung beim Aufbau der Industrie bei.<br \/>\nDie Massenkampagnen sollten nicht nur die Produktion steigern, sondern sie sollten als politische Kampagnen die B\u00fcrokratisierung verhindern und die Korruption beseitigen. Erscheinungen die aus dem \u201ealten China\u201c \u00fcbernommen wurden und auch im \u201eneuen China\u201c immer wieder neu entstanden sind. Dass sie durch diese Kampagnen auch nicht beseitigt werden konnten, zeigt auch der Verlauf der Kulturrevolution. Durch sie sollte die \u201eRestauration des Kapitalismus in China\u201c verhindert werden. Das war zumindest die Absicht von Mao Tse-tung. Aber sie s\u00e4uberte die KP CH nicht nur von \u201eAnh\u00e4ngern des Kapitalismus\u201c, sondern sie wendete sich auch gegen die KP insgesamt und entwickelte sich teilweise zum B\u00fcrgerkrieg<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote44sym\" name=\"sdendnote44anc\">xliv<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">.<br \/>\nDurch die Kulturrevolution sollte vor allem das Denken umgestaltet und eine \u201eneue Generation von Revolution\u00e4ren\u201c hervorgebracht werden. Dies wurde zwar z.T. erreicht aber nur auf Kosten eines sehr hohen Preises. In mehreren Bereichen hat sie stattdessen sogar zu einer weiteren Stagnation beigetragen. So hat sie z.B. den, auch von Mao Tse-tung geforderten, notwendigen Ausbau einer Schicht von Intellektuellen (und besser qualifizierten Fachkr\u00e4ften) aus der Arbeiter- und armen Bauernklasse f\u00fcr fast 20 Jahre unterbrochen. \u201e1965 betrug der Anteil der Ingenieure und Techniker unter den Arbeitnehmern der Industrie \u00fcber vier Prozent. Nun brachte die Kulturrevolution eine zehnj\u00e4hrige Ausbildungsl\u00fccke. Bis 1976 sank der Anteil der technischen Fachkr\u00e4fte auf 2,6 Prozent. Es dauerte mehr als zehn Jahre bis 1987 wieder das Niveau von 1965 erreicht war.\u201c<\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote45sym\" name=\"sdendnote45anc\">xlv<\/a><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Hier wird deutlich, wie eine richtige allgemeine Anweisung, wie \u201eRot und Sachkundig\u201c unter den konkreten anarchischen Bedingungen der Kulturrevolution sich in ihr Gegen teil verwandelte, und das \u201eRot\u201c nicht durch das \u201eSachkundig\u201c erg\u00e4nzt, sondern stattdessen das \u201eSachkundig\u201c durch das \u201eRot\u201c weitgehend ersetzt wurde, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Unabh\u00e4ngig von der \u00f6konomischen Entwicklung sind f\u00fcr eine Gesamtbewertung auch noch weitere gesellschaftspolitische Ver\u00e4nderungen in der VR China zu ber\u00fccksichtigen, deren wesentliche Grundlagen in der \u00c4ra Mao Tse-tungs gelegt wurden. Dazu geh\u00f6ren u. A. die Frauen-, Bildungs- und Gesundheitspolitik, die alle weitestgehend positiv zu bewerten sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch in der Au\u00dfenpolitik sind in dieser Periode mehrere Erfolge zu verzeichnen, wie z.B. die diplomatische Anerkennung der VR China durch eine Vielzahl von Staaten und die Aufnahme der VR China in den Sicherheitsrat der UNO.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Abschlie\u00dfend kann ich mich der Bewertung Mao Tse-tungs als eines gro\u00dfen Revolution\u00e4rs anschlie\u00dfen, und m\u00f6chte dies durch die 70\/30 Abstimmung der KP Chinas (70% f\u00fcr die Verdienste und 30% f\u00fcr die Irrt\u00fcmer) erg\u00e4nzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Inwieweit sowohl die positiven als auch die negativen Erfahrungen, die die Arbeiter und Bauern in den 60iger Jahre und der Stagnationsphase nach der Kulturrevolution machten, nicht nur eine der Ursachen, sondern auch zur notwendigen Bedingung f\u00fcr die anschlie\u00dfende \u201eReformphase\u201c und ihrer Akzeptanz bei der Masse der Bev\u00f6lkerung wurden und immer noch sind, w\u00e4re einer weiteren Untersuchung und Bewertung zu \u00fcberlassen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Im Oktober \/ November 2014<\/span><\/em><\/p>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">i<\/a> Sie war damit die zahlenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte kommunistische Partei der Welt. Dies entsprach aber gerade 2,5% der Gesamtbev\u00f6lkerung der VR China. (siehe China Handbuch; Herausgegeben von W. Franke, 1974; Bertelsmann Universit\u00e4tsverlag; S.651)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">ii<\/a> siehe China Handbuch; S.652-655. Erst w\u00e4hrend der Kulturrevolution wurde der \u201ealte Parteiapparat\u201c weitestgehend entmachtet. Bis 1968 verloren 65-80% der Kader ihre bisherige Stellung und wurden in einer \u201eParteireform\u201c durch neue Kader (haupts\u00e4chlich aus der Volksarmee) ersetzt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">iii<\/a> Siehe Helmut Martin \u201eMao Tse-tung, Was machen wir anders als Moskau!\u201c (rororo aktuell 1975) S.23<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">iv<\/a> Siehe China Handbuch S. 726<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">v<\/a> Siehe Tschou En-lai \u201eDas gro\u00dfe Jahrzehnt\u201c in \u201eReden und Schriften 1949-1976\u201c (Verlag Rote Fahne 1976) S.165<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">vi<\/a> Siehe Helmut Peters \u201eDie VR China Aus dem Mittelalter zum Sozialismus, Auf der Suche nach der Furt\u201c (Impulse Verlag 2009) S. 212<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote7\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote7anc\" name=\"sdendnote7sym\">vii<\/a> Siehe China Handbuch S. 541<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote8\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote8anc\" name=\"sdendnote8sym\">viii<\/a> Siehe H. Martin S.75; \u00dcbrigens ein Prinzip das bis heute in der VR China angewendet wird,<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote9\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote9anc\" name=\"sdendnote9sym\">ix<\/a> Gleichzeitig wurden, durch die Verlagerte Verantwortung, neue Arbeitsmethoden in der Partei erforderlich. Alle Verantwortlichen Stellen sollten Pl\u00e4ne erstellen, ihre Durchf\u00fchrung kontrollieren und die Ergebnisse an die Zentrale melden, damit sie \u201everzahnt\u201c werden konnten. Dazu wurde z.B. Anfang 1958 ein 60 \u2013 Punkte Programm erstellt und von Mao als Entschlie\u00dfungsantrag an das ZK verschickt.. Dieses Programm war eine Mischung aus Punkten zu Arbeitsmethoden und Zielvorgaben. (siehe Mao Papers; DTV-Verlag 12\/1975; S. 73 -93)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote10\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote10anc\" name=\"sdendnote10sym\">x<\/a> Siehe H. Peters S.255 ff; Deng Xiaoping warf Mao vor, er h\u00e4tte, gegen Ende seines Lebens, zunehmend \u201esogar den demokratischen Zentralismus vergessen, die kollektive F\u00fchrung, auf die er so viel gehalten hatte.\u201c (Thomas Bergmann \u201eStrukturprobleme der kommunistischen Bewegung\u201c, VSA-Verlag 2012; S.229). Siehe auch Bergmann S.250 ff \u201eResolution \u00fcber einige Fragen der Parteigeschichte\u201c 1981<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote11\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote11anc\" name=\"sdendnote11sym\">xi<\/a> Siehe China Handbuch S.10<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote12\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote12anc\" name=\"sdendnote12sym\">xii<\/a> Siehe H. Peters 2009 S.179<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote13\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote13anc\" name=\"sdendnote13sym\">xiii<\/a> Siehe Konrad Seitz, \u201eChina Eine Weltmacht kehrt zur\u00fcck\u201c (Goldmann \u2013 Verlag 5.Aufl. 2006) S. 176<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote14\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote14anc\" name=\"sdendnote14sym\">xiv<\/a> Siehe K. Seitz S. 176<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote15\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote15anc\" name=\"sdendnote15sym\">xv<\/a> Bereits im Fr\u00fchjahr 1958 hatten Bauern und \u00f6rtliche Kader in der Provinz Henan begonnen die ersten Volkskommunen auf dem Land zu gr\u00fcnden. (siehe K. Seitz S.187).