{"id":563,"date":"2016-09-14T14:54:35","date_gmt":"2016-09-14T12:54:35","guid":{"rendered":"http:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=563"},"modified":"2018-01-04T10:09:05","modified_gmt":"2018-01-04T09:09:05","slug":"ml-als-last-der-vergangenheit-warum-wir-gescheitert-sind","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=563","title":{"rendered":"ML als Last der Vergangenheit: Warum wir gescheitert sind"},"content":{"rendered":"<p>Der nachstehende &#8222;Offene Brief&#8220; Kolja Wagners bezieht sich auf eine kontroverse Debatte, an deren Ende der Autor vom Herausgeberkreis der Kommunistischen Debatte (KD) wegen der Unvereinbarkeit der von ihm verfochtenen Auffassungen mit Grundpositionen der KD ausgeschlossen wurde. Die Debatte ist unter dem Titel <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=512\">Sozialismus und Demokratie &#8211; Debatte<\/a> nachzulesen.<\/p>\n<div>\n<hr \/>\n<h5>Von Kolja Wagner<\/h5>\n<h1>&#8211; Ein offener Brief an die &#8222;Kommunistische Debatte&#8220; &#8211;<\/h1>\n<p>Weg mit dem Euro, Einwanderungsstopp, Austritt Deutschlands aus der Nato, Selbstverwaltung der Sozialkassen, Kampf gegen die &#8222;kleinb\u00fcrgerliche Linke&#8220; waren die Parolen unserer Politik. 1998 traten wir gemeinsam mit dem Anspruch an, eine Zeitung herauszugeben, die ein kommunistisches Programm f\u00fcr die Gegenwart entwickeln sollte. Einige Genossen hofften sogar, dass durch den Zerfall der b\u00fcrgerlichen Hegemonie in Deutschland Arbeiterklasse und Marxismus wieder zueinander finden k\u00f6nnten. Meinungsverschiedenheiten f\u00fchrten erst zur Abspaltung der Gruppe um die neue Zeitung &#8222;Junius&#8220;, dann zur Einstellung der &#8222;Kommunistischen Zeitung&#8220; (KoZ) und zur Gr\u00fcndung der Website &#8222;Kommunistische Debatte&#8220;, die den Schwerpunkt wieder auf die Theorie legen wollte. Zu guter Letzt wurde ich wegen &#8222;Antikommunismus&#8220; ausgeschlossen. Die programmatischen Forderungen, die damals von der &#8222;Kommunistischen Zeitung&#8220; erhoben worden und f\u00fcr die wir uns viel \u00c4rger in der &#8222;Linken&#8220; eingeholt haben, tauchen heute auch auf eurer Website kaum noch auf. Trotzdem gibt es Gr\u00fcnde mich mit dieser, schlie\u00dflich meiner eigenen Geschichte noch einmal zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<h2>Die Kritik b\u00fcrgerlicher Tagespolitik statt Kapitalismuskritik<\/h2>\n<p>Die &#8222;Erkl\u00e4rung zur Herausgabe der Kommunistischen Zeitung&#8220; (KoZ Nr.1 1998) legte die Grundlage daf\u00fcr, dass unsere Aufmerksamkeit auf folgende Fragen reduziert wurde:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie kann DIE Arbeiterklasse (das deutsche Proletariat plus seines assimilierten ausl\u00e4ndischen Anhangs mit legalem Aufenthaltsrecht) wieder klassenk\u00e4mpferisch werden?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen wir (DIE Kommunisten) wieder einen Zugang zur Arbeiterklasse finden?<\/li>\n<li>Mit welchen programmatischen Forderungen k\u00f6nnen die Kommunisten bei Zunahme von Klassenkonflikten sich an die Spitze der Revolution stellen und die Macht (den Staat) \u00fcbernehmen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei gingen wir von der Grundannahme aus, dass die Avantgarde durch die Theorie, die Massen aber nur durch die Politik gewonnen werden k\u00f6nnen. So war es keine Aufgabe einer politischen Zeitung die Marxsche Kritik am Kapitalismus zu rekonstruieren und weiterzuentwickeln, sondern diese oder jene Politik der Bourgeoisie und der Linken zu kritisieren. Das Kapital als gesellschaftliches Verh\u00e4ltnis wurde in der &#8222;Kommunistischen Zeitung&#8220; eigentlich nie angegriffen, viel mehr wurde nur b\u00fcrgerliche Tagespolitik kritisiert: Einf\u00fchrung des Euros, doppelte Staatsb\u00fcrgerschaft, Wahlkampagne von Teilen der Linken gegen Kohl usw. Sozialismus, Kommunismus oder Revolution waren dabei nur Schlagworte, die scheinbar keiner Erkl\u00e4rung bedurften und keinen Artikel in einer &#8222;Kommunistischen Zeitung&#8220; Wert waren. Zu Fragen wie Selbstverwaltung oder Parteidiktatur, Avantgarde als F\u00fchrung oder Selbstbefreiung der Arbeiter, Verstaatlichung oder Vergesellschaft wollt ihr ja bis heute keine Stellung beziehen.