{"id":2163,"date":"2021-05-04T21:10:02","date_gmt":"2021-05-04T19:10:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2163"},"modified":"2021-05-04T21:10:02","modified_gmt":"2021-05-04T19:10:02","slug":"vorbemerkung-12","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2163","title":{"rendered":"Vorbemerkung"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In Fortsetzung unserer Besch\u00e4ftigung mit der Geschichte der revolution\u00e4ren Arbeiterbewegung und den Perspektiven des Marxismus befasst sich H.Karuscheit mit der DDR. Er ordnet den \u00dcbergang zum Sozialismus 1952 in die innersowjetischen Auseinandersetzungen ein, die in den Nachkriegsjahren \u00fcber die richtige Revolutionsstrategie gef\u00fchrt worden. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass durch den Arbeiteraufstand in Ostberlin am 17.Juni 1953 der Machtkampf in Moskau entschieden und die Weichen f\u00fcr das weitere Schicksal des Sowjetstaats und der DDR gestellt wurden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Au\u00dferdem hat Karuscheit zu dem Thema eine kritische Rezension der k\u00fcrzlich erschienenen \u201eKleinen Geschichte der SED\u201c von Heinz Niemann geschrieben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Eine erste Fassung des hier abgedruckten Artikels hat auch die Zeitschrift <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>Rotfuchs<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> mit der Aufforderung zur Diskussion erhalten. Bruni Steiniger von der Redaktion des <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>Rotfuchs<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> hat sich f\u00fcr den Beitrag, der ihres Erachtens \u201eeinen tiefen Einblick in die Geschichte der DDR erm\u00f6glicht\u201c, vielmals bedankt, den Abdruck aber wegen seines Umfangs abgelehnt. Ob es trotzdem zu einer Diskussion kommt, wird man sehen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Martin Schlegel diskutiert anhand des Buchs von Felix Wemheuer \u201eChinas gro\u00dfe Umw\u00e4lzung\u201c das Problem des Sozialismus in China. Es geht dabei um die Frage, ob sich die VRCh in der Reform-\u00c4ra zu einer kapitalistischen Gesellschaft entwickelt hat oder sich weiterhin in einer \u00dcbergangsphase zum Sozialismus befindet. Oder ist sie nach wie vor sozialistisch, eine Auffassung, die es auch in einem Teil der Linken gibt?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Fritz G\u00f6tt setzt sich mit der Frage auseinander, in welchem Ma\u00dfe die Arbeiterschaft im Dritten Reich bis zum Schluss hinter dem NS-Regime stand oder nicht.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Zu einem Thema, das keinen Eingang in unsere Zeitschrift gefunden hat: Corona. Zur Einsch\u00e4tzung der von der WHO festgestellten Pandemie gibt es in unseren Reihen unterschiedliche Auffassungen, jedoch m\u00f6chten wir einige Punkte benennen, die uns gemeinsam<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i> politisch<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> wichtig erscheinen: Die Proteste gegen die Corona-Ma\u00dfnahmen kommen vorwiegend aus der \u201eMitte der Gesellschaft\u201c. Es sind wesentlich b\u00fcrgerliche Kr\u00e4fte, die sich gegen die von der Regierung verf\u00fcgten Einschr\u00e4nkungen von Grundrechten wenden, wie das schon bei den sog. \u201eWutb\u00fcrgern\u201c von \u201eStuttgart 21\u201c der Fall war. Dazu geh\u00f6rt auch die Aush\u00f6hlung des Parlamentarismus durch die freiwillige Selbstentmachtung der Parlamente im Bund und den L\u00e4ndern beim Erlass der Corona-Ma\u00dfnahmen durch die Exekutive. Der Widerstand gegen die Regierungspolitik spiegelt u.E. eine langsame Abwendung von der gegenw\u00e4rtigen \u201eParteiendemokratie\u201c wider &#8211; die Deutungshoheit der b\u00fcrgerlichen Parteien br\u00f6ckelt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Gleichzeitig ist es so gut wie unm\u00f6glich, in der \u00d6ffentlichkeit eine ernsthafte Diskussion \u00fcber die Corona-Gefahr und die Einschr\u00e4nkung demokratischer Grundrechte zu f\u00fchren, weil sich<\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">die Medien <\/span><\/span><span style=\"text-decoration: line-through;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">a<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">ls Echokammern der Regierungspolitik bet\u00e4tigen, abweichende Positionen als Verschw\u00f6rungstheorien bezeichnen und die Proteste in eine \u201erechte\u201c Ecke stellen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">W\u00e4hrenddessen agiert die Linke als Fl\u00fcgel der Merkel-Regierung, indem sie nicht einmal dar\u00fcber <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>reflektiert<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">, was die Einschr\u00e4nkung demokratischer Rechte und die Demontage des Parlamentarismus bedeuten. In diesem Zusammenhang dokumentieren wir abschlie\u00dfend ein Interview mit Sahra Wagenknecht, in dem sie die Frage stellt, ob die Linkspartei inzwischen eine Akademikerpartei geworden ist, der die Genderfrage wichtiger ist als soziale Ungleichheit, Armutsl\u00f6hne und niedrige Renten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Zum Schluss machen wir darauf aufmerksam, dass an die Redaktion der AzD geschickte Texte, die keinen Platz in der Zeitschrift finden, von uns auf der Webseite der \u201eKommunistischen Debatte\u201c eingestellt werden k\u00f6nnen. Das haben wir k\u00fcrzlich mit zwei neuen Texten gemacht: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der direktdemokratische Weg zu einer besseren Gesellschaft\u201c <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">von Alfred M\u00fcller <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">(Rubrik \u201eSozialismus\u201c) <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">s<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">owie von <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Frithjof Rausch <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u201eDie Geschichte der Ware und des Geldes\u201c, die sich u.a. mit den Theorien David Graebers, eines Theoretikers der occupy-Bewegung, befasst (Rubrik: Entwicklungstendenzen des Kapitals).<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Fortsetzung unserer Besch\u00e4ftigung mit der Geschichte der revolution\u00e4ren Arbeiterbewegung und den Perspektiven des Marxismus befasst sich H.Karuscheit mit der DDR. 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