{"id":2181,"date":"2021-05-04T21:07:02","date_gmt":"2021-05-04T19:07:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2181"},"modified":"2021-05-04T21:07:02","modified_gmt":"2021-05-04T19:07:02","slug":"einige-streitpunkte-in-der-reflexion-des-ns-regimes","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2181","title":{"rendered":"Einige Streitpunkte in der Reflexion des NS-Regimes"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">Fritz G\u00f6tt<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In einer \u00e4lteren Ausgabe der AzD schrieb Kolja Wagner zum \u201eVerh\u00e4ltnis der Arbeiterklasse zum NS-Staat\u201c Folgendes: \u201eBekanntlich blieb die proletarische Revolution, selbst ein Massenwiderstand der Arbeiterklasse gegen den nationalsozialistischen Staat aus. Der Terror ist jedoch keine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, dass Millionen Arbeiter \u00fcberzeugte Hitleranh\u00e4nger wurden, andere Millionen das System freiwillig mittrugen und zwar bis in die letzten Kriegsmonate. Durch die praktischen sozialen Erfahrungen eroberte die NSDAP bis zum Krieg die gro\u00dfe Mehrheit der deutschen Arbeiterklasse. Diese Erfahrungen reichten aus, um den Raubkrieg des Verbrecherregimes als Krieg f\u00fcr die eigenen Interessen zu betrachten und den Nationalsozialismus bis zur letzten Kugel zu verteidigen. Bis die Nazis die Masse der Arbeiter gewonnen hatten, dauerte es aber Jahre.\u201c (AzD 69, 2000, S. 33) Im zweiten Teil des Artikels (AzD 70, 2001, S. 67) hei\u00dft es: \u201eDie Bombenangriffe der Alliierten richteten sich im Laufe des Krieges gezielt gegen die deutsche Bev\u00f6lkerung. Durch die Zerst\u00f6rung ganzer Wohngebiete glaubten vor allem die Briten, dem Widerstand gegen Hitler Auftrieb zu geben. Die Bombardements bewirkten aber genau das Gegenteil. Die Geschlossenheit der \u201eVolksgemeinschaft\u201c verst\u00e4rkte sich wie in keiner anderen Situation. Statt wie im 1. Weltkrieg die Gewehre umzudrehen und die eigene Regierung zu st\u00fcrzen, k\u00e4mpfte die gro\u00dfe Mehrheit der Arbeiter bis zum 8. Mai weiter.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich teile diese Einsch\u00e4tzung. Doch hat der Artikel im Einzelnen auch Schw\u00e4chen:<br \/>\n&#8211; So bleibt im Artikel unklar, wer sich aus der Arbeiterschaft den \u201aSirenenkl\u00e4ngen\u2018 der Nazis verweigerte und warum?<br \/>\n&#8211; Im zweiten Teil des Artikels w\u00e4hlt der Autor auch Formulierungen, die auf Differenzierung verzichten: \u201eEin Arbeiter, der zum Beispiel 1939 eingezogen wurde und bis 1945 in der Armee blieb, ver\u00e4nderte sich. Er war in erster Linie Soldat und nur in zweiter Linie noch Arbeiter. Die Arbeiter k\u00e4mpften in der Armee aufopferungsvoll f\u00fcr den Nationalsozialismus.\u201c (S. 67) Wirklich alle Zwangsrekrutierten? &#8211; K\u00e4mpften nicht wenige \u2013 unabh\u00e4ngig von ihrer politischen \u00dcberzeugung &#8211; ums nackte \u00dcberleben im Feld? Bezogen auf die \u201esich abzeichnende Kriegsniederlage\u201c hei\u00dft es beim Autor: \u201eAuch jetzt verteidigten die Arbeiter den Nationalsozialismus und waren bereit, gro\u00dfe Opfer an der Front und im Reich durch die alliierten Bombenangriffe auf sich zu nehmen.\u201c (S. 66) \u2013 Gilt das wirklich f\u00fcr alle Arbeiter?