{"id":2099,"date":"2021-05-04T21:12:57","date_gmt":"2021-05-04T19:12:57","guid":{"rendered":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2099"},"modified":"2021-05-04T21:12:57","modified_gmt":"2021-05-04T19:12:57","slug":"sozialismus-und-kapital","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2099","title":{"rendered":"Sozialismus und Kapital"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">Sava Djahov<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Zuallererst m\u00f6chte ich mich bei der Redaktion der AzD herzlich bedanken, f\u00fcr das Vertrauen mir gegen\u00fcber und die Gelegenheit, mich hier zu \u00e4u\u00dfern und ein stabileres Publikum zu erreichen. Bisher war ich nur in diversen Foren und sozialen Netzwerken aktiv.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In sozialen Netzwerken und Foren bin ich als &#8222;palette&#8220; unterwegs und m\u00f6chte mein Essay mit einem Tweet von mir einleiten:<br \/>\n<\/span><\/span><u> <\/u><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/twitter.com\/qalette\/status\/1193983331278434304\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">https:\/\/twitter.com\/qalette\/status\/1193983331278434304<\/span><\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Sozialismus ist die planm\u00e4\u00dfige, gesellschaftliche Aneignung \u00f6konomischer Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten.<br \/>\nNicht die ertr\u00e4umte Abschaffung der Wirtschaft, sondern ihre Aneignung.&#8220;<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich leite deswegen damit ein, weil dort ein, wie ich finde, g\u00e4ngiges Missverst\u00e4ndnis zur Sprache kommt, das sowohl Gegner als auch Anh\u00e4nger des Sozialismus pflegen: Dass Sozialismus so etwas wie &#8222;Abschaffung der Wirtschaft&#8220;, &#8222;\u00dcberwindung von Marktwirtschaft&#8220; oder &#8222;Wertgesetz wirkungslos machen&#8220; \u2013 wie auch immer man es nennen mag \u2013 bedeuten w\u00fcrde. Diese Betrachtung ist falsch, grundfalsch.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Vorgeschichte<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Marktwirtschaft (und somit das Wertgesetz) gibt es, seit es Menschen gibt. Schon seit der Steinzeit kann man Handel nachweisen. Nicht bei Neandertalern, bei ihnen wurden nie Gegenst\u00e4nde aus mehr als 100 km Entfernung gefunden. Auch die Versuche mit Primaten, die zeigen sollen, dass z.B. Schimpansen einen Begriff von &#8222;Wert&#8220; h\u00e4tten, \u00fcberzeugen nicht.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\">1<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Aber es besteht kein Zweifel, dass der moderne Mensch, Homo Sapiens, seit jeher Handel treibt. Nicht unbedingt schon vor 200.000 Jahren, aber sp\u00e4testens im Zuge der &#8222;kognitiven Revolution&#8220;<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\">2<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> vor ca. 70.000 Jahren, als mit der Entwicklung abstrakter Sprache Kultur im Sinne einer &#8222;zweiten Naivit\u00e4t&#8220; (wobei &#8222;erste Naivit\u00e4t&#8220; instinktgeleitetes Handeln meint) zum Wesensmerkmal des Menschen wird, entsteht nachweislich auch Handel. Handel zu treiben ist Bestandteil dieses Kn\u00e4uels aus Sprache, Musik, Kunst, Spiritualit\u00e4t \u2013 kurz: der Sozialit\u00e4t des Menschen als Kulturwesen.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dem aktuellen Stand der Wissenschaft zufolge begann die Entwicklung dahin vor ca. 70.000 Jahren mit der &#8222;kognitiven Revolution&#8220; (Begriff von Yuval Noah Harari); voll ausgepr\u00e4gt nachweisbar ist sie beim Cro-Magnon-Menschen vor ca. 35.000 Jahren. Man geht davon aus, dass das biologische Potenzial des modernen Menschen zu dieser Zeit voll entwickelt war und ein heute aufwachsendes Cro-Magnon-Baby alle Karrierechancen h\u00e4tte und ohne Probleme Pilot oder Physiker werden k\u00f6nnte.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\">3<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Dass somit also seit mehr oder weniger 50.000 Jahren die Evolution des Menschen mehr technologisch-soziokultureller als biologischer Natur ist.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\">4<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Darum pflege ich &#8222;Individualisten&#8220; zu entgegnen: Ohne Gesellschaft w\u00e4rst du nichts weiter als ein vereinsamter Homo Sapiens von vor 100.000 Jahren.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a name=\"_Hlk67155326\"><\/a> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Auch Kapital im Sinne von akkumulierter und vergegenst\u00e4ndlichter Arbeitskraft <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>(&#8222;tote Arbeit&#8220;)<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> gibt es schon seit der Steinzeit. Vor den Cro-Magnon-Menschen kannte der Homo Sapiens im Prinzip nur eine Grundform an Steinwerkzeug, die verschieden zugerichtet wurde. Genauso wie die Neandertaler. Das kann man nicht als &#8222;Kapital&#8220; bezeichnen.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\">5<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Ab den Cro-Magnon-Menschen aber gibt es eine Spezialisierung. Es gibt Messer, \u00c4xte, Pfeil- und Speerspitzen, und vieles mehr. Die haben ein richtiges Repertoire an Werkzeugen, das sich stetig weiterentwickelt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Und das setzt sowohl Ger\u00e4te zum Werkzeugbau als auch eine Form von Bildung voraus, wodurch akkumuliertes und sich stetig verfeinerndes Wissen \u00fcber komplexe Arbeitsprozesse mitsamt der entsprechenden Fertigkeiten und Ger\u00e4tschaften \u00fcber Generationen hinweg weitergegeben werden kann. Sowohl dieses technologische Wissen als auch die immer feiner und spezialisierter werdenden Fertigkeiten und Ger\u00e4te sind nichts anderes als Kapital. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">H\u00f6chstwahrscheinlich wurden schon damals nicht nur Gegenst\u00e4nde, sondern auch Ideen und Technologien gehandelt. &#8222;Gib du mir diesen Axtschaft, und ich zeige dir, wie man diese Pfeilspitzen macht.&#8220; Zum Beispiel. Handelsbeziehungen wurden mit Fremden unterhalten, innerhalb einer Gruppe gab es keine Marktbeziehungen. Gibt es ja auch heute in der Regel nicht. Zum Beispiel handelt man normalerweise nicht im Rahmen seiner Familie oder WG. Das ist der zentrale Punkt, meiner Meinung nach, dieses Innen\/Au\u00dfen. Handel, Markt, Kapital, Wertgesetz \u2013 all das kennt die Menschheit seit der Steinzeit. Nicht, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>dass<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> diese Sachen existieren, sollte Thema sein, sondern <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>wie<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> sie existieren. Ich lasse mal diesen Text da: Jared Diamond:\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>The Great Leap Forward\u00a0<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wps.pearsoncustom.com\/wps\/media\/objects\/6904\/7070246\/SOC250_Ch01.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/wps.pearsoncustom.com\/wps\/media\/objects\/6904\/7070246\/SOC250_Ch01.pdf<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Obwohl es also bereits in der Steinzeit Handel und Marktbeziehungen zwischen den Menschen gab, w\u00fcrde niemand auf die Idee kommen, dass das Kapitalismus war. Das w\u00e4re absurd! Warum also neigen\u00a0Leute dazu, Marktwirtschaft und Kapitalismus gleichzusetzen? Das regt mich jedes Mal auf. Vor allem, wenn diese Gleichsetzung von linker Seite kommt, von Sozialisten, Kommunisten und Marxisten. Meiner Meinung nach reproduzieren wir damit das Mantra der Anh\u00e4nger des Kapitalismus, wonach Kapitalismus quasi die &#8222;nat\u00fcrliche Wirtschaftsform&#8220; sei.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Denn Marktwirtschaft kann man tats\u00e4chlich \u2013 wenn man will \u2013 als &#8222;nat\u00fcrliche Wirtschaftsform&#8220; bezeichnen. Kapitalismus aber eben nicht! Es gibt keinen Gegensatz zwischen Sozialismus und Marktwirtschaft. Und die \u00f6konomischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, die zur Herausbildung des Kapitalismus gef\u00fchrt haben, stehen genauso wenig im Gegensatz zum Sozialismus. Im Gegenteil, im Sozialismus muss es darum gehen, Herr dieser Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu werden und diese auf die Spitze zu treiben! Genau darum soll es in diesem Text gehen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Der sowjetische Privatsektor<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich wei\u00df nicht, woher das kommt, aber wir alle neigen in der einen oder anderen Form dazu, Sozialismus zu idealisieren. In der Regel \u00e4u\u00dfert sich das so, dass man Kommunismus und Sozialismus nicht voneinander unterscheiden kann, bzw. eine Erwartung hat, wonach &#8222;kommunistische Tendenzen&#8220; im Sozialismus doch eindeutig erkennbar sein m\u00fcssten, man aber das Gegenteil beobachtet. Wie z.B. das erwartete \u00dcberwinden von Lohnarbeit und Warenproduktion, die ja beide im Sozialismus statt abzunehmen eher zunehmen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Als spontanes Beispiel f\u00e4llt mir Martin Schlegels Rezension des Buchs <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Chinas gro\u00dfe Umw\u00e4lzung&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> in der letzten Ausgabe der AzD (92) ein, wo er &#8222;die Lohnarbeit und die Warenproduktion ins Zentrum [der kapitalistischen Produktionsweise] stellt&#8220; (S. 58). Angesichts der Entwicklung der letzten Jahrzehnte neigt Schlegel offenbar dazu, &#8222;China als kapitalistisch zu kennzeichnen mit Besonderheiten, wie sie jedes kapitalistische Land hat.&#8220; (S. 63) F\u00fcr mich hingegen ist China eindeutig sozialistisch. Gerade die enorme Ausweitung von Warenproduktion und Lohnarbeit ist charakteristisch f\u00fcr die sozialistische Natur der chinesischen Wirtschaft. Darauf komme ich zur\u00fcck. Zun\u00e4chst will ich ein paar Sachen am historischen Beispiel der Sowjetunion ausarbeiten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Die Schl\u00fcsselkrise der 50er Jahre in der Sowjetunion&#8220;<\/i><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">von Heiner Karuscheit (AzD 67)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\">6<\/a><\/span><\/span><\/sup> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">ist ein lesenswerter und lehrreicher Text. Allerdings f\u00e4llt auf, dass der Autor jenseits der Agrar-Kolchosen keine Genossenschaften nennt. An einer Stelle spricht er gar explizit von &#8222;beiden Sektoren, in denen individuelle Konsumtionsmittel produziert wurden (des <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>agrarisch-genossenschaftlichen<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> und des <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>industriell-staatlichen<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">)&#8220;.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\">7<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Karuscheit scheint zu glauben, dass alles jenseits des Agrarsektors verstaatlicht gewesen<\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">sei. Genau das war aber nicht der Fall.