{"id":3114,"date":"2025-10-27T18:08:22","date_gmt":"2025-10-27T17:08:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=3114"},"modified":"2025-10-28T13:01:46","modified_gmt":"2025-10-28T12:01:46","slug":"anmerkungen-zum-programmentwurf-der-kommunistischen-partei","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=3114","title":{"rendered":"Anmerkungen zum Programmentwurf der Kommunistischen Partei"},"content":{"rendered":"<p>ver\u00f6ffentlicht im Theoretischen Organ \u201e<strong>Klassenkampf &amp; Wissenschaft\u201c Nr. 1<\/strong>\/06.11.2024<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Manfred Englisch \u2013 Bremen im Oktober 2025<\/p>\n<p>\u201e<em>Wenn Sozialismus und Arbeiterbewegung nicht verschmelzen, was bleibt uns dann? Sektierertum und Reformismus. Die isolierten Intellektuellen sagen, wir sollten diese oder jene wunderbare Welt haben, und die isolierten Arbeiter versuchen, bessere Bedingungen f\u00fcr ihre Familien zu erreichen.<\/em>\u201c Lars T. Lih<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p>\n<p>Auch wenn die aus der Spaltung der <em>Kommunistischen Organisation<\/em> hervorgegangene <em>Kommunisti\u00adsche Partei<\/em> nicht als wahrnehmbare Kraft im Klassenkampf der deutschen Arbeiterklasse aufgefal\u00adlen ist, verdient ihr Programmentwurf eine kritische W\u00fcrdigung, gerade in den AzD\/Kommunisti\u00adsche Debatte<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>, deren Autoren seit Jahrzehnten an den analytischen Grundlagen f\u00fcr Programm und Organisation der Kommunisten arbeiten. Der Programmentwurf der KP soll \u201eihre revolution\u00e4re Strategie und ihre Standpunkte zu Grundsatzfragen\u201c vorlegen.<\/p>\n<p>\u201e<em>Die KO wie auch die KP wurden gegr\u00fcndet aus der Notwendigkeit heraus, verschie\u00addene falsche und sch\u00e4dliche Vorstellungen in der kommunistischen Bewegung zu be\u00adk\u00e4mpfen und durch einen Kl\u00e4rungsprozess zu einer revolution\u00e4ren Strategie der Ar\u00adbeiterklasse zu gelangen. Mit diesem Pro\u00adgramm legt die KP nun ihre revolution\u00e4re Strategie und ihre Standpunkte zu anderen Grundsatz\u00adfragen vor, an deren Weite\u00adrentwicklung und Aktualisierung sie st\u00e4ndig arbeiten wird. Der Existenz\u00adgrund der KP besteht darin, zur Vorhut der K\u00e4mpfe der Arbeiterklasse zu werden und sich selbst in die Lage zu versetzen, die Arbeiterklasse in der sozialistischen Revolution in Deutschland zum Sieg zu f\u00fchren<\/em>.\u201c (aus dem Vorwort des Programmentwurfs)<\/p>\n<p>Damit erhebt ein relativ kleiner Zirkel mit lokalen Basisgruppen einen gro\u00dfen Anspruch. Der Partei\u00adaufbau wird als Prozess verstanden, dessen \u201e<em>Grundvoraussetzungen \u2013 demokratisch-zentralistische Organisationsstruktur<\/em><a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> <em>und programmatische Grundlage<\/em>\u201c bereits vorliegen. Kann dies ausreichen f\u00fcr den traditionsreichen Namen \u201e<em>Kommunistische Partei<\/em>\u201c?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3122\" src=\"http:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/KP-300x83.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/KP-300x83.jpg 300w, https:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/KP.jpg 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><em>\u201eI<\/em><em>m Juni 2024 sind wir in eine neue Phase \u00fcbergegangen: Mit der Umbenennung in \u201c<\/em><em><a href=\"https:\/\/kommunistischepartei.de\/allgemein\/die-ko-ist-geschichte-es-lebe-die-kommunistische-partei\/\">Kommunisti\u00adsche Partei<\/a><\/em><em>\u201d starten wir in einen zweij\u00e4hrigen Gr\u00fcndungsprozess, der N\u00e4gel mit K\u00f6pfen machen soll. In dieser Zeit erarbeiten wir das Parteiprogramm, das uns in jeder Situation des Klassenkamp\u00adfes ein Kompass sein muss. Daf\u00fcr werden wir uns mit der <\/em><em>Klassenanalyse<\/em>,<em> der <\/em><em>revolution\u00e4ren Strategie<\/em><em>, der Fragen nach der <\/em><em>Unterdr\u00fcckung der Frau<\/em><em> und des <\/em><em>sozialistischen Aufbaus<\/em><em> in Deutschland auseinandersetzen. Geplant ist au\u00dferdem der Ausbau unserer Strukturen: Wir wollen eine Jugendorganisation aufbau\u00aden, ein theoretisches Organ etablieren, eine Zeitung in die Wege leiten, erste Versuche mit Be\u00adtriebszellen unternehmen und unsere Massenarbeit verst\u00e4rken. Ihr seht, es gibt viel zu tun!\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/em><\/p>\n<p>In der ersten Ausgabe ihres Theorieorgans \u201e<em>Kommunismus &amp; Wissenschaft<\/em>\u201c, das den Programm\u00adentwurf vorstellt, wird im Editorial angek\u00fcndigt:<\/p>\n<p><em>\u201e<\/em><em>Sich den Fehlern der Vergangenheit zu stellen und an ihrer \u00dcberwindung zu arbeiten hei\u00dft heute, eine genaue Kenntnis zu folgenden Punkten zu entwickeln:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li><em>zum Imperialismus und seinen \u00f6konomischen Grundlagen, zur Entwicklung und den Fehlern der Strategie und Taktik der kommunistischen Parteien, insbesondere in der Zeit der Kommunistischen Internationale<\/em><\/li>\n<li><em>zum Zusammenhang der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten des Imperialismus mit der Strategie der Kommunis\u00adten<\/em><\/li>\n<li><em>zu den Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten des Sozialismus und den Fehlern und Errungenschaften des sozialis\u00adtischen Aufbaus in der Sowjetunion, der DDR und den weiteren sozialistischen Staaten<\/em><\/li>\n<li><em>zum Wesen von Revisionismus und Opportunismus und ihren historischen und aktuellen Erschei\u00adnungsformen.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\"><\/li>\n<\/ul>\n<p>Gelingt diesem neuen Ansatz zum Parteiaufbau die theoretische Wende aus der Sackgasse, in die seit den 1980ern alle marxistischen Str\u00f6mungen geraten sind, die sich an Sowjetunion, DDR, Chi\u00adna, Albanien, Kuba orientierten? Was bleibt \u00fcbrig von den emblematischen K\u00f6pfen der proleta\u00adrischen Weltrevolution: Marx, Engels, Lenin, Luxemburg, Trotzki, Stalin, Tito, Mao, Ho Chi Min, Fidel Castro, Che Guevara, Enver Hoxha, Abimael Guzm\u00e1n (Gonzalo)?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Historische Wurzeln der KP<\/strong><\/h3>\n<p>Der Entwurf stellt die KP auf das Fundament des Marxismus-Leninismus<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>, den dialektischen und historischen Materialismus und die Kritik der politischen \u00d6konomie.<br \/>\nIn ehrf\u00fcrchtiger Weihe wird his\u00adtorisch schr\u00e4g geraunt: \u201e<em>die deutsche Arbeiterbewegung brachte im 19. Jahrhundert gro\u00dfarti\u00adge K\u00e4mpfer wie Marx und Engels hervor.