{"id":2142,"date":"2021-05-04T21:12:01","date_gmt":"2021-05-04T19:12:01","guid":{"rendered":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2142"},"modified":"2021-05-04T21:12:01","modified_gmt":"2021-05-04T19:12:01","slug":"leserbriefe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2142","title":{"rendered":"Leserbriefe"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">An die AzD-Redaktion<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wieder ein sehr interessantes und sogar spannendes Heft. Bei der &#8222;Sozialismus-Entscheidung&#8220; m\u00fcsste man allerdings auch die parallelen Entwicklungen in der Tschechoslowakei, Ungarn und Polen ber\u00fccksichtigen. In all diesen L\u00e4ndern gab es n\u00e4mlich zu dieser Zeit entsprechende Entscheidungen. Das war auch nicht verwunderlich, ging doch die sowjetische F\u00fchrung in dieser Phase davon aus, dass der Kalte Krieg nicht mehr abzuwenden war, sie daher all diese L\u00e4nder &#8211; und dazu Bulgarien und Rum\u00e4nien &#8211; fest in ihr System einbinden musste. Sie brauchte n\u00e4mlich deren Wirtschaftskraft, um ihre eigene R\u00fcstungsindustrie aufbauen zu k\u00f6nnen. Die DDR-F\u00fchrung hatte da nur einen sehr geringen Spielraum. Inzwischen nimmt man sogar an, dass die Stalin-Note mit dem Angebot zur Wiedervereinigung nur ein taktisches Man\u00f6ver war, um die eigene Bev\u00f6lkerung davon zu \u00fcberzeugen, dass der Westen tats\u00e4chlich gar keine Einheit wollte. Man rechnete in Moskau daher fest mit ihrer Ablehnung. Anschlie\u00dfend konnte man die Sozialismus-Entscheidung sehr viel besser legitimieren.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Aber das ist nur eine Randbemerkung. Dein Artikel ist Ausdruck einer wirklich gewollten Diskussion, die die DKP und die Rest-SED-Kader in der Linkspartei leider nicht f\u00fchren. Dort weigert man sich beharrlich, die tieferen Ursachen der Niederlage zu verstehen. Stattdessen wird die DDR mystifiziert, indem sie als &#8222;gr\u00f6\u00dfte Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung&#8220; verkl\u00e4rt wird.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Andreas Wehr, Berlin, 25.12.2020<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Hallo Hr Karuscheit, <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">ich habe Ihren Aufsatz &#8222;Sozialismus ohne Basis, Arbeiterschaft und Sozialismus in der DDR&#8220; mit gro\u00dfem Interesse gelesen und habe mich von der Kernthese \u00fcberzeugen lassen.<br \/>\nInteressant, dass von einer ganz unterschiedlichen Vorgeschichte und Gro\u00dfraster man doch zu \u00e4hnlichen Schlussfolgerungen kommen kann. F\u00fcr Griechenland oder Italien halte ich den &#8222;Rechtskurs&#8220; f\u00fcr v\u00f6llig verfehlt, w\u00e4hrend er f\u00fcr Deutschland, wie Sie sehr plausibel ausf\u00fchren, das einzig Vern\u00fcnftige gewesen w\u00e4re. Wie sehr das bis zum Erfurter Programm zur\u00fcckzuverfolgen ist, wage ich nicht zu beurteilen.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wilhelm Langthaler, Wien, 26.12.2020<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Vor allem die Rezension zur kurzen Geschichte der SED hat mir sehr gut gefallen! Das sehe ich fast identisch. Einziges Manko: Ich frage mich, wo HEUTE die Perspektive sein soll, wenn ich gegen die SED die 1930er Jahre der SU als positives Beispiel halte. Zugegeben, in der SU gab es in den 1930ern noch begeisterte Massen, Aufbruchstimmung und eine berechtigte Hoffnung, dass eine neue Gesellschaft aufgebaut wird. Aber es ist gescheitert! Du w\u00fcrdest sagen 1953. Da bin ich skeptisch. Auch in den 1930ern hatten sie keine Mehrheiten. Die Ergebnisse der Kollektivierung waren auf dem Lande das gleiche Desaster wie sp\u00e4ter in der DDR in Stadt (und Land). Wenn die Leute nicht wollen, dann wollen sie nicht&#8230; Vielleicht war es also nie m\u00f6glich in diesem Bauernland? Vielleicht schon 1923 klar? Nach der faktisch gescheiterten Kollektivierung? Vielleicht nach dem II.\u00a0WK? Nach den S\u00e4uberungen waren fast alle Leute erschossen, die einen Plan von Marx hatten. Nach dem II.\u00a0WK waren die gesellschaftlichen Kr\u00e4fte, die nach vorne wollten, vernichtet&#8230; Hier k\u00f6nnte man noch jahrelang forschen, diskutieren usw., wo es gescheitert ist. Aber unterm Strich haben wir es heute doch mit ganz anderen Voraussetzungen zu tun. Eure Fixierung auf historische Fragen verstehe ich deshalb nicht &#8230;\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Chris, Leipzig, 6.Januar 2021<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-size: large;\">Liebe Genossen,<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-size: large;\">ich lese und sch\u00e4tze Eure Zeitschrift schon lange, weil Ihr versucht, den Anspruch, Geschichte (und irgendwann mal Politik?) als Ausdruck von Klassenk\u00e4mpfen zu begreifen, einzul\u00f6sen und damit z.T. \u00fcberraschende Erkenntnisse zu Tage f\u00f6rdert. Damit ist nicht gesagt, dass ich alle Sichtweisen teile, das ist aber auch unerheblich, denn nur Kritik bringt weiter. Leider gibt es in meinem Umfeld sehr selten Gelegenheit (und aktuell erst recht nicht), die interessanten Fragen zu diskutieren. Wenn ich aber wei\u00df, dass Ihr an Kommentaren interessiert seid, werde ich mich zu gegebener Zeit auch mal \u00e4u\u00dfern!\u201c<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-size: large;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-size: large;\">Michael Karnatz, 23.Januar 2021<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Meine Einsch\u00e4tzung zu eurer Publikation ist schnell geschrieben: Gro\u00dfartig! Ich lese eure Texte mit gro\u00dfem Vergn\u00fcgen und noch gr\u00f6\u00dferem Gewinn. Ich w\u00fcrde gar so weit gehen und sagen, dass mir genau solch eine Publikation gefehlt hat. Diese L\u00fccke habt ihr gef\u00fcllt, daf\u00fcr sage ich DANKE!\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Sava Djahov, Berlin, 27.Januar 2021<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Herzlichen Dank f\u00fcr eure tollen Publikationen!\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">E.N., K\u00fchlungsborn, Januar 2021<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An die AzD-Redaktion \u201eWieder ein sehr interessantes und sogar spannendes Heft. 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