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In einer j\u00fcngeren Diskussion mit einem <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>anderen<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Autor wurde ich mit folgenden Argumenten konfrontiert: a) Wenn \u00e4ltere Zeitzeugen der NS-Zeit von eigenen Hungerphasen in den letzten Kriegsjahren berichten, so sei das eine falsche Erinnerung der Personen. b) Wenn behauptet w\u00fcrde, die positive Haltung der Arbeiter \/ der Klasse zum NS-Regime habe sich in den letzten Kriegsjahren abgeschw\u00e4cht oder ver\u00e4ndert, so sei das falsch \u2026. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Da ich von dritter Seite aufgefordert wurde, doch meine eigene Position zu den verschiedenen Fragen aufzuschreiben, komme ich dem nach. Letztlich liegt darin auch die Chance &#8211; f\u00fcr alle Seiten &#8211; den eigenen Kenntnisstand &#8211; in einer erweiterten Diskussion &#8211; zu vertiefen und zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>I.<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Mir haben 2 unterschiedliche Quellen von pers\u00f6nlichen Hungerphasen in den Kriegsjahren 44\/45 berichtet (Zeitzeugen aus Hannover und eine Person aus Sachsen-Anhalt). Die einen waren Gegner des NS-Regimes, die andere Einzelperson aus dem l\u00e4ndlichen Sachsen-Anhalt war zeitweise Sympathisantin der NSDAP. Zeitzeugen k\u00f6nnen sich irren, Fakten und Zeitr\u00e4ume verwechseln. Sicher. Ich sehe bei diesen Personen jedoch keinen Hinweis darauf. &#8211; Liegen meine Gew\u00e4hrs-Personen also falsch oder richtig?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Mein Kontrahent brachte in die Diskussion noch folgende Zusatzargumente ein: Das Naziregime habe wirtschaftlich auf Autarkie gesetzt. Hunger habe es in Deutschland im 2. Weltkrieg nicht gegeben. Die Nazis h\u00e4tten aus dem Zusammenbruch und der Revolution von 1918 gelernt, dass es nie Unterversorgung an der Heimatfront geben d\u00fcrfe, die zu Hunger- und Arbeiteraufst\u00e4nden f\u00fchren k\u00f6nnten. Auch deshalb habe man die eroberten Gebiete ausgepl\u00fcndert und deren Reicht\u00fcmer in Deutschland umverteilt. Hungerexzesse wie die sogenannten Steckr\u00fcbenwinter 17\/18 wird man im Dritten Reich vergeblich suchen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Diese Argumente werden von mir im Kern gar nicht bestritten: Ich hinterfrage lediglich: Konnte das NS-Regime sein eigenes Wollen, die Sicherstellung der Ern\u00e4hrung an der \u201aHeimatfront\u2018 und in den eingeschlossenen Wehrmachtsteilen zu allen Zeiten und fl\u00e4chendeckend einl\u00f6sen?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Nach der kontroversen Diskussion habe ich mir einige wissenschaftliche Arbeiten zum Themenkomplex <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>erneut<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> angesehen. Darin die Fakten:<br \/>\n* \u201eExemplarisch f\u00fcr die Situation der Lebensmittelrationierung einer deutschen Industriegro\u00dfstadt w\u00e4hrend des Krieges\u201c, schreibt der Medizinhistoriker W.U. Eckart, \u201emag hier Gelsenkirchen angef\u00fchrt werden. &gt;Schnallt den G\u00fcrtel enger&lt;, hatten die NS-Blockwarte den B\u00fcrgern der Stadt bereits unmittelbar nach Kriegsbeginn empfohlen, nachdem bereits in den letzten Augusttagen 1939 die Bezugsscheinpflicht eingef\u00fchrt worden war. Sie betraf die wichtigsten Lebensmittel, aber auch Hausbrand-Kohle oder Seife. Bezugsscheinpflichtig wurden w\u00e4hrend des Krieges ferner Brot, Tabakerzeugnisse und schlie\u00dflich sogar Futtermittel f\u00fcr Haustiere. In der ersten Kriegsperiode erhielt