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Dies erweckt den Anschein, als h\u00e4tte sich schon vor 1848 eine Arbeiterbewegung entwickelt, zu deren Aktivisten ein junger Philo\u00adsoph aus Trier und ein Fabri\u00adkantensohn aus Barmen z\u00e4hlten. Tats\u00e4chlich entwickelten Marx und Engels erst nach der ge\u00adscheiterten b\u00fcrgerlichen Revolution von 1948 das Konzept von Klassen\u00adkampf und historischer Funktion des Proletariats als revolution\u00e4rer Klasse. Revolution\u00e4re Intelli\u00adgenz b\u00fcrgerlicher Herkunft und Arbeiterbewegung entwickelten sich durchaus getrennt.<\/p>\n<p>Leider wird dann wieder die idealistische These des Verrats bem\u00fcht, um die Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten im preu\u00dfisch dominierten 2. Kaiserreich von 1914 weniger zu erkl\u00e4\u00adren als zu verdammen. Heiner Karuscheit<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> untersucht in zahlreichen Beitr\u00e4gen in AzD und mehreren B\u00fcchern die Ver\u00adpreu\u00dfung der SPD, das Fehlen eines demokratischen Revolutions\u00adkonzepts und die Kollabo\u00adration ih\u00adrer F\u00fchrung mit der OHL im 1. Weltkrieg und der Reichswehrf\u00fch\u00adrung in der Weimarer Re\u00adpublik. F\u00fcr die KP stand 1918\/19 der \u201e<em>revolution\u00e4re Kampf um den Sozialis\u00admu<\/em>s\u201c in Deutschland auf der Tages\u00adordnung. Hier fehlen wichtige Untersuchungsergebnisse zur tats\u00e4chlichen Klassen-konstellati\u00adon in Deutschland vor und nach dem 1. Weltkrieg.<\/p>\n<p>Weitere Niederlagen der Kom\u00admunisten in der Weimarer Republik erkl\u00e4rt der Programm\u00adentwurf mit linken und rechten Abwei\u00adchungen von der \u201e<em>korrekten revolution\u00e4ren Linie<\/em>\u201c, die erst ab 1925 unter der F\u00fchrung von Ernst Th\u00e4lmann durchgesetzt worden sei. F\u00fcr die schwere Niederlage von Arbei\u00adterbewegung und KPD im Kampf gegen kapitalistische Krise und NS-Diktatur zwischen 1929 \u2013 34 findet sich im Programm\u00adentwurf weder eine plausible Erkl\u00e4rung noch eine Selbstkritik. Dagegen wird das Konzept der Komintern zur Bildung antifaschistischer Volksfronten ab 1935 abgelehnt: \u201e<em>Nach einer Periode von einigen Jahren, in der die Kommunistische Internationale die Sozialde\u00admokratie offen bek\u00e4mpft hatte, wurden unter dem Druck der Expansion des Faschismus auf dem 7. Weltkongress der Komintern im Jahr 1935 die Weichen in die entgegenge\u00adsetzte Richtung ge\u00adstellt. Die Rolle der Sozialdemokratie wurde in problematischer Weise neu bewertet und die of\u00adfensive Haltung der Kommunisten ihr gegen\u00fcber wur\u00adde durch ein Streben nach Einheit mit ihr ersetzt.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Implizit h\u00e4lt der Programmentwurf also daran fest, die Reformisten als Sozialfaschisten zu bek\u00e4mpfen. Daraus folgt die Ablehnung neudemokratischer Etappenziele ebenso wie der Taktik der \u201eArbeiterregierung\u201c als Aktionseinheit von oben und der antifaschistischen Arbeitereinheit nach 1945 in der SED. <em>Ist das nun sektiere\u00adrisch-dogmatisch oder orthodox-puristisch?<\/em><\/p>\n<p>Die eher gleichg\u00fcltig behandelte R\u00fcckschau auf die Flucht der SED nach vorne (Beschluss der II. Parteikon\u00adferenz zum Aufbau des Sozialismus in der DDR, 1952), die zur Spaltung der deutschen Nation in zwei Staaten beitrug, l\u00e4sst vieles vermissen, auch die Vorg\u00e4nge in der DDR um die Normenerh\u00f6\u00adhungen f\u00fcr die Arbeiterschaft, die zu den Streiks und Massenprotesten am 17. Juni 1953 f\u00fchrten. Karuscheit nennt den SED-Beschluss \u201e<em>Eine weitreichende Fehlentscheidung (\u2026) weder in Deutschland noch erst recht (nicht) in dem kleineren Teilstaat DDR stand nach der NS-Herr\u00adschaft und dem 2.\u00a0Weltkrieg der Sozialismus an.\u201c <\/em><a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich bricht die sozialistische Hegemonie nicht nur 1989 in der DDR zusammen, sondern auch im \u201eVaterland der Werkt\u00e4tigen\u201c: Die UdSSR, der Warschauer Pakt und der RGW sind 1991 Ge\u00adschichte. Wie bei allen Neo-ML-Organisationen stellt der XX. Parteitag der KPdSU 1956 den revisio\u00adnistischen S\u00fcndenfall dar, die opportunistische Kehrtwende zur schrittweisen Restauration des Kapitalis\u00admus, die Gorbatschow und Jelzin schlie\u00dflich vollenden. Allerdings weist der Pro\u00adgrammentwurf die chinesische Brandmarkung der Sowjetunion als \u201esozialimperialistisch\u201c entschie\u00adden zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der Programmentwurf erkl\u00e4rt den Untergang von Sowjetunion und DDR mit revisionistischen Feh\u00adlern in den KPs, Relativierung des Klassenkampfs im Sozialismus und Anerkennung des Wertgeset\u00adzes in der sozialistischen \u00d6konomie. Probleme der Produktivit\u00e4t, der Effizienz und der Modernisie\u00adrung der Produktionsmittel seien verlagert worden in eine informelle \u00d6konomie, den Schwarzmarkt und die Korruption. Die Einf\u00fchrung von Marktelementen habe die Planwirtschaft ausgeh\u00f6hlt. Eben\u00adso sei die sozialistische Demokratie \u201e<em>zum leeren Ritua<\/em>l\u201c verkommen. Eine andere Aufbauorganisati\u00adon, der Kommunistische Aufbau (KA), versucht die Ursachen der Restauration des Kapitalismus in der UdSSR historisch in einem Text nachzuzeichnen, der in sich plausibler erscheint.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Aus meiner Sicht tadelt die episodische Kritik des Programmentwurfs die Fehlentwicklungen in der Sowjetunion und ihren Partnerl\u00e4ndern nur an der Oberfl\u00e4che. <em>Die Botschaft lautet: Zur\u00fcck zu Lenin und Stalin, zu\u00adr\u00fcck zum Marxis\u00admus-Leninismus an der Macht: Zur\u00fcck zur Diktatur des Politb\u00fcros!<\/em><\/p>\n<p>Der politische Staatsmonopolismus in der Sowjetunion und die \u00f6konomisch begr\u00fcndete Monopol\u00adtheorie als h\u00f6heres Stadium des Wirtschaftsaufbaus f\u00fchrte zur einseitigen Fokussierung auf Schwer\u00adindustrie, R\u00fcstung und Raumfahrt. Er f\u00f6rderte auch eine tendenziell koloniale Arbeitsteilung der Sowjetrepubliken mit gigan\u00adtischen Wasserbau\u00adprojekten und Monokulturen, die sich verheerend auf die \u00d6kologie auswirkten &#8211; Bsp.: Baumwolle in Usbekistan.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Die Degneration der revolution\u00e4ren Sowjetdemokratie degradierte die unmittelbaren Produzenten zu Objekten von Partei, B\u00fcrokratie und Staatssicherheit. <em>War die administrative Planwirtschaft jemals auf die Bed\u00fcrfnisse der breiten Volks\u00admassen ausgerichtet?<\/em> Die Breschnew-\u00c4ra (1964 &#8211; 1982) hinterlie\u00df jedenfalls einen Sumpf von pers\u00f6nlicher Bereicherung und Korruption, von dem der Historiker Roy Medwedew berichtet.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Die Rechenschaftslegung der 5-Jahrespl\u00e4ne war gef\u00fcllt mit \u201ePotemkinschen D\u00f6rfern\u201c.<\/p>\n<p><strong>Der Programmentwurf legt keine ernsthafte Untersuchung zur Analyse der historischen Niederla\u00adgen von Sozia\u00adlisten und Kommunisten in Europa vor. Er verharrt wesentlich in kritiklosem Antritt des ML-Erbes ohne brutale Konsequenzen aus den Fehlern f\u00fcr Weg, Ziel und Form als Kern eines revolutio\u00adn\u00e4ren Programms von heute.