<\/p>\n<p>Es schien, als h\u00e4tte die Arbeiterklasse durch ihren Klasseninstinkt eigentlich schon ein Programm: Die Mehrheit der deutschen Bev\u00f6lkerung war gegen den Euro und auch gegen weitere Zuwanderung. Die Linke w\u00fcrde sich mit ihrem Programm der produktionsfernen Mittelschichten (Lohnabh\u00e4ngige im \u00f6ffentlichen Dienst) gegen die Arbeiterklasse stellen und so daf\u00fcr mitverantwortlich sein, dass Proteste der Arbeiter sich in rechter Form \u00e4u\u00dfern. Unser Programm basierte auf der Verteidigung von nationalstaatlichen Schranken: Keine europ\u00e4ische W\u00e4hrung, keine Zuwanderung, keine Ausdehnung der Staatsb\u00fcrgerschaft ohne Assimilierung der ausl\u00e4ndischen Wohnbev\u00f6lkerung usw. Eine Grundlage f\u00fcr diese Position war die Annahme, dass der Kampf zwischen Kapital und Arbeit in der Arena der Nation ausgetragen werde. Die andere Grundlage war, dass die Kommunisten nicht mit dem Programm der Abschaffung von Ware, Staat, Eigentum und Lohnarbeit an die Macht kommen w\u00fcrden, sondern mit praktischen politischen Forderungen. Kommunismus ist demnach nicht der Kampf um Befreiung in allen Lebensbereichen, sondern eine reformistische Arbeiterpolitik, die Emanzipation von Kapital und Staat auf eine ferne Zukunft vertagt.<\/p>\n<h2>Zuwanderung und Mobilit\u00e4t<\/h2>\n<p>Zur der Forderung des Einwanderungsstopp konnten wir nur kommen, weil wir uns auf den Standpunkt des deutschen Arbeiters plus seines assimilierten Anhanges stellten. Die soziale Antwort auf Lohndr\u00fcckerei w\u00e4re die Forderung nach einem Mindestlohn in Deutschland gewesen. V\u00f6llig \u00fcbersehen wurde bei der Forderung nach einem Ende der Zuwanderung die Tatsache, dass Mobilit\u00e4t f\u00fcr die Arbeiter immer zwei Seiten hat. Sie bietet auch die M\u00f6glichkeit vor schlechten Arbeitsbedingungen zu fliehen. Genauso wie Zuwanderung zur Senkung von L\u00f6hnen f\u00fchren kann, kann Abwanderung ihre Steigerung bewirken. Gehen IT-Experten aus Entwicklungsl\u00e4ndern in die USA, so entsteht bei ihnen zu Hause ein Mangel an Fachkr\u00e4ften und die L\u00f6hne steigen &#8211; jedenfalls wenn der Zusammenhang zwischen Lohnentwicklung und Zuwanderung so einfach ist, wie wir ihn immer dargestellt haben. Zuwanderung und Abwanderung in andere L\u00e4nder unm\u00f6glich zu machen, hei\u00dft, auch jede nationale Arbeiterklasse ihren Kapitalisten auszuliefern. Marx hat im &#8222;Kapital&#8220; auf den Exodus hingewiesen, um schlechten Arbeitsbedingungen zu entkommen.<\/p>\n<p>Mobilit\u00e4t kann auch die Grundlage f\u00fcr die Internationalisierung von K\u00e4mpfen sein. In den USA f\u00fchren gerade die Zuwanderer aus Lateinamerika die radikalen Streiktraditionen ihrer L\u00e4nder ein, obwohl auch in den USA Parallelgesellschaften existieren. In Hongkong geh\u00f6ren die philippinischen und indonesischen Hausm\u00e4dchen zu den radikalsten Teilen der Arbeiterbewegung und sind gut organisiert. Nur weil in Deutschland die prek\u00e4r Besch\u00e4ftigten, die ja zum gro\u00dfen Teil aus Migranten bestehen, sich (noch) nicht organisiert haben und die Gewerkschaften bisher an ihnen kein Interesse zeigen, hei\u00dft das nicht, dass sie strukturell kampfunf\u00e4hig sind. Auch bei dieser Frage sollte man die Situation in Deutschland nicht zum Ma\u00df aller Dinge machen.