der vom Ern\u00e4hrungsamt als &gt;Normalversorgungsberechtigter&lt; bezeichnete B\u00fcrger \u2013 im Volksmund &gt;Normalverbraucher&lt; &#8211; pro Woche 700 Gramm Fleisch oder Fleischwaren, 280 Gramm Zucker, 110 Gramm Marmelade, 150 Gramm N\u00e4hrmittel, daneben ein f\u00fcnftel Liter Milch und 60 Gramm Milcherzeugnisse, \u00d6le oder Fette pro Tag. Tee wurde auf 20 Gramm im Monat rationiert, Kaffee oder Kaffee-Ersatzmittel auf 62,5 Gramm pro Woche. Insgesamt entsprach die Fett- und Fleischration etwa der H\u00e4lfte der Ration der Vorkriegsjahre. Schwer- und Schwerstarbeiter, Arbeiter der R\u00fcstungsindustrie, Jugendliche, Kinder und werdende M\u00fctter erhielten knappe Sonderzulagen. Prinzipiell galt f\u00fcr die Versorgung die Pr\u00e4ambel zur Kriegswirtschafts-versorgung vom 4. September 1939, dass &gt;jeder Volksgenosse sich die notwendigen Einschr\u00e4nkungen in der Lebensf\u00fchrung und Lebenshaltung&lt; aufzuerlegen habe. Durch die &gt;Kriegssondersteuer&lt; um etwa 20 Prozent verteuert waren Tabakwaren, Bier, Branntweinerzeugnisse und Schaumwein. Die H\u00f6he der Rationen sank im Laufe des Krieges; so etwa die Fleischration im Fr\u00fchjahr 1942 auf 300 Gramm pro Woche, die von Fett auf 200 Gramm. In Gesch\u00e4ften und Verteilungsstellen kam es oft zu lautstarken Auseinandersetzungen, wenn H\u00e4ndler beim Wiegen nach unten abrundeten. Im Fr\u00fchjahr 1945 schlie\u00dflich hatte der &gt;Normalverbraucher&lt; nur noch Anrecht auf 250 Gramm Fleisch, 125 Gramm Fett und 1.700 Gramm Brot. \/ Die Erbitterung der Bev\u00f6lkerung Gelsenkirchens \u00fcber die unzureichende Menge und G\u00fcte der Lebensmittel stieg deutlich und wurde von den Parteiorganisationen sorgf\u00e4ltig beobachtet. Ebenso stetig stieg auch die Lebensmittel-Korruption und Schwarzmarktversorgung. In der Folge kam es zu einer Versch\u00e4rfung des Gegensatzes zwischen Stadt und Land. Hamstertouren in die l\u00e4ndlichen Gegenden wurden zunehmend kostspieliger. Die Lage versch\u00e4rfte sich insbesondere nach den verheerenden Luftangriffen der Jahre 1943 und 1944 weiter, als das st\u00e4dtische Lebensmittelversorgungs- und Transportwesen zeitweise zusammenbrach.\u201c (W. U. Eckart, 2012, S. 354)<br \/>\nNach Eckard existiert zur Lebensmittellage im Reich auch eine Arbeit zur Gesamtsituation: Holmsten, 1982. Ich konnte aber weder den Titel der Studie identifizieren, noch den Text f\u00fcr mich beschaffen.<br \/>\n* Versorgungsl\u00fccken, allgemein und im Krieg (bei Nahrung \/ Medizin), und deren Wahrnehmung in der Bev\u00f6lkerung waren schon mal Gegenstand der Berichterstattung von Gestapo und SD, dem geheimen Sicherheitsdienst der SS. (dok. bei Carsten)<br \/>\n* Der Kriegsverlauf traf die deutsche Zivilbev\u00f6lkerung im Reich allgemein, aber auch einzelne soziale Gruppen im Besonderen:<br \/>\n*Hierbei betrachte ich nicht nur die Geistig-Behinderten, die nun einer \u201azweiten Welle\u2018 der staatlichen Euthanasie zum Opfer fielen (siehe W. S\u00fc\u00df, 2003). Dar\u00fcber hinaus:<br \/>\n* TBC-Kranke wurden vermehrt zur Arbeit herangezogen, ohne dass die Kost der Belastung angepasst wurde (ebenda, S. 295). Anm: Antibiotika gab es damals noch nicht.<br \/>\n* Da die Wehrmacht im Kriegsverlauf vermehrt \u00c4rzte, Medizin sowie Lazarette f\u00fcr die eigenen Verwundeten im Reich anforderte, verengte sich die Versorgung der Zivilbev\u00f6lkerung im Reichsgebiet fortschreitend (siehe u.a. W. S\u00fc\u00df, 2003).