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Marxismus-Leninismus &#8211; Stalins Theorie vom Imperialismus als Weltsystem<\/strong><\/h3>\n<p>Es war Stalin als Nachfolger Lenins in der Sowjetunion, der Lenins theoretische Konzepte 1924 zum Leninismus als \u201e<em>Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolu\u00adtion\u201c<\/em><a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> verdichtete. Marx und Engels waren f\u00fcr ihn vorrevolution\u00e4re Klassiker. Daraus folgten fal\u00adsche Ab\u00adleitungen f\u00fcr die Praxis der Kommunisten: Monopol der Machtaus\u00fcbung beim Politb\u00fcro; Personen\u00adkult; Staatsmonopolistische B\u00fcrokratisierung; Kaderdelegierung von oben statt echter Wahl in So\u00adwjets; Verst\u00f6\u00dfe gegen Lenins Nationalit\u00e4tenpolitik; Ent\u00adeignung der Arbeiter, Bauern, Handwerker, H\u00e4ndler; Zentralisierung der Verf\u00fcgung \u00fcber alle Ressour\u00adcen in Staatsorganen, inkl. Aneignung des gesellschaftlichen Mehrprodukts; Ersetzung der Macht des Arguments in der Debat\u00adte \u00fcber den Weg durch die Macht der Staatspolizei (\u201eGenosse Mauser\u201c).<br \/>\n<em>Die KP verteidigt heute in allen Punkten Stalins Politik, ohne die personelle Kontinuit\u00e4t in der F\u00fch\u00adrung der KPdSU einzuordnen.<\/em><\/p>\n<p>Der Programmentwurf der KP ersetzt die <em>Marxsche Konzeption vom gesellschaftlichen Gesamtka\u00adpital<\/em> durch Gruppen konzentrierter Einzelkapitale, die nach dem sozialdemokratischen Politiker Hilferding als Finanz- und Monopolkapital den Kapitalismus der freien Konkurrenz abl\u00f6sen und sich den Staat unterwerfen. Daraus folgt eine \u00f6konomistische Determinationstheorie f\u00fcr den \u00dcber\u00adgang vom Monopolkapitalismus zum Sozialismus.<br \/>\n<u>Programmentwurf<\/u>: \u201e<em>I<\/em><em>mperialismus ist f\u00fcr den Marxismus nicht einfach eine bestimmte Form der Au\u00dfenpolitik, sondern diejenige Entwicklungsstufe der kapitalistischen Produktionsweise, in der <\/em><strong>das Monopolkapital zum beherrschenden gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnis<\/strong><em> geworden ist.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>Dazu aus einem Beitrag griechischer Wissenschaftlicher zur Imperialismusdebatte und zu Le\u00adnins Revo\u00adlutionstheorie:<br \/>\n\u201e<em>Auch wenn Hilferdings Buch \u201aDas Finanzkapital\u2018 \u00fcber fast acht Jahrzehnte als Ausdruck \u201amarxis\u00adtischer Orthodoxie\u2019 galt, ist es eine Interpretation der Marxschen Theorie mit eher \u201arevisionisti\u00adschem\u2019 Charakter. Im Grunde war Hilferding der Erste, der bei der Untersuchung des Imperialis\u00admus und der kapitalistischen Krisen die Marxsche Konzeption des gesellschaftlichen Gesamtka\u00adpitals negierte. Mit der These von der \u2018Aufhebung der freien Konkurrenz des Einzelka\u00adpitalisten durch die gro\u00dfen monopolistischen Vereinigungen\u2019 geht Hilferding im Grunde von ei\u00adnem \u201amikro\u00ad\u00f6konomischen\u2019 Ansatz aus. Wenn er behauptet, dass die Merkmale des \u201aMonopols\u2018 als der \u201avor\u00adherrschenden Form\u2018 des Unternehmens das gesamte kapitalistische System struktu\u00adrieren und dessen Entwicklungs- und Ver\u00e4nderungsmuster festlegen, dann behauptet er nichts anderes, als dass die Merkmale der individuellen Kapitale das Gesamtkapital bestimmen.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Ein weiteres Missverst\u00e4ndnis besteht darin, dass unterlegene L\u00e4nder infolge Waren- und Kapitalim\u00adport zu Halbkolonien der imperialistischen L\u00e4nder degradiert werden. Der internationale Kapitalex\u00adport in Form von Investments oder Finanzbeteiligungen schafft in anderen L\u00e4n\u00addern produktives Einzelkapital, das aber als solches prim\u00e4r-stofflich dem gesellschaftliches Gesamtkapital des jewei\u00adligen Natio\u00adnalstaats zuzurechnen ist. Damit bekommt <em>Lenins Konzept der imperialisti\u00adschen Ketten\u00adglieder<\/em> seine vom Monopolismus unabh\u00e4ngige Bedeutung, auch f\u00fcr das Selbstbestimmungsr\u00adecht der Natio\u00adnen und die Eroberung der Staatsmacht durch die Arbeiterklasse im B\u00fcndnis mit an\u00adderen werkt\u00e4ti\u00adgen Schichten.<\/p>\n<p>\u201e<em>Dem vorherrschenden Standpunkt, dass es eine einheitliche kapitalistische \u00f6konomische Struk\u00adtur auf Weltebene gibt (d.h. ein \u201aglobales Gesamtkapital\u2018), stellt er [Lenin] die imperialisti\u00adsche Kette entgegen, deren Glieder nicht einfach National\u00f6konomien, sondern Staaten sind. (\u2026) <u>Die sozialistische Revolution finde nicht in dem kapitalistischen Land mit dem h\u00f6chsten Entwick\u00adlungsstand statt, sondern in dem Land, welches das schw\u00e4chste Glied in der imperialistischen Kette ist<\/u>.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Das erkl\u00e4rt gut den bisherigen Verlauf von Revolutionen rund um den Globus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Aufbau und Ende des Sozialismus in der Sowjetunion<\/strong><\/h3>\n<p>Daraus folgt f\u00fcr den Aufbau des Sozialismus in einem zur\u00fcckgebliebenen Agrarland die Proble\u00admatik, dass es im Modernisierungsprozess seine Wirtschaft nicht autark isolieren kann vom globa\u00adlen Warenaustausch und damit dem internationalen Wettbewerb als Produktivit\u00e4tspeitsche ausge\u00adsetzt ist. Das trifft und traf auf alle no\u00adminell sozialistischen Staaten zu. Das Wertgesetz bestimmt rein \u00f6konomisch die Al\u00adlokation der Ressourcen und damit auch den technischen Fortschritt in der Entwicklung der Pro\u00adduktivkr\u00e4fte. In der UdSSR galt aber der Primat der Politik \u00fcber die \u00d6konomie, insbesondere war der Einsatz au\u00dfer\u00ad\u00f6konomischen Zwangs ein probates Mittel der herrschenden Po\u00adlitik von Partei, Staat und Gewaltap\u00adparat (vgl. Kollektivie\u00adrung, Industrialisierung, Disziplinarstra\u00adfen, Zwangsarbeit, Versklavung im Gulagsystem). Mit diesen Instrumenten kann ein System eine Zeit\u00adlang dem Wertge\u00adsetz, d. h. auch der Marxschen Arbeitswertlehre, ein Schnippchen schlagen, weil die Arbeitsorgani\u00adsation des Zwangsarbeiters sich nicht an der gesellschaftlich notwendigen Ar\u00adbeitszeit zur Herstel\u00adlung eines Pro\u00addukts bzw. Werks orientiert.<\/p>\n<p>In gewissen historischen Abschnitten hatte die zentrale Planwirtschaft in der UdSSR durchaus ihre Vorteile: \u201e<em>Eine zentralisierte Koordination der Ressourcenverteilung und -nutzung erleichterte den Aufbau einer Schwerindustrie in den 1930er-Jahren, die Umstellung auf eine Kriegswirt\u00adschaft in den Jahren 1941 bis 1945 sowie den Wiederaufbau der zerst\u00f6rten Gebiete nach der deutschen Invasion.