<\/p>\n<p>Der Kampf f\u00fcr internationale Mindeststandards, die durch nationale erg\u00e4nzt werden sollten, wird in Zukunft eine \u00dcberlebensfrage f\u00fcr die Arbeiter und Arbeiterinnen aller L\u00e4nder sein. Jeder Streik in einem Gro\u00dfbetrieb wie Opel zeigt, dass ohne eine internationale Koordination die K\u00e4mpfe zum Scheitern verurteilt sind.<\/p>\n<p>Zu anderem werden die nationalen Grenzen einfach \u00fcberrannt. Trotz Massenabschiebung und Todessch\u00fcssen an Schengengrenzen befinden sich Millionen Illegale in der EU. \u00dcber die Illegalen haben wir uns nie gro\u00df Gedanken gemacht. Sie brauchen Rechte und Schutz &#8211; auch unabh\u00e4ngig von der Frage der Staatsb\u00fcrgerschaft.<\/p>\n<h2>Der Staat als Schl\u00fcssel zum Sozialismus<\/h2>\n<p>Ein Genosse, der sp\u00e4ter seine Meinung radikal \u00e4ndern sollte, sagte einmal auf einer Sitzung: &#8222;Wenn ich das Banner des Protektionismus schwingen muss, um an die Macht zu kommen, dann schwinge ich es.&#8220; Klassischer Leninismus: Man muss ein fremdes Banner schwingen, um die Staatsmacht zu erlangen, den die Staatsmacht ist der Schl\u00fcssel zum Aufbau des Sozialismus.<\/p>\n<p>Heiner Karuscheit schrieb sp\u00e4ter in einem Artikel, dass die Arbeiterklasse den Schutz des Nationalstaates einfordere, um sich vor den Auswirkungen der Globalisierung zu sch\u00fctzen. Sie sei deshalb die konservativste Klasse der Gesellschaft (<a href=\"http:\/\/members.aol.com\/streitpkte\/ks0503.html\">http:\/\/members.aol.com\/streitpkte\/ks0503.html<\/a>).War das aber nicht genau das Programm, das wir jahrelang in der KoZ propagiert haben? Was vorher als Klasseninstinkt gedeutet wurde, wurde nun als konservativ bezeichnet &#8211; ohne ein Wort der Selbstkritik abzugeben!<\/p>\n<p>Die Orientierung auf den Staat verst\u00e4rkte sich bei der &#8222;Kommunistische Debatte&#8220; in letzter Zeit noch. Die einzig revolution\u00e4re Forderung der &#8222;Erkl\u00e4rung zur Herausgabe&#8220;, die Selbstverwaltung der Sozialkassen durch die Arbeiter selbst, wurde von Heiner nun fallen gelassen, da die Bourgeoisie nun wirklich den Sozialstaat angreife. F\u00fcr ihn steht der Kampf <i>um<\/i> die Staatsmacht, nicht <i>gegen<\/i> sie im Mittelpunkt seiner \u00dcberlegungen. Er tritt sogar f\u00fcr die St\u00e4rkung des b\u00fcrgerlichen Staates ein (<a href=\"http:\/\/www.kommunistische-debatte.de\/klassen\/sozialstaatanmerkungen2004.html\">http:\/\/www.kommunistische-debatte.de\/klassen\/sozialstaatanmerkungen2004.html<\/a>).<\/p>\n<p>Was im Zusammenhang mit Hartz-IV passiert, kann man kaum als R\u00fcckzug des Staates bezeichnen. Jeder Arbeitslose soll nun vom Staat &#8222;betreut&#8220; werden. Noch nie drang der Staat so tief in die Privatsph\u00e4re seiner B\u00fcrger ein. Jeden Monat denken sich die Politiker neue Mechanismen und Sanktionen aus, um Arbeitslose zur Annahme von Arbeit zu zwingen, die \u00fcberhaupt nicht vorhanden ist. Gerade Heiner war es, der die reaktion\u00e4ren Seiten des Sozialstaates in Deutschland aufzeigte. Das scheint er nun vergessen zu haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr euch ist Kommunismus keine kontinuierliche Ausdehnung der Selbstverwaltung der Gesellschaft, sondern eine Ausdehnung der Staatst\u00e4tigkeit, wo erst einmal alle Apotheker zu Beamten werden sollen. Alfred Schr\u00f6der bringt es sogar fertig, seitenlang \u00fcber Staat und Marxismus zu philosophieren, ohne die Notwendigkeit der Zerschlagung des b\u00fcrgerlichen Staatsapparates auch nur zu erw\u00e4hnen (<a href=\"http:\/\/www.kommunistische-debatte.de\/sozialismus\/sozialismus_demokratie_schroeder2004.html\">http:\/\/www.kommunistische-debatte.de\/sozialismus\/sozialismus_demokratie_schroeder2004.html<\/a>). Staatstheoretisch seid ihr nun bei der Sozialdemokratie des 19. Jahrhunderts wieder angekommen. Ob man die Staatsmacht nun auf revolution\u00e4re Weise oder durch Wahlen erobern will, \u00e4ndert am Konzept als solches nichts.