<br \/>\n* Infolge des verst\u00e4rkten alliierten Bombenkrieges \u00fcber Deutschland kam es vielerorts zur weiteren Verlegung der Alten und Siechen aus der Regelversorgung der Akutkrankenh\u00e4user, Altenheime und Pflege-Anstalten in ortsferne Hilfskrankenh\u00e4user, auch um f\u00fcr verwundete Soldaten und die lokalen Bombenopfer Platz zu schaffen. Hier in den Behelfsheimen aber waren die \u00e4rztliche Versorgung und die Kost quantitativ und qualitativ schlechter. Die lokalen Beh\u00f6rden zeigten sich vielerorts \u00fcberfordert oder desinteressiert. Den Patienten fehlte die ortsnahe haus\u00e4rztliche Versorgung, der Druck der Angeh\u00f6rigen auf die lokalen Beh\u00f6rden war dahin \u2026 Nicht alle Betroffenen werden diese Tortur \u00fcberlebt haben. Die zu erwartenden Opfer nahm das NS-Regime jedoch im Krieg f\u00fcr \u201aVolk und Vaterland\u2018 hin, wenn nicht sehend und kalkulierend.<br \/>\nZeitweise kursierte dann im Ruhrgebiet das Ger\u00fccht, nach den Behinderten sollten wohl nun auch die alten und siechen Volksgenossen umgebracht werden. Viele Alte versuchten hier (und nicht nur hier) der ortsfremden Unterbringung zu entgehen bzw. zur\u00fcck zu den Angeh\u00f6rigen zu gelangen. Doch einen solchen F\u00fchrerbefehl zur Vernichtung der Alten hat es nie gegeben. &#8212; Was es gab, waren wohl \u201aeinzelne\u2018 rabiate NS-Funktion\u00e4re, furchbare Richter und Nazi\u00e4rzte, die den Sozialdarwinismus auch gegen alte, gebrechliche, auff\u00e4llige und unheilbar kranke Deutsche anwandten. Dabei sch\u00f6pften sie die gesellschaftspolitischen Spielr\u00e4ume aus, mit mehr oder weniger R\u00fcckendeckung von oben. &#8211; Kam es bei den evakuierten Alterskranken auch zu aktiven T\u00f6tungen? Die Anklagevertretungen im N\u00fcrnberger \u00c4rzteprozess nach dem Kriege gingen urspr\u00fcnglich von etwa 75.000 ermordeten Alten aus. Doch wurde die Sache nicht weiterverfolgt, zumal das Ausma\u00df des Verbrechens schwer einzusehen war. Es gibt jedoch einige F\u00e4lle, in denen sich eine T\u00f6tung gr\u00f6\u00dferer Massen unter den Alters-Kranken und Siechen dokumentarisch nachweisen l\u00e4sst (ebenda, S. 308 ff). &#8211; Auch wird in der Spezialliteratur von der vereinzelten Beseitigung schwer verwundeter Soldaten berichtet sowie davon, dass auch \u201epsychisch dekompensierte\u201c und psychiatrisch auff\u00e4llige \u201atherapieresistente\u2018 Soldaten dem Henker zugef\u00fchrt wurden (siehe z.B.: P. Riedesser\/ A. Verderber, 1996).<br \/>\n* Hinweise auf die Diskussion \u00fcber die (zeitweilig prek\u00e4re) Ern\u00e4hrungslage in den F\u00fchrungszirkeln des NS-Staates lassen sich auch in den Schriften des NS-Arztes Ernst G\u00fcnther Schenck finden. Dieser Autor hat sowohl f\u00fcr die Wehrmacht als auch f\u00fcr die SS als Ern\u00e4hrungs-Inspekteur gearbeitet (siehe u.a.: G. Elsner, 2010).<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Fazit:<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Ich sehe nach wie vor Anhaltspunkte, dass es in den letzten Kriegsjahren schon mal zu Ern\u00e4hrungsengp\u00e4ssen und Hungerphasen bei einzelnen Personen \/Gruppen in der deutschen Bev\u00f6lkerung gekommen ist. Zu untersuchen bleibt, ob es sich hier um regionale Ereignisse und zeitliche Phasen handelte oder ob mehr dahinter steckt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>II.