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote16\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote16anc\" name=\"sdendnote16sym\">xvi<\/a> Das Vertrauen in die Unterst\u00fctzung durch die SU, w\u00e4hrend der 2. Taiwan \u2013 Krise (1958) war geschwunden. Gleichzeitig lehnte Mao die Bitte der SU, eine Funkstation auf chinesischem Gebiet zu betreiben und die milit\u00e4rische Nutzung der eisfreien chinesischen H\u00e4fen, strikt ab, mit dem Verweis auf die chinesische territoriale Selbst\u00e4ndigkeit.(siehe dazu auch H. Kissinger, \u201eChina zwischen Tradition und Herausforderung\u201c S. 181 ff)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote17\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote17anc\" name=\"sdendnote17sym\">xvii<\/a> Siehe K. Seitz S. 186. Zum \u201eIrrsinn\u201c entwickelte sie sich, nach seiner Meinung nur durch die Verbindung mit der Idee des gro\u00dfen Sprungs und dass \u201eMao glaubte, durch die neue Strategie das Wachstum der Gesamtwirtschaft und gerade auch der Schwerindustrie dramatisch beschleunigen zu k\u00f6nnen.\u201c (Ebda)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote18\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote18anc\" name=\"sdendnote18sym\">xviii<\/a> Siehe H. Peters S. 230 ff<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote19\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote19anc\" name=\"sdendnote19sym\">xix<\/a> Siehe Th. Bergmann S.229<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote20\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote20anc\" name=\"sdendnote20sym\">xx<\/a> Siehe H. Peters S. 230<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote21\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote21anc\" name=\"sdendnote21sym\">xxi<\/a> Siehe K. Seitz S. 190<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote22\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote22anc\" name=\"sdendnote22sym\">xxii<\/a> Siehe K. Seitz Ebda<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote23\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote23anc\" name=\"sdendnote23sym\">xxiii<\/a> Siehe Tschou En-lai \u201eBericht \u00fcber die Berichtigung des Volkswirtschaftsplans 1959\u201c in Reden und Schriften 1949 bis 1976, (Verlag Rote Fahne, 1976) S.143 bis 148<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote24\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote24anc\" name=\"sdendnote24sym\">xxiv<\/a> Siehe K. Seitz S.190 Danach brach die Getreideernte von mehr als 200 Mio. t (1958) auf 170 Mio.t (1959) und 143,5 Mio. t (je 1960 u. 1961) ein. Die staatlichen Getreideaufkaufstellen erh\u00f6hten sogar noch die Getreideabgabemengen, da sie von den urspr\u00fcnglich gemeldeten Rekordzahlen ausgingen. So waren gleichzeitig in vielen Provinzst\u00e4dten die Getreidespeicher voll und die Nettoexporte wurden noch erh\u00f6ht, w\u00e4hrend in den D\u00f6rfern die Menschen verhungerten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote25\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote25anc\" name=\"sdendnote25sym\">xxv<\/a> Alle Zitate aus \u201eTschou En-lai \u201eDas Gro\u00dfe Jahrzehnt\u201c in Reden und Schriften 1949-1976 S.170\/171\u201c siehe dazu auch Mao Tse-tung in H. Martin, S.86 ff<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote26\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote26anc\" name=\"sdendnote26sym\">xxvi<\/a> Auch milit\u00e4rische Aspekte wurden als Begr\u00fcndung angef\u00fchrt, um in einem m\u00f6glichen Krieg die Produktion weiterf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Ab Mitte der 60er Jahre wurden daher in unzug\u00e4nglichen Berggebieten Gro\u00dffabriken der Schwer- u. R\u00fcstungsindustrie aufgebaut, die die \u00d6konomie stark belasteten. (siehe K. Seitz S. 222\/223)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote27\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote27anc\" name=\"sdendnote27sym\">xxvii<\/a> Maos Aussagen sind hier zum Teil widerspr\u00fcchlich: Einerseits geschieht die \u201ekoordinierte F\u00f6rderung gro\u00dfer, mittlerer und kleiner Betriebe\u201c in China \u201ehaupts\u00e4chlich um einer hohen Geschwindigkeit der Industrialisierung willen\u201c und nicht wegen \u201er\u00fcckst\u00e4ndiger Technologie, gro\u00dfer Einwohnerzahl und in der Vergr\u00f6\u00dferung der Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten\u201c. (H. Martin S.31; siehe auch S.64) Andererseits benennt er als die einzig m\u00f6gliche L\u00f6sung des Bev\u00f6lkerungsproblems in China, die Errichtung von Industrien auf dem Lande. Man darf die \u00fcbersch\u00fcssige Bev\u00f6lkerung vom Lande \u201enicht in die St\u00e4dte pressen\u201c. Stattdessen muss der Lebensstandard auf dem Lande erh\u00f6ht werden, und das Niveau der St\u00e4dte erreichen. Dazu muss \u201ejede Kommune ihr eigenes Wirtschaftszentrum haben und ihre eigenen Schulen h\u00f6herer Bildung, sie muss ihre eigenen Intellektuellen heranbilden.\u201c (H. Martin S.95)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote28\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote28anc\" name=\"sdendnote28sym\">xxviii<\/a> F\u00fcr Mao waren die Bewusstseins\u00e4nderungen der Bauern durch die Massenkampagne und die langfristig zu erreichende Ver\u00e4nderung des Wirtschaftsaufbaus wichtiger, als die kurzfristigen \u00f6konomischen Erfolge. (siehe H. Martin S.61). Letztendlich ging es ihm um die \u201enotwendige\u201c Umwandlung der Bauern zu Arbeitern. Dass dies nur langfristig m\u00f6glich ist und m\u00f6glicherweise sogar die Bewusstseinsver\u00e4nderung mehrere Generationen erfordert, scheint er zunehmend ignoriert zu haben.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote29\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote29anc\" name=\"sdendnote29sym\">xxix<\/a> Siehe Tschou En-lai Ebda S.169. Auch wenn die Kommunen nach dem \u201egro\u00dfen Sprung\u201c wieder verkleinert und die nicht funktionierenden (\u00fcberdehnten) Organisationsstrukturen angepasst wurden. Die Form musste erhalten bleiben, auch wenn die Eigentums- und Verrechnungsstrukturen wieder den bisherigen Strukturen der Produktionsgenossenschaften entsprachen. Nur aus ideologischen Gr\u00fcnden (wie einige Kritiker heute meinen) oder auch weil die neue Form, auch nach der Restrukturierung, Vorteile bot?<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote30\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote30anc\" name=\"sdendnote30sym\">xxx<\/a> Siehe dazu H. Martin S. 91 \u2013 93 u. S.113 ff. Hier werden von Mao selbst die Konferenzen benannt, auf denen 1958 die Generallinie (Massenbewegung zur Stahlherstellung, Dezentralisierung der Produktionsverantwortung und Einf\u00fchrung der Volkskommunen) beschlossen wurde und bis Mitte 1959 die \u00dcbertreibungen (\u201eWind des Kommunismus\u201c bei der Verteilung in den Kommunen und die R\u00fccknahme der \u00fcberzogenen Stahlproduktionsplanung) korrigiert wurden. Weiter beschreibt Martin die gleichzeitig ausgel\u00f6ste \u201eStudienbewegung der politischen \u00d6konomie\u201c bzw. der \u201esozialistischen Wirtschaft\u201c die Mao gleichzeitig initiierte, wobei es auch darum ging, die einfachen (auch des Lesens unkundigen) Kader auf dem Land in das Studium einzubeziehen. Ob eine fr\u00fchzeitigere Schulungskampagne die Fehler vermieden h\u00e4tte ist nicht sicher?<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote31\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote31anc\" name=\"sdendnote31sym\">xxxi<\/a> Siehe hier u. A. mehrere Reden Maos im Jahr 1957 insbesondere \u201e\u00dcber die richtige Behandlung der Widerspr\u00fcche im Volk\u201c und \u201eSeit aktive F\u00f6rderer der Revolution\u201c (alle in Mao Tse-tung, AW Bd.5 S.406 ff)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote32\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote32anc\" name=\"sdendnote32sym\">xxxii<\/a> Siehe dazu Mao Tse-tungs Anmerkungen in H. Martin S. 23 u. S. 66<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote33\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote33anc\" name=\"sdendnote33sym\">xxxiii<\/a> Siehe