<\/p>\n<h2>Was nicht aus den Klassenverh\u00e4ltnissen abgeleitet werden konnte, durfte nicht existieren<\/h2>\n<p>Auf dem Gebiet der Geschichtsanalyse habe ich schon Heiners mechanischen Materialismus bezogen auf die Sowjetunion kritisiert, wo er versucht hat, die terroristische Politik Stalins aus einem &#8222;barbarisch-b\u00e4uerlichen Proletariat&#8220; abzuleiten (<a href=\"http:\/\/www.kommunistische-debatte.de\/sozialismus\/sozialismus_stalin_wagner2004.html\">http:\/\/www.kommunistische-debatte.de\/sozialismus\/sozialismus_stalin_wagner2004.html<\/a>). Letztlich war auch die KoZ von diesen mechanischen Politikvorstellungen gepr\u00e4gt. Alles, was man nicht direkt aus \u00f6konomischen Interessen herleiten konnte, existierte f\u00fcr uns nicht oder interessierte uns nicht. Rassismus, Sexismus und Antisemitismus waren f\u00fcr uns nur gesellschaftliche Randerscheinung, weil in der modernen b\u00fcrgerlichen Gesellschaft daf\u00fcr keine \u00f6konomischen Grundlagen mehr vorhanden seien. Wir schrieben Seiten \u00fcber die Hessen-Wahl (Doppelte Staatsb\u00fcrgerschaft) ohne den deutschen Chauvinismus zu kritisieren (KoZ Nr.7 1999), ich schrieb 100 Seiten \u00fcber den Nationalsozialismus ohne dem Holocaust gro\u00dfe Bedeutung beizumessen. Die industrielle Judenvernichtung konnte ja schlie\u00dflich aus den b\u00e4uerlichen Triebkr\u00e4ften des Nationalsozialismus nicht erkl\u00e4rt werden. F\u00fcr Alfred und Heiner war aus den gleichen Gr\u00fcnden die Frage der B\u00fcrokratie im Staatssozialismus uninteressant, obwohl der leninistische Parteienstaat sicher eines der schrecklichsten b\u00fcrokratischen Monster der Geschichte war &#8211; trotz aller anti-b\u00fcrokratischen Floskeln seiner F\u00fchrer.<\/p>\n<p>Dieses einseitige Verst\u00e4ndnis von Materialismus hing mit den &#8222;Aufs\u00e4tzen zur Diskussion&#8220; (AzD) zusammen. Unter DER Linken verstanden wir das, was die \u00e4lteren GenossenInnen noch aus der ML-Bewegung kannten (DKP, KPD\/ML-Reste, PDS usw.). Dabei suchten wir uns die d\u00fcmmsten Pappkameraden aus, um uns an der Kleinb\u00fcrgerlichkeit DER Linken zu erg\u00f6tzen und uns als die einzig wahren Kommunisten in Deutschland zu f\u00fchlen. Spannende Debatten, wie zum Beispiel die Diskussion um die neue Marx-Lekt\u00fcre (Heinrich), die Wiederentdeckung des sowjetischen Theoretikers wie Paschukasnis, Versuche Marx mit Foucault zu verbinden oder der italienische Operaismus waren uns unbekannt oder interessierten uns nicht. W\u00e4hrend zumindest die linken Autorinnen der <i>gender studies<\/i> gesellschaftliche Konstruktionen von Geschlecht und Weiblichkeit radikal in Frage stellten, glaubte Petra Bach, dass die \u00d6ffnung der Kernbelegschaften in der Industrie durch Abschaffung von Schutzbestimmungen die Befreiung der Frau bringen w\u00fcrde (siehe Petra Bach: Die H\u00e4lfte des Himmels. Umrisse einer Kritik der Frauenfrage in der Bundesrepublik. <i>Kommunistische Presse<\/i> 17, 1993). Wie kann man heute noch \u00fcber Gesundheitspolitik diskutieren, ohne die Theorien zur &#8222;Biopolitik&#8220; und &#8222;body politics&#8220; von Foucault mit einzubeziehen? Die Besch\u00e4ftigung mit K\u00f6rper, Geschlecht, Sexualit\u00e4t oder Kultur m\u00fcssen keine Flausen von &#8222;produktionsfernen Mittelschichten&#8220; sein, sondern bieten Ansatzpunkte f\u00fcr eine radikale Kritik der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Angelegt war unsere Ignoranz gegen\u00fcber diesen Theorien sicher in der Leseart, die durch die AzD gepr\u00e4gt wurde. Die ersten Jahrg\u00e4nge der AzD setzten sich haupts\u00e4chlich mit den Theorien auseinander, die durch die &#8222;Neue Linke&#8220; und die \u00d6ko- und Friedensbewegung Anfang der 80er Jahre wieder popul\u00e4r wurden. Westlicher Marxismus, Kritische