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Das Folgende ist f\u00fcr mich selbst noch voller Fragen, darauf komme ich am Schluss zur\u00fcck. Aber ein paar Tatsachen k\u00f6nnen dennoch klar benannt werden: Zu Stalins Zeiten gab es in der Sowjetunion einen riesigen Privatsektor in Form von Genossenschaften und Einzelunternehmern. &#8222;Riesig&#8220; im relativen Sinne, bezogen auf die Geschichte der UdSSR: Der <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>sozialistische Privatsektor<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> war w\u00e4hrend der Stalinzeit am gr\u00f6\u00dften, und zwar auch deutlich gr\u00f6\u00dfer als zu Zeiten der Perestroika. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Marx hatte ja zwischen\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Abteilung I<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>(Herstellung von Produktionsmitteln)<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> und <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Abteilung II<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>(Herstellung von Konsumg\u00fctern)<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> unterschieden. Und w\u00e4hrend der Stalinzeit wurde Abteilung I zentral vom Staat geplant und betrieben, Abteilung II jedoch war weitgehend offen f\u00fcr dezentrale und (streng regulierte) marktorientierte wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten der Bev\u00f6lkerung. Insbesondere Handwerk und Dienstleistungen, aber auch Industriebetriebe, waren genossenschaftlich (bzw. einzelunternehmerisch) organisiert. Das waren teilweise richtige Gro\u00dfbetriebe. Diese Unternehmen<\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">operierten nicht vollst\u00e4ndig unabh\u00e4ngig, sondern waren eng mit dem staatlichen Sektor verwoben. Wie das im Einzelnen aussah, ist mir nicht ganz klar, aber mir scheint, es war eine quasi-keynesianische Beziehung, wo der Staat blo\u00df wichtiger Kunde und Auftraggeber war. Tatsache ist jedenfalls, dass<\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">diese Kollektivbetriebe eine gewisse Unabh\u00e4ngigkeit hatten und <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Waren f\u00fcr den Verkauf<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> produzierten. Das waren im Prinzip Markenwaren, wobei die Genossenschaft die Marke war.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">An dieser Stelle muss ich kurz betonen, dass es zu der Zeit eine ganz spezifische &#8222;Konsumkultur&#8220; in der UdSSR gab und G\u00fcter oft als reine Gebrauchsgegenst\u00e4nde produziert wurden, die allen zugutegekommen sind, nicht blo\u00df dem einzelnen Konsumenten. Das klassische Beispiel ist der Ausbau des \u00f6ffentlichen Verkehrs anstelle von individualisierter Motorisierung. Und zwar \u00fcber den Ausbau von Metro und Stra\u00dfenbahn hinaus: So kamen die ber\u00fchmten Automodelle ZIS 101 und 110 nie in den Verkauf, sondern wurden zugeteilt, und die privat genutzten Fahrzeuge dieser Modelle auf den Stra\u00dfen waren Taxis, also \u00f6ffentliches Gut. Sowjetische Alltagskultur insgesamt verdient viel mehr Aufmerksamkeit. Ich bitte um Verst\u00e4ndnis, dass ich das im Rahmen meines Essays nicht vertiefen kann.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\">8<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Jedenfalls wuchs der sozialistische Privatsektor kontinuierlich, und zwar durchg\u00e4ngig bis 1956, als man unter Chruschtschow begann, diesen Sektor zu liquidieren. Begr\u00fcndet wurde dieser Schritt damit, dass genossenschaftliche Unternehmen \u00fcber die ihnen zugedachte Rolle hinausgewachsen seien und sich im Wesentlichen nicht von staatlichen Industriebetrieben unterschieden.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\">9<\/a><\/span><\/span><\/sup><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ein weiterer, vielleicht gar der eigentliche, Grund scheint im Verlauf der &#8222;Virgin Lands Campaign&#8220; gelegen zu haben: Nach dem Erfolg im ersten Jahr 1954 war der Ertrag 1955 weit niedriger als erwartet,<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\">10<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> was zu h\u00f6heren Preisen f\u00fcr staatlich produzierte Waren f\u00fchrte, welche von den Genossenschaften unterboten wurden.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\">11<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Konzipiert war das System jedoch andersherum: Produkte aus dem staatlichen Sektor waren grunds\u00e4tzlich billiger. Die Preise f\u00fcr Waren aus dem Privatsektor waren nach oben gedeckelt und durften nicht mehr als 10-13% teurer sein als analoge Produkte aus staatlicher Produktion,<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\">12<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> aber nach unten scheint es keine derartige Begrenzung gegeben zu haben (wird zumindest nirgends erw\u00e4hnt). Es war offenbar bis 1955 nicht vorstellbar, dass Genossenschaften billiger als der Staat produzieren k\u00f6nnten.\u00a0 Diese &#8222;Virgin Lands Campaign&#8220; samt ihrer Auswirkungen ist insgesamt von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Geschichte der UdSSR. Ein Thema f\u00fcr sich.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Am 14.4.1956\u00a0beschlossen Zentralkomitee und Ministerrat, die <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Genossenschaften<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> abzuschaffen.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\">13<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Zu diesem Zeitpunkt wurden ungef\u00e4hr 33% der Textilwaren, 40% der M\u00f6bel, 70% der K\u00fcchenger\u00e4te aus Metall, und alles Spielzeug in der Sowjetunion von Genossenschaften hergestellt.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\">14<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Dieser gesamte Sektor mit etwa 2 Millionen Besch\u00e4ftigten, die ca. 6% des BIPs der Industrie erwirtschafteten,<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\">15<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> wurde liquidiert. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie Karuscheit in\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Schl\u00fcsselkrise&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> n\u00e4her ausf\u00fchrt, wollte Chruschtschow dar\u00fcber hinaus sogar die Kolchosen abschaffen und in Sowchosen umwandeln, aber die Bauernschaft war zu stark und lie\u00df dies nicht zu. Mit Ausnahme des Agrarsektors war schon 1960 die gesamte Wirtschaft der UdSSR verstaatlicht. Die Rechtsform &#8222;Kooperative&#8220; bestand zwar fort, aber abgesehen von Behindertenwerkst\u00e4tten und Kunsthandwerk nur jenseits des produktiven Sektors, wie z.B. in Form von Konsum- und Wohnungsgenossenschaften. Ich betone: Nicht Stalin, sondern Chruschtschow hat zwischen 1956 und 1960 die gesamte sowjetische Wirtschaft (mit Ausnahme des Agrarsektors) verstaatlicht.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie erw\u00e4hnt gab es neben Genossenschaften auch <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Einzelunternehmer.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Ich wei\u00df leider nicht, wie gro\u00df dieser Sektor war, aber Reparaturdienste und \u00e4hnliches sind ohne Frage wichtige privatwirtschaftliche Angebote. Im Zuge der Verstaatlichung der gesamten Wirtschaft hatte man auch Einzelunternehmungen liquidiert, nur war es praktisch unm\u00f6glich, diesen Sektor abzuschaffen. Die wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten von Einzelpersonen, die in ihrer Nachbarschaft t\u00e4tig sind, haben nat\u00fcrlich nicht aufgeh\u00f6rt, sondern wurden blo\u00df in den Schwarzmarkt gedr\u00e4ngt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Leider finde ich online keine Infos dazu, abgesehen von Gorbatschows &#8222;Gesetz Nr. 6050 H1&#8220; von 1986, das derartige Aktivit\u00e4ten wieder zulie\u00df (allerdings nicht als Haupterwerbst\u00e4tigkeit), was mit Begeisterung von der Bev\u00f6lkerung aufgenommen wurde und gerne als beispielhafte &#8222;anti-stalinistische&#8220; Reform im Rahmen der Perestroika charakterisiert wird&#8230;<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote16sym\" name=\"sdfootnote16anc\">16<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Ich kann also nicht sagen, wann Chruschtschow &#8222;individuelle Arbeitsaktivit\u00e4ten&#8220; verboten hat, das wird in den Artikeln, die ich gelesen habe, nicht separat aufgef\u00fchrt. Aber ich nehme an, das war 1959, denn es gibt eine ber\u00fchmte Karikatur, die sich damit befasst, und diese Karikatur wurde im April 1959 im Satire-Magazin &#8222;Krokodil&#8220; (Nr. 10) ver\u00f6ffentlicht:<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kommunistische-debatte.de\/wp-content\/uploads\/Dhavi1.gif\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die beiden Herren oben rechts verlautbaren: &#8222;Wir m\u00fcssen diese r\u00fcckst\u00e4ndige Produktionsweise (&#8218;Bastelei&#8216;) \u00fcberwinden!&#8220;, und unten tauchen sie wieder auf als Manager (links) und Stellvertreter (rechts), mit Sekret\u00e4rin, Assistent, Reinigungskraft und Buchhalter im Obergeschoss, wobei das Firmenschild von umgangssprachlich zu formal gewechselt ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;-<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Vollst\u00e4ndigkeit halber: Eine weitere Folge der Abschaffung des Privatsektors, bei gleichzeitig chronischem Mangel an Konsumg\u00fctern, waren schwarz operierende Fabriken, deren Betreiber <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>&#8222;Zechovik&#8220;<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> genannt wurden. Das waren keine illegalen Genossenschaften oder so etwas, sondern klassische Mafiastrukturen, organisierte Kriminalit\u00e4t. Das Problem reicht in die Stalinzeit zur\u00fcck, damals war es aber mehr klassischer Diebstahl bzw. Betrug.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote17sym\" name=\"sdfootnote17anc\">17<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Erst die Abschaffung der Genossenschaften durch Chruschtschow machte das Zechovik-Wesen zu einem wirklichen Ph\u00e4nomen.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Hier ein Artikel auf Russisch\u00a0 dazu:<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/aif.ru\/society\/history\/mezhdu_millionom_i_rasstrelom_samye_gromkie_dela_sovetskih_cehovikov\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">https:\/\/aif.ru\/society\/history\/mezhdu_millionom_i_rasstrelom_samye_gromkie_dela_sovetskih_cehovikov<\/span><\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u><br \/>\n<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Google Translator<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote18sym\" name=\"sdfootnote18anc\">18<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> macht insgesamt einen guten Job, um sich einen Eindruck zu verschaffen, aber mehr auch nicht. Da sind teilweise eklatante Fehler. Ein Beispiel aus der Mitte des Textes: Da steht in der \u00dcbersetzung &#8222;Roifman hatte die Produktion beendet und ungl\u00fcckliche Patienten, die praktisch kostenlos arbeiten konnten.