<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie umfassend war der Zuspruch zum NS-Regime in der Arbeiterschaft\/der Arbeiterklasse? Gab es hier auch Differenzierungen und Schwankungen? Dazu gibt es unterschiedliche Einsch\u00e4tzungen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ausgangspunkt meiner \u00dcberlegungen ist die Tatsache, dass es der Nazibewegung bereits vor 1933 gelang, tief in die Arbeiterschaft einzudringen. Woraus hat sich wohl die Masse der SA rekrutiert? Doch nicht nur aus verkrachten Akademikern, Adeligen und Kleinb\u00fcrgern. (Zur Zahlenentwicklung der NS-Bewegung in den Jahren siehe u.a.: F.L. Carsten, 1996) <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Lange hat der Heldenmythos, mit dem die SED die Widerstandskraft der Arbeiterklasse gegen die NS-Ideologie\/den NS-Staat beschrieb und die Widerstandst\u00e4tigkeit der KPD umgab, eine n\u00fcchterne Analyse des Arbeiterverhaltens bzw. -widerstandes behindert. &#8211; Eine solche Bl\u00fcte fand ich z.B. in der Autobiographie des Schauspielers Erwin Geschonneck. Im DEFA-Film \u201eHans Beimler Kamerad\u201c, so berichtet er, steht der misshandelte, aber standhafte Inhaftierte in heroischer Pose vor der KZ-SS und fordert seine KPD-Mith\u00e4ftlinge zum Singen der Internationale auf, was diese auch tun. Sie werden dann zusammengeschlagen. Geschonneck fand die Film-Darstellung realit\u00e4tsfern. Er kritisierte sie in der DDR \u00f6ffentlich, denn er wusste es besser. Als junger Kommunist hatte Geschonneck 6 Jahre der H\u00f6lle des KZ erlebt. Ein Singen der Internationale w\u00e4re hier t\u00f6dlich f\u00fcr alle Beteiligten gewesen. &#8211; Nach der \u00f6ffentlichen Kritik erhielt er einen <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>privaten<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Brief des ehemaligen hohen KPD-Funktion\u00e4rs Franz Dahlem, der ihn f\u00fcr seinen \u201eMut\u201c zu der \u00f6ffentlichen Kritik lobte. Dahlem war damals immerhin Stellvertretender Minister f\u00fcr Hoch- und Fachschulwesen des SED-Staates. Dahlem war selber daran gescheitert, die unsinnige Filmdarstellung zu verhindern. (Geschonneck, 1995, S. 211\/12 ) Viel gefruchtet hat diese \u00f6ffentliche Stellungnahme Geschonnecks im SED-Staat und gegen\u00fcber der SED offensichtlich nicht.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Mein \u201aKontrahent\u2018 in der obigen Neuzeit-Diskussion ging von einem anderen Zahlenspiegel zum Widerstand nach 1933 aus. In einer beidseitig emotional \u00fcberschie\u00dfenden Diskussion mit mir vertrat er u.a. die Ansicht: Dass die Zustimmung zum NS-Regime in der Arbeiterklasse in den letzten Jahren des Regimes schw\u00e4cher wurde, sei so falsch. Die Klasse h\u00e4tte doch den Aufstand wagen k\u00f6nnen. Hat sie aber nicht. Bis zuletzt stand die Arbeiterklasse hinter dem NS-Regime, das sich ihr Vertrauen durch Sozialpolitik verdient habe. Die paar Tausend Kommunisten und die wenig zahlreichen Gegner des NS-Regimes hebelten diese These nicht aus. Man br\u00e4uchte nur die Statistiken oder die Erinnerungen von Kommunisten zur Kenntnis zu nehmen.