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Nach Stalins Tod wurden die Zwangsarbeitslager auf\u00adgel\u00f6st, das Arbeitsrecht entsch\u00e4rft und bis 1955 wurden auch die deutschen Kriegsgefangenen nach Hause entlassen. Die offene Grenze der DDR war f\u00fcr die Arbeiter in der DDR eine M\u00f6glichkeit zum individuellen Systemwechsel, also Repu\u00adblikflucht. Auch daraus resultierten Diskussionen sozialistischer Wirtschaftsexperten \u00fcber die Not\u00adwendigkeit der wirtschaftlichen Rechnungsf\u00fchrung in Betrieben und Branchen nach Ma\u00dfst\u00e4ben von Rationalisierung und Rentabilit\u00e4t. Der Aufstieg der \u201eTigerstaaten\u201c in S\u00fcdostasien l\u00f6ste nicht nur im Westen eine Strukturkrise der Industrie aus. Eine neue internationale Arbeitsteilung f\u00fchrte im Wes\u00adten zum Abbau industrieller Fertigungskapazit\u00e4ten ( Kohle, Stahl, Schiffbau, Energie, Textilien) und im Osten zu einer permanenten Angebotsdefizitkrise. Starre Planmodelle erwiesen sich als unflexi\u00adbel f\u00fcr eine kontinuierliche Innovation und Produktivit\u00e4tssteigerung.<br \/>\n\u201e<em>Die auff\u00e4llige Inflexibilit\u00e4t der Planwirtschaft hatte ihre Ursache in der extremen Zentralisierung der \u00d6konomie. Folglich war es der Mangel an demokratischer Partizipation auf allen Ebenen der<\/em> <em>\u201eEntscheidungsfindung, der die Entwicklung der staatssozialistischen Planwirtschaft zunehmend behinderte.\u201c<\/em> <a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p>Wenn der administrativ sanktionierte Plan zentral die Produktion und Produkte determi\u00adniert, dann werden diese nicht zu selbstbestimmten Ressourcen der Arbeiter, Bauern und Handwerker. Das Pro\u00adgramm der Bolschewiki und die Dekrete des Rates der Volkskommissare nach der Oktoberrevoluti\u00adon verspra\u00adchen den Arbeitern die Kontrolle ihrer Betriebe: \u201e<em>Am 16. November (1917) wurde der 8-Stunden\u00adtag eingef\u00fchrt und die Jugendarbeit verboten. Am 29. November trat das wichtige De\u00adkret \u201a<u>\u00dcber die Arbeiterkontrolle<\/u>\u2018 in Kraft, das in allen Wirtschaftszweigen, die Lohnarbeiter be\u00adsch\u00e4ftigen\u201a die Arbeiterkontrolle \u00fcber Produktion, Kauf und Verkauf von Erzeugnissen und Roh\u00admaterialien, \u00fcber ihre Aufbewahrung sowie \u00fcber die finanzielle Seite des Unternehmens\u2018 einf\u00fchr\u00adte. Die Arbeiter\u00adkontrolle wird ausge\u00fcbt von allen Arbeitern des betreffenden Unternehmens durch ihre gew\u00e4hl\u00adten Organe.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> 1921 mussten Fabrikr\u00e4te und Gewerkschaften die Kontrolle in den Betrieben an vom Staat ernannte Direktoren abgeben. Die \u201eArbeiteropposition\u201c in der KPR(b) wurde gema\u00dfre\u00adgelt wegen \u201eFraktionst\u00e4tigkeit\u201c. Sie war die letzte Gruppierung, die festhielt an der revolution\u00e4ren Produzentendemokratie, die Lenin noch in \u201eStaat und Revolution\u201c (1917) vor dem Oktober skiz\u00adziert hatte.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Welches Interesse sollten die unmittelbaren Produzenten dann an der Qualit\u00e4tssteige\u00adrung der Gebrauchswertseite ihrer Produkte entwickeln? Stattdessen dominierte die Tonnenideologie der Plan(\u00fcber)erf\u00fcllung.<\/p>\n<p>Der Programmentwurf der KP krankt f\u00fcr mich an dogmatischen Glaubensbekenntnissen zum M-L der 1930er und 1940er Jahre als Weltanschauung \u2013 hier zu Monopolkapitalismus, Imperia\u00adlismus und zentraler Planwirtschaft. Er fu\u00dft nicht auf systematischer Untersuchung zur Verifizie\u00adrung oder Falsifizierung der Lehrs\u00e4tze aus Stalins \u201eKurzem Lehrgang (B)\u201c \u2013 hinter allem vermute ich die Furcht vor dem modernem Revisionismus, die ein Lernen ausschlie\u00dft. Vor der Pr\u00fcfung der Tatsa\u00adchen schirmt man sich und seine Anh\u00e4nger ab durch Teilung der Welt in wahrhaft proletarisch-revo\u00adlution\u00e4re Klassiker und b\u00fcrgerliche Wissenschaft. Zum Stichwort \u201e<em>Arbeiterkontrolle<\/em>\u201c f\u00e4llt auf, dass der Programmentwurf zwar eine Reihe guter Sofortma\u00dfnahmen nach der Revolution auflistet, aber zur Betriebsverfassung und der konkreten Produktionskontrolle durch Betriebsr\u00e4te, Gewerk\u00adschaften, Regionalr\u00e4te kein Wort verliert. <em>Ist dies die Angst der MLer vor dem Syndikalismus? Oder fehlen in der KP einfach die Arbeiter, deren Leben mit der materiellen Produktionssph\u00e4re verkn\u00fcpft ist?<\/em><\/p>\n<p>\u201e<em>Im Staatssozialismus erfolgte die soziale Differenzierung \u2013 anders als im Kapitalismus \u2013 weni\u00adger \u00fcber Privateigentum (Produktionsmittel, Einkommen, Grundbesitz) als \u00fcber die Stellung im gesellschaftlichen System. Diese bestimmte ma\u00dfgeblich den Zugang zu \u00f6konomischen und so\u00adzialen Ressourcen, aber auch das Ma\u00df an politischem Einfluss, sodass es durchaus zul\u00e4ssig ist, von einer staatssozialistischen Klassengesellschaft zu sprechen. Die herrschende Klasse oder \u00bbTop-Nomenklatura\u00ab bestand aus den Mitgliedern des Politb\u00fcros und des Zentralkomitees der KPdSU. Sie besa\u00df das Entscheidungsmonopol auf alle wichtigen Ressourcen des Staates und der Gesellschaft.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Zwischen werkt\u00e4tigen Klassen und den Herrschenden vermittelte eine b\u00fcrokra\u00adtische Dienstklasse, die den sozialistischen Mittelstand bildete.<\/p>\n<p>Manche Genossen ohne Kenntnisse der sowjetischen Fr\u00fchgeschichte muss man darauf sto\u00dfen, dass die bolschewistische F\u00fchrung schon 1922 die zentrale Zensurbeh\u00f6rde GlawLit schuf, die das Volks\u00adkommissariat f\u00fcr Kultur zum Wahrheitsmi\u00adnisterium und Sprachpolizei machte. GlawLit verf\u00fcgte \u00fcber alle Papiervor\u00adr\u00e4te der Sowjetunion und traf alle Entschei\u00addungen \u00fcber Druckwerke. \u201e<em>Zum Ent\u00adsetzen Maxim Gor\u00adkis, der damals noch im Exil am Fu\u00df des Vesuvs lebte, erg\u00e4nzte Lenins Witwe 1926 diese [Ta\u00adbu-] Liste um rund einhundert B\u00fccher, die angeblich \u201atriebhafte oder antisoziale Gef\u00fchle\u2018 hervor\u00adrufen \u2013 darunter der Koran, die Bibel und das Ge\u00adsamtwerk Dostojewskis. GlawLit musste diese B\u00fccher tats\u00e4chlich aus den Bibliotheken entfer\u00adnen und sie als Altpapier der Wie\u00adderverwertung zuf\u00fchren.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> GlawLit sch\u00f6nte alle Statistiken, retu\u00adschierte das \u00f6ffentliche Bild von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, frei von Katastrophen und negativen Erscheinungen. In den Post\u00e4mtern sa\u00dfen Zen\u00adsoren von Glaw\u00adLit, um die Post zu kontrollieren. Bereits freigege\u00adbene Druck\u00adwerke wurden sp\u00e4ter eingezogen oder mussten umgeschrieben werden, wenn sie Texte oder Bilder von \u201eVolksfein\u00adden\u201c enthielten, die aus dem kollektiven Ged\u00e4chtnis entfernt wer\u00adden sollten.<\/p>\n<p>Vor der Oktoberrevolution erarbeitete Lenin Grundlagen der marxistischen Staatstheorie in seiner Schrift \u201eStaat und Revolution\u201c. Die siegreiche proletarische Revolution k\u00f6nne nicht einfach den b\u00fcrgerlichen Staat, sein stehendes Heer und die Beamtenschaft \u00fcbernehmen, sondern m\u00fcsse die Staatsmaschinerie zerbrechen und eine R\u00e4tedemokratie (Sowjets) nach dem Vorbild der Pariser Kommune aufbauen.