{"id":2700,"date":"2023-05-26T18:07:29","date_gmt":"2023-05-26T16:07:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2700"},"modified":"2023-05-26T18:07:29","modified_gmt":"2023-05-26T16:07:29","slug":"einkreisung-chinas-us-militaers-in-manoevermanie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2700","title":{"rendered":"Einkreisung Chinas &#8211; US-Milit\u00e4rs in Man\u00f6vermanie"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Artikel erschien zuerst auf der Website NachDenkSeiten, April 2023<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rainer Werning<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit der Jahreswende 2022\/23 herrscht in den Regionen Ost- und S\u00fcdostasien eine Pendeldiplomatie, wie es sie schon lange nicht mehr in dieser H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t gab. Vieles deutet dabei darauf hin, dass sich nach dem Krieg in der Ukraine die internationale Aufmerksamkeit verschiebt und auf ebendiese Regionen fokussiert, wo sich Konfliktpotenziale im Gleichklang mit konfrontativen, vor allem gegen die VR China gerichteten Spitzen auff\u00e4llig erh\u00f6hen. Begleitet wird all das von signifikant aufgestockten R\u00fcstungsetats und martialischen Drohgeb\u00e4rden in Form von Milit\u00e4rman\u00f6vern, die es ebenfalls in diesem Umfang und in dieser L\u00e4nge seit zig Jahren nicht mehr gegeben hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Philippinen \u2013 Amerikas \u201ekleiner brauner Bruder\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ely S. Ratner, stellvertretender US-Verteidigungsminister f\u00fcr indo-pazifische Sicherheitsfragen, erkl\u00e4rte im Dezember vergangenen Jahres vor einem Publikum des konservativen Think Tanks <em>American Enterprise Institute<\/em>, dass \u201edas Jahr 2023 wahrscheinlich das umw\u00e4lzendste Jahr f\u00fcr die US-Streitkr\u00e4fte in der [indo-pazifischen] Region seit einer Generation sein wird\u201c. Bereits einen Monat sp\u00e4ter begann dieser Wandel mit der Ank\u00fcndigung, dass Japan das erste vorw\u00e4rts verlegte Marine-K\u00fcstenregiment beherbergen wird, was Teil eines intensiven Modernisierungsprozesses der Allianz zwischen Washington und Tokio ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor allem das traditionell enge B\u00fcndnis zwischen den USA und den Philippinen befindet sich in einem historischen Modernisierungsprozess. \u00dcber Nacht haben Verteidigungsminister Lloyd Austin III. und sein philippinischer Kollege Carlito Galvez Jr. nach einem Treffen in Manila den n\u00e4chsten Schritt in der regionalen Streitkr\u00e4ftelage der USA angek\u00fcndigt. Demnach werden die US-Streitkr\u00e4fte im Rahmen des 2014 geschlossenen<em> Abkommens \u00fcber erweiterte Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich (EDCA) <\/em>Zugang zu vier weiteren philippinischen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten erhalten, womit nunmehr neun solcher Basen der philippinischen Streitkr\u00e4fte (AFP) jederzeit auf Rotationsbasis von GIs genutzt werden k\u00f6nnen. Damit erhalten die US-Streitkr\u00e4fte in Washingtons einziger und einstiger Kolonie (1898-1946) in S\u00fcdostasien eine bedeutsame strategische Basis am s\u00fcd\u00f6stlichen Rand des S\u00fcdchinesischen Meeres in der N\u00e4he des selbstverwalteten Taiwan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anl\u00e4sslich seines Manila-Besuchs erkl\u00e4rte Lloyd Austin am 2. Februar, die USA und die Philippinen seien weiterhin entschlossen, ihre gegenseitigen Kapazit\u00e4ten zur Abwehr bewaffneter Angriffe zu st\u00e4rken. Mit Blick auf die verst\u00e4rkte Pr\u00e4senz der VR China in den Gew\u00e4ssern nahe den Philippinen erkl\u00e4rte der Ex-General:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Das ist nur ein Teil unserer Bem\u00fchungen, unser B\u00fcndnis zu modernisieren. Und diese Bem\u00fchungen sind besonders wichtig, da die Volksrepublik China ihre illegitimen Anspr\u00fcche im Westphilippinischen Meer weiter vorantreibt.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits am 29. Juni 2022 hatten die sogenannten <em>Rim of the Pacific (Rimpac)-Kriegs\u00fcbungen 2022<\/em> begonnen, die am 4. August endeten und zwischenzeitlich von der Kontroverse \u00fcberschattet worden waren, die der bewusst auf Provokation angelegte Besuch der Sprecherin des US-Repr\u00e4sentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan ausl\u00f6ste. Die Philippinen nahmen an diesen Kriegs\u00fcbungen teil, indem sie eine Fregatte, die <em>BRP Antonio Luna<\/em>, entsandten, die sich den 38 Schiffen, vier U-Booten, mehr als 170 Flugzeugen und 25.000 Personen aus insgesamt 26 teilnehmenden L\u00e4ndern anschloss, von denen acht Mitglieder der NATO sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der aktuellen strategischen Doktrin der USA, der zufolge die VR China als <em>die<\/em> Hauptbedrohung ihrer globalen Vorherrschaft gilt, bedeutete allein diese gewaltige maritime Demonstration der St\u00e4rke unter US-F\u00fchrung eine milit\u00e4rische Provokation gegen\u00fcber China. Die NATO, die in einem Strategiepapier China ihrerseits als \u201esystemische Bedrohung\u201c bezeichnet, zeigt mittlerweile auch verst\u00e4rkt Flagge im Indopazifik, wie <em>Rimpac 2022<\/em> es deutlich unter Beweis stellte. Ihre europ\u00e4ischen Mitglieder sind regelm\u00e4\u00dfig im S\u00fcdchinesischen Meer pr\u00e4sent und berufen sich auf die \u201eFreiheit der Schifffahrt\u201c. Die NATO hat sich zu einem Milit\u00e4rb\u00fcndnis mit globalem interventionistischen Zuschnitt entwickelt, was allein in Jugoslawien, Syrien und Libyen demonstriert wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Sicht der USA waren und bleiben die Philippinen ein geostrategisches Schlachtfeld, wie es erst j\u00fcngst wieder der philippinische Politikwissenschaftler und Milit\u00e4rexperte Prof. Roland G. Simbulan in einem Interview mit diesem Autor konstatierte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Die imperialen Interessen der USA, die das S\u00fcdchinesische Meer lange Zeit als Teil des \u201aAmerikanischen Meeres\u2018 dominiert haben, sind nun durch die Herausforderung der defensiven Seemacht China in der Region bedroht, da die VR China ihre eigenen Ost- und S\u00fcdk\u00fcsten sowie die Seewege f\u00fcr den Handel sch\u00fctzt. F\u00fcr die USA ist China zum Haupthindernis f\u00fcr ihre globale Vorherrschaft geworden, ungeachtet der Angriffe Russlands in der Ukraine.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der sechsj\u00e4hrigen Amtszeit (2016-22) von Rodrigo R. Duterte, dem Vorg\u00e4nger des seit Sommer letzten Jahres in Manila regierenden Pr\u00e4sidenten Ferdinand Marcos Jr., hatte es zeitweilig den Anschein, als schickte sich das s\u00fcdostasiatische Land an, eine Kehrtwende in seiner traditionell pro-US-amerikanischen Au\u00dfenpolitik zu vollziehen. Anl\u00e4sslich seines ersten Staatsbesuchs in der VR China im Herbst 2016 hatte Duterte den Amerikanern mit der Aufk\u00fcndigung bilateraler Milit\u00e4rman\u00f6ver und der Revision bestehender Milit\u00e4rabkommen gedroht. Duterte ging gar so weit, von einer neuen <em>\u201eAchse Manila-Beijing-Moskau\u201c<\/em> zu schwadronieren. Wie so vieles w\u00e4hrend der Amtszeit dieses Pr\u00e4sidenten entpuppte sich auch dieses Statement als Schall und Rauch. Es zielte eher darauf ab, die linken Kr\u00e4fte im Lande einzuhegen. Derma\u00dfen stark sind die Kommandoh\u00f6hen der philippinischen <em>Nationalpolizei (PNP) <\/em>sowie der <em>Streitkr\u00e4fte des Archipels (AFP)<\/em> mit Kadern besetzt, deren Weltbild zutiefst pro-amerikanisch ausgerichtet ist, dass eine ernsthafte Neuorientierung auf absehbare Zeit keinerlei reale Erfolgschancen h\u00e4tte. Kein Wunder, dass sich Duterte gegen Ende seiner Amtszeit ebenso samtpfotig wie reum\u00fctig wieder unter die Fittiche von Uncle Sam begab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>SEATO &amp; \u201eBalikatan\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass immerhin auch einmal ein pazifisches Pendant zur NATO in der Region existierte \u2013 der am 8.