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In der Literatur wird es differenzierter dargestellt: \u201eBei Kriegsausbruch waren (nach Weisenborn) etwa 300 000 Deutsche aus politischen Gr\u00fcnden in den Konzentrationslagern eingesperrt. \u201eMan darf ohne Zweifel annehmen, da\u00df bis zum Jahre 1939 die meisten dieser politischen Gefangenen der Arbeiterbewegung angeh\u00f6rten\u201c (Weisenborn \u2026)\u201c, so zitiert bei H. Grebing (S. 219). Nicht alle Teile der Arbeiterschaft sind ins Lager der Nazis \u00fcbergewechselt. Auch das sollte man zur Kenntnis nehmen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Als ich meinem Opponenten auch noch von der sozialdemokratischen Widerstandsgruppe \u201eSozialistische Front\u201c Hannover berichtete, die bereits Ende 1932\/Anfang 1933 in den Untergrund gegangen sei, leugnete er ihre Existenz. Das k\u00f6nne gar nicht sein, denn der nationale SPD-Parteivorstand habe 1933 abgewiegelt und zur\u00fcckgepfiffen, auf Legalit\u00e4t gesetzt (und nach 1933 den aktiven Widerstand f\u00fcr sinnlos gehalten, d.V.)<br \/>\nL\u00fcgen also die real vorhandenen Gerichtsakten? Eine erste noch unvollst\u00e4ndige Beschreibung der Organisation Sozialistische Front Hannover lieferte die Journalistin Gerda Zorn, 1965 (Vorwort Wolfgang Abendroth). Weitere wissenschaftliche Arbeiten folgten: B. Rabe, 1984 \/ K. Theilen, 2000. &#8211; Die Untergrundorganisation hatte nach derzeitigem Wissensstand 1000 Mitglieder. Der Verteilerapparat (ihrer Zeitschrift\/ Flugbl\u00e4tter) war nach meiner Akteneinsicht gr\u00f6\u00dfer. Die Gruppe hielt sich von der SPD-Exilleitung bewusst fern. Die Organisation wurde 1936 aufgedeckt und zerschlagen. Jedoch gelang es der Gestapo nicht, alle Mitglieder und Sympathisanten der Organisation zu identifizieren. &#8211; Ihre Wirkung in der Bev\u00f6lkerung war allerdings bescheiden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Historiker F.L. Carsten verzeichnet noch weitere sozialdemokratische Kleingruppen im Widerstand, die sich um die Weisungen des SPD-Parteivorstandes im Exil nicht scherten (siehe: Carsten, 1996).<br \/>\nGemeint sind hier \u00fcbrigens nicht die Linkssozialistischen \u201aSplittergruppen\u2018: die SAP, ISK, Neu Beginnen \u2026, die ebenfalls dem politischen Widerstand angeh\u00f6rten und sich von der SPD abgrenzten und selbstst\u00e4ndig, neben und unabh\u00e4ngig von der KPD, (bzw. der KPO) und weiteren politischen Gruppierungen im Untergrund agierten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die diversen und verstreuten \u201aNetzwerke\u2018 des Widerstands in Deutschland wurden bis 1939 weitgehend zerst\u00f6rt. Die Gruppen schwammen nicht wie die Fische im Wasser (des Volkes). Den Nazis war es vor allem zwischen 1936 &#8211; 38 gelungen, die \u00fcbergro\u00dfe Mehrheit des Volkes, einschlie\u00dflich der Arbeiterschaft, f\u00fcr sich einzunehmen. Verantwortlich daf\u00fcr waren vor allem die Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahmen, der R\u00fcstungsboom, einige sozialpolitische Ma\u00dfnahmen, etliche au\u00dfenpolitische Erfolge \u2026 Die erfolgte weitreichende Zustimmung im Volk und der Arbeiterschaft zum Regime l\u00e4sst sich mit Propaganda, Terror oder der Unterdr\u00fcckung der Opposition nicht ausreichend erkl\u00e4ren. &#8211; Doch vor allem im Verlauf des 2. Weltkrieges gab es in dieser Mehrheitszustimmung eben auch H\u00f6hen und Schwankungen.<br \/>\nErst nach Eintritt in die deutschen Angriffskriege bzw. nach Stalingrad vermerkte die Gestapo\/ der SD ein Wiederaufflackern des<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i> organisierten<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Widerstandes von diversen Kleinstgruppen und wachsende Unruhe in der Bev\u00f6lkerung.