&#8220; Im Original steht das genaue Gegenteil: &#8222;\u0420\u043e\u0439\u0444\u043c\u0430\u043d \u043f\u043e\u043b\u0443\u0447\u0438\u043b \u0433\u043e\u0442\u043e\u0432\u043e\u0435 \u043f\u0440\u043e\u0438\u0437\u0432\u043e\u0434\u0441\u0442\u0432\u043e&#8220; bedeutet &#8222;Roifmann bekam eine fertige Produktion&#8220;, eben die\u00a0Werkst\u00e4tten der neuropsychiatrischen Apotheke samt der dort besch\u00e4ftigten Behinderten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn ihr euch in der j\u00fcngeren Geschichte Russlands auskennt, wird euch Roifmann an Bill Browder erinnern, der genau das gleiche Gesch\u00e4ftsmodell betrieb. Eben dadurch geriet er ins Visier der Ermittlungsbeh\u00f6rden, und der Fall weitete sich in der Folge aus zu den Sanktionsregimes &#8222;Magnitsky Act&#8220; und &#8222;Global Magnitsky Act&#8220;, die bis heute die internationalen Beziehungen pr\u00e4gen. Wer sich daf\u00fcr interessiert, sollte sich\u00a0Nekrassows <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;The Magnitsky Act \u2013 Behind the Scenes&#8220;<\/i><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote19sym\" name=\"sdfootnote19anc\">19<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> anschauen. Weiter unten f\u00e4llt mir grad noch dieser Satz auf: &#8222;Seine Intervention ruinierte fast die gesamte Untersuchung, auf die Dunaev gehofft hatte.&#8220; Da muss der Nebensatz in die Mitte, also so: &#8222;Seine Intervention, auf die Dunaev gehofft hatte, ruinierte fast die gesamte Untersuchung (Ermittlung).&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;-<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Und das war es auch schon\u2026<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a name=\"_Hlk67155894\"><\/a> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Jenseits dieser doch recht oberfl\u00e4chlichen Ausf\u00fchrungen kann ich leider nichts weiter zum sozialistischen Privatsektor der UdSSR sagen. Ich denke, jeder Leser wird ein Gef\u00fchl der Unzufriedenheit sp\u00fcren und zahlreiche Fragen haben. Geht mir genauso. Ich hab mehr Fragen als Antworten. Das Problem ist aber, dass niemand diese Sachen angemessen thematisiert. Warum auch? Es widerspricht den g\u00e4ngigen Vorstellungen vom Ostblock, wo selbstverst\u00e4ndlich &#8222;alles verstaatlicht&#8220; war. War ja schlie\u00dflich &#8222;Sozialismus&#8220;. Und nat\u00fcrlich war es w\u00e4hrend der Stalinzeit am extremsten, schlie\u00dflich hat erst Chruschtschow die Z\u00fcgel gelockert und die Gesellschaft &#8222;entstalinisiert&#8220;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Selbst diejenigen, die Chruschtschow &#8222;Revisionismus&#8220; vorwerfen und einen &#8222;anderen Blick auf Stalin&#8220; wagen, blenden den sozialistischen Privatsektor komplett aus. Sie sehen ihn offenbar nicht, und wenn doch, dann interpretieren sie diesen als &#8222;\u00dcberbleibsel des Kapitalismus&#8220; oder so etwas. Dieses Ph\u00e4nomen wird nicht als etwas wahrgenommen, womit man sich weiter besch\u00e4ftigen m\u00fcsste.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich wei\u00df davon letztlich nur, weil das in marxistisch orientierten Kreisen in Russland mittlerweile fast schon Allgemeinwissen zu sein scheint. Vor etwa einem Jahr bin ich im russischen YouTube<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote20sym\" name=\"sdfootnote20anc\">20<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> dar\u00fcber gestolpert und habe dann, anfangs ungl\u00e4ubig, in der russischen Wikipedia ein wenig quergelesen. Das ist meine Quellenlage&#8230; Ich kenne keine einzige (popul\u00e4r-) wissenschaftliche\u00a0Publikation zu diesem Thema und habe nur Artikel in der russischen Wikipedia sowie in Medien bzw. Blogs gelesen. Hier ein paar Links, in denen die obigen Ausf\u00fchrungen zu finden sind:<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%90%D1%80%D1%82%D0%B5%D0%BB%D1%8C#%D0%A1%D0%BE%D0%B2%D0%B5%D1%82%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B5_%D0%B2%D1%80%D0%B5%D0%BC%D1%8F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/\u0410\u0440\u0442\u0435\u043b\u044c#\u0421\u043e\u0432\u0435\u0442\u0441\u043a\u043e\u0435_\u0432\u0440\u0435\u043c\u044f<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9A%D0%BE%D0%BE%D0%BF%D0%B5%D1%80%D0%B0%D1%82%D0%B8%D0%B2%D1%8B_%D0%B2_%D0%A1%D0%A1%D0%A1%D0%A0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/\u041a\u043e\u043e\u043f\u0435\u0440\u0430\u0442\u0438\u0432\u044b_\u0432_\u0421\u0421\u0421\u0420<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%A6%D0%B5%D1%85%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D0%BA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/\u0426\u0435\u0445\u043e\u0432\u0438\u043a<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%97%D0%B0%D0%BA%D0%BE%D0%BD_%D0%BE%D0%B1_%D0%B8%D0%BD%D0%B4%D0%B8%D0%B2%D0%B8%D0%B4%D1%83%D0%B0%D0%BB%D1%8C%D0%BD%D0%BE%D0%B9_%D1%82%D1%80%D1%83%D0%B4%D0%BE%D0%B2%D0%BE%D0%B9_%D0%B4%D0%B5%D1%8F%D1%82%D0%B5%D0%BB%D1%8C%D0%BD%D0%BE%D1%81%D1%82%D0%B8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/\u0417\u0430\u043a\u043e\u043d_\u043e\u0431_\u0438\u043d\u0434\u0438\u0432\u0438\u0434\u0443\u0430\u043b\u044c\u043d\u043e\u0439_\u0442\u0440\u0443\u0434\u043e\u0432\u043e\u0439_\u0434\u0435\u044f\u0442\u0435\u043b\u044c\u043d\u043e\u0441\u0442\u0438<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Darstellungen von Kommunisten:<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/back-in-ussr.com\/2018\/02\/chastnoe-predprinimatelstvo-stalinskoy-epohi.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/back-in-ussr.com\/2018\/02\/chastnoe-predprinimatelstvo-stalinskoy-epohi.html<\/u><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/back-in-ussr.com\/2017\/10\/malyy-i-sredniy-biznes-stalinskoy-epohi.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/back-in-ussr.com\/2017\/10\/malyy-i-sredniy-biznes-stalinskoy-epohi.html<\/u><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0 <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Google Translator schafft auch hier die bereits erw\u00e4hnten Probleme, aber allein wegen der Bilder von Produkten aus Genossenschaften lohnen sich diese Texte. \u00c4rgerlich finde ich nur diese \u00fcbertrieben idealisierende Beschreibung der Stalinzeit. Das ist ein generelles Problem in Russland. Hier ein Text, in den auch pers\u00f6nliche Erinnerungen mit eingeflossen sind:<br \/>\n<\/span><\/span><a href=\"https:\/\/publizist.ru\/blogs\/4\/9463\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/publizist.ru\/blogs\/4\/9463\/<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Und hier ein Artikel aus der Zeitschrift &#8222;Jahrhundert&#8220; vom &#8222;Fond f\u00fcr historische Perspektive&#8220; (von\u00a0Natalija Narotschnizkaja<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote21sym\" name=\"sdfootnote21anc\">21<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0ins Leben gerufene NGO) <\/span><\/span><a href=\"http:\/\/www.stoletie.ru\/territoriya_istorii\/kak_razrushali_rossijskuju_glubinku_2011-04-22.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>http:\/\/www.stoletie.ru\/territoriya_istorii\/kak_razrushali_rossijskuju_glubinku_2011-04-22.htm<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Die Herrschaft der B\u00fcrokraten<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die totale Verstaatlichung hat katastrophale Konsequenzen gehabt und meiner Meinung nach das Ende der Sowjetunion eingeleitet. Das Problem im Ostblock war ja nicht die Schwer-, sondern die Leichtindustrie, die Produktion von Konsumg\u00fctern, wo marktorientierte, dezentral operierende Genossenschaften wesentlich effektiver Bedarf ermitteln und die Produktion entsprechend ausrichten k\u00f6nnen als ein vom Zentralstaat verfasster Plan es kann. Die historische Erfahrung ist hier eindeutig.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dar\u00fcber hinaus offenbart die totale Verstaatlichung grundlegende Denkfehler, die bis heute das linke Verst\u00e4ndnis von Wirtschaft pr\u00e4gen. Der Sozialismus-Begriff, der hier zum Tragen kam, pr\u00e4gt das gesamte sozialistische, kommunistische, marxistische, usw. Lager, egal ob autorit\u00e4r, antiautorit\u00e4r, oder welche Richtung auch immer.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Chruschtschow hat im Grunde versucht, die chaotische wirtschaftliche Aktivit\u00e4t der Menschen zu systemisieren und durch zentrale &#8222;wissenschaftliche&#8220; Planung zu ersetzen. Dadurch w\u00fcrgte er aber die Vitalit\u00e4t der sowjetischen Zivilgesellschaft ab, die bis dahin wirtschaftlich sehr aktiv war. Eben dadurch schufen Chruschtschows Reformen die Basis f\u00fcr die vielen Ineffizienzen, welche zuerst zu Stagnation und schlie\u00dflich zum Niedergang der UdSSR f\u00fchrten. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Staat ist nun mal nicht mit der Gesellschaft identisch. Das ist zwar eine banale Feststellung, aber gerade Banalit\u00e4ten bekommen zu wenig Aufmerksamkeit. Die einen idealisieren den Staat (wie Chruschtschow), die anderen idealisieren die Gesellschaft (Anarchisten). Wenige haben einen klaren Begriff von der Beziehung zwischen diesen beiden offensichtlich verwandten Realit\u00e4ten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In einem Satz: Der Staat ist institutionalisierte Gesellschaft.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote22sym\" name=\"sdfootnote22anc\">22<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Staat und Gesellschaft bedingen einander, aber sie tun es selten in harmonischer Weise. Die institutionalisierte &#8222;\u00f6ffentliche Gewalt&#8220; entwickelt oft genug eine Art Eigenleben und steht der Gesellschaft entfremdet oder gar feindlich gegen\u00fcber. Und die totale Verstaatlichung war so ein feindlicher Akt des Staates gegen\u00fcber der Gesellschaft. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht&#8230; Es spricht B\u00e4nde, wenn Vergesellschaftung nur als Verstaatlichung gedacht werden kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich behaupte, dass selbst der Kommunismus als &#8222;staatenlose Gesellschaft&#8220; eine <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>\u00f6ffentliche Gewalt<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> kennen wird. Aber diese wird rein administrativen Charakter haben und mitten in der Gesellschaft stehen. Sie w\u00e4re nicht l\u00e4nger eine von der Gesellschaft getrennte und ihr entgegenstehende Macht. Genau dieses Konzept muss aber schon im Sozialismus Leitidee sein. Der sozialistische Staat muss die gesellschaftliche Realit\u00e4t in angemessener Weise administrativ wiedergeben. Es darf nicht sein, dass der institutionelle Arm der Gesellschaft diese nach eigenen Vorstellungen zu formen versucht, um einen &#8222;neuen Menschen&#8220; zu schaffen.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote23sym\" name=\"sdfootnote23anc\">23<\/a><\/span><\/span><\/sup><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die realen Menschen, so wie sie sind, geh\u00f6ren in den Mittelpunkt. Und ob man es mag oder nicht, der Markt ist eine sehr menschliche Form wirtschaftlicher Aktivit\u00e4t. Ein zentraler &#8222;wissenschaftlicher&#8220; Plan kann niemals menschlichen Einfallsreichtum ersetzen. Die Geschichte des Ostblocks ist in dieser Hinsicht absolut eindeutig. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>(&#8222;Gesch\u00e4ftemacherei&#8220; war Alltag im Ostblock, man denke nur an Taxifahrer<\/i><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote24sym\" name=\"sdfootnote24anc\">24<\/a><\/i><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i> und Kellner.<\/i><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote25sym\" name=\"sdfootnote25anc\">25<\/a><\/i><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i> Und obwohl es offiziell keine Prostitution gab und auch nicht geben konnte, haben viele Frauen als Prostituierte hinzuverdient.<\/i><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote26sym\" name=\"sdfootnote26anc\">26<\/a><\/i><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i> Zwei Beispiele von vielen.)<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Es ist schon lange \u00fcberf\u00e4llig, entsprechende Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Sowohl im Kapitalismus als auch Sozialismus, in einer Sklavenhaltergesellschaft ebenso wie im Feudalismus gilt: &#8222;Die Gesetze der \u00f6konomischen Entwicklung sind [&#8230;] objektive Gesetze, die die unabh\u00e4ngig vom Willen der Menschen sich vollziehenden Prozesse der \u00f6konomischen Entwicklung widerspiegeln.\u00a0Die Menschen k\u00f6nnen diese Gesetze entdecken, sie erkennen und, auf sie gest\u00fctzt, sie im Interesse der Gesellschaft ausnutzen [&#8230;], aber sie k\u00f6nnen sie nicht umsto\u00dfen oder neue \u00f6konomische Gesetze schaffen.&#8220; (Stalin:\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>\u00d6konomische Probleme<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">) <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Um nicht missverstanden zu werden: Verstaatlichung an sich ist nicht das Problem. Das ist eine Form der Vergesellschaftung. Insbesondere bei Infrastruktur und komplexen Anlagen der Schwerindustrie w\u00e4re alles andere total ineffektiv, da die konkrete Organisation der Arbeitsabl\u00e4ufe sich aus den technischen Begebenheiten der Anlagen ergibt. Es macht Sinn, Abteilung I komplett und Abteilung II teilweise zu verstaatlichen. Jedoch sollte das eigentliche Grundprinzip die Genossenschaft sein. Die halt in manchen \u2013 perspektivisch vielleicht sogar in allen \u2013 Bereichen staatliche Ausma\u00dfe erreicht. Der Nationalstaat als ultimative Genossenschaft, sozusagen. Aber insgesamt sollte gelten: Lass die Leute doch Gesch\u00e4fte machen und Geld verdienen. Wo ist das Problem? Es geht doch letzten Endes darum, dass die Produktionsmittel denen geh\u00f6ren, die sie auch in Bewegung setzen, und dass die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen abgeschafft ist. Oder nicht? <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;-<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Unter &#8222;Stalinismus&#8220; versteht man ja in der Regel die planm\u00e4\u00dfige Industrialisierung der Sowjetunion ab 1928, was als <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Abkehr von Lenins NEP<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> interpretiert wird. Aber das stimmt nicht. Die NEP wurde erst mit Chruschtschow beendet. Der \u00dcbergang zur Planwirtschaft geschah zwar vor dem Hintergrund der Krise der NEP 1927 und f\u00fchrte zu linken Exzessen wie das totale Verbot privaten Handels im Oktober 1931. Da die NEP nie offiziell beendet wurde, wird eben dieses Verbot als ihr endg\u00fcltiges Ende gewertet. Aber nur ein halbes Jahr sp\u00e4ter, im Mai 1932, wurde der private Handel wieder zugelassen, und dabei blieb es auch.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote27sym\" name=\"sdfootnote27anc\">27<\/a><\/span><\/span><\/sup><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Grundprinzipien der NEP haben die planm\u00e4\u00dfige Industrialisierung begleitet, und erst diese Kombination erm\u00f6glichte ihren Erfolg.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote28sym\" name=\"sdfootnote28anc\">28<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> So war Stalins Lohnpolitik nichts anderes als die Ausweitung von Bucharins an die Bauernschaft gerichteten &#8222;Bereichert euch!&#8220; auf das Industrieproletariat. Die Sto\u00dfarbeiter haben ja nicht f\u00fcr Medaillen und Urkunden malocht, sondern weil sie gutes Geld verdienen konnten. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der sog. &#8222;NEPmann&#8220;<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote29sym\" name=\"sdfootnote29anc\">29<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> war zwar eine Erscheinung der 1920er, aber das Ph\u00e4nomen des zur Schau gestellten Reichtums pr\u00e4gte auch die Jahrzehnte danach. Linke Puritaner im In- und Ausland st\u00f6rten sich daran, aber Feuchtwanger hat es in seinem Reisebericht von 1937 perfekt auf den Punkt gebracht:\u00a0&#8222;Andr\u00e9 Gide wundert sich weiter, und diesmal wundern sich viele mit ihm, \u00fcber die Ungleichheit des Einkommens in der Sowjet-Union. Ich wundere mich \u00fcber diese Verwunderung. Mir scheint es durchaus vern\u00fcnftig, da\u00df die Union das sozialistische Prinzip: `Jedem nach seiner Leistung\u00b4 befolgt, solange sie nicht den idealen Grundsatz des vollendeten Kommunismus: `Jedem nach seinem Bed\u00fcrfnis\u00b4 verwirklichen kann. Mir scheint, beim Aufbau des Sozialismus geht es nicht um Verteilung der Armut, sondern um Verteilung des Reichtums. Ich sehe aber keinen Weg, wie man jemals dahin gelangen k\u00f6nnte, Reichtum zu verteilen, wenn man diejenigen, von denen man sich eine gro\u00dfe Leistung verspricht, zwingt, ein so \u00e4rmliches Leben zu f\u00fchren, da\u00df es dieser Leistung Abbruch tun mu\u00df. Die Auffassung, es sollten die B\u00fcrger eines sozialistischen Staates, solange nicht alle ein reiches Leben f\u00fchren k\u00f6nnen, ausnahmslos ein armes oder zumindest ein sehr bescheidenes Leben f\u00fchren, scheint mir ein atavistisches Derivat urchristlicher Vorstellungen und mehr fromm als vern\u00fcnftig.&#8220;\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wer Feuchtwangers Reisebericht nicht kennt, sollte ihn unbedingt mal lesen:<br \/>\n<\/span><\/span><a href=\"http:\/\/ciml.250x.com\/archive\/literature\/german\/feuchtwanger\/1937_moskau_feuchtwanger.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>http:\/\/ciml.250x.com\/archive\/literature\/german\/feuchtwanger\/1937_moskau_feuchtwanger.pdf<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00dcbrigens: Wenn man Chruschtschows &#8222;Geheimrede&#8220;<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote30sym\" name=\"sdfootnote30anc\">30<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> vom Februar 1956 liest, wird man feststellen, dass er ausschweifend \u00fcber den &#8222;Individualismus&#8220; von Stalin schimpft. Das war sein Problem mit Stalin. Und (unter anderem) genau auf dieser Grundlage griff er den Personenkult an. Aber auch der sozialistische Privatsektor sowie das St\u00fccklohnsystem, das er ab 1957 abzuschaffen begann (was Karuscheit in\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Schl\u00fcsselkrise&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0angemessen behandelt), war in Chruschtschows Augen nichts weiter als Ausdruck von Individualismus. Er hatte diese linke Idee, alles m\u00fcsse &#8222;kollektiv&#8220; sein, wobei er den Staat als Verk\u00f6rperung dieses &#8222;Kollektivs&#8220; betrachtete. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich w\u00fcrde sogar so weit gehen und argumentieren, dass die D\u00e4monisierung Stalins lediglich den Zweck hatte, sein Erbe zu delegitimieren, um die sowjetische Wirtschaft und Gesellschaft so transformieren zu k\u00f6nnen, damit sie mehr gewissen Idealen der Linken wie &#8222;Egalitarismus&#8220; und &#8222;Kollektivismus&#8220; entspricht.\u00a0Und die heutige ablehnende Haltung in Teilen der Linken gegen\u00fcber China beruht oft auf genau derselben ideologisierten Mentalit\u00e4t.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Manager statt Funktion\u00e4re<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>China<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> ist im Grunde eine Neuauflage von Stalins Wirtschaftsmodell <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>(verstaatlichte, zentral geplante Abteilung I und<\/i><\/span><\/span><i> <\/i><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>weitgehend privatisierte, dezentral marktorientierte Abteilung II)<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">, jedoch unter den Bedingungen des 21.\u00a0Jahrhunderts. Das ist auch der Grund, warum die chinesische Wirtschaft so sehr finanzialisiert ist. Finanzen im Allgemeinen sind wichtig, und meiner Ansicht nach zeigt es einen gro\u00dfen Mangel an Verst\u00e4ndnis von Wirtschaft, wenn in kommunistischen Kreisen das Finanzwesen oft einfach als &#8222;kapitalistisch&#8220; abgetan wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Was sowieso total paradox ist: Marxisten betonen st\u00e4ndig, wie wichtig Wirtschaft f\u00fcr soziale Realit\u00e4ten ist, haben aber gleichzeitig ein sehr schlechtes, in der Regel rein philosophisches Verst\u00e4ndnis von Wirtschaft. Und eben auf philosophischer Ebene wird im Allgemeinen auch die Frage diskutiert, ob China sozialistisch sei \u2013 mit den \u00fcblichen philosophischen Fehlschl\u00fcssen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Einfachheit halber will ich das an einem Zitat aus dem Wikipedia-Artikel zur &#8222;sozialistischen Marktwirtschaft&#8220;<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote31sym\" name=\"sdfootnote31anc\">31<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> demonstrieren, das mir oft begegnet: &#8222;Wegen der schwachen wirtschaftlichen Leistungen der traditionellen Staatsunternehmen in der Marktwirtschaft schlug China eine Strategie der umfangreichen Privatisierung ein. In diesem Modell beh\u00e4lt der Staat zwar formell das Eigentum und die Kontrolle \u00fcber die gro\u00dfen staatlichen Unternehmen, hat aber wenig direkten Einfluss auf deren internes Management.&#8220;\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Das ist so absurd! Es ist doch offensichtlich keine Privatisierung, wenn &#8222;der Staat das Eigentum beh\u00e4lt&#8220;. Das ist keine Formalit\u00e4t, die Eigentumsfrage ist zentral. Diese &#8222;internen Manager&#8220; sind eben keine Eigent\u00fcmer, sondern Verwalter. Sie \u00fcben eine Hausmeister-Funktion aus, im Auftrag des Eigent\u00fcmers: Das chinesische Volk. &#8222;China stellt f\u00fcr das interne Management staatseigener Unternehmen Fachleute ein&#8220;, so m\u00fcsste man das formulieren. Diese Fachleute machen ihren Job und werden gut daf\u00fcr entlohnt. Ist doch prima!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Warum sollen irgendwelche Staatssekret\u00e4re diesen Job machen? Selbst wenn diese vom Fach sind: Warum sollen sie als Staatsbedienstete Unternehmen managen, statt das als in staatseigenen Unternehmen angestellte Manager f\u00fcr Lohn bzw. Gehalt zu tun? Ersteres letzterem vorzuziehen widerspricht jeder Logik. Ein Manager ist im Prinzip auch &#8222;nur ein Arbeiter&#8220;. Ein Lohnarbeiter, um genau zu sein. (Gut, er kriegt &#8222;Gehalt&#8220;, aber&#8230;) Ist alleine das nicht schon Ausdruck der Diktatur des Proletariats in China?