Theorie, Feminismus, Gramsci usw. wurden einer scharfen Kritik unterzogen. Die Herangehensweise der AZD war dabei nicht: Welche neuen Ideen hat Gramscis formuliert, von denen wir heute etwas lernen k\u00f6nnen? Sondern: Wir weisen oberlehrerhaft nach, dass Gramsci von der Ideologie des Materialismus der Lesart Plechanows abweicht. Statt den Spreu vom Weizen beim westlichen Marxismus und anderen Theorien zu trennen, wurde alles verworfen. Dadurch blieb man auf dem Gebiet der Theorie bei Plechanow stehen oder verkaufte die Idee, dass die Oktoberrevolution eine b\u00fcrgerliche und keine sozialistische Revolution war, als Neuheit, obwohl die Linkskommunisten dies schon Anfang der 20er Jahre herausgearbeitet hatten (<a href=\"http:\/\/www.left-dis.nl\/d\/brenlenin.htm\">http:\/\/www.left-dis.nl\/d\/brenlenin.htm<\/a>). Den Linkskommunisten war au\u00dferdem schon aufgefallen, dass es sich bei Lenins &#8222;Was tun?&#8220; um eine Schrift f\u00fcr die b\u00fcrgerliche Revolution handelte und Marx den alten Staat nicht durch einen neuen ersetzen wollte (<a href=\"http:\/\/www.left-dis.nl\/d\/cajogik.htm\">http:\/\/www.left-dis.nl\/d\/cajogik.htm<\/a>). Auf Schulungen wurden uns diese Erkenntnisse als Bahn brechende Neuheiten verkauft.<\/p>\n<h2>F\u00fchrer, die Klassen falsch analysieren<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend die Linkskommunisten daraus den Schluss zogen, dass der Leninismus und sein Parteimodell die Theorie einer b\u00fcrgerlichen Revolution sei, war unsere Geschichtsanalyse durch und durch leninistisch. Das Schema, nachdem wir die Niederlage von Revolutionen analysierten, war immer das gleiche: Klassenanalyse (halbfeudal oder kapitalistisch?) und Bestimmung der richtigen Revolutionsetappe (demokratisch oder sozialistisch?\/ im B\u00fcndnis mit den Bauern oder nur mit den Arbeitern). Wenn die marxistischen Wissenschaftler die Klassen falsch analysierten und die Etappe falsch bestimmten, musste die Revolution scheitern. Sogar Heiners Stalin Kritik l\u00e4uft darauf hinaus, dass Stalin 1936 die Klassenverh\u00e4ltnisse f\u00e4lschlicherweise als nicht antagonistisch eingestuft hat und daraus die folgenschwere Entscheidung resultierte, Staat und Partei f\u00fcr die Bauern zu \u00f6ffnen. W\u00e4hrend die ML-Bewegung den Verrat von F\u00fchren f\u00fcr ausschlaggebend hielt, machten wir ihre falsche Klassenanalyse daf\u00fcr verantwortlich. Das leninistische Politikmodell einer von einer Avantgarde gef\u00fchrten Revolution, die um die Staatsmacht k\u00e4mpft, wurde dabei nicht in Frage gestellt &#8211; nicht einmal fragten wir, ob dieses Modell \u00fcberhaupt auf den Westen anwendet werden konnte. Obwohl die AzD schon Lenins Imperialismus-Theorie widerlegt hatte, blieben unsere Vorstellung doch in Lenins Politikmodell gefangen. Wie in der KoZ wurde meist nur diese oder jene Politik kritisiert, statt dieser Politikform. Die SED h\u00e4tte 1952 f\u00fcr die Einheit Deutschlands statt f\u00fcr den Sozialismus k\u00e4mpfen sollen usw.<\/p>\n<p>Selbstst\u00e4ndige Bewegungen von Arbeitern oder Bauern unter dem Staatssozialismus wurden in diesem Modell nicht Ernst genommen oder misstrauisch begutachtet. Die Geschichte des Sozialismus wurde auf die richtige oder falsche Analyse von Klassenverh\u00e4ltnissen durch F\u00fchrer reduziert.