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn also mein \u201aKontrahent\u2018 von den \u201ePaar tausend Kommunisten und den wenig zahlreichen Gegnern des NS-Regimes\u201c im Widerspruch oder im Widerstand zum NS-Regime spricht, so ist das arg untertrieben, \u00e4ndert aber nichts an der Tatsache, dass sich das NS-Regime nach 1933 auf die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrzahl im Volk und der Arbeiterschaft st\u00fctzte. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Zwei B\u00fccher zum organisierten oder spontanen Arbeiter-Widerstand habe ich nachtr\u00e4glich noch einmal eingesehen: *Helga Grebing fasst den Kenntnisstand (aus sozialdemokratischer Sicht) 1970 <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>mit L\u00fccken<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> zusammen, wobei sie auch die konfessionelle Arbeiterbewegung mit ins Blickfeld nimmt. Allerding fokussiert sie sich dabei auf deren Anf\u00fchrer. \/ Erheblich umfangreicher ist die Arbeit des linken Historikers * F.C.Carsten zum Arbeiterwiderstand &#8211; von 1996. Er fokussiert sich vor allem auf den sozialistischen Widerstand und den spontanen Widerspruch. Den konfessionellen erw\u00e4hnt er kaum. Zudem konnte Carsten erkl\u00e4rterma\u00dfen <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>nur das<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Material behandeln, das ihm aus Deutschland zugeschickt wurde. Er schrieb seine Studie 1995 in England.<br \/>\nViele neue Lokalstudien aus Deutschland wurden seitdem ver\u00f6ffentlicht. Gibt es eine Auswertung auch dieser Arbeiten? Sowie neuere Studien zum allgemeinen Thema Arbeiterwiderstand? <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Fazit<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">, trotz meiner fragmentarischen Kenntnisse: Die These, die deutsche Arbeiterklasse in ihrer Gesamtheit habe den Nationalsozialismus am Ende des Krieges bis zur letzten Kugel verteidigt, ist falsch. Das wird der Wirklichkeit in seinen Schattierungen nicht gerecht. &#8211; Dennoch, weder 1933 noch 1945 kam es zum Aufstand der Arbeiterklasse\/der Arbeiterschaft und ihrer politischen Organisationen gegen das NS-Regime. &#8211; Die freien Werkt\u00e4tigen in der Heimat taten bis Kriegsende, bis zum bitteren Ende mehr oder weniger still ihre Arbeitspflicht, sei es aus \u00dcberzeugung f\u00fcr das Regime oder aus Resignation oder Hoffnungslosigkeit. Die entscheidenden politischen Fehler der politischen Arbeiterbewegung in Deutschland wurden zwischen 1918 und 1933 gemacht. Der sp\u00e4tere Widerstand stand auf verlorenem Posten. Die Befreiung Deutschlands musste von au\u00dfen erfolgen. Der praktische Beitrag des nationalen Arbeiter-Widerstandes war zu Kriegsende dabei mehr als marginal. Die \u00fcberlebenden oder freilaufenden Widerst\u00e4ndler waren vereinzelt, ohne wirkliche organisatorische Anbindung, gesellschaftlich isoliert, r\u00e4umlich zersplittert, ohne Waffen und Plan \u2026; die noch vorhandenen organisierten (links-politischen) Gruppen\/Parteigliederungen stark geschw\u00e4cht und wenig handlungsf\u00e4hig. Von daher war ein Arbeiteraufstand (von wenigen lokalen Ereignissen abgesehen) v\u00f6llig illusorisch. Was blieb <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>in der Heimat<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> &#8211; f\u00fcr den Einzelnen &#8211; die wei\u00dfe Fahne, die freiwillige Kriegsgefangenschaft oder Desertation aus der Wehrmacht, die heimliche Solidarit\u00e4t mit den Fremdarbeitern \/ Untergetauchten, kritische Bemerkungen, das H\u00f6ren der \u201aFeindsender\u2018, die Zusammenarbeit mit den vorr\u00fcckenden Alliierten, das