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Adam Smith hat bekannterma\u00dfen drei grundlegende Formen des Einkommens unterschieden: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Rente, Profit, Lohn.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Rente und Profit sind die klassischen Eink\u00fcnfte des Adels und der Bourgeoisie, w\u00e4hrend Arbeiter von Lohn leben. Und die Diktatur des Proletariats macht alle zu Lohnempf\u00e4ngern. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die im Kapitalismus privat angeeignete Rente ist im Sozialismus verallgemeinert und flie\u00dft ins Staatsbudget mit ein; der im Kapitalismus als privater Profit angeeignete Mehrwert steht im Sozialismus zu einem Teil als Staatsbudget der Allgemeinheit zur Verf\u00fcgung,<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote32sym\" name=\"sdfootnote32anc\">32<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> zum anderen Teil als individueller Lohn f\u00fcr die an der Wertsch\u00f6pfung direkt Beteiligten. Simpel. Auch das ist \u00fcbrigens Ausdruck der &#8222;Ausweitung von Lohnarbeit&#8220;. Warenproduktion und Lohnarbeit stehen nicht blo\u00df &#8222;im Zentrum der kapitalistischen Produktionsweise&#8220;, sondern ihre Verallgemeinerung ist eine Grundvoraussetzung der sozialistischen Produktionsweise. Dazu gleich mehr.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Wie die Praxis die Theorie eingeholt und \u00fcberholt hat<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Meine Bemerkung weiter oben, das moderne China sei im Grunde eine Neuauflage von Stalins Modell, habe ich mir \u00fcbrigens nicht ausgedacht. Das ist eine Tatsache. Der chinesische \u00d6konom\u00a0Xue Muqiao<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote33sym\" name=\"sdfootnote33anc\">33<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> war ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Reformpolitik unter Deng Xiaoping verantwortlich, und er hat sich explizit auf Stalins\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i><b>&#8222;\u00d6konomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR&#8220;<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>\u00a0<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">berufen. In der Wikipedia wird angemerkt, dass dieser Text &#8222;ironischerweise&#8220; benutzt wurde, um Konzepte der &#8222;sozialistischen Marktwirtschaft&#8220; zu rechtfertigen.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote34sym\" name=\"sdfootnote34anc\">34<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Aber da ist \u00fcberhaupt keine Ironie, wie ich hoffentlich in meinen Ausf\u00fchrungen zum sowjetischen Privatsektor zeigen konnte und im Folgenden noch zeigen werde.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Im Wiki-Artikel zur sozialistischen Marktwirtschaft wird die chinesisch-marxistische Position wiedergegeben, wonach &#8222;eine sozialistische Planwirtschaft nur m\u00f6glich ist, nachdem zun\u00e4chst eine umfassende Warenwirtschaft mit marktwirtschaftlichen Elementen etabliert wurde. Erst nach deren vollst\u00e4ndiger Entwicklung wird sie sich schlie\u00dflich selbst ersch\u00f6pfen und graduell in eine Planwirtschaft verwandeln.&#8220; Genau das sagt im Grunde auch Stalin in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;\u00d6konomische Probleme&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">,<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote35sym\" name=\"sdfootnote35anc\">35<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> nur dr\u00fcckt er sich umst\u00e4ndlicher aus. Zum Beispiel hier: &#8222;Um das kollektivwirtschaftliche Eigentum auf das Niveau des allgemeinen Volkseigentums zu heben, muss man die \u00dcbersch\u00fcsse der kollektivwirtschaftlichen Produktion aus dem System der Warenzirkulation herausziehen und in das System des Produktentauschs zwischen der staatlichen Industrie und den Kollektivwirtschaften einbeziehen.&#8220; <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Karuscheit zitiert diese Stelle in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Schl\u00fcsselkrise&#8220; <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">(Satz zur Fu\u00dfnote 41) und f\u00fchrt weiter aus, dass laut Stalin dieses Problem &#8222;erst mit dem gegenw\u00e4rtig nicht aktuellen \u00dcbergang zum Kommunismus anstehen&#8220; w\u00fcrde. Dieses Zitat stammt aus Stalins Antwort an Sanina und Wensher, die laut ihm &#8222;mit dem Marxismus [brechen] und den Weg des subjektiven Idealismus<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> [<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">beschreiten].&#8220; Dabei haben sie offenbar nur seine <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Bemerkungen zu \u00f6konomischen Fragen, die mit der Novemberdiskussion 1951 zusammenh\u00e4ngen&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> gelesen und fehlerhaft in eigenen Worten wiedergegeben. Was nicht verwunderlich ist, denn <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;\u00d6konomische Probleme&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> ist gekennzeichnet von Stalins <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">teilweise widerspr\u00fcchlich wirkendem Herumdrucksen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Stalin kann nicht geradeheraus sagen, dass Engels sich in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Anti-D\u00fcring&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> zum Teil geirrt hat und die Realit\u00e4t in der Sowjetunion der Beleg daf\u00fcr ist. Dass die Praxis die Theorie eingeholt und \u00fcberholt hat. Stattdessen biegt er sich den Engels so zurecht, wie er ihn braucht, um als Schlussfolgerung seiner recht detaillierten Ausf\u00fchrungen sagen zu k\u00f6nnen, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>&#8222;dass sich unsere Warenproduktion grundlegend von der Warenproduktion im Kapitalismus unterscheidet.&#8220;<\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote36sym\" name=\"sdfootnote36anc\">36<\/a><\/span><\/span><\/sup> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Das ist eine im Prinzip revolution\u00e4re Feststellung, und ich m\u00f6chte jeden Leser dazu auffordern, den zuvor angegebenen Link zu \u00f6ffnen und dieses Kapitel zu lesen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die marxistische Theorie war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, die Realit\u00e4t in der UdSSR angemessen zu beschreiben, und Stalin war nicht in der Lage, die neue Realit\u00e4t angemessen theoretisch darzulegen. Und ich behaupte, das lag nicht an ihm, sondern am herrschenden Diskurs in der Sowjetunion und der sozialistischen Bewegung insgesamt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Erst die chinesischen Marxisten seit Deng<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote37sym\" name=\"sdfootnote37anc\">37<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> haben es verstanden, auf Grundlage der Erfahrungen sowohl in der Sowjetunion als auch in China eine theoretische Erneuerung bzw. Anpassung der marxistisch-leninistischen Theorie auszuarbeiten. Und zwar unter expliziter Ber\u00fccksichtigung von Stalins <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;\u00d6konomische Probleme&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">. Das Wesen dieser Schrift ist ja, dass Stalin die sowjetische Realit\u00e4t \u2013 mal explizit, meist implizit \u2013 gegen marxistischen Dogmatismus verteidigt. Wie z.B. im folgenden Zitat, zu dem ich anmerken m\u00f6chte, dass Stalin zwar von Kolchosen spricht, aber alle Artels meint, auch die industriellen. Er kann es nur nicht so offen aussprechen, weil das in seinem Umfeld im Prinzip undenkbar ist, nach dem Motto: \u201a<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>Die r\u00fcckst\u00e4ndigen Bauern, da kann man solch reaktion\u00e4res marktorientiertes Denken und Handeln ja verstehen. Aber zu behaupten, das fortschrittliche Industrieproletariat w\u00fcrde (bla bla bla) &#8230;\u2018\u2018<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dabei waren die Proleten bis vor kurzem eben diese Bauern, und sie haben nat\u00fcrlich ihre Mentalit\u00e4t und Attit\u00fcde mit in die St\u00e4dte gebracht. Das genossenschaftliche <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Artel<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> in Industrie und Handwerk, diese Jahrhunderte alte russische Institution, hat entscheidend dazu beigetragen, dass die sowjetischen Arbeiter Staat und Wirtschaft als ihr Eigen wahrgenommen haben. Generell existieren Stalins Ausf\u00fchrungen in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;\u00d6konomische Probleme&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> ja nicht im Vakuum, sondern m\u00fcssen in Beziehung gesetzt werden zum sowjetischen Alltag der Zeit, den ich eben deswegen eingangs ein wenig n\u00e4her beschrieben habe.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Aber jetzt das Zitat (Hervorhebungen von mir): &#8222;Dieser Umstand f\u00fchrt dazu, dass der Staat nur \u00fcber die Erzeugnisse der staatlichen Betriebe verf\u00fcgen kann, w\u00e4hrend \u00fcber die kollektivwirtschaftlichen Erzeugnisse nur die Kollektivwirtschaften als \u00fcber ihr Eigentum verf\u00fcgen. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Aber die Kollektivwirtschaften wollen ihre Produkte nicht anders als in Form von Waren ver\u00e4u\u00dfern,<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> f\u00fcr die sie im Austausch die von ihnen ben\u00f6tigten Waren erhalten wollen. Andere \u00f6konomische Verbindungen mit der Stadt als Warenbeziehungen, als Austausch durch Kauf und Verkauf sind f\u00fcr die Kollektivwirtschaften gegenw\u00e4rtig nicht annehmbar. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Darum sind Warenproduktion und Warenumlauf bei uns gegenw\u00e4rtig eine ebensolche Notwendigkeit,<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> wie sie es beispielsweise vor drei\u00dfig Jahren waren, als Lenin die Notwendigkeit der allseitigen Entfaltung des Warenumlaufs verk\u00fcndete.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn an die Stelle der zwei grundlegenden Produktionssektoren, des staatlichen und des kollektivwirtschaftlichen, ein allumfassender Produktionssektor mit dem Verf\u00fcgungsrecht \u00fcber alle Konsumg\u00fcter des Landes getreten sein wird, dann wird nat\u00fcrlich die Warenzirkulation mit ihrer \u201eGeldwirtschaft\u201c als unn\u00f6tiges Element der Volkswirtschaft verschwinden. Solange dies aber nicht der Fall ist, solange die zwei grundlegenden Produktionssektoren bestehen bleiben, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>m\u00fcssen Warenproduktion und Warenzirkulation als notwendiges und sehr n\u00fctzliches Element im System unserer Volkswirtschaft in Kraft bleiben.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Auf welche Weise die Schaffung eines einheitlichen, vereinigten Sektors vor sich gehen wird, auf dem Wege der einfachen<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b> Aufsaugung des kollektivwirtschaftlichen Sektors durch den staatlichen Sektor,\u00a0was wenig wahrscheinlich ist (denn das w\u00fcrde als Expropriation der Kollektivwirtschaften aufgefasst werden),<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> oder auf dem Wege der Organisierung eines einheitlichen Wirtschaftsorgans des ganzen Volkes (in dem die staatliche Industrie und die Kollektivwirtschaften vertreten sein werden) mit dem Recht zun\u00e4chst der Erfassung aller Konsumg\u00fcter des Landes und im Laufe der Zeit auch der Verteilung der Produkte, sagen wir, auf dem Wege des Produktenaustauschs &#8211; das ist eine besondere Frage, die eine getrennte Behandlung erfordert.