<\/p>\n<h2>Marx als alternativer Volkswirt<\/h2>\n<p>Auch unser \u00d6konomieverst\u00e4ndnis war von der AzD gepr\u00e4gt. Dort wurde Marx &#8222;Kapital&#8220; immer als eine Art Spezialdisziplin behandelt, die nicht zwingend mit der Analyse der Geschichte und der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft in Deutschland im Zusammenhang steht. Eine AG der AzD, die sich haupts\u00e4chlich mit \u00d6konomie besch\u00e4ftigt, nennt sich allen Ernstes &#8222;POL\u00d6K AG&#8220;. Auch mit meinen eher bescheidenen &#8222;Kapital&#8220;-Kenntnissen wei\u00df ich, dass Marx an vielen Stellen gerade die Politische \u00d6konomie angreift, sprich die b\u00fcrgerliche \u00d6konomie, und sein Werk nicht zuf\u00e4llig den Untertitel &#8222;Kritik der Politischen \u00d6konomie&#8220; tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Diese Lesart des Kapitals durch die AzD steht in der Tradition, Marx als alternativen Volkswirt zu sehen, der im &#8222;Kapital&#8220; erkl\u00e4rt, wie der Kapitalismus im Allgemeinen funktioniert. Mit Politik hat das &#8222;Kapital&#8220; nach dieser Leseart nichts zutun, weshalb auch Spezialisten sich abstrakt mit \u00d6konomie besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen und andere Genossen politische Forderungen wie &#8222;Weg mit dem Euro&#8220; entwickeln. Vor diesem Hintergrund musste es zwangsl\u00e4ufig zum Bruch kommen, als einige Genossen anfingen, das &#8222;Kapital&#8220; ins Zentrum zu stellen und es politisch zu lesen.<\/p>\n<p>Was Marx im &#8222;Kapital&#8220; betreibt, ist keine alternative Volkswirtschaft, sondern eine radikale Dekonstruktion und Entnaturalisierung der Verkehrsformen des Kapitalismus (Ware, Wert, Mehrwert, Lohnarbeit usw.). Eine kommunistische Politik, die nicht an diesen Stellen den Angriff auf die b\u00fcrgerliche Gesellschaft ansetzt, landet eben bei der Kritik von b\u00fcrgerlicher Tagespolitik. Das Fehlen einer Kapitalismuskritik in der KoZ war ein Produkt einer Vorstellung, die Politik und Theorie auseinander rei\u00dft.<\/p>\n<h2>Globalisierung und Klassenkampf<\/h2>\n<p>\u00dcber die Frage der Globalisierung haben wir nur sehr wenig diskutiert. Anhand des Vergleichs mit Handelsstr\u00f6men vor dem 1.Weltkrieg kam Petra zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Globalisierung um eine Kampfparole des Kapitals zur Senkung der L\u00f6hne handeln w\u00fcrde. Alfred Schr\u00f6der glaubt nicht, dass sich in L\u00e4ndern wie China eine moderne b\u00fcrgerliche Gesellschaft entwickeln kann (<a href=\"http:\/\/www.kommunistische-debatte.de\/sozialismus\/sozialismus_demokratie_schroeder2004.html\">http:\/\/www.kommunistische-debatte.de\/sozialismus\/sozialismus_demokratie_schroeder2004.html<\/a>). \u00d6stlich von Polen und Ungarn f\u00fchre Marktwirtschaft nur zum Zerfall der Gesellschaft. Wenn es die Globalisierung nicht gibt und \u00f6stlich der Elbe keine Entwicklung zur erwarten ist, liegt es nat\u00fcrlich nahe, sich auf den deutschen Nationalstaat zu konzentrieren und politische Forderungen in seinem Rahmen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Seit 1990 nimmt meiner Meinung nach die Globalisierung eine v\u00f6llig neue Qualit\u00e4t an. Hunderte Millionen von Menschen werden in L\u00e4ndern wie China, Indonesien, Vietnam oder Indien nun in den Weltmarkt einbezogen, die vorher au\u00dferhalb standen. Die Proletarisierung und Urbanisierung der Welt hat ein nie gekanntes Ausma\u00df erreicht. Zumindest auf europ\u00e4ischer Ebene werden Funktionen des Nationalstaates teilweise an die EU abgegeben.<\/p>\n<p>Nur scheinbar ist der Klassenkampf von nationalen und religi\u00f6sen Bewegungen verdr\u00e4ngt worden. Wie Silver (2005) nachwies, haben die Streikbewegungen in der Automobilindustrie das Kapital \u00fcber den ganzen Erdball gejagt: In den 50er Jahren von den USA nach Europa, dann nach Brasilien, Mexiko, in den 80er Jahren nach S\u00fcdkorea. Auf der Suche nach Billiglohnstandorten konnte das Kapital den Streikbewegungen der Arbeiter nur kurzfristig entkommen und wurden dann immer wieder eingeholt. In den letzten Jahren wurden z.