\u00a0September 1954 in Manila aus der Taufe gehobene <em>S\u00fcdostasienpakt (SEATO)<\/em>, alternativ auch als <em>\u201eManila-Pakt\u201c<\/em> bekannt. Einzig Thailand und die Philippinen traten diesem B\u00fcndnis als s\u00fcdostasiatische Mitgliedstaaten bei, w\u00e4hrend S\u00fcdvietnam, Laos und Kambodscha zwar unter dessen Schutz standen, ohne freilich selbst Mitglieder der SEATO zu sein. Diese US-gef\u00fchrte, dezidiert antikommunistische Allianz unterst\u00fctzte vor allem Washingtons Aggression gegen die drei letztgenannten L\u00e4nder und verstand den Pakt auch als <em>Cordon sanitaire<\/em> gegen die Sowjetunion und die VR China. Nach dem Debakel der USA in Vietnam und dem Ende des \u201eAmerikanischen Krieges\u201c, wie er in Vietnam selbst genannt wurde, war die SEATO \u00fcberfl\u00fcssig und am 30.\u00a0Juni 1977 unzeremoniell aufgel\u00f6st worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ann\u00e4hernd ein halbes Jahrhundert sp\u00e4ter ist nicht Vietnam ein erkl\u00e4rter Feind der USA; im Fr\u00fchjahr 2023 sollen die bis dato gr\u00f6\u00dften gemeinsamen philippinisch-amerikanischen Milit\u00e4rman\u00f6ver unter der Bezeichnung <em>\u201eBalikatan\u201c (\u201eSchulter an Schulter\u201c) <\/em>knapp drei Wochen lang (vom 11. bis zum 28. April) im Norden der Hauptinsel Luzon, auf der Insel Palawan sowie in der Region um Antique im Zentrum des Archipels stattfinden. Der Sprecher von <em>Balikatan<\/em>, Oberst Michael Logico, k\u00fcndigte an, dass sich an diesen Man\u00f6vern mehr als 17.000 Soldaten beteiligen werden \u2013 12.000 US-Milit\u00e4rs, 5.000 Soldaten der AFP sowie \u00fcber 100 australische Verteidigungskr\u00e4fte. Neben Land\u00fcbungen, zu denen mehrere Handfeuerwaffen- und Man\u00f6ver\u00fcbungen (LFX), Dschungeltraining sowie Artillerie- und M\u00f6rser-LFX-Aktivit\u00e4ten geh\u00f6ren, werden die Truppen auch Cyberverteidigungs\u00fcbungen und Live-Feuer\u00fcbungen auf See durchf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem ist vorgesehen, dass es im Rahmen der diesj\u00e4hrigen Balikatan-Man\u00f6ver auch zum ersten Live-Abschuss von <em>US-Patriot-Raketen<\/em> als Teil einer \u00dcbung zur K\u00fcstenverteidigung kommt \u2013 und zwar in einer Region um <em>Panatag Shoal<\/em>, einem Fischereigebiet, das die VR China von den Philippinen beschlagnahmt hat und seit 2012 kontrolliert. Im vergangenen Jahr hatten die USA das Patriot-System bereits bei einer Balikatan-Mobilisierungs\u00fcbung eingesetzt, aber keine Rakete abgefeuert. Im laufenden Krieg Russlands gegen die Ukraine haben die USA dieses Waffensystem den Ukrainern zur Verf\u00fcgung gestellt, um damit russische Raketen- und Drohnenangriffe abzuwehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Konteradmiral a.D. Rommel Jude Ong, Ex-Vizekommandant der philippinischen Marine und heute gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor der Denkfabrik <em>Security Reform Initiative<\/em>, \u00e4u\u00dferte sich im Vorfeld der diesj\u00e4hrigen Balikatan-Gro\u00dfman\u00f6ver gegen\u00fcber philippinischen Pressevertretern wie folgt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Balikatan 2023 scheint darauf ausgelegt zu sein, operative Konzepte zu testen, um die strategische Abschreckungsposition (der AFP) in der Westphilippinischen See zu st\u00e4rken. Die Entsendung von 12.000 amerikanischen Soldaten ist offensichtlich eine logistische \u00dcbung, um festzustellen, wie schnell eine derma\u00dfen gro\u00dfe Anzahl von Truppen und Ausr\u00fcstung auf einem (Kriegs-)Schauplatz eingesetzt werden kann.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00dcbung zur Versenkung von Schiffen, so Ong weiter, ziele darauf ab, die Seeabwehrstrategie der philippinischen Marine zu testen. Der Einsatz von Patriot-Raketen w\u00fcrde es den AFP erm\u00f6glichen, <em>\u201edie Notwendigkeit eines Luftabwehrsystems zu verstehen, das unser Land und unsere kritische Infrastruktur vor konventionellen ballistischen Bedrohungen zu sch\u00fctzen verm\u00f6chte\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischenzeitlich hat in den USA eine neu gebildete Einheit des <em>United States Marine Corps (USMC)<\/em>, das <em>Third Marine Littoral Regiment (TMLR)<\/em>, eine zehnt\u00e4gige Scheinschlacht in S\u00fcdkalifornien abgeschlossen, bei der eine Reihe von Schein-Milit\u00e4rbasen eine nicht benannte \u201epazifische Inselkette\u201c darstellen sollten. Das TMLR wurde gebildet, um auf Inseln und entlang K\u00fcstenregionen zum Einsatz zu kommen. Es besteht aus drei Teilstreitkr\u00e4ften: einem Infanteriebataillon mit rund 800 Marinesoldaten, einem Flugabwehrbataillon, das neue Waffen und Taktiken testet, sowie einem Logistikbataillon. In den n\u00e4chsten zwei Jahren wird es bis zu f\u00fcnfmal mehr Kriegs\u00fcbungen durchf\u00fchren als die meisten Infanterieregimenter. Und ihr \u201en\u00e4chster gro\u00dfer Test\u201c soll laut Berichten der <em>New York Times<\/em> im April just in den Philippinen stattfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">General David H. Berger, Oberbefehlshaber des <em>USMC<\/em>, rechtfertigt solche \u00dcbungen mit Blick auf einen m\u00f6glichen k\u00fcnftigen bewaffneten Konflikt mit China im Pazifik. Die Marine der Volksrepublik, so Berger, operiere nach dem Vorbild der US-Marine in Angriffsgruppen, wobei Zerst\u00f6rer und andere Kriegsschiffe einen Flugzeugtr\u00e4ger eskortieren. Berger sprach in diesem Zusammenhang auch \u00fcber neue Bedingungen und Gefahren auf dem Schlachtfeld, die in einem k\u00fcnftigen Krieg aufgrund hochmoderner Spionagesatelliten zu erwarten seien. Berger und andere US-Milit\u00e4rstrategen gehen laut der <em>New York Times<\/em> davon aus, dass jede Schlacht mit der VR China in jenem Gebiet stattfinden k\u00f6nnte, welches das Pentagon als \u201eerste Inselkette\u201c bezeichnet. Dazu geh\u00f6ren Okinawa und Taiwan bis hinunter nach Malaysia, die Spratlys und die Paracels, wobei es sich bei den beiden Letztgenannten um umstrittenes Terrain im S\u00fcdchinesischen Meer handelt, das die Philippinen ihrerseits als Westphilippinisches Meer bezeichnen. Die \u201ezweite Inselkette\u201c umfasst die Philippinen und reicht von Japan \u00fcber Guam bis s\u00fcdlich von Palau. H\u00f6chstwahrscheinlich w\u00fcrde das TMLR im Falle eines Einsatzes im Westpazifik seine leistungsf\u00e4higsten Drohnen einsetzen \u2013 in diesem Fall <em>MQ-9 Reaper<\/em>-Drohnen des US-amerikanischen Herstellers <em>General Atomics,<\/em> die vorrangig der Luftnahunterst\u00fctzung dienen. Das hei\u00dft, <em>MQ-9 Reaper<\/em> k\u00f6nnen Bomben abwerfen und Raketen abfeuern, w\u00e4hrend sie gleichzeitig nachrichtendienstliche Informationen zur\u00fccksenden, wie all dies bereits im Afghanistankrieg vorexerziert wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Vorfeld der im April auf den Philippinen stattfindenden Gro\u00dfman\u00f6ver k\u00fcndigte das USMC-Kommando die Stationierung weiterer US-Marineeinheiten auf japanischem Boden an, die als Kernelement einer neuen trilateralen Gruppierung \u2013 bestehend aus Milit\u00e4rkontingenten der USA, der Philippinen und Japans <em>(JAPHUS)<\/em> \u2013 konzipiert sind, um eine etwaige chinesische Invasion in Taiwan abzuwehren. Last, but not least er\u00f6ffnete das USMC einen neuen St\u00fctzpunkt auf Guam, einer strategisch \u00fcberaus bedeutsamen US-Insel \u00f6stlich der Philippinen. Der dort als <em>Camp Blaz<\/em> bekannte Standort ist die erste neue Marinebasis seit 70 Jahren und soll eines Tages 5.000 Marines beherbergen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Reportern gefragt, ob all diese Entwicklungen nicht die politische F\u00fchrung in Beijing zutiefst ver\u00e4rgern und auf den Plan rufen, antwortete der <em>Balikatan<\/em>-Sprecher Oberst Logico:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Wir haben das absolute, unver\u00e4u\u00dferliche Recht, unser Territorium zu verteidigen. Wir sind hier, um zu zeigen, dass wir kampfbereit sind.