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;-<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die ganze Schrift ist eine Attacke gegen dogmatischen Marxismus.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote38sym\" name=\"sdfootnote38anc\">38<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> In meinen Augen ist das eines der wichtigsten Werke des 20. Jahrhundert. Und die wohl radikalste Formulierung ist dieser Satz gegen Ende des zweiten Kapitels, wo Stalin mehr oder weniger offen eine Erneuerung der marxistischen Theorie fordert:\u00a0 &#8222;Ich denke, unsere Wirtschaftswissenschaftler m\u00fcssen dieses Missverh\u00e4ltnis zwischen den alten Begriffen und der neuen Sachlage in unserem sozialistischen Lande beseitigen und die alten Begriffe durch neue, der neuen Lage entsprechende, ersetzen.&#8220; Denn nicht nur die Warenproduktion im Sozialismus ist laut Stalin grundlegend anders als die Warenproduktion im Kapitalismus. Auch die Lohnarbeit hat einen g\u00e4nzlich anderen Charakter. Darauf geht er vor dem soeben zitierten Satz kurz ein. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In der deutschen \u00dcbersetzung kann es verwirrend sein, dass er einerseits behauptet, das &#8222;System der Lohnarbeit&#8220; existiere nicht in der UdSSR, bei seiner Kritik an Jaroschenko z.B. aber ganz selbstverst\u00e4ndlich von einer Erh\u00f6hung der &#8222;L\u00f6hne&#8220; spricht. Die Begriffe sind &#8222;\u043d\u0430\u0435\u043c\u043d\u044b\u0439 \u0442\u0440\u0443\u0434&#8220; vs. &#8222;\u0437\u0430\u0440\u043f\u043b\u0430\u0442\u0430&#8220;, und der \u00dcbersetzer hat es eigentlich ganz gut gel\u00f6st. Denn Stalin stellt nicht <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Lohnarbeit<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> als solche infrage, sondern das kapitalistische <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>&#8222;System der Lohnarbeit&#8220;<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">, wo Arbeitskraft eine Ware darstellt, die Kapitalisten sich aneignen. Und eben das gibt es nicht im Sozialismus. Ich denke, sp\u00e4testens jetzt ist deutlich geworden, wie ich die Begriffe Lohnarbeit und Warenproduktion nutze. Genau so, wie Stalin sie in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;\u00d6konomische Probleme&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> nutzt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Alternativen zu Warenproduktion und Lohnarbeit?<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">F\u00fcr Stalin war es selbstverst\u00e4ndlich, dass im Sozialismus Arbeit entlohnt wird sowie dass Konsumg\u00fcter als Waren produziert werden und auch als Waren zirkulieren. Und er prognostiziert, dass die \u00dcbersch\u00fcsse irgendwann so gro\u00df sein werden, dass man sie &#8222;aus dem System der Warenzirkulation herausziehen&#8220; kann. Bei den Chinesen wird daraus, dass die &#8222;Warenwirtschaft sich nach ihrer vollst\u00e4ndigen Entwicklung selbst ersch\u00f6pfen&#8220; wird. Das ist der gleiche Gedanke, und er ist zutiefst marxistisch.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Genau das war doch das Wesen der Kritik von Marx am Gothaer Programm: Erst bei wirklich hoch entwickelter Produktivit\u00e4t, wo der Gesellschaft G\u00fcter im \u00dcberfluss zur Verf\u00fcgung stehen, also &#8222;nachdem mit der allseitigen Entwicklung der Individuen auch ihre Produktivkr\u00e4fte gewachsen und alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller flie\u00dfen \u2013 erst dann kann der enge b\u00fcrgerliche Rechtshorizont ganz \u00fcberschritten werden und die Gesellschaft auf ihre Fahne schreiben: Jeder nach seinen F\u00e4higkeiten, jedem nach seinen Bed\u00fcrfnissen!&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Vergesellschaftung ist Folge, nicht Voraussetzung!<\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote39sym\" name=\"sdfootnote39anc\">39<\/a><\/span><\/span><\/sup><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Sie ist<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Folge der ungeheuer angewachsenen Produktivit\u00e4t, welche einen \u00dcberfluss an G\u00fctern schafft und so die \u00f6konomischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten sprengt. Wie aber soll Produktivit\u00e4t erh\u00f6ht werden ohne eine Ausweitung von Lohnarbeit und Warenproduktion? Wie soll das technisch vonstattengehen?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Das ist keine rhetorische Frage. Wie soll das in der allt\u00e4glichen Praxis aussehen, dass &#8222;Produktivkr\u00e4fte gewachsen (sind) und alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller flie\u00dfen&#8220; \u2013 ohne Lohnarbeit und Warenproduktion? Wie sollen wir so viel \u00dcberfluss an G\u00fctern schaffen, dass der &#8222;enge b\u00fcrgerliche Rechtshorizont ganz \u00fcberschritten werden&#8220; kann \u2013 ohne Lohnarbeit und Warenproduktion? Was sonst erm\u00f6glicht es, &#8222;die Masse der Produktionskr\u00e4fte m\u00f6glichst rasch zu vermehren&#8220;, wie Marx und Engels schon im <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>Kommunistischen Manifest<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> forderten?<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Heutzutage sind Sozialisten, Kommunisten, Marxisten, etc. meist Anti-Kapitalisten. Marx und Engels aber waren Post-Kapitalisten und wollten die &#8222;kapitalistische Produktionsweise&#8220; maximal ausweiten, nur halt rational organisiert. Genau das verstanden sie unter &#8222;Sozialismus&#8220;. Das Kapital als solches sahen sie nicht als Problem, auch nicht die Wert- bzw. Mehrwertproduktion.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Das\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Problem des Kapitalismus ist die <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>private Aneignung von gesellschaftlich geschaffenem Kapital<\/i><\/span><\/span><i> <\/i><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">und der sich daraus ergebenden <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>Organisation der gesellschaftlichen Produktion. <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Marx und Engels im\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Manifest&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0dazu:\u00a0&#8222;Das Kapital ist ein gemeinschaftliches Produkt und kann nur durch eine gemeinsame T\u00e4tigkeit vieler Mitglieder, ja in letzter Instanz nur durch die gemeinsame T\u00e4tigkeit aller Mitglieder der Gesellschaft in Bewegung gesetzt werden. Das Kapital ist also keine pers\u00f6nliche, es ist eine gesellschaftliche Macht. Wenn also das Kapital in ein gemeinschaftliches, allen Mitgliedern der Gesellschaft angeh\u00f6riges Eigentum verwandelt wird, so verwandelt sich nicht pers\u00f6nliches Eigentum in gesellschaftliches. Nur der gesellschaftliche Charakter des Eigentums verwandelt sich. Er verliert seinen Klassencharakter.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Das Kapital ist eine gesellschaftliche Macht!<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Es geht nicht darum, es abzuschaffen oder so was. Es geht darum, es zu packen und zum Nutzen der Gesellschaft einzusetzen.\u00a0 <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Nur im Sozialismus ist Kapital blo\u00df Produktionsmittel.&#8220; Im Kapitalismus aber ist &#8222;Kapital kein Produktionsmittel, sondern ein Eigentumsrecht. Kapitalisten erm\u00f6glichen nicht Produktion, sondern sie dr\u00fccken die Produktion unter die technisch effiziente Menge.&#8220; <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Diese Zitate stammen aus einem weiteren Tweet von mir und des darin zitierten Norbert H\u00e4ring:<br \/>\n<\/span><\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/qalette\/status\/1320285870306590721\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>https:\/\/twitter.com\/qalette\/status\/1320285870306590721<\/u><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Marx und Engels haben sich doch nicht die M\u00fche gemacht, die Wirkungsweise des Kapitals in drei B\u00e4nden zu beschreiben, nur damit es das Proletariat &#8222;ausschalten&#8220; kann. Nein. Sie wollten das Proletariat auf diese Weise dazu erm\u00e4chtigen, das Kapital unter Kontrolle zu bringen und sich wie ein Werkzeug zunutze zu machen. Die quasi g\u00f6ttlichen Zuschreibungen, die das Kapital in Teilen der Linken erf\u00e4hrt, sind Ausdruck einer Art mittelalterlichen Glaubens an Zauberei. Es hat nichts mit Rationalit\u00e4t und Wissenschaft zu tun, das Kapital zu einem Subjekt zu erkl\u00e4ren.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Generell wird &#8222;Dekonstruktion&#8220; von gesellschaftlichen Prozessen und Realit\u00e4ten viel zu oft und f\u00e4lschlicherweise als &#8222;Destruktion&#8220; verstanden, im Glauben, man k\u00f6nne gesellschaftliche Prozesse und Realit\u00e4ten beliebig &#8222;re-konstruieren&#8220; oder sogar ohne derartige Konstrukte auskommen. Das \u00dcbel der Postmoderne\u2026 Dekonstruktion dient dazu, Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu erkennen, damit man sich diese zunutze machen kann. Mir scheint, dass selbst Marx das nicht ganz verstanden hat. Er macht sich ja regelm\u00e4\u00dfig lustig dar\u00fcber, dass diese geistigen Sch\u00f6pfungen so viel Macht haben, spricht von &#8222;gespenstiger Gegenst\u00e4ndlichkeit&#8220;, &#8222;phantasmagorischer Form&#8220;, &#8222;Illusionen&#8220; usw. Aber der Fetisch ist mehr als das, er ist Technologie. So wie auch Geld eine Technologie ist. Nur weil man die Konstruiertheit einer Technologie durchschaut hat, h\u00f6rt sie doch nicht auf, zu funktionieren oder notwendig zu sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Erst Stalin scheint das verstanden zu haben. Zumindest legen seine Ausf\u00fchrungen in\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;\u00d6konomische Probleme&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0das nahe.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>G\u00fcterproduktion vs. Kommodifizierung<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Ausweitung von Warenproduktion und Lohnarbeit, die wir im Kapitalismus beobachten, tr\u00e4gt \u00fcbrigens ganz anderen Charakter als den soeben beschriebenen. Hier wird immer mehr <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>zur Ware gemacht,<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> der Begriff der Ware wird ausgeweitet. Nicht mehr blo\u00df die Warenproduktion im Sinne von G\u00fcterproduktion wird ausgeweitet, sondern immer mehr Bereiche des Lebens\u00a0werden kommodifiziert.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Eben damit geht auch eine konstante Ausweitung der Ware Arbeitskraft einher, und anstelle der z.B. von Keynes erwarteten Arbeitszeitverk\u00fcrzung werden immer mehr &#8222;Bullshit Jobs&#8220;<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote40sym\" name=\"sdfootnote40anc\">40<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> geschaffen.