\u00a0B. Teile der Schuhindustrie von Indonesien und China nach Vietnam verlegt, das noch billiger produziert. Das Kapital hat sich wieder einmal zu fr\u00fch gefreut. In Vietnam ging gerade die gr\u00f6\u00dfte Streikwelle der Nachkriegsgeschichte zu Ende, die zu einer massiven Anhebung des Mindestlohns f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Schaut man bei der Suche nach kommunistischen Bewegungen, die die Staatsmacht erobern wollen, auf den Globus, so sieht die Lage traurig aus. K\u00e4mpfe um soziale Emanzipation und Befreiungen finden aber zuhauf statt. In Brasilien und Argentinien sind Hunderte Fabriken besetzt, die Landlosenbewegung in Brasilien besetzt Land &#8211; ohne auf den Sieg der Revolution zu warten &#8211; und in China vergeht kaum ein Tag ohne Streiks und lokale Unruhen. Mit dem Staatsozialismus ist auch das Modell gescheitern, die Gesellschaft \u00fcber die Eroberung der Staatsmacht zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wenn man von einem Kommunisten vielleicht mehr erwarten kann, als von einem durchschnittlichen Arbeiter, dann ist es, dass er\/sie zum Beispiel auch Texte in Fremdsprachen liest, um sich internationale Debatten anzueignen und Teil dieser Debatten zu werden oder sich mit L\u00e4ndern und Regionen besch\u00e4ftigt, die in den b\u00fcrgerlichen Medien selten vorkommen, aber in denen wichtige soziale K\u00e4mpfe stattfinden, wie in Lateinamerika oder Asien. Die Gruppe <i>wildcat<\/i> ist hier vorbildlich, auch wenn ihr manchmal die theoretische Tiefe fehlt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man sich st\u00e4ndig \u00fcber die Beschr\u00e4nktheit der Linken in Deutschland beschweren. Au\u00dferhalb dieses kleinen Landes gibt es noch viele interessante Diskussionen zu entdecken.<\/p>\n<h2>Postfordismus und Politikverst\u00e4ndnis<\/h2>\n<p>Eine Debatte, die wir immer ignoriert haben, ist die um Fordismus und Postfordismus. Das fordistische System, das in Deutschland die Form des &#8222;rheinischen Kapitalismus&#8220; annahm, beruhte auf relativ klaren Trennungen: Arbeit und Freizeit, Staat und Gesellschaft, Privates und \u00d6ffentliches, Arbeiter und Angestellte, Stadt und Land, geistige und k\u00f6rperliche Arbeit, Kernbelegschaften und Hilfsarbeiter, Universit\u00e4t und Gesellschaft, Nationalstaat und der Rest der Welt. Mit der Flexibilisierung der Arbeit, der weiteren Durchkapitalisierung aller Lebensbereiche, Outsourcing, der Privatisierung von staatlichen Aufgaben, der Benutzung des Computers in fast allen Berufen und der Vernetzung der Welt werden diese strikten Trennungen in Frage gestellt. Das leninistische Politikverst\u00e4ndnis entstammt noch einer Welt klarer Trennungen: Theorie und Praxis, Intellektuelle und Arbeiter, Strategie und Taktik, Partei als Kopf und die Massen als K\u00f6rper, vor und nach der Revolution usw. Die fordistische Gesellschaft erschien als klar strukturierte Pyramide, in der die &#8222;Eroberung der Kommandoh\u00f6hen von Staat und Wirtschaft&#8220; besonders attraktiv erschien. Mit der Durchbrechung der getrennten Welten durch den Postfordismus wird auch ein neues Politikverst\u00e4ndnis erforderlich. Politik und Revolution m\u00fcssen neu erfunden werden.<\/p>\n<h2>Schluss<\/h2>\n<p>Sicher k\u00f6nnt ihr gegen meinen Brief einwenden, dass ich eure These nicht empirisch widerlegt h\u00e4tte. Worum es mir geht, ist das Politikverst\u00e4ndnis grunds\u00e4tzlich zu hinterfragen. Ein Marxismus, der Politik und Theorie auseinander rei\u00dft und auf den Nationalstaat fixiert ist, kann die wichtigen Fragen der heutigen Zeit erst gar nicht stellen. Ihr werdet euch immer im Kreis drehen &#8211; auf dem Boden der immer gleichen Theorie, die sich noch die Fakten aus den besseren b\u00fcrgerlichen Zeitungen und Publikationen zusammensucht &#8211; um die Welt mit den immer gleichen Leuten zu analysieren. Die dogmatischen Linken, die seit 30 Jahren immer wieder die gleichen Vorurteile wiederk\u00e4uen, konnten wir mit unseren faktenreichen Abhandlungen nicht erreichen, weil ihre Weltanschauung v\u00f6llig faktenresistent