H. Martin S.68\/69<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote34\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote34anc\" name=\"sdendnote34sym\">xxxiv<\/a> Siehe dazu der Hinweis in Fu\u00dfnote 31<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote35\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote35anc\" name=\"sdendnote35sym\">xxxv<\/a> Siehe dazu z.B. Tschou En-lai \u201eDas gro\u00dfe Jahrzehnt\u201c (1959)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote36\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote36anc\" name=\"sdendnote36sym\">xxxvi<\/a> Siehe H. Martin S. 47<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote37\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote37anc\" name=\"sdendnote37sym\">xxxvii<\/a> Bei gesellschaftlichen Prozessen aber auch bei der Wirtschaftst\u00e4tigkeit zeigen sich Erfolge und Misserfolge oft nur nach einigen Jahren<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote38\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote38anc\" name=\"sdendnote38sym\">xxxviii<\/a> Auch bei Mao Tse-tung werden die Ziele haupts\u00e4chlich quantitativ bestimmt. So werden Produktionserfolge fast immer an der Menge des produzierten Stahls bzw. Getreides gemessen. Zwar werden Produktivit\u00e4tsfortschritte als Beispiele benannt, aber selbst kaum quantifiziert. Andererseits werden aus \u201eEinmalerfolgen\u201c unrealistische Zielvorgaben abgeleitet. Nachdem er z.B. richtig feststellt, dass eine hohe Akkumulationsrate eine Voraussetzung f\u00fcr die Verbesserung des Lebensstandards des Volkes ist, leitet er aus der Steigerung der Akkumulationsraten w\u00e4hrend des \u201egro\u00dfen Sprungs\u201c (1957: 27%; 1958: 36%; 1959: 42%;) eine m\u00f6gliche dauerhafte Akkumulationsrate von zuk\u00fcnftig mehr als 30% ab, ohne zu problematisieren, wie stark eine so hohe Akkumulationsrate den Lebensstandard kurzfristig senkt. (siehe H. Martin S.71\/72)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote39\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote39anc\" name=\"sdendnote39sym\">xxxix<\/a> Siehe H. Martin S. 11; Neuere Berechnungen von Maddison\/Wu ergeben eine durchschnittliche Wachstumsrate von 4,4% f\u00fcr die Zeit von 1952 bis 1978 und best\u00e4tigen die starken Schwankungen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote40\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote40anc\" name=\"sdendnote40sym\">xl<\/a> Siehe K. Seitz S.221<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote41\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote41anc\" name=\"sdendnote41sym\">xli<\/a> Siehe H. Peters S.220<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote42\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote42anc\" name=\"sdendnote42sym\">xlii<\/a> Alle Angaben siehe K. Seitz S.222<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote43\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote43anc\" name=\"sdendnote43sym\">xliii<\/a> Ebda<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote44\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote44anc\" name=\"sdendnote44sym\">xliv<\/a> Siehe dazu das Interview Deng Xiaopings in Th. Bergmann S.230. Danach \u201e(hat) ein oder zwei Jahre vor seinem Tod Pr\u00e4sident Mao selbst anerkannt, dass die Kulturrevolution zwei gro\u00dfe Irrt\u00fcmer zur Folge hatte: den Verlust revolution\u00e4rer Kader und den B\u00fcrgerkrieg\u201c. (ebda)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote45\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote45anc\" name=\"sdendnote45sym\">xlv<\/a> Siehe K. Seitz S.223<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erwin Maurer Einige Fragen und Anmerkungen zu \u201eF. G\u00f6tt: \u00dcber das Scheitern des maoistischen Entwicklungsweges in China: 1949-1978&#8243; In dem Artikel behandelt F. G\u00f6tt die Entwicklung in der VR China im Zeitraum von 1949 (Gr\u00fcndung der VR China) bis 1978 (Ende der \u201eKulturrevolution\u201c), also die \u00c4ra Mao Tse-tungs. 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