<br \/>\nLenin: \u201e<em>Alle fr\u00fcheren Revolutionen haben die Staatsmaschinerie vervollkommnet, man muss sie aber zerschlagen, zerbrechen.<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> Kurz nach Gr\u00fcndung der UdSSR befiel ihn Ende 1922 die gro\u00dfe Sorge, dass der gro\u00dfrussische Chauvinismus die peripheren Sowjetrepubliken hegemonial unterdr\u00fc\u00adcken k\u00f6nnte. In der Nationalit\u00e4tenfrage war er gegen Stalins Autonomisierung und f\u00fcr die Gleichbe\u00adrechtigung und Selbstbestimmung aller Sowjetv\u00f6lker, inkl. des Rechts auf Unabh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n<p>\u201e<em>Offenbar war dieses ganze Unterfangen mit der \u201aAutonomisierung\u2018 von Grund aus falsch und un\u00adzeitgem\u00e4\u00df. Man sagt, die Einheit des Apparats sei n\u00f6tig gewesen. Woher stammten diese Behaup\u00adtungen? Doch wohl von demselben russischen Apparat, den wir (\u2026) vom Zarismus \u00fcbernommen und nur ganz leicht mit Sowjet\u00f6l gesalbt haben. Zweifellos h\u00e4tte man mit dieser Ma\u00dfnahme so lan\u00adge warten sollen, bis wir sagen konnten, dass wir uns f\u00fcr unseren Apparat wirklich wie f\u00fcr den ei\u00adgenen verb\u00fcrgen. Jetzt aber m\u00fcssen wir, wenn wir ehrlich sein wollen, umgekehrt sagen, dass wir einen Apparat als eigenen bezeichnen, der uns in Wirklichkeit noch durch und durch fremd ist und ein b\u00fcrgerlich-zaristisches Gemisch darstellt, das wir beim besten Willen in den f\u00fcnf Jahren nicht \u00fcberwinden konnten &#8230;\u201c<\/em><a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a><\/p>\n<p><em>\u201eUnter diesen Umst\u00e4nden ist es ganz nat\u00fcrlich, dass sich die \u201aFreiheit des Austritts aus der Union\u2018, mit der wir uns rechtfertigen, als ein wertloser Fetzen Papier herausstellen wird, der v\u00f6llig unge\u00adeignet ist, die nichtrussischen Einwohner Russlands vor der Invasion jenes echten Russen zu sch\u00fct\u00adzen, des gro\u00dfrussischen Chauvinisten, ja im Grunde Schurken und Gewaltt\u00e4ters, wie es der typische russische B\u00fcrokrat ist. Kein Zweifel, dass der verschwindende Prozentsatz sowjetischer und sowje\u00adtisierter Arbeiter in diesem Meer des chauvinistischen gro\u00dfrussischen Packs ertrinken wird wie die Fliege in der Milch. (\u2026) Mir scheint, hier haben Stalins Eilfertigkeit und sein Hang zum Adminis\u00adtrieren wie auch seine Wut auf den omin\u00f6sen \u201aSozialnationalismus\u2018 eine verh\u00e4ngnisvolle Rolle ge\u00adspielt. Wut ist in der Politik gew\u00f6hnlich \u00fcberhaupt von gr\u00f6\u00dftem \u00dcbel.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a><\/p>\n<p>Lenin kritisiert explizit Verst\u00f6\u00dfe Stalins gegen den proletarischen Internationalismus:<em> \u201eEin Georgi\u00ader, der sich geringsch\u00e4tzig zu dieser Seite der Sache verh\u00e4lt, der leichtfertig mit Beschuldigungen des \u201aSozialnationalismus\u2018 um sich wirft (w\u00e4hrend er selbst ein wahrer und echter \u201aSozialnationa\u00adlist\u2018, ja mehr noch, ein brutaler gro\u00dfrussischer Dershimorda* ist), ein solcher Georgier verletzt im Grunde genommen die Interessen der proletarischen Klassensolidarit\u00e4t, weil nichts die Entwick\u00adlung und Festigung der proletarischen Klassensolidarit\u00e4t so sehr hemmt wie die nationale Unge\u00adrechtigkeit und weil die \u201agekr\u00e4nkten\u2018 nationalen Minderheiten f\u00fcr nichts ein so feines Gef\u00fchl haben wie f\u00fcr die Gleichheit und f\u00fcr die Verletzung dieser Gleichheit &#8230;\u201c<\/em><a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p>\n<p>Lenin war ein vielseitiger Denker und Revolution\u00e4r, aber auch nicht frei von Fehlern und theoreti\u00adscher Mehrdeutigkeit; in \u201eStaat und Revolution\u201c hat er aber das Erbe der Pariser Commune wie Karl Marx zum revolution\u00e4ren Programm einer neuen Demokratie des sieg\u00adreichen Proletariats erho\u00adben.<\/p>\n<p>Darin findet sich auch ein Modell f\u00fcr erfolgreiche B\u00fcndnispolitik, das in jedes Programm der Kom\u00admunisten geh\u00f6rt \u2013 heute mit den drei Bannerlosungen gro\u00dfer Volksrevolutionen:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li><strong> Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit!<\/strong> (Frankreich)<\/li>\n<li><strong> Alle Macht den R\u00e4ten! <\/strong>(Russland)<\/li>\n<li><strong> Dem Volke dienen!<\/strong> (China)<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ziele der Kommunisten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>Aufhebung der Lohnknechtschaft und der Klassenspaltung<\/li>\n<li>Gleichheit ohne Gleichmacherei, echte Leistungsgesellschaft<\/li>\n<li>Entfesselung der Produktivkr\u00e4fte (Gebrauchswert-\/Bed\u00fcrfnisorientierung)<\/li>\n<li>Arbeiterkontrolle \u00fcber Produktion, Drittel-Parit\u00e4t aus Fabrikrat, Unternehmer, Kommune<\/li>\n<li>Zerbrechen der Staatsmaschinerie, Abschaffung der Schmarotzerb\u00fcrokratie<\/li>\n<li>Revolution\u00e4re Demokratie \u2013 Freiheit durch Sozialismus, Gegenseitige Hilfe<\/li>\n<li>Die Befreiung der Arbeiter kann nur das Werk der Arbeiter selbst sein<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Marx:<em> \u201eDie Kommunalverfassung w\u00fcrde im Gegenteil dem gesellschaftlichen K\u00f6rper alle die Kr\u00e4f\u00adte zur\u00fcckgegeben haben, die bisher der Schmarotzerauswuchs .Staat&#8216;, der von der Gesellschaft sich n\u00e4hrt und ihre freie Bewegung hemmt, aufgezehrt hat &#8230;\u201c<\/em><a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p>In einer revolution\u00e4ren Situation bilden sich neue Organe der demokratischen Macht des Volkes, in die Vertreter verschiedener Organisationen, Schichten und Klassen gew\u00e4hlt werden. So war es in der Pariser Kommune, in den russischen Revolutionen von 1905 und 1917, auch in den R\u00e4terepu\u00adbliken von M\u00fcnchen \/ Bremen sowie in der Spanischen Republik. Kein Organ wurde von <u>einer<\/u> kommunistischen Parteifraktion beherrscht. Es muss ausgeschlossen werden, dass eine KP ihre Ge\u00adheimpolizei oder Parteimiliz gegen Repr\u00e4sentanten anderer Organisationen einsetzt oder diese zer\u00adschl\u00e4gt, wie die POUM (Arbeiterpartei der Marxistischen Einheit) in Spanien, inkl. Ermordung ihres F\u00fchrers Andreu Nin durch Agenten des NKWD.<br \/>\nDer Demokratische Zentralismus der KP ist nicht \u00fcbertragbar auf die Organisation der sozialisti\u00adschen Demokratie. Im \u00fcbrigen rate ich den Genossen, noch einmal nachzudenken \u00fcber Le\u00adnins Natio\u00adnalit\u00e4tenpolitik und Fragen der Autonomie, des F\u00f6deralismus und der Konf\u00f6deration. Darin finden sich Elemente einer L\u00f6sung f\u00fcr unterdr\u00fcckte V\u00f6lker, z. B. Pal\u00e4stinenser, Kurden, Sahauris, russische Minderheiten.