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erwartungsgem\u00e4\u00df folgte denn auch prompt eine Stellungnahme aus Beijing, in der die stellvertretende Direktorin der Informationsabteilung des chinesischen Au\u00dfenministeriums und Sprecherin des Au\u00dfenamtes, Mao Ning, vor einer Versch\u00e4rfung der Spannungen in der Region warnte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Die Philippinen, die den USA Zugang zu vier weiteren Verteidigungsanlagen auf ihrem Territorium gew\u00e4hren, haben die Spannungen in der Region versch\u00e4rft und gef\u00e4hrden den Frieden und die Stabilit\u00e4t in der Region. Aus Eigennutz h\u00e4lt die US-Seite am Kalten Krieg fest. Die L\u00e4nder der Region sollten in dieser Hinsicht wachsam bleiben und vermeiden, von den USA benutzt zu werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehenden Auges vollzieht also die seit knapp einem Jahr amtierende Regierung von Marcos Junior eine Kehrtwende hin zu einer betont US-h\u00f6rigen Au\u00dfenpolitik, die den Inselstaat erneut zu einem unsinkbaren Flugzeugtr\u00e4ger Washingtons macht \u2013\u00a0und gleichzeitig die Rolle der Filipinos als <em>\u201elittle brown brothers\u201c<\/em> unterstreicht, als die William Howard Taft, der erste US-amerikanische Generalgouverneur der Philippinen (1901-1904) und sp\u00e4ter der 27. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika, die Bev\u00f6lkerung der einzigen und einstigen Kolonie Washingtons in S\u00fcdostasien bezeichnet hatte. Als Washington noch bis zu Beginn der 1990er-Jahre in den Philippinen mit dem <em>Clark Air Field<\/em> und der <em>Subic Naval Base<\/em> seine damals gr\u00f6\u00dften au\u00dferhalb des nordamerikanischen Kontinents befindlichen Milit\u00e4rbasen unterhielt, erschallte lautstark der Ruf ihrer Kritiker: \u201eDie Basen sind ein Dolch im R\u00fccken der Filipinos!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Reichlich drei Dekaden sp\u00e4ter regt sich erneut Kritik, die sich nicht nur gegen man\u00f6verbedingte Flursch\u00e4den und Vertreibungen richtet, sondern auch die Gefahr beschw\u00f6rt, aufgrund Manilas Politik unweigerlich ins Visier m\u00f6glicher chinesischer Vergeltungsschl\u00e4ge zu geraten, wenn von philippinischem Boden aus provokative Akte gegen China erfolgen. Linke B\u00fcndnisorganisationen, Parteien sowie die fortschrittliche <em>League of Filipino Students (LFS)<\/em> zeigen sich jedenfalls zutiefst besorgt dar\u00fcber, dass die Kriegs\u00fcbungen zu einer Kettenreaktion f\u00fchren und die Philippinen zwischen die USA und China man\u00f6vrieren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Der Wirtschaftsriese (China) wird gezwungen sein, drastische Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um seine Einflusssph\u00e4re in der asiatisch-pazifischen Region aufrechtzuerhalten, was sich ironischerweise in einem st\u00e4rkeren Einfluss auf die Westphilippinische See niederschlagen wird.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fischerleuteorganisation <em>Pamalakaya<\/em> warnt au\u00dferdem vor Vertreibungen der lokalen Fischer in jenen Gebieten, in denen die Balikatan-Man\u00f6ver abgehalten werden. Die Provinzregierung von Ilocos Norte (im hohen Norden der Philippinen) hat bereits die Order erteilt, dass in 21 D\u00f6rfern und zwei St\u00e4dten \u201edie betroffenen Fischer umzusiedeln sind, um Platz f\u00fcr den Verkehr zu schaffen\u201c, da vom 10. M\u00e4rz bis zum 28. April luftbewegliche Operationen und logistische \u00dcbungen durchgef\u00fchrt w\u00fcrden. Sprecher von <em>Pamalakaya <\/em>zeigten sich erbost und konterten<em>: \u201eWir fordern die US-Truppen auf, die philippinischen Fischer in Ruhe zu lassen und ihre kriegstreibende Machtprojektion woanders durchzuf\u00fchren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdkorea \u2013 antikommunistischer \u201eFrontstaat\u201c mit Sonderstatus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende Juli dieses Jahres j\u00e4hrt sich zum 70. Mal die Unterzeichnung des <em>Waffenstillstandsabkommens von Panmunjom<\/em>, wodurch der dreij\u00e4hrige Koreakrieg (1950-53), der erste \u201ehei\u00dfe\u201c Konflikt im Kalten Krieg, beendet wurde. Unterzeichnet wurde dieses Abkommen bezeichnenderweise nicht vom damaligen s\u00fcdkoreanischen Pr\u00e4sidenten Rhee Syngman. Dieser wollte den Krieg bis zum Sieg fortf\u00fchren und fand sich mit den neuen Gegebenheiten erst ab, als die US-amerikanische Seite ihm umfassende Wirtschafts-, Finanz- und Milit\u00e4rhilfe zusagte. Nolens volens geriet auf diese Weise die am 15. August 1948 ausgerufene <em>Republik Korea (S\u00fcdkorea)<\/em> zum antikommunistischen \u201eFrontstaat\u201c par excellence \u2013\u00a0mit weitreichenden Konsequenzen, die bis in die unmittelbare Gegenwart hineinwirken. Bis heute n\u00e4mlich steht noch immer eine <em>friedensvertragliche Regelung<\/em> auf der koreanischen Halbinsel aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rhee Syngman, von den USA nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges als Statthalter der <em>United States Army Military Government in Korea (USAMGIK)<\/em> eingesetzt, die s\u00fcdlich des 38. Breitengrads das Sagen hatte, tat alles, diesen Teil der Halbinsel stramm antikommunistisch auszurichten und in einen Prellbock gegen den Norden wie auch gegen die VR China und die Sowjetunion zu verwandeln. N\u00f6rdlich des 38. Breitengrads, der zun\u00e4chst als k\u00fcnstlich festgelegte Trennlinie zwischen Nord und S\u00fcd seitens der Siegerm\u00e4chte USA und Sowjetunion galt, f\u00fchrte Letztere das Zepter. Dort verlief ihre Einmischung in koreanische Angelegenheiten ungleich geringer als die der Amerikaner im S\u00fcden. Im Norden wurden umfangreiche Reformen (vor allem im Agrarbereich) durchgef\u00fchrt und die vormals pro-japanischen Elemente und Kollaborateure des japanischen Kaiserreiches (dessen Kolonie Korea von 1910 bis 1945 war) aus allen f\u00fchrenden Positionen in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur entfernt. Im Gegensatz zu dem aus dem Exil eingeflogenen Rhee Syngman verk\u00f6rperte Kim Il-Sung als ausgewiesener antijapanischer Partisanenk\u00e4mpfer im Norden eine volksverbundene, charismatische F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit mit ungleich gr\u00f6\u00dferer Legitimation als sein s\u00fcdlicher Gegenspieler Rhee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit den jeweiligen Staatsgr\u00fcndungen \u2013 am 15. August 1948 \u00fcbergab die USAMGIK die Regierungsgesch\u00e4fte an die neu konstituierte ROK-Regierung, w\u00e4hrend Kim Il-Sung nachzog und am 9. September 1948 in Pj\u00f6ngjang die Geburt der <em>Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK \u2013 Nordkorea)<\/em> verk\u00fcndete \u2013 hatten sich die sozialpolitischen Konflikte auf der Halbinsel derma\u00dfen versch\u00e4rft, dass bewaffnete Auseinandersetzungen immer wahrscheinlicher wurden. Was urspr\u00fcnglich als Klassenkampf begann, wuchs sich sukzessiv zum B\u00fcrgerkrieg aus und entfaltete eine ungeahnte Eskalationsdynamik durch die Internationalisierung des Krieges als <em>Koreakrieg.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von 1950 bis 1953 stellten 22 L\u00e4nder entweder Kampftruppen oder medizinische Einheiten zur Unterst\u00fctzung S\u00fcdkoreas <em>unter der Flagge der Vereinten Nationen, wiewohl unter US-Oberkommando<\/em>, bereit. Auf Seiten Nordkoreas k\u00e4mpften <em>Freiwilligenverb\u00e4nde<\/em> der chinesischen Volksarmee sowie eine nicht genau bekannte Zahl sowjetischer Piloten. W\u00e4hrend ausl\u00e4ndische Truppen die DVRK nach dem Krieg verlie\u00dfen, verblieben UN-Verb\u00e4nde und US-Truppen (aktuell 28.500 Mann) bis heute ununterbrochen in S\u00fcdkorea \u2013 ein Anachronismus ohnegleichen! Und es ist ein US-amerikanischer Viersternegeneral (seit dem 2. Juli 2021 General\u00a0Paul J. LaCamera), der als unzeitgem\u00e4\u00dfer Prokonsul im gut 60 Kilometer s\u00fcdlich der s\u00fcdkoreanischen Metropole Seoul gelegenen Hauptquartier Camp Humphreys residiert, der zurzeit weltweit gr\u00f6\u00dften US-Milit\u00e4rbasis au\u00dferhalb des nordamerikanischen Kontinents.