ist. F\u00fcr die Linken, die spannende theoretische Debatten f\u00fchren, waren wir uninteressant, da wir uns mit den wesentlichen theoretischen Entwicklungen der letzten 10 Jahre nicht auseinander gesetzt haben. F\u00fcr ein kommunistisches Programm gibt es zum einem heute keine gesellschaftliche Basis. Zum anderen scheiterten wir mit der politischen Zeitung, weil wir Kapitalismuskritik und politische Forderungen von einander trennten. Die meisten Forderungen, die wir aufstellten, blieben im Rahmen einer protektionistischen und reformistischen Arbeiterpolitik verhaftet. Heute gewinnt Lafontaine oder die KP\u00d6 in der Steiermark mit solchen Parolen Teile der Arbeiter, die staatlichen Schutz vor den Auswirkungen der Globalisierung suchen.<\/p>\n<p>Ich habe die letzten Jahre genutzt, um einen \u00dcberblick \u00fcber spannende theoretische Debatten der Linken &#8211; auch der anderer L\u00e4nder &#8211; zu bekommen. Ein neues Politikverst\u00e4ndnis, das so in sich so geschlossen ist, wie das der Kommunistischen Debatte, habe ich noch nicht entwickelt. Aber vielleicht ist das ja gerade positiv.<\/p>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<ul>\n<li>Baumeister, Biene\/Negator, Zwi (2005): Situationistische Revolutionstheorie, Vol. 1. Eine Aneignung, Schmetterlingsverlag, Stuttgart.<\/li>\n<li>Buttler, Judith (2001): Das Unbehagen der Geschlechter, Suhrkamp, Frankfurt (M).<\/li>\n<li>Foucault, Michel (1983): Der Wille zum Wissen &#8211; Sexualit\u00e4t und Wahrheit 1, Suhrkamp, Frankfurt (M).<\/li>\n<li>Foucault, Michel (1977): \u00dcberwachen und Strafen &#8211; Die Geburt des Gef\u00e4ngnisses, Suhrkamp, Frankfurt (M).<\/li>\n<li>Heinrich, Michael (2004): Kritik der politischen \u00d6konomie &#8211; Eine Einf\u00fchrung, Schmetterling Verlag, Stuttgart.<\/li>\n<li>Heinrich, Michael (2006): Die Wissenschaft vom Wert, Dampfboot Verlag, M\u00fcnster.<\/li>\n<li>Holloway, John (2004): Die Welt ver\u00e4ndern ohne die Macht zu \u00fcbernehmen,<\/li>\n<li>Dampfboot Verlag, M\u00fcnster.<\/li>\n<li>Paschukanis, Eugen (1991): Allgemeine Rechtslehre und Marxismus, Haufe, Freiburg.<\/li>\n<li>Trumann, Andrea (2002): Feministische Theorie &#8211; Frauenbewegung und weibliche Subjektbildung im Sp\u00e4tkapitalismus, Schmetterling Verlag, Stuttgart.<\/li>\n<li>Silver, Beverly (2005): Forces of Labor &#8211; Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870, Assoziation A, Hamburg\/Berlin.<\/li>\n<li>Wright, Steve (2005): Den Himmel st\u00fcrmen &#8211; Eine Theoriegeschichte des Operaismus, Assoziation A, Hamburg.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Zeitschriften und Websites<\/h2>\n<ul>\n<li>Fantomas: <a href=\"http:\/\/www.akweb.de\/fantomas\/\">http:\/\/www.akweb.de\/fantomas\/<\/a><\/li>\n<li>Linkskommunismus: <a href=\"http:\/\/www.left-dis.nl\/d\/\">http:\/\/www.left-dis.nl\/d\/<\/a><\/li>\n<li>Grundrisse: <a href=\"http:\/\/www.grundrisse.net\/\">www.grundrisse.net<\/a><\/li>\n<li>Rote Ruhr Uni: <a href=\"http:\/\/www.rote-ruhr-uni.com\/index.shtml\">http:\/\/www.rote-ruhr-uni.com\/index.shtml<\/a><\/li>\n<li>Wildcat: <a href=\"http:\/\/www.wildcat-www.de\/index.htm\">http:\/\/www.wildcat-www.de\/index.htm<\/a><\/li>\n<li>Theorie.org: <a href=\"http:\/\/www.theorie.org\/\">http:\/\/www.theorie.org\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div align=\"right\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Letzte \u00c4nderung: 21.03.2016 <\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der nachstehende &#8222;Offene Brief&#8220; Kolja Wagners bezieht sich auf eine kontroverse Debatte, an deren Ende der Autor vom Herausgeberkreis der Kommunistischen Debatte (KD) wegen der Unvereinbarkeit der von ihm verfochtenen Auffassungen mit Grundpositionen der KD ausgeschlossen wurde. 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