\u00a0Beide Prozesse sind Ausdruck einer kontinuierlichen Enteignung der Massen, die nur deswegen nicht sofort offensichtlich ist, weil der \u00dcberfluss an Waren im Sinne von G\u00fctern ins nahezu Unermessliche gewachsen ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Diese totale Kommerzialisierung ist der Gegenpol zur st\u00e4ndigen Ausweitung des Kredits, ein System, das Varoufakis &#8222;Globaler Minotaurus&#8220; nennt: Ein aufgeblasenes System, das schon lange nicht mehr von Wertsch\u00f6pfung lebt, sondern von den globalen finanziellen Abh\u00e4ngigkeiten, die mit Bretton Woods geschaffen wurden und von der US-Armee am Leben gehalten werden.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote41sym\" name=\"sdfootnote41anc\">41<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Im letzten Jahr wurden\u00a0\u00fcber 40%\u00a0aller jemals in Umlauf gebrachten US-Dollar gedruckt (M1 zugrunde gelegt,<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote42sym\" name=\"sdfootnote42anc\">42<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> bei M3 sind es etwa 20%<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote43sym\" name=\"sdfootnote43anc\">43<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">). Allein das spricht f\u00fcr sich.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote44sym\" name=\"sdfootnote44anc\">44<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Und es steht im krassen Gegensatz zur W\u00e4hrungspolitik in der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg: Eine stabile W\u00e4hrung, in welcher der stetige Produktivit\u00e4tszuwachs durch konstant sinkende Preise zum Ausdruck kommt.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Auch das hat Chruschtschow in den Sand gesetzt. Die W\u00e4hrungsreform 1947 sowie die W\u00e4hrungs- und Preispolitik bis 1953 sind sowieso ein spannendes Thema.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote45sym\" name=\"sdfootnote45anc\">45<\/a><\/span><\/span><\/sup><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Volkseigentum und Volksherrschaft<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> macht Engels gleich im ersten Satz klar, worum es geht. Und zwar um zwei Sachen:<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1.) Der Klassengegensatz von Besitzenden und Besitzlosen<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">2.) Die in der Produktion herrschende Anarchie<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Beides sind offensichtlich zwei Seiten einer Medaille. In meinen Worten weiter oben: &#8222;Das Problem des Kapitalismus ist die private Aneignung von gesellschaftlich geschaffenem Kapital\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>(Der Klassengegensatz von Besitzenden und Besitzlosen)\u00a0<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">und der sich daraus ergebenden Organisation der gesellschaftlichen Produktion\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>(Die in der Produktion herrschende Anarchie)<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Beide Punkte werden von China sehr effektiv in Angriff genommen: Alles Kapital in Abteilung I ist in China <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Volkseigentum<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">. Auch<\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">in Abteilung II ist der Gro\u00dfteil des Kapitals Volkseigentum, nur halt oft genossenschaftliches, und nicht staatliches Volkseigentum. Huawei z.B. ist eine Genossenschaft. Selbst das in China verdiente Geld ist nicht einfach Privateigentum der Person, die es verdient, sondern individualisiertes Volkseigentum: Dieses Geld kann nicht mit ins Ausland genommen, sondern muss in China ausgegeben werden. In zahlreichen Bereichen gibt es zwar weiterhin einen Klassengegensatz, aber insgesamt liegt die Macht eindeutig bei der Arbeiterklasse. Nicht unbedingt bei den individuellen Arbeitern, das w\u00e4re das bourgeoise Konzept, sondern bei den Arbeitern als Klasse, welche das nationale Kapital als Volkseigentum zum Nutzen der ganzen Nation in Bewegung setzt.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die in der Produktion herrschende Anarchie ist zwar nicht beseitigt, aber zumindest in Abteilung I geht es doch sehr geregelt zu. Man darf nicht vergessen, dass in einem demokratischen Prozess ausgearbeitete 5-Jahrespl\u00e4ne die allgemeine Richtung der Wirtschaft vorgeben. Der &#8222;erste Schritt in der Arbeiterrevolution [ist] die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse, die Erk\u00e4mpfung der Demokratie&#8220;, wie Marx und Engels es im\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Manifest&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0formuliert haben. Genau das sehen wir in China. Denn entgegen aller bourgeoisen Unkenrufe ist das politische Modell in China durchaus eine Demokratie im Sinne von\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Volksherrschaft. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Volkseigentum und Volksherrschaft sind Schl\u00fcsselkonzepte des Sozialismus.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ich pers\u00f6nlich mag das\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Kommunistische Manifest&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> ja \u00fcberhaupt nicht. Man sp\u00fcrt in jeder Zeile das Gewicht des Jahres 1847. Das war Jahre vor bahnbrechenden Meilensteinen in der Wissenschaft wie z.B. Maxwells Gleichungen oder Darwins Evolutionstheorie. Auch der Wissensstand von Anthropologie und Psychologie war miserabel und blieb es noch \u00fcber Jahrzehnte hinaus. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Und eben im <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Manifest&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> sprechen Marx und Engels davon, dass das Proletariat &#8222;alle Produktionsinstrumente in den H\u00e4nden des Staats, d.h. des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zentralisieren&#8220; werde. Genau daher kommt ja diese verh\u00e4ngnisvolle Idee &#8222;totaler Verstaatlichung&#8220;, die schon Bakunin und andere scharf kritisiert haben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Allerdings sagen sie im selben Satz ja auch, gleich vor dem soeben Zitierten, dass das Proletariat &#8222;der Bourgeoisie <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i><b>nach und nach<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> alles Kapital entrei\u00dfen&#8220; werde (Herv. von mir). Marx und Engels haben immer betont, dass dies ein Prozess sein wird, der sich zudem von Land zu Land unterscheidet. Und es ist klar erkennbar, dass man in China in genau diesem Prozess drinsteckt. Genauso wie die Sowjetunion sich in diesem Prozess befand \u2013 bis Chruschtschow entschied, alles zu beschleunigen, was im Ergebnis diesen Prozess abw\u00fcrgte.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote46sym\" name=\"sdfootnote46anc\">46<\/a><\/span><\/span><\/sup><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ungeduld und die oft \u00fcberhohen Anspr\u00fcche sind ein ernstes Problem. Genau das war die Ursache f\u00fcr die Fehler Chruschtschows. Das Stalinsche System war ja alles andere als perfekt, sondern hatte einerseits enorme ungenutzte \u00dcberkapazit\u00e4ten, w\u00e4hrend es andererseits krasse Verschwendung gab (wie z.B. die zuvor erw\u00e4hnte Veruntreuung durch Genossenschaften). Es ist also durchaus verst\u00e4ndlich, dass Chruschtschow und andere auf die Idee kamen, man k\u00f6nne die Effektivit\u00e4t steigern und Synergien schaffen, wenn man alles im Staat b\u00fcndelt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Aber diese oft beklagte Redundanz in der Stalinzeit war wichtig. Sie mag statistisch unangenehm und verschwenderisch\u00a0gewirkt haben, aber sie war Ausdruck dieser explosiven sozialen Dynamik, die wohl einmalig in der Geschichte der Menschheit ist. Eine solche Dynamik l\u00e4sst sich nicht kontrollieren, und schon gar nicht vorgeben. So sah halt das &#8222;als herrschende Klasse organisierte Proletariat&#8220; in Russland aus.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote47sym\" name=\"sdfootnote47anc\">47<\/a><\/span><\/span><\/sup><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Es sollte nicht darum gehen, die Gesellschaft zu formen, sondern &#8222;die unter unseren Augen vor sich gehende Bewegung&#8220; zu erfassen und sich an deren Spitze zu stellen. Genau das verstand Stalin \u2013 im Gegensatz zu Chruschtschow und vielen anderen Kommunisten. Und auch die chinesischen Marxisten verstehen eben das sehr gut. Wird Zeit, dass auch deutsche Marxisten wieder lernen, das zu verstehen.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;-<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn ich Draht zu einem gro\u00dfen Verlag in Deutschland h\u00e4tte, w\u00fcrde ich versuchen, ihn zu \u00fcberzeugen, dieses Buch auf Deutsch herauszubringen:<br \/>\nViktor Zemskov:\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>&#8222;Stalin und das Volk. Warum es keinen Aufstand gab.&#8220;<\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote48sym\" name=\"sdfootnote48anc\">48<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b><br \/>\n<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Allein den Titel muss man mal wirken lassen: Trotz der zahlreichen Konflikte gab es nicht einen Aufstand zur Zeit Stalins. Aber kaum ist er tot, geht&#8217;s los&#8230; Und Zemskov macht gleich in der Einleitung klar, dass der wohl zuerst in den Sinn kommende Gedanke, dass es an der Repression gelegen habe, nicht weiter von den Tatsachen entfernt sein k\u00f6nnte.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Stalin hat an die Diktatur des Proletariats geglaubt. Gerade in der\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Erm\u00e4chtigung der Massen<\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote49sym\" name=\"sdfootnote49anc\">49<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> liegt das Geheimnis seines Erfolgs. Und ich vermute, dass u.a. deswegen die Staaten im Ostblock nach dem Zweiten Weltkrieg als &#8222;Volksrepubliken&#8220; etabliert wurden. Das war offenbar der Versuch, dem damaligen (und heutigen) Mainstream-Verst\u00e4ndnis von Sozialismus als &#8222;totale Verstaatlichung&#8220; aus dem Weg zu gehen, da es nur kontraproduktiv sein konnte \u2013 wie sich nach Stalins Tod ja gezeigt hat.