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">General LaCamera ist in Personalunion Oberkommandierender der <em>United States Forces Korea (USFK), <\/em>des<em> Kommandos der Vereinten Nationen (United Nations Command \u2013 UNC) <\/em>sowie des<em> ROK\/U.S. Combined Forces Command (CFC)<\/em>. Im Kriegsfall sind die s\u00fcdkoreanischen Streitkr\u00e4fte seinem Befehl untergeordnet \u2013 eine \u201ePikanterie\u201c, weil dadurch nicht genau zu bestimmen ist, wo s\u00fcdkoreanische Innenpolitik endet und faustfeste US-amerikanische Au\u00dfen- und \u201eSicherheits\u201cpolitik beginnt! Assistiert wird General LaCamera von seinem s\u00fcdkoreanischen Stellvertreter und Kollegen, dem seit dem 27. Mai 2022 seines Amtes obwaltenden General Ahn Byung-Seok.<\/p>\n<p><strong>US-Prokonsuln auf s\u00fcdkoreanischem Hochsitz mit Blick auf Hawaii \u2013 ein Exkurs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die<em> United States Forces Korea (USFK) <\/em>sind f\u00fcr die Unterst\u00fctzung und Ausbildung der gemeinsamen multinationalen Streitkr\u00e4fte der Republik Korea und der USA sowie des <em>Kommandos der Vereinten Nationen (United Nations Command \u2013 UNC) <\/em>zust\u00e4ndig. Die am 1. Juli 1957 gegr\u00fcndeten USFK unterst\u00fctzen sowohl den <em>ROK (Republik Korea) \/ U.S. Combined Forces Command (CFC)<\/em> als auch das <em>UNC<\/em> und nehmen j\u00e4hrlich an gemeinsamen und kombinierten Operationen mit dem <em>CFC<\/em> teil, um Personal und Verst\u00e4rkungseinheiten auszubilden und stets in Bereitschaft zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Beginn der offenen Kampfhandlungen auf der Halbinsel, als nach lange w\u00e4hrenden bewaffneten innerkoreanischen Auseinandersetzungen entlang des 38. Breitengrads nordkoreanische Panzer gen S\u00fcden auf die Hauptstadt Seoul zurollten, wurde am 24. Juli 1950 das <em>UNC <\/em>aus der Taufe gehoben<em>. <\/em>Die Resolutionen 83 und 84 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gaben den Mitgliedsstaaten die Befugnis, den Frieden auf der koreanischen Halbinsel wiederherzustellen, und legten gleichzeitig die F\u00fchrungsrolle der Vereinigten Staaten in diesem vereinigten Kommando fest \u2013 nicht ohne Missmut seitens Trygve Lies, des ersten (norwegischen) UN-Generalsekret\u00e4rs, der aber vorzeitig, am 10. November 1952, frustriert seinen Posten aufgab. Heute ist das UNC wesentlich damit befasst, auf die Einhaltung des weltweit l\u00e4ngsten Waffenstillstands zu achten und diplomatische Kan\u00e4le mit Nordkorea offenzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus einem operativen Planungsstab, der 1968 als Zusatz zum <em>UNC\/USFK\/Eighth United States Army Headquarters <\/em>und dem US-gef\u00fchrten I. Korps entstand, entwickelte sich 1971 ein integriertes Feldarmeehauptquartier. Dieses wurde jedoch erst 1978 im Rahmen eines bilateralen amerikanisch-s\u00fcdkoreanischen Abkommens im Zusammenhang mit dem damals geplanten Abzug der US-Bodentruppen aus S\u00fcdkorea (der allerdings 1981 wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht wurde) als gemeinsamer Stab eingerichtet. Dieses binationale Verteidigungsteam, das aus dem multinationalen UNC hervorgegangen ist, dient heute der Abwehr von Feindseligkeiten. Das schlie\u00dflich am 7. November 1978 eingerichtete <em>CFC<\/em> ist das Hauptquartier f\u00fcr Kriegf\u00fchrung. Seine Aufgabe ist es, Aggressionen von au\u00dfen gegen die Republik Korea abzuschrecken oder, wenn n\u00f6tig, abzuwehren \u2013 was sich im Kern auf Nordkorea bezieht beziehungsweise gegen die Volksrepublik richtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um diesen selbstgesetzten Auftrag zu erf\u00fcllen, obliegt dem CFC die operative Kontrolle \u00fcber mehr als 600.000 aktive Soldaten aller Streitkr\u00e4fte beider L\u00e4nder. In Kriegszeiten k\u00f6nnten deren Kontingente durch etwa 3,5 Millionen ROK-Reservisten und zus\u00e4tzliche US-Streitkr\u00e4fte, die von au\u00dferhalb S\u00fcdkoreas entsandt w\u00fcrden, verst\u00e4rkt werden. Im Falle eines Angriffs durch Nordkorea w\u00fcrde das CFC mit seinen Luft-, Boden-, Marine- und kombinierten Marinestreitkr\u00e4ften sowie der <em>Combined Unconventional Warfare Task Force<\/em> f\u00fcr eine koordinierte Verteidigung sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das CFC steht unter dem Kommando eines US-Viersternegenerals mit einem Viersternegeneral der koreanischen Armee als stellvertretendem Befehlshaber. In der gesamten Kommandostruktur wird die binationale Besetzung beibehalten: Ist der Leiter einer Stabsabteilung ein Koreaner, so ist sein Stellvertreter ein Amerikaner und umgekehrt. Diese integrierte Struktur gilt sowohl f\u00fcr die einzelnen Kommandos als auch f\u00fcr das Hauptquartier. Alle CFC-Komponenten sind taktisch integriert durch kontinuierliche kombinierte und gemeinsame Planung, Ausbildung und Man\u00f6ver.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine der wichtigsten Feld\u00fcbungen war die <em>Team-Spirit-Serie<\/em>, die 1976 begann und sukzessive auf fast 200.000 koreanische und US-amerikanische Mann aufgestockt wurde. Die USA beteiligten sich an solchen \u00dcbungen mit Verst\u00e4rkungstruppen aller Streitkr\u00e4fte, die von anderen pazifischen St\u00fctzpunkten und vom Festland der Vereinigten Staaten aus nach S\u00fcdkorea entsandt wurden. Das letzte Man\u00f6ver dieser Art wurde 1993 abgehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Getrennte Gefechtsstand\u00fcbungen S\u00fcdkoreas und der USA wurden 1976 als <em>Ulchi Focus Lens (UFL) <\/em>zusammengefasst. Im Dezember 2006 ordnete der damalige Oberkommandeur des CFC an, den Namen <em>UFL<\/em> zu \u00e4ndern. W\u00e4hrend der ROK-Stab seine Man\u00f6ver unter dem Namen <em>Ulchi<\/em> fortsetzte, benannte die amerikanische Seite ihre Man\u00f6ver in <em>Ulchi Freedom Guardian (UFG)<\/em> um. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine j\u00e4hrlich durchgef\u00fchrte gemeinsame und kombinierte simulationsgest\u00fctzte Gefechtsstand\u00fcbung, bei der das Personal des CFC samt seinen Hauptkomponenten mit Hilfe modernster Computersimulationen geschult wurden, was die nordkoreanische Seite stets als gezielte, gegen die Volksrepublik gerichtete Provokation heftig kritisierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <em>United States Indo-Pacific Command (USINDOPACOM)<\/em> ist das f\u00fcr den indo-pazifischen Raum zust\u00e4ndige einheitliche Kampfkommando der US-Streitkr\u00e4fte. Es ist das \u00e4lteste und gr\u00f6\u00dfte der vereinigten Kommandos der Streitkr\u00e4fte. Sein Kommandeur, der rangh\u00f6chste US-Milit\u00e4roffizier im Pazifik (seit dem 30. April 2021 Admiral John C. Aquilino), ist f\u00fcr mehr als 375.000 Milit\u00e4rangeh\u00f6rige sowie f\u00fcr ein Gebiet verantwortlich, das mehr als 260.000.000 Quadratkilometer oder etwa 52 Prozent der Erdoberfl\u00e4che umfasst und sich von den Gew\u00e4ssern der Westk\u00fcste der Vereinigten Staaten bis zu den Gew\u00e4ssern an der Ostk\u00fcste der pakistanischen Seegrenze sowie von der Arktis bis zur Antarktis erstreckt. Das Kommando, seit seiner Gr\u00fcndung im Jahr 1947 als <em>United States Pacific Command (USPACOM)<\/em> bekannt, wurde 2018 in Anerkennung der zunehmenden Vernetzung zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean in <em>U.S. Indo-Pacific Command <\/em>umbenannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <em>Indo-Pacific Command<\/em> besteht aus den Komponentenkommandos <em>U.S. Army Pacific, U.S. Marine Forces Pacific, U.S. Pacific Fleet, U.S. Pacific Air Forces <\/em>sowie den unterstellten Kommandos <em>U.S. Forces Japan<\/em>, <em>USFK<\/em> und dem<em> Special Operations Command Pacific<\/em>. Das <em>Nimitz-MacArthur Pacific Command Center<\/em> dient als Hauptquartier des <em>Indo-Pacific Command<\/em> und befindet sich im<em> Camp H. M. Smith<\/em> auf Hawaii.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4testens hier reibt sich der unbedarfte Leser verdutzt die Augen und fragt sich zu Recht: <em>Wer bedroht da eigentlich wen auf der koreanischen Halbinsel?