Aufatmen \u2026 Dennoch sind wir es den Opfern schuldig, ein differenziertes wahrheitsgem\u00e4\u00dfes Bild der Ereignisse zu zeichnen und nicht einfach in das b\u00fcrgerliche Horn von der Kollektivschuld <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>des<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Deutschen Volkes am Naziregime einzustimmen. Auch nicht in einer linken Variante. \u2013 Untersuchen wir also nicht nur Aufstieg und Herrschaft des Nationalsozialismus, sondern auch seinen Untergang auf der Faktenbasis neuerlich.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Verwendete Literatur:<br \/>\n<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">* Francis L. Carsten: Widerstand gegen Hitler. Der deutsche Arbeiter und die Nazis. Frankfurt\/M.: Insel Verl., 1996<br \/>\n* Wolfgang Uwe Eckart: Medizin in der NS-Diktatur. Ideologie, Praxis, Folgen. Wien K\u00f6ln Weimar: B\u00f6hlau Verl., 2012<br \/>\n* Gine Elsner: Heilkr\u00e4uter,&gt;Volksern\u00e4hrung&lt;,Menschenversuche. Ernst G\u00fcnther Schenck (1904-1998): Eine deutsche Arztkarriere. Hamburg: VSA, 2010<br \/>\n* Erwin Geschonneck: Meine unruhigen Jahre. Lebenserinnerungen.(1984) Berlin: Aufbau Taschenbuch Verl. (2. erweit. -und unzensierte- Aufl.) 1995<br \/>\n* Helga Grebing: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. M\u00fcnchen: dtv, 1970<br \/>\n* Peter Riedesser \/ Axel Verderber: \u201eMaschinengewehre hinter der Front\u201c Zur Geschichte der deutschen Milit\u00e4rpsychiatrie. Frankfurt\/M.: Fischer Taschenbuch 1996<br \/>\n* Winfried S\u00fc\u00df: Der \u201eVolksk\u00f6rper\u201c im Krieg. Gesundheitsverh\u00e4ltnisse und Krankenmord im nationalsozialistischen Deutschland 1939\u20131945. M\u00fcnchen: Oldenbourg 2003<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b><br \/>\n<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">* Kolja Wagner: Der Nationalsozialismus: Angriff des Kleinb\u00fcrgertums auf die Moderne. Teil I in: AzD 69 (2000), Teil II in: AzD 70 (2001)<br \/>\n* Gerda Zorn: Stadt im Widerstand. Frankfurt\/M.: R\u00f6derberg-Verl., 1965. \/\/ Bernd Rabe: Die &gt;Sozialistische Front&lt;. Sozialdemokraten gegen Faschismus 1933-1936. Vorwort: Peter von Oertzen. Hannover: Fackeltr\u00e4ger-Verl., 1984. \/\/ Sozialistische Bl\u00e4tter. Das Organ der \u201eSozialistischen Front\u201c in Hannover 1933-1936. Bearbeitet von Karin Theilen. Hannover: Hahnsche Buchhandlung Hannover, 2000<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fritz G\u00f6tt In einer \u00e4lteren Ausgabe der AzD schrieb Kolja Wagner zum \u201eVerh\u00e4ltnis der Arbeiterklasse zum NS-Staat\u201c Folgendes: \u201eBekanntlich blieb die proletarische Revolution, selbst ein Massenwiderstand der Arbeiterklasse gegen den nationalsozialistischen Staat aus. Der Terror ist jedoch keine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, dass Millionen Arbeiter \u00fcberzeugte Hitleranh\u00e4nger wurden, andere Millionen das System freiwillig mittrugen und zwar bis &hellip; <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2181\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Einige Streitpunkte in der Reflexion des NS-Regimes<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2181","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2181"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2182,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2181\/revisions\/2182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}