<br \/>\nLenin: \u201e<em>Ich habe bereits in meinen Schriften \u00fcber die nationale Frage geschrieben, dass es nicht angeht, abstrakt die Frage des Nationalismus im allgemeinen zu stellen. Man muss unterscheiden zwischen dem Nationalismus einer unterdr\u00fcckenden Nation und dem Nationalismus einer unter\u00addr\u00fcckten Nation, zwischen dem Nationalismus einer gro\u00dfen Nation und dem Nationalismus einer kleinen Nation.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a><\/p>\n<p>Die absolute Zentralisierung der Wirtschaft halte ich f\u00fcr eine reak\u00adtion\u00e4re Utopie, einen R\u00fcck\u00adfall auf den Merkantilismus von Colbert, Finanzminister von K\u00f6nig Ludwig XIV in Frankreich. Dieser Kontrollwahn er\u00adzeugt eine riesige parasit\u00e4re B\u00fcro\u00adkratie, Korruption und chro\u00adnische L\u00fcgenreports. Der damit ver\u00adbundene Staatsmonopolismus fesselt die Produzenten, damit die Produktivkr\u00e4fte, die sich nicht frei entfalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u201eDie Arbeiterklasse und die Volksschichten in Deutschland\u201c<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/strong><\/h3>\n<p>Im Programmentwurf finden sich weder Forderungen zur Einf\u00fchrung einer revolution\u00e4ren direkten Demokratie noch eine substanzielle Untersuchung der Klassenverh\u00e4ltnisse in Deutschland, die den Namen ver\u00addient. H\u00e4tten die Genossen sich intensiver mit der Sozialstruktur gem\u00e4\u00df Stellung im Produkti\u00adonsprozess bzw. in der Arbeitswelt besch\u00e4ftigt, dann w\u00fcrden sie die Verbindung von Sozia\u00adlismus mit revolution\u00e4rer Demokratie als ein unbedingtes Junktim zum Programm erheben. Takti\u00adsche Fragen, wie Aktionseinheit\/Einheitsfront von unten\/oben oder Volksfront sind da eher von un\u00adtergeordneter Bedeutung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3123\" src=\"http:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/Lohn-300x208.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/Lohn-300x208.jpg 300w, https:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/Lohn-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/Lohn-768x532.jpg 768w, https:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/Lohn.jpg 1212w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/p>\n<p>Die Grafik bildet den unaufhaltsamen Trend unter den abh\u00e4n\u00adgig Besch\u00e4ftigten zum Pauschalgehalt im Angestelltenstatus mit 70 % ab, w\u00e4hrend die Zeit-\/St\u00fccklohnar\u00adbeiter nur noch 10 % der Er\u00adwerbst\u00e4tigen ausmachen. Dieser Entwicklung ent\u00adspricht auch die Reduktion der Industriearbeiter im verarbeitenden und Baugewerbe auf rd. 10 Mio., w\u00e4hrend der Dienstleistungssektor auf rd. 32 Mio. Erwerbst\u00e4tige aller Status gewachsen ist, darun\u00adter sicher auch viele Scheinselbstst\u00e4ndige.<br \/>\nAus dieser Sozialschichtung ergibt sich eigentlich eine erdr\u00fcckende Volksmacht gegen\u00fcber Kapita\u00adlisten und ihrem Staatsapparat. Warum wird aber die Lohnarbeit als individuelles Schicksal so wi\u00adderstandslos ertragen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sozial- und Klassenstruktur der BRD 2024\/25<\/strong><\/p>\n<p>Quote der Erwerbst\u00e4tigen: 77,5 % (15-65J.), 82,8 Mio. Gesamtbev\u00f6lkerung<\/p>\n<p>Erwerbst\u00e4tige:\u00a0\u00a0 <strong>46 Mio.<\/strong> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 davon Besch\u00e4ftigte: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>42 Mio.<\/strong><a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a><\/p>\n<p>Sozialversicherungspflichtige Erwerbst\u00e4tige (BA)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>35 Mio.<\/strong><\/p>\n<p>Erwerbslose: 3 Mio.<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a>\u00a0 +\u00a0 Stille Reserve: 3,1 Mio. =\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>6,1 Mio.<\/strong><\/p>\n<p>Selbstst\u00e4ndige u. mithelfende Familienangeh\u00f6rige: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>3,7 Mio.<\/strong><\/p>\n<p>Land-\/Forstwirtschaft, Fischerei\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>570 Tsd.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Arbeiter \/ Angestellte<\/strong><\/p>\n<p>Produzierendes Gewerbe (inkl. Bau)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>10 Mio.<\/strong><a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a><\/p>\n<p><u>Dienstleistungsbereich (alle Erwerbst\u00e4tigen):<\/u> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>32 Mio.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8211; \u00d6ffentl. Dienste, private Dienstleister\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>14 Mio.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8211; Handel, Verkehr, Gastronomie\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>9,3 Mio.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8211; Unternehmensdienstleister\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>5,4 Mio.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8211; Information und Kommunikation\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>1,4 Mio.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8211; Finanz- und Versicherungswirtschaft\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>1 Mio.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8211; Grundst\u00fccks- und Wohnwesen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>0,5 Mio.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Besch\u00e4ftigte des \u00f6ffentlichen Dienstes <\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>5,4 Mio.<\/strong><\/p>\n<p>Beamte, Richter\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>1,8 Mio.<\/strong><\/p>\n<p>Angestellte, Arbeiter\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>3,4 Mio.<\/strong><\/p>\n<p>Berufs-\/Zeitsoldaten\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>170 Tsd.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Ver\u00e4nderung der Sozialstruktur l\u00e4sst sich zusammen mit anderen Fakten so interpretieren, dass die objektive M\u00f6glichkeit zur Bildung solidarischer Massen durch kollektive Arbeitsformen der in\u00addustriellen Gro\u00df\u00adproduktion abnimmt, sondern diese zunehmend als Individualisierung der Arbeits- und Lebenswel\u00adten die Entwick\u00adlung von Klassenbewusstsein verhindert.<\/p>\n<p>In den Gro\u00dfst\u00e4dten lebt in \u00fcber 40 % der Haushalte nur noch eine Person. Hinzu kommt die kultu\u00adrelle Fragmentierung infol\u00adge Migration. Das Angestelltenmilieu der Neuen Mittelklassen wird ato\u00admisiert durch kulturelle Di\u00adstinktion und Selbstoptimierung (mentale Ich-AG). Laut Berliner Zeitung vom 23.10.25 arbeitet jeder dritte Berliner mindestens an einem Wochentag im Home Office, in Ham\u00adburg sind es sogar 35 %.<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a><\/p>\n<p>Stamokap-Organisationen versuchten die Klassentheorie zu retten, indem sie den Begriff der Lohn\u00adarbeiter ausdehnten auf alle abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten, inkl. der kapitalistischen Funktionsschicht der Manager. In der Hochschulpolitik von SHB &amp; MSB Spartakus wurden Studierende so auf \u201ege\u00adwerkschaftliche Orientierung\u201c hin agitiert. In der antirevisionistischen Marxismusstr\u00f6mung wurde die Marxsche Werttheorie, bezogen auf Wissenschaftspraxis, neue Arbeitsformen und Solo-Selbst\u00adst\u00e4ndige, in Frage gestellt (Robert Kurz u. a.).<\/p>\n<p>In einer individualistisch gepr\u00e4gten Angestelltenwelt erzeugen aber Widerspr\u00fcche und Kon\u00adflikte mit un\u00addemokratischer Herrschaftspraxis des b\u00fcrgerlichen Staates und seiner B\u00fcrokratie auch Em\u00adp\u00f6rungs- und Bewegungsmomente, die aber nicht unmittelbar in dauerhafte Organisationsformen m\u00fcnden. Hier kann ein revolution\u00e4r-demokratisches Programm mit dezentralen Initiativen zuk\u00fcnfti\u00adge Aktivisten gewinnen.<\/p>\n<p>Die Bindungs- und Organisationskraft der b\u00fcrgerlich-parlamenta\u00adrischen Partei\u00aden nimmt aktuell stark ab, leider auch der Gewerkschaften, die zudem von falschen Konzepten und Funktion\u00e4ren ge\u00adf\u00fchrt werden. Der Rechts- und Linkspopulismus lenkt den sozialen Protest wieder in parlamentari\u00adsche Bahnen. Oppositionsparteien konnten zuletzt sogar relative Mitglie\u00adderzuw\u00e4chse erreichen (Gr\u00fcne, Linke). Absehbar sind zuk\u00fcnftige Koalitionen von AfD und CDU, die insbeson\u00addere der mi\u00adgrantischen Bev\u00f6lkerung mit versch\u00e4rfter G\u00e4ngelung und rassisti\u00adscher Schi\u00adkane begeg\u00adnen werden.<\/p>\n<p>Die Unterdr\u00fcckung von Presse- und Meinungsfreiheit wie auch des Versammlungsrechts nimmt in den Krisen zu: Kriegspolitik (Gaza, Ukraine), Waffenlieferungen, Kontrolle und Zensur in Tele\u00adkommunikation und sozialen Netzwerken, Hausdurchsuchungen, Kriminalisierung von Meinung als Hassrede, Denunziation des Protests als antisemitisch im Konflikt mit der Staatsr\u00e4son unverbr\u00fcchli\u00adcher Kumpa\u00adnei mit dem Zionis\u00admus, Polizeigewalt gegen Demos.<\/p>\n<p><strong>Die Ver\u00e4nderungen der Sozialstruktur und des Widerstands gegen staatliche Unterdr\u00fcckungspraxis im \u00f6ffentlichen Raum werden im Programmentwurf nicht korrekt reflektiert.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Allgemeine Feststellungen zum Programmentwurf<\/strong><\/h3>\n<p>Muss ein Programm zur neuen Einheit der deutschen Kommunisten in der Kommunistischen Partei 83 Seiten lang sein? Ich finde darin viel verzichtbare Prosa, die aber mit jedem Nebensatz Bedin\u00adgung sein soll f\u00fcr eine Mitgliedschaft. Selbst die 21 Bedingungen f\u00fcr die Mitgliedschaft von Partei\u00aden in der 3. Internationale waren da kompakter.<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was sollte ein Programm der Kommunisten unbedingt enthalten?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li>Pr\u00e4ambel<\/li>\n<li>Kapitalismus in Deutschland<\/li>\n<li>Klassenanalyse<\/li>\n<li>Kampf f\u00fcr revolution\u00e4re Demokratie und Sozialismus-Kommunismus<\/li>\n<li>N\u00e4chste Aufgaben der Kommunisten<\/li>\n<li>Internationalismus<\/li>\n<li>Einheit der Kommunisten und Parteiaufbau<\/li>\n<li>Statuten<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun ist mein Text auch schon wieder lang geworden. Ich bitte um Nachsicht. Auch wenn wir aus verschiede\u00adnen Str\u00f6mun\u00adgen, Generationen und Traditionen kommen, sollte es f\u00fcr Marxisten m\u00f6glich sein, aus dem Glas\u00adhaus theoretischer Selbstbez\u00fcglichkeit auszubrechen und aufeinander einzuge\u00adhen. Darauf schaue ich mit Vorfreude und gespannter Erwartung.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\"><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\"><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/kommunistischepartei.de\/geschichte-theorie\/die-erste-ausgabe-des-neuen-theorieorgans\/\">https:\/\/kommunistischepartei.de\/geschichte-theorie\/die-erste-ausgabe-des-neuen-theorieorgans\/\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=851\">https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=851\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hier fehlt ein Hinweis auf die Statuten der KP, wenn es sie denn gibt. Vermutlich sind Parteitage noch Generalver\u00adsammlungen aller Parteimitglieder.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4] <\/a><a href=\"https:\/\/kommunistischepartei.de\/ueber-uns\/mitmachen\/\">https:\/\/kommunistischepartei.de\/ueber-uns\/mitmachen\/\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5] <\/a><a href=\"https:\/\/kommunistischepartei.de\/geschichte-theorie\/die-erste-ausgabe-des-neuen-theorieorgans\/\">https:\/\/kommunistischepartei.de\/geschichte-theorie\/die-erste-ausgabe-des-neuen-theorieorgans\/\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Michael Vogt, \u00dcber den Begriff des \u201eMarxismus-Leninismus\u201c, Aufs\u00e4tze zur Diskussion Nr. 47, April 1989, <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2478\">https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2478\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Programmentwurf, Abschnitt \u201eDer historische Hintergrund unserer Partei\u201c <a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Programmentwurf, Abschnitt \u201eDer Reformismus \u2013 eine t\u00f6dliche Illusion\u201c<br \/>\n<a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9] <\/a>Heiner Karuscheit, Ideologische Geschichtsschreibung \u2013 SED und\u00a0junge welt\u00a0zum 17. Juni 1953, AzD 2023, <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2737\">https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2737\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> \u00dcber die Zerst\u00f6rung des Sozialismus und die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion, November 25, 2016 <a href=\"https:\/\/komaufbau.org\/restaurationdeskapitalismus\/\">https:\/\/komaufbau.org\/restaurationdeskapitalismus\/\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11] <\/a><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/panorama\/die-baumwollaffaere-wie-der-staatliche-plan-zur-steigerung-der-baumwollproduktion-zu-einer-landesweiten-korruptionsaffaere-fuehrte\/\">https:\/\/novastan.org\/de\/panorama\/die-baumwollaffaere-wie-der-staatliche-plan-zur-steigerung-der-baumwollproduktion-zu-einer-landesweiten-korruptionsaffaere-fuehrte\/\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Roy Medwedew, Die Brillianten der Madame Galina Breschnewa, DER SPIEGEL 5\/1988 <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/die-brillanten-der-madame-galina-breschnewa-a-5c4e84ed-0002-0001-0000-000013526455?sara_ref=re-xx-cp-sh\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/die-brillanten-der-madame-galina-breschnewa-a-5c4e84ed-0002-0001-0000-000013526455?sara_ref=re-xx-cp-sh\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13] <\/a>Stalin Werke Bd. 6, \u00dcber die Grundlagen des Leninismus, Einleitung, Vorlesungen April\/Mai 1924 <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20050504032502\/http:\/stalinwerke.de\/band06\/b06-010.html\">https:\/\/web.archive.org\/web\/20050504032502\/http:\/\/stalinwerke.de\/band06\/b06-010.html\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Programmentwurf, Abschnitt \u201eDer Imperialismus als Entwicklungsstadium des Kapitalismus\u201c<br \/>\n<a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Jannis Milios, Dimitris P. Sotiropoulos: Marxsche Theorie und Imperialismus, PROKLA. Zeitschrift f\u00fcr kritische Sozialwissenschaft, Heft 159, 40. Jg., 2010, Nr. 2, 259-275 <a href=\"https:\/\/pure.mpg.de\/rest\/items\/item_1232117_2\/component\/file_2395262\/content\">https:\/\/pure.mpg.de\/rest\/items\/item_1232117_2\/component\/file_2395262\/content\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Ebenda S. 271<br \/>\n<a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Felix Jaitner, Russland: Ende einer Weltmacht, VSA Hamburg 2023, S. 34<br \/>\n<a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Jaitner, ebenda, S. 37<br \/>\n<a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19] <\/a><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/apuz_files\/1957-43-\/APuZ_1957_43.pdf\">https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/apuz_files\/1957-43-\/APuZ_1957_43.pdf\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Maurice Brinton, Die Bolschewiki und die Arbeiterkontrolle, Verlag ASSOCIATION, Hamburg 1976 <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/maurice-brinton-die-bolschewiki-und-die-arbeiterkontrolle\">https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/maurice-brinton-die-bolschewiki-und-die-arbeiterkontrolle\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21] <\/a>Jaitner, ebenda, S. 37f<br \/>\n<a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22] <\/a>Frank Westermann: Ingenieure der Seele, Schriftsteller unter Stalin, Berlin 2005 BvT, Erstausgabe: Atlas Verlag Amsterdam\/Antwerpen 2002, S. 154f<br \/>\n<a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> LW 25, Dietz Verlag Berlin 1974, S. 418<br \/>\n<a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> LW36, Brief Zur Frage der Nationalit\u00e4ten oder \u201eAutonomisierung\u201c, Dietz Verlag Berlin 1962, S.590f<br \/>\n<a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Ebenda, S. 591<br \/>\n* Polizist in Gogols \u201eRevisor&#8220;. Zu deutsch: Halt-die-Schnauze.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Ebenda, S. 594<br \/>\n<a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Karl Marx, \u201eDer B\u00fcrgerkrieg in Frankreich&#8220;, in Marx\/Engels, Werke, Bd.17. S. 336-339, zit. nach LW25, S.444<br \/>\n<a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> LW36, Brief Zur Frage der Nationalit\u00e4ten oder \u201eAutonomisierung\u201c, Dietz Verlag Berlin 1962, S.592f<br \/>\n<a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Abschnitt im Programmentwurf zur Klassenanalyse <a href=\"https:\/\/kommunistischepartei.de\/geschichte-theorie\/die-erste-ausgabe-des-neuen-theorieorgans\/#__RefHeading___Toc1664_1229745062\">https:\/\/kommunistischepartei.de\/geschichte-theorie\/die-erste-ausgabe-des-neuen-theorieorgans\/#__RefHeading___Toc1664_1229745062\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Erwerbstaetigkeit\/_inhalt.html\"> https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Erwerbstaetigkeit\/_inhalt.html\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31] <\/a><u><a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/news\/arbeitsmarkt\">https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/news\/arbeitsmarkt<\/a> Juli 2025<br \/>\n<\/u><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a><u><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Erwerbstaetigkeit\/Tabellen\/eckwerttabelle.html\"> https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Erwerbstaetigkeit\/Tabellen\/eckwerttabelle.html\u00a0<\/a><br \/>\n<\/u><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Yoko R\u00f6del, Arbeitsmarkt &#8211; Homeoffice-Boom in Berlin, Berliner Zeitung, 23.10.2025 <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/heute-bleibe-ich-zuhause-berlin-hat-die-zweithoechste-homeoffice-quote-li.10002151\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/heute-bleibe-ich-zuhause-berlin-hat-die-zweithoechste-homeoffice-quote-li.10002151\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34] <\/a>https:\/\/sozialistischeklassiker2punkt0.de\/sites.google.com\/site\/sozialistischeklassiker2punkt0\/komintern-1\/2-weltkongress\/5-leitsaetze-ueber-die-bedingungen-der-aufnahme-in-die-ki.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\"><strong>[i]<\/strong><\/a> E. Carlebach und D. L. Jacobs: Interview mit Lars T. Lih \u00fcber Kautsky, Lenin u Trotzki, <a href=\"https:\/\/platypus1917.org\/category\/pr\/issue-160\"><strong>Platypus Review \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 160<\/strong><\/a><em>\u00a0<\/em>| October 2023<br \/>\n<a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\"><strong>[ii]<\/strong><\/a> Heiner Karuscheit: <a href=\"https:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/detail\/artikel\/deutschland-1914\/\"><strong>\u00bbDeutschland 1914. Vom Klassenkompromiss zum Krieg\u00ab<\/strong><\/a>\u00a0(2014); <u><a href=\"https:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/detail\/artikel\/die-verlorene-demokratie\/\"><strong>\u00bbDie verlorene Demokratie. Der Krieg und die Republik von Weimar\u00ab<\/strong><\/a><\/u>\u00a0(2017); Vom \u00bbKriegssozialismus\u00ab zur No\u00advemberrevolution &#8211; SPD und \u00bbJunkerstaat\u00ab\u00a0(2018); Der deutsche Rassenstaat &#8211; Volksgemein\u00adschaft &amp; Sied\u00adlungskrieg, NS-Deutschland 1933\u20131945 (2025); Sozialismus ohne Basis, Arbeiterschaft und Sozialis\u00admus in der DDR (2021)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ver\u00f6ffentlicht im Theoretischen Organ \u201eKlassenkampf &amp; Wissenschaft\u201c Nr. 1\/06.11.2024[1] Manfred Englisch \u2013 Bremen im Oktober 2025 \u201eWenn Sozialismus und Arbeiterbewegung nicht verschmelzen, was bleibt uns dann? Sektierertum und Reformismus. Die isolierten Intellektuellen sagen, wir sollten diese oder jene wunderbare Welt haben, und die isolierten Arbeiter versuchen, bessere Bedingungen f\u00fcr ihre Familien zu erreichen.\u201c Lars T. &hellip; <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=3114\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Anmerkungen zum Programmentwurf der Kommunistischen Partei<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3114","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3114"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3114\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3133,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3114\/revisions\/3133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}