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>(Einen neuen &#8222;Zwischenschritt&#8220; auf dem Weg zum Kommunismus zu etablieren,<\/i><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>war offenbar einfacher, als die verkn\u00f6cherte Definition von Sozialismus zu \u00e4ndern. Auch China als Volksrepublik sieht sich ja erst auf dem Weg zum Sozialismus&#8230;)<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der &#8222;sozialistische Privatsektor&#8220; war von entscheidender Wichtigkeit, aber er war mehr Ergebnis von Trial-and-Error als Folge einer gezielten Politik und hatte kein theoretisches Fundament. Gerade dieser Sektor war wiederholten Angriffen seitens der Dogmatiker ausgesetzt, schon zu Lenins Zeiten, und lie\u00df sich im Rahmen der damaligen marxistischen Theorie nur als &#8222;vor\u00fcbergehend notwendig&#8220; rechtfertigen. Aber wie kann etwas\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>permanent vor\u00fcbergehend<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0sein&#8230;? <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Stalin scheint sich des Problems bewusst gewesen zu sein und hat eben deswegen in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;\u00d6konomische Probleme&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> angefangen, diese in der Sowjetunion gesammelte praktische Erfahrung als Theorie zu formulieren. Und er tat es sehr rudiment\u00e4r, weil es sonst nicht verstanden worden w\u00e4re. Nicht, weil die anderen &#8222;dumme Bauern&#8220; oder so etwas waren, sondern weil der Marxismus als Lehre so war wie er war. Und zwar auch au\u00dferhalb der Sowjetunion, wie Karuscheit in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Arbeiterschaft und SED-Sozialismus&#8220;<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> (AzD 92) am Beispiel der deutschen Kommunisten demonstriert hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Generell l\u00e4sst sich festhalten, dass Stalin die Menschen und ihr Handeln ins Zentrum seiner Betrachtungen stellte, w\u00e4hrend Chruschtschow (und die Linke insgesamt) das System hervorhob, den Staat und die Ideologie.\u00a0 Ein, wie ich finde, sehr plastisches Beispiel daf\u00fcr ist der Umgang mit der Religion. Stalin war bekennender Atheist, aber er hat wiederholt das Recht der Menschen auf Religionsaus\u00fcbung verteidigt. Die Macht und der Einfluss der Kirche war das eine, die wurde bek\u00e4mpft, aber die weit verbreitete Religiosit\u00e4t sollte auf nat\u00fcrlichem Wege \u00fcberwunden werden. Chruschtschow &#8222;dagegen kann es nicht abwarten, bis die Religion dieses ihres nat\u00fcrlichen Todes verstirbt&#8220; (Engels: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>Anti-D\u00fcring<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">) und startet 1959 eine massive anti-religi\u00f6se Kampagne.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote50sym\" name=\"sdfootnote50anc\">50<\/a><\/span><\/span><\/sup><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Oder Chruschtschows Versprechen, in 20 Jahren werde man den Kommunismus erreicht haben. Er war offensichtlich &#8222;von den gewaltigen Errungenschaften der Sowjetmacht \u00fcberw\u00e4ltigt, vor den au\u00dferordentlichen Erfolgen der Sowjetordnung von Schwindel befallen und [bildete sich ein], dass die Sowjetmacht &#8218;alles vermag&#8216;, dass ihr &#8218;alles ein leichtes ist&#8217;&#8230;&#8220; (Stalin: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>\u00d6konomische Probleme<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">). <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Es war \u00fcbrigens Chruschtschow, der das ganze Wesen der Sowjetunion auf die Systemkonkurrenz zugespitzt und Lenins &#8222;Einholen und \u00dcberholen&#8220; zum Motto gemacht hat. Stalin hingegen betonte regelm\u00e4\u00dfig Lenins &#8222;Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung&#8220;. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">So wie ich das verstehe, wollte Stalin damit daran erinnern, dass Kommunismus eben nicht die Herrschaft der KP bedeutet oder die Realisierung einer Utopie, sondern eine auf Arbeiterr\u00e4ten beruhende Demokratie mit hohem technologischen Standard. Oder anders gesagt: Dass es nicht um Ideologie geht, sondern um <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>materielle Bedingungen.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Es gibt zahlreiche Anekdoten, in denen Stalin seine Genossen z\u00fcgelt und sie auffordert, Fachleuten das Urteil in einer Sache zu \u00fcberlassen. Seine Vision f\u00fcr die UdSSR scheint eine demokratisch formierte Technokratie gewesen zu sein, in der die KP eine untergeordnete Rolle spielt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8212;&#8212;-<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Was w\u00e4re ein Text \u00fcber Stalins UdSSR wert, wenn man die &#8222;notwendig barbarischen Z\u00fcge&#8220;, wie Karuscheit es in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>&#8222;Schl\u00fcsselkrise&#8220; <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">nennt, nicht wenigstens kurz anspricht. Angesichts der \u2013 von den eindeutig nicht b\u00e4uerlichen USA \u2013 in Korea, Vietnam, Irak, etc. angerichteten Barbarei kann ich allerdings nicht verstehen, warum Karuscheit die Ursache daf\u00fcr in den &#8222;b\u00e4uerlichen Verh\u00e4ltnissen des Landes&#8220; verortet.<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote51sym\" name=\"sdfootnote51anc\">51<\/a><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Nat\u00fcrlich war die R\u00fcckst\u00e4ndigkeit des Landes entscheidend, aber nicht so sehr die soziokulturelle, sondern die physisch-materielle: Nicht existente Infrastruktur.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ohne das weiter zu vertiefen, will ich auf eine Sache hinweisen: Chruschtschow hat die Beh\u00f6rde GULag abgeschafft, nicht das System der Straflager. Und nur, weil die sozialen Umw\u00e4lzungen samt ihrer Konflikte bereits durchgestanden waren und die Infrastruktur zur Versorgung entlegener Lager aufgebaut, nur darum gab es weniger Opfer. Das war die klassische Ernte fremder Fr\u00fcchte. Show, nichts weiter.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dieses Thema kann ich gerne an anderer Stelle ausf\u00fchren, wenn entsprechendes Interesse bei der Leserschaft der AzD besteht.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Vielen Dank f\u00fcr die Aufmerksamkeit.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\"><span style=\"font-size: 12pt;\">1<\/span><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\"> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">Was diese Versuche aber zeigen, ist Wertsch\u00e4tzung, vermutlich eine Vorform des \u00f6konomischen Werts. Sehr beeindruckend demonstriert von Kapuzinern: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/youtu.be\/meiU6TxysCg\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/youtu.be\/meiU6TxysCg<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. Unbedingt ansehen! 2:43 min.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Auch &#8222;behavioral modernity&#8220; <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/w.wiki\/32Vq\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/w.wiki\/32Vq<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> genannt. Anatomisch moderne Menschen gibt es seit grob 300.000 Jahren, nachweislich &#8222;modernes&#8220; Verhalten seit ca. 50.000 Jahren, und es ist bis heute unklar, was da genau in der Biologie passiert ist. Das ist eines der Schlachtfelder ideologischer Debatten unserer Zeit.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Das wird zwar hin und wieder auch vom Neandertaler behauptet, aber das ist Wunschdenken. Wen\u2018s n\u00e4her interessiert: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/youtu.be\/1eusfSg2edg\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/youtu.be\/1eusfSg2edg<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. Da diese Sachen Grundlagenwissen darstellen, m\u00f6chte ich auch diesen sehenswerten Vortrag empfehlen, \u00fcber das menschliche Gehirn: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/youtu.be\/_7_XH1CBzGw\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/youtu.be\/_7_XH1CBzGw<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Was die Biologie nat\u00fcrlich nicht aufhebt. Jede nachhaltige Kultur muss diese allererste materielle Bedingung angemessen ber\u00fccksichtigen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Die Evolution von Steinwerkzeugen wird in vier Stufen unterteilt: Oldowan (Mode I) <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/w.wiki\/366B\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/w.wiki\/366B<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">; Acheulean (Mode II) <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/w.wiki\/366D\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/w.wiki\/366D<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">; Mousterian (Mode III) <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/w.wiki\/366E\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/w.wiki\/366E<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> ist Neandertaler-Level; Aurignacian (Mode IV) <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/w.wiki\/366G\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/w.wiki\/366G<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> ist Cro-Magnon-Level, das sich allm\u00e4hlich zum Neolith verfeinert.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=1687\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=1687<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Satz zur Fu\u00dfnote 42 (ich habe nur die Online-Version ohne Seitenangaben), Hervorhbg von mir.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Weiter unten hab ich Feuchtwangers Reisebericht von 1937 verlinkt, er nennt weitere Beispiele.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"http:\/\/docs.cntd.ru\/document\/901704896\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">http:\/\/docs.cntd.ru\/document\/901704896<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Siehe z.B. <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Virgin_Lands_campaign#Yearly_Virgin_Land_performance\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Virgin_Lands_campaign#Yearly_Virgin_Land_performance<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Siehe z.B. <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"http:\/\/www.stoletie.ru\/territoriya_istorii\/kak_razrushali_rossijskuju_glubinku_2011-04-22.htm\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">http:\/\/www.stoletie.ru\/territoriya_istorii\/kak_razrushali_rossijskuju_glubinku_2011-04-22.htm<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Siehe z.B. <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/publizist.ru\/blogs\/4\/9463\/\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/publizist.ru\/blogs\/4\/9463\/<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Das war zwei Monate nach Chruschtschows &#8222;Geheimrede&#8220; auf dem 20. Parteitag. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass es da einen Zusammenhang gibt, nicht nur, weil Stalin Genossenschaften wiederholt verteidigt hat. Diese &#8222;Geheimrede&#8220; ist sowieso ein Thema f\u00fcr sich&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Siehe z.B. <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9A%D0%BE%D0%BE%D0%BF%D0%B5%D1%80%D0%B0%D1%82%D0%B8%D0%B2%D1%8B_%D0%B2_%D0%A1%D0%A1%D0%A1%D0%A0#%D0%9F%D1%80%D0%BE%D0%BC%D1%8B%D1%81%D0%BB%D0%BE%D0%B2%D0%B0%D1%8F_%D0%BA%D0%BE%D0%BE%D0%BF%D0%B5%D1%80%D0%B0%D1%86%D0%B8%D1%8F\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/\u041a\u043e\u043e\u043f\u0435\u0440\u0430\u0442\u0438\u0432\u044b_\u0432_\u0421\u0421\u0421\u0420#\u041f\u0440\u043e\u043c\u044b\u0441\u043b\u043e\u0432\u0430\u044f_\u043a\u043e\u043e\u043f\u0435\u0440\u0430\u0446\u0438\u044f<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Ebd. Alle diese Aussagen finden sich in mehreren Quellen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\">16<\/a> <