<\/em> Eine \u201eKim-Despoten-Dynastie\u201c, ein \u201ewahnsinniger Raketenmann Kim Jong-Un\u201c, ein \u201eIrrer mit der Bombe\u201c im <em>Norden<\/em> etc. pp.? Da kontrollieren die USA seit 1945 die Geschicke <em>S\u00fcdkoreas<\/em> drei Jahre lang mittels einer US-Milit\u00e4rregierung, um seitdem ebendort wie \u201eein Pfahl im Fleische\u201c die milit\u00e4rischen Kommandoh\u00f6hen zu besetzen \u2013 all das mit der gigantischen Wucht einer Supermacht (inklusive ihres weltweit gespannten Netzes von reichlich 800 Milit\u00e4rbasen) und dem bedrohlichen Verweis auf die \u201eB\u00fcndnistreue mit ROK\u201c, die \u201eSicherheitslage in der Region\u201c und um \u201eAggressionen seitens Nordkoreas\u201c einen Riegel vorzuschieben! G\u00e4be es einen halbwegs um Objektivit\u00e4t bem\u00fchten Journalismus \u2013 von investigativem, gar aufkl\u00e4rerischem ganz zu schweigen \u2013, m\u00fcsste zuv\u00f6rderst die fortgesetzte Pr\u00e4senz von US-Truppen und -Waffen und deren gigantisches Bedrohungspotenzial auf der Halbinsel als Hauptbarrikade charakterisiert werden, welche bis dato die Umwandlung eines Waffenstillstandsabkommens in einen Friedensvertrag blockiert und ein vers\u00f6hnliches Miteinander zwischen Nord und S\u00fcd verunm\u00f6glicht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Hauptgrund f\u00fcr das Fortbestehen solch bizarrer Verh\u00e4ltnisse liegt in den bleiernen Traumata beider Seiten dies- wie jenseits des 38. Breitengrads begr\u00fcndet: Im Norden herrschen aufgrund der immensen Verw\u00fcstung w\u00e4hrend des Koreakrieges (1950-53) \u2013 US-Bomberpiloten hatten in jener Zeit \u201egewehklagt\u201c, es g\u00e4be \u201ekeine Ziele mehr\u201c \u2013 noch immer Bunkermentalit\u00e4ten, wonach \u201edie US-Imperialisten\u201c gleichgesetzt werden mit Tod und Vernichtung bringenden \u201eTeufeln\u201c. Und im S\u00fcden herrschte die l\u00e4ngste Zeit ein von Milit\u00e4rdiktaturen giftig gen\u00e4hrter Antikommunismus als Staatsdoktrin, der weltweit in diesem Rigorismus und in dieser martialischen Zurichtung nur noch seit Herbst 1965 in Indonesien unter Suharto existierte. Ein Relikt dieser Epoche existiert in S\u00fcdkorea noch immer in Gestalt des drakonischen <em>Nationalen Sicherheitsgesetzes (NSL)<\/em>, das erst wieder im vergangenen Monat gegen Gewerkschafter der <em>Korean Confederation of Trade Unions (KCTU)<\/em> in Anschlag gebracht wurde, da man sie verd\u00e4chtigte, als \u201eSpione f\u00fcr den Norden t\u00e4tig zu sein\u201c. Die \u00e4ltere Generation dies- wie jenseits des 38. Breitengrads hat aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen solcherart Feindbilder verinnerlicht, was im S\u00fcden dazu f\u00fchrte, dass trotz zahlreicher Avancen vis-\u00e0-vis dem Norden die gegenw\u00e4rtig nur mit hauchd\u00fcnner Mehrheit regierende Administration unter dem stramm konservativen Pr\u00e4sidenten Yoon Suk-Yeol mehr auf Konfrontation denn auf Kooperation mit dem Regime in Pj\u00f6ngjang bedacht ist \u2013 eine markante Kehrtwende im Vergleich zu Yoons Vorg\u00e4nger Moon Jae-In.<\/p>\n<p><strong>Milit\u00e4rman\u00f6ver <\/strong>\u201e<strong>Freedom Shield 23\u201c im S\u00fcden, Waffentests im Norden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach \u00fcber f\u00fcnf Jahren fand im M\u00e4rz wieder ein elft\u00e4giges Gro\u00dfman\u00f6ver kombinierter amerikanisch-s\u00fcdkoreanischer Truppenverb\u00e4nde statt, das diesmal unter dem wohlklingenden Namen <em>Freiheitsschild <\/em>firmierte und am 23. M\u00e4rz endete. Amphibische \u00dcbungen unter Beteiligung von Seestreitkr\u00e4ften waren dabei ebenso Teil der Operation wie auf Computersimulationen basierende Man\u00f6ver. Au\u00dferdem flogen strategische B-1B-Bomber der US-Luftwaffe in Formation mit s\u00fcdkoreanischen F-35A-Tarnkappen-Kampfjets und US-F-16-Kampfflugzeugen mehrere Eins\u00e4tze, was Pj\u00f6ngjang als akute Kriegsdrohung wertete. Kein Wunder, dass Nordkorea w\u00e4hrend der Dauer von <em>Freedom Shield 23<\/em> seinerseits St\u00e4rke demonstrierte: In kurzen Intervallen von wenigen Tagen z\u00fcndete es eine ballistische Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-17, die ins Ostmeer st\u00fcrzte, nachdem zuvor bereits zwei ballistische Kurzstreckenraketen und zwei Marschflugk\u00f6rper von einem U-Boot aus abgefeuert wurden. Kim Jong-Un sprach in den vergangenen Wochen wiederholt und \u00f6ffentlich von der Notwendigkeit, die Produktion von waffenf\u00e4higem Nuklearmaterial zu \u201esteigern\u201c, um das Atomwaffenarsenal des Landes \u201eexponentiell\u201c aufzustocken \u2013 aus der Sicht Pj\u00f6ngjangs eine notwendige Selbstschutzma\u00dfnahme und (\u00dcber-)Lebensgarantie gegen einen von au\u00dfen erzwungenen \u201eregime change\u201c \u00e0 la Irak, Afghanistan und Libyen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sprecher des s\u00fcdkoreanischen Verteidigungsministeriums gossen \u00d6l ins Feuer, als man der \u00d6ffentlichkeit kurz vor Beendigung von <em>Freedom Shield 23<\/em> mitteilte, die USA und S\u00fcdkorea w\u00fcrden im Juni dieses Jahres eingedenk ihrer seit sieben Dekaden w\u00e4hrenden engen Kooperation die gr\u00f6\u00dften \u00dcbungen mit scharfer Munition abhalten. Aus dem Ministerium hie\u00df es dazu lapidar:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Das Programm soll die F\u00e4higkeit der beiden Nationen demonstrieren, Frieden durch St\u00e4rke zu verwirklichen, und zwar inmitten der ernsten Sicherheitslage, die durch Nordkoreas nukleare Bedrohung und seine Raketen entstanden ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Angaben der s\u00fcdkoreanischen Nachrichtenagentur <em>Yonhap <\/em>haben Washington und Seoul bisher knapp zehn Mal massive gemeinsame \u00dcbungen mit scharfer Munition durchgef\u00fchrt, zuletzt im Jahr 2017. Die Trump-Administration stellte damals die Durchf\u00fchrung gr\u00f6\u00dferer \u00dcbungen mit S\u00fcdkorea ein, um Spannungen abzubauen und Raum f\u00fcr Diplomatie zu schaffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Japan und S\u00fcdkorea \u2013 Ann\u00e4herung mit T\u00fccken, doch R\u00fcckendeckung seitens Washingtons<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgerechnet w\u00e4hrend der laufenden <em>Freedom-Shield-23<\/em>-Milit\u00e4rman\u00f6ver traf sich Mitte M\u00e4rz S\u00fcdkoreas Pr\u00e4sident Yoon Suk-Yeol mit dem japanischen Premierminister Kishida Fumio in Tokio, das erste Treffen dieser Art seit zw\u00f6lf Jahren. Vorrangig ging es dabei um das Auftauen unterk\u00fchlter Beziehungen zwischen beiden Nachbarn und auf Dr\u00e4ngen Washingtons darum, beide engen Verb\u00fcndeten gegen China zu mobilisieren. Wie <em>Nikkei Asia<\/em> berichtete, vereinbarten Yoon und Kishida eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit gegen Nordkorea und die Wiederaufnahme eines bilateralen Sicherheitsdialogs auf Arbeitsebene, der seit f\u00fcnf Jahren unterbrochen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Yoon k\u00fcndigte \u00fcberdies die \u201eNormalisierung\u201d des <em>GSOMIA-Abkommens (General Security of Military Information Agreement)<\/em> an, das den Austausch milit\u00e4rischer Informationen zwischen den beiden L\u00e4ndern vorsieht. Moon Jae-In, der Vorg\u00e4nger von Yoon, hatte 2019 in Seoul erkl\u00e4rt, das GSOMIA nicht zu verl\u00e4ngern, weil Japan neue Exportkontrollen gegen S\u00fcdkorea verh\u00e4ngt habe. Diese Kontrollen, so jedenfalls wurde es Mitte M\u00e4rz zwischen beiden L\u00e4ndern vereinbart, sollen nunmehr aufgehoben werden. Das GSOMIA regelt den beidseitigen Informationsaustausch \u00fcber nordkoreanische Raketentests.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gastgeber Kishida zeigte sich nach dem Treffen mit seinem s\u00fcdkoreanischen Kollegen zufrieden und erkl\u00e4rte w\u00e4hrend der abschlie\u00dfenden Pressekonferenz:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Von nun an m\u00f6chte ich ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Japan und S\u00fcdkorea aufschlagen, und zwar durch h\u00e4ufige Besuche beider Seiten, die nicht an Formalit\u00e4ten gebunden sind.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wohlgesetzt diese Worte klangen, so schrill bleiben Zwischent\u00f6ne jenseits des diplomatischen Parketts. Die Beziehungen zwischen S\u00fcdkorea und Japan bleiben wegen der japanischen kaiserlichen Herrschaft in Korea von 1910 bis 1945 angespannt. Beide L\u00e4nder arbeiten an einem Abkommen zur Beilegung des Streits \u00fcber die koreanische Sklavenarbeit w\u00e4hrend der Besatzung, wenngleich die s\u00fcdkoreanische Opposition und viele andere im Land dagegen Front machen und Yoon bezichtigen, gegen\u00fcber Tokio zu lasch aufzutreten. Misst\u00f6ne sind noch immer zu vernehmen, was ungekl\u00e4rte Fragen von Entschuldigung und Entsch\u00e4digung der euphemistisch sogenannten \u201eTrostfrauen\u201c w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs betrifft sowie erneut hochgesch\u00e4umte Querelen \u00fcber revidierte Geschichtsb\u00fccher in japanischen Schulen, in denen Japans Rolle w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wieder einmal deodorisiert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Nachbarland China regte sich dar\u00fcber ebenso Unmut wie \u00fcber Kishidas Ank\u00fcndigung, dass Tokio sein Milit\u00e4rbudget in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren verdoppeln werde, um seine Streitkr\u00e4fte speziell gegen China aufzur\u00fcsten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu dieser Gemengelage merkt der philippinische Politikwissenschaftler und Kolumnist Richard J. Heydarian an:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Tokio \u00fcberdenkt seine pazifistische Au\u00dfenpolitik aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, indem es eine proaktivere strategische Rolle in der Region \u00fcbernimmt. Japan erw\u00e4gt nun, hochentwickelte Waffensysteme in belagerte L\u00e4nder, insbesondere in die Ukraine, zu exportieren. Dieser Schritt hat jedoch auch unmittelbare Auswirkungen auf Taiwan, das sich mit der wachsenden Aussicht auf eine bewaffnete Konfrontation mit China konfrontiert sieht.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das selbstverwaltete Taiwan, das von Beijing als abtr\u00fcnnige Provinz behandelt wird, ist gleichzeitig von zentraler Bedeutung sowohl f\u00fcr die regionale Sicherheitsarchitektur als auch f\u00fcr die wirtschaftliche Integration. Die anspruchsvollsten Prozessorchips der Welt werden gr\u00f6\u00dftenteils von einem einzigen taiwanesischen Unternehmen, der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited (TSMC), hergestellt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Taiwans Chips sind f\u00fcr die Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts so wichtig wie die Organisation erd\u00f6lexportierender L\u00e4nder (OPEC) f\u00fcr das vergangene Jahrhundert. Doch wie der Politikwissenschaftler Chris Miller erkl\u00e4rt, ist Taiwan sogar noch wichtiger, denn anders als bei \u00d6l, das man in vielen L\u00e4ndern kaufen kann, h\u00e4ngt unsere Produktion von Rechenleistung von einigen wenigen Herstellern ab, insbesondere von denen in Taiwan.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Um \u201eangemessenen\u201c Umgang bem\u00fcht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz aller Differenzen, die auch und gerade zwischen China und Japan bestehen, sollten beide Seiten die Kooperation ausbauen und \u201eangemessen\u201c mit ihren Meinungsverschiedenheiten umgehen, erkl\u00e4rte Chinas Au\u00dfenminister Qin Gang am 2. April bei einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Hayashi Yoshimasa in Beijing, wie das Au\u00dfenministerium mitteilte. Und der Gastgeber f\u00fcgte mit offensichtlichem Hinweis auf das B\u00fcndnis Japans mit den USA hinzu:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Angesichts von Widerspr\u00fcchen und Differenzen helfen Blockbildung, Geschrei und Druck nicht, die Probleme zu l\u00f6sen, so wird nur Entfremdung vertieft.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick auf den Gipfel der Gruppe der sieben gro\u00dfen Industrienationen (G7) im Mai im japanischen Hiroshima und die gegenw\u00e4rtige G7-Pr\u00e4sidentschaft Japans \u00e4u\u00dferte Qin Gang die Hoffnung, dass Tokio \u201eden Ton und die Richtung des Treffens richtig bestimmt\u201c. In Beijing wird bef\u00fcrchtet, dass sich das G7-Treffen auch gegen China richten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>B\u00fcndnisfieber und bef\u00fcrchteter Souver\u00e4nit\u00e4tsverlust Canberras<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den j\u00fcngsten Vorst\u00f6\u00dfen der USA und der NATO im Indo-Pazifik geh\u00f6ren AUKUS, der trilaterale Sicherheitspakt zwischen Australien, dem Vereinigten K\u00f6nigreich und den USA, die \u201eF\u00fcnf-Augen-Allianz\u201c, die sich aus den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und dem Vereinigten K\u00f6nigreich zusammensetzt, sowie QUAD, der strategische Sicherheitsdialog, bestehend aus den vier Staaten Australien, Indien, Japan und den USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 15. September 2021 hatten die USA angek\u00fcndigt, sich u. a. daf\u00fcr einzusetzen, der <em>Royal Australian Navy<\/em> bei der Beschaffung von atomgetriebenen U-Booten behilflich zu sein. Mitte M\u00e4rz nun ging dieses Engagement mit einem gro\u00dfen AUKUS-Gipfel (im Beisein der drei Staatschefs) und der Ank\u00fcndigung des US-Plans, Australien mit atomgetriebenen U-Booten auszustatten, in die n\u00e4chste Phase \u00fcber. Einem Informationsblatt des Wei\u00dfen Hauses zufolge wird dies etappenweise erfolgen: Zun\u00e4chst wird Washington Anfang der 2030er-Jahre drei U-Boote der Virginia-Klasse an Australien verkaufen, wobei der Verkauf von zwei weiteren U-Booten m\u00f6glich ist. In der n\u00e4chsten Phase, die ein Jahrzehnt sp\u00e4ter abgeschlossen sein soll, wird Australien atomgetriebene U-Boote des Typs SSN-AUKUS einsetzen, die gemeinsam von Gro\u00dfbritannien und Australien gebaut werden und auf hochmoderner US-Technologie basieren. Doch dieser Deal mit einem Gesamtvolumen von 368 Milliarden US-Dollar geschieht inmitten unvorsichtiger Medienprognosen, wonach sich Australien innerhalb von drei Jahren im Krieg mit China befinden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Ank\u00fcndigung des AUKUS-U-Boot-Gesch\u00e4fts in den USA Mitte M\u00e4rz betonte der australische Premierminister Anthony Albanese, dass es darauf abziele, den Nationen in der Region die M\u00f6glichkeit zu geben, <em>\u201efrei von Zwang in ihren souver\u00e4nen Interessen zu handeln und die Sicherheit durch Investitionen in unsere Beziehungen in der gesamten Region zu f\u00f6rdern\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Realit\u00e4t des U-Boot-Abkommens ist laut Kritikern des Deals jedoch nicht in diesem Sinne. Stattdessen, so bef\u00fcrchten sie, f\u00fchrt es Australien in ein halbes Jahrhundert der Aufr\u00fcstung und eingeschr\u00e4nkter Souver\u00e4nit\u00e4t innerhalb einer von den USA gef\u00fchrten Allianz, die China eind\u00e4mmen soll. Diese Bef\u00fcrchtung teilt China, dessen Au\u00dfenministerium denn auch umgehend mit folgender Stellungnahme aufwartete:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Die j\u00fcngste gemeinsame Erkl\u00e4rung der USA, Gro\u00dfbritanniens und Australiens zeigt, dass die drei L\u00e4nder um ihrer eigenen geopolitischen Interessen willen die Bedenken der internationalen Gemeinschaft v\u00f6llig au\u00dfer Acht lassen und sich immer weiter auf den Pfad des Irrtums und der Gefahr begeben.\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>(Neo-)Kolonialer Habitus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ungew\u00f6hnlich scharf fiel die Kritik an dem AUKUS-U-Boot-Deal seitens des fr\u00fcheren australischen Premierministers Paul Keating (1991-96) aus. Australien, so Keating in einer engagierten Rede vor dem <em>National Press Club of Australia<\/em> Mitte M\u00e4rz, habe in den letzten zehn Jahren wiederholt Fehlschl\u00e4ge bei dem Versuch erlitten, ein erfolgreiches U-Boot-Programm auf die Beine zu stellen. Es w\u00e4re ein Wunder, wenn dieses Programm reibungslos abliefe, ganz abgesehen von den wechselnden Regierungen in den drei L\u00e4ndern und der Entwicklung der internationalen strategischen Lage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keating griff nicht nur das AUKUS-Abkommen an (wie schon bei seiner Ank\u00fcndigung im Jahr 2021), sondern personalisierte seine diesmal \u00e4tzende Kritik, indem er namentlich Premierminister Anthony Albanese, Au\u00dfenministerin Penny Wong und Verteidigungsminister Richard Marles ins Visier nahm und ihnen attestierte, <em>\u201ekein tiefes oder langfristiges Interesse an ausw\u00e4rtigen Angelegenheiten\u201c<\/em> zu zeigen. Es sei keine Au\u00dfenpolitik, so Keating, wenn man mit einem <em>lei <\/em>(Kopf-und Halsschmuck) auf den Pazifikinseln herumlaufe und Geld verteile, wie Frau Wong es tue. Mit Blick auf die Rolle des Vereinigten K\u00f6nigreichs und der Vereinigten Staaten erkl\u00e4rte Keating bei der Gelegenheit:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Die Komplizenschaft der Albanese-Regierung mit Gro\u00dfbritannien und den Vereinigten Staaten beim Bau eines Atom-U-Boots f\u00fcr Australien im Rahmen der AUKUS-Vereinbarungen stellt die schlechteste internationale Entscheidung einer australischen Labor-Regierung dar, seit der ehemalige Labor-F\u00fchrer Billy Hughes versuchte, die Wehrpflicht einzuf\u00fchren, um die australischen Streitkr\u00e4fte im Ersten Weltkrieg zu verst\u00e4rken. (\u2026)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Jedes Mitglied der Labor Party wird zusammenzucken, wenn es begreift, dass die Partei, f\u00fcr die wir alle k\u00e4mpfen, zu unserem ehemaligen Kolonialherrn, Gro\u00dfbritannien, zur\u00fcckkehrt, um unsere Sicherheit in Asien zu suchen \u2013 236 Jahre, nachdem die Europ\u00e4er den Kontinent zum ersten Mal seinen Ureinwohnern entrissen haben. (\u2026)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es ist kein sch\u00f6ner Anblick, das Land den au\u00dfenpolitischen Neigungen eines anderen Landes \u2013 der Vereinigten Staaten \u2013 auszuliefern, w\u00e4hrend die dummen Briten auf ihrer verzweifelten Suche nach Relevanz hinterherhinken.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kritik Keatings hat sich mittlerweile auch Ex-Premierminister Malcolm Turnbull (2015-18) von der konservativen Liberal Party angeschlossen, wiewohl in gem\u00e4\u00dfigterem Tonfall.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Der Pazifik ist unser Ozean\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie lauteten die Eingangspassagen der von US-Senator Albert J. Beveridge am 9. Januar 1900 vor dem amerikanischen Kongress gehaltenen Rede, die dem ersten Teil dieses Beitrags vorangestellt sind?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Geradewegs hinter den Philippinen liegen Chinas schier unermesslichen M\u00e4rkte. Wir werden unseren Teil in der Mission unserer von Gott gesch\u00fctzten Rasse bei der Zivilisierung der Erde beitragen. Wo werden wir die Abnehmer unserer Produkte finden? Die Philippinen geben uns einen St\u00fctzpunkt am Tor zum Osten.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beveridge endete seine Ausf\u00fchrungen mit den unvergesslichen Sentenzen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Sie (die Philippinen \u2013 RW) zu halten, wird kein Fehler sein. Der gr\u00f6\u00dfte Teil unseres Handels muss in Zukunft mit Asien abgewickelt werden. Der Pazifik ist unser Ozean.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in diesem Zusammenhang stellt sich aufs Neue die dringliche Frage: <em>Wer droht dort eigentlich wem? <\/em>Der zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts im US-Kongress unverh\u00fcllt reklamierte Besitzanspruch Washingtons auf den Pazifik wird heute in der \u00c4ra einer \u201ewerte- wie regelbasierten Zeitenwende\u201c entsprechend vornehmer und bei expliziter Ausklammerung des V\u00f6lkerrechts artikuliert. Liest man aufmerksam den am 1. Juni 2019 vom Pentagon vorgelegten Bericht <em>Indo-Pacific Strategy Report \u2013 Preparedness, Partnerships, and Promoting a Networked Region<\/em>, lassen sich zahlreiche Passagen markieren, wie schwer es Washington f\u00e4llt, den Pazifik nicht l\u00e4nger mehr als <em>\u201eMare Nostrum\u201c<\/em> zu betrachten. Dort hei\u00dft es beispielsweise auf Seite 2:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Die Vereinigten Staaten sind eine pazifische Nation. Unsere Beziehungen zum indo-pazifischen Raum sind historisch gewachsen, und unsere Zukunft ist untrennbar mit ihm verbunden. Wir haben mit unserem Blut und unseren Sch\u00e4tzen dazu beigetragen, die Freiheiten, die Offenheit und die Chancen dieser Region zu erhalten. Unsere Pr\u00e4senz sichert die lebenswichtigen Seewege des Indo-Pazifiks, die die Grundlage f\u00fcr den globalen Handel und Wohlstand bilden.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Bundesrepublik nach den Worten von Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck heute ausdr\u00fccklich \u201eeine dienende F\u00fchrungsrolle aus\u00fcbt\u201c \u2013 wie er es anl\u00e4sslich seines USA-Besuchs Anfang M\u00e4rz 2022 w\u00f6rtlich ausdr\u00fcckte \u2013, wird man sehen, wie und in welchem Umfang diese Rolle auch im Indo-Pazifik gew\u00fcrdigt wird. Denn es gilt, in Erinnerung zu rufen, dass es um 1900 fast zu einer Seeschlacht zwischen dem teutonischen Michel und Uncle Sam in der Bucht von Manila gekommen w\u00e4re. Und immerhin befand sich der \u00f6stlichste Au\u00dfenposten des Deutschen Kaiserreiches im Westen Samoas. Und sp\u00e4ter existierte im Rahmen der Achsenm\u00e4chte eine enge Partnerschaft zwischen Nazideutschland und dem militaristischen Japan, deren urspr\u00fcnglichen Pl\u00e4ne eine Neuaufteilung der Welt nach ihrem Gusto vorsahen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Links &amp; weiterf\u00fchrende Literatur <\/strong><\/p>\n<p><strong>American Enterprise Institute &#8211; AEI *<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.aei.org\/\">https:\/\/www.aei.org\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/news.antiwar.com\/2023\/03\/22\/us-south-korea-to-hold-largest-ever-live-fire-drills-in-june\/\">https:\/\/news.antiwar.com\/2023\/03\/22\/us-south-korea-to-hold-largest-ever-live-fire-drills-in-june\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/news.antiwar.com\/2023\/03\/16\/japan-south-korea-work-to-rebuild-military-ties-with-us-backing\/\">https:\/\/news.antiwar.com\/2023\/03\/16\/japan-south-korea-work-to-rebuild-military-ties-with-us-backing\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2023\/03\/aukus-weds-australia-to-risky-us-policy-on-china\/\">https:\/\/asiatimes.com\/2023\/03\/aukus-weds-australia-to-risky-us-policy-on-china\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2023\/01\/towards-a-nuclear-armed-south-korea\/\">https:\/\/asiatimes.com\/2023\/01\/towards-a-nuclear-armed-south-korea\/<\/a><br \/>\n<strong>Georg Auernheimer<\/strong>: Die politische Weltkarte wird neu gezeichnet * <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95615\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95615<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.csis.org\/analysis\/transformation-us-philippines-alliance\">https:\/\/www.csis.org\/analysis\/transformation-us-philippines-alliance<\/a><br \/>\n<strong>Choi Si-young: Japan\u2019s textbook revisions threaten thaw in ties<\/strong> * <a href=\"https:\/\/www.koreaherald.com\/view.php? ud=20230328000742\">https:\/\/www.koreaherald.com\/view.php<\/a>? ud=20230328000742<br \/>\n<strong>Hillary Clinton &amp; Condoleezza Rice on America\u2019s Global Role | The Problem With Jon Stewart Podcast<\/strong> <strong>&#8211; YouTube<\/strong> * <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xutIA4HzGqA\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xutIA4HzGqA<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.defense.gov\/News\/Transcripts\/Transcript\/Article\/3286626\/secretary-of-defense-lloyd-j-austin-iii-joint-press-briefing-with-philippine-se\/\">https:\/\/www.defense.gov\/News\/Transcripts\/Transcript\/Article\/3286626\/secretary-of-defense-lloyd-j-austin-iii- joint-press-briefing-with-philippine-se\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-und-s%C3%BCdkorea-starten-milit%C3%A4rman%C3%B6ver-freedom-shield-23\/a-64966909\">https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-und-s%C3%BCdkorea-starten-milit%C3%A4rman%C3%B6ver-freedom-shield 23\/a-64966909<\/a><br \/>\n<strong>Xave Gregorio<\/strong> * <a href=\"https:\/\/www.philstar.com\/headlines\/2023\/03\/16\/2252153\/eu-eyes-port-calls-joint-exercises- philippines-south-china-sea\">https:\/\/www.philstar.com\/headlines\/2023\/03\/16\/2252153\/eu-eyes-port-calls-joint-exercises-<\/a> philippines-south-china-sea<br \/>\n<strong>William D. Hartung &amp; Tom Engelhardt<\/strong> * <a href=\"https:\/\/original.antiwar.com\/william-d-hartung\/2023\/03\/29\/the-pentagons-budget-from-hell\/\">https:\/\/original.antiwar.com\/william-d-hartung\/2023\/03\/29\/the-pentagons-budget-from-hell\/<\/a><br \/>\n<strong>Richard Javad Heydarian<\/strong> * <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2023\/03\/eye-on-taiwan-us-philippines-to-stage-largest-ever-wargames\/\">https:\/\/asiatimes.com\/2023\/03\/eye-on-taiwan-us-philippines-to-stage-largest-ever-wargames\/<\/a><br \/>\n<strong>Richard Heydarian<\/strong> * <a href=\"https:\/\/opinion.inquirer.net\/161840\/aukus-and-japhus-containing-china\">https:\/\/opinion.inquirer.net\/161840\/aukus-and-japhus-containing-china<\/a><br \/>\n<strong>John Ismay<\/strong>: To Prepare for a Pacific Island Fight, Marines Hide and Attack in California &#8211; The New York Times * <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2023\/03\/05\/us\/marines-china-pacific.html\">https:\/\/www.nytimes.com\/2023\/03\/05\/us\/marines-china-pacific.html<\/a><br \/>\n<strong>Michael T. Klare: Kurswechsel in der Taiwanfrage?<\/strong> * <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5878389\">https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5878389<\/a><br \/>\n<strong>Konfrontation im Pazifik: Warum sich China von den USA umzingelt f\u00fchlt<\/strong> *<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/china-marine-usa-konflikt-taiwan-militaer-xi-jinping-pazifik-japan-philippinen-suedkorea-zr-92087316.html\">https:\/\/www.merkur.de\/politik\/china-marine-usa-konflikt-taiwan-militaer-xi-jinping-pazifik-japan-philippinen-suedkorea-zr-92087316.html<\/a><br \/>\n<strong>The Largest U.S. Military Bases in the Worl<\/strong>d * <a href=\"https:\/\/mybaseguide.com\/largest-us-military-bases\/\">https:\/\/mybaseguide.com\/largest-us-military-bases\/<\/a> <a href=\"https:\/\/www.antiwar.com\/blog\/2023\/03\/28\/daniel-larison-on-china-and-our-african-friends\/\">https:\/\/www.antiwar.com\/blog\/2023\/03\/28\/daniel-larison-on-china-and-our-african-friends\/<\/a><br \/>\n<strong>Quinn Marschik: Asia is none of NATO&#8217;s business &#8211; Nikkei Asia <\/strong>*<br \/>\n<a href=\"https:\/\/archive.is\/LuZiQ\">https:\/\/archive.is\/LuZiQ<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.militarytimes.com\/news\/your-military\/2023\/03\/21\/us-f-22s-land-in-philippines-for-first-time-furthering-partnership\/\">https:\/\/www.militarytimes.com\/news\/your-military\/2023\/03\/21\/us-f-22s-land-in-philippines-for-first-time-furthering-partnership\/<\/a><br \/>\n<strong>Craig Murray: Warum sollte China ein Feind sein?<\/strong> * <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95591\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95591<\/a><br \/>\n<strong>Mutual Defense Treaty Between the United States and the Republic of the Philippines; August 30, 1951<\/strong> *<a href=\"https:\/\/avalon.law.yale.edu\/20th_century\/phil001.asp\">https:\/\/avalon.law.yale.edu\/20th_century\/phil001.asp<\/a><br \/>\nMutual Logistics Support Agreement *<br \/>\n<a href=\"https:\/\/natoreyes.files.wordpress.com\/2012\/02\/mlsa.pdf\">https:\/\/natoreyes.files.wordpress.com\/2012\/02\/mlsa.pdf<\/a><br \/>\n<strong>Alexander S. Neu: Krieg um eine neue Weltordnung?<\/strong> * <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95528\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95528<\/a><br \/>\n<strong>NK claims almost 800,000 people have signed up for military to fight against US &#8211; Korea Times<\/strong> *<a href=\"https:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/nation\/2023\/03\/103_347330.html\">https:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/nation\/2023\/03\/103_347330.html<\/a><br \/>\n<strong>North Korea fires ballistic missile as US bombers join drills &#8211; The Korea Times<\/strong> *<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/nation\/2023\/03\/103_347384.html\">https:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/nation\/2023\/03\/103_347384.html<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/news.antiwar.com\/2023\/03\/23\/pentagon-leaders-say-new-budget-will-help-prepare-for-war-with-china\/\">https:\/\/news.antiwar.com\/2023\/03\/23\/pentagon-leaders-say-new-budget-will-help-prepare-for-war-with-china\/<\/a><br \/>\n<strong>Zamone Perez &amp; Jon Simkins<\/strong> * <a href=\"https:\/\/www.militarytimes.com\/news\/your-air-force\/2023\/03\/21\/us-f-22s-land-in-philippines-for-first-time-furthering-defense-ties\/\">https:\/\/www.militarytimes.com\/news\/your-air-force\/2023\/03\/21\/us-f-22s-land-in-philippines-for-first-time-furthering-defense-ties\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bworldonline.com\/the-nation\/2023\/03\/14\/510598\/philippine-us-annual-military-drills-will-be-biggest-ever-says-official\/\">https:\/\/www.bworldonline.com\/the-nation\/2023\/03\/14\/510598\/philippine-us-annual-military-drills-will-be-biggest-ever-says-official\/<\/a><br \/>\n<strong>Political divide intensifies in Korea over Yoon-Kishida summit &#8211; Korea Times<\/strong> *<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/nation\/2023\/03\/120_347343.html\">https:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/nation\/2023\/03\/120_347343.html<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.philstar.com\/opinion\/2023\/03\/19\/2252675\/south-china-sea-asias-cauldron\">https:\/\/www.philstar.com\/opinion\/2023\/03\/19\/2252675\/south-china-sea-asias-cauldron<\/a><br \/>\n<strong>Alexandra Sakaki: Japan-S\u00fcdkorea-Beziehungen auf Talfahrt &#8211; Mehr als &#8222;nur&#8220; eine Frage der Geschichte<\/strong> *<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/publications\/products\/aktuell\/2019A42_skk.pdf\">https:\/\/www.swp-berlin.org\/publications\/products\/aktuell\/2019A42_skk.pdf<\/a><br \/>\n<strong>Ted Snider<\/strong>: <a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/2023\/03\/17\/what-the-aukus-sub-ruckus-means-for-regional-security\/\">https:\/\/responsiblestatecraft.org\/2023\/03\/17\/what-the-aukus-sub-ruckus-means-for-regional-security\/<\/a><br \/>\n<strong>South Korea speeds up full-fledged deployment of US anti-missile battery &#8211; The Korea Times<\/strong> *\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/nation\/2023\/03\/205_347846.html\">https:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/nation\/2023\/03\/205_347846.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel erschien zuerst auf der Website NachDenkSeiten, April 2023 &nbsp; Rainer Werning \u00a0 &nbsp; Seit der Jahreswende 2022\/23 herrscht in den Regionen Ost- und S\u00fcdostasien eine Pendeldiplomatie, wie es sie schon lange nicht mehr in dieser H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t gab. Vieles deutet dabei darauf hin, dass sich nach dem Krieg in der Ukraine die &hellip; <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2700\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Einkreisung Chinas &#8211; US-Milit\u00e4rs in Man\u00f6vermanie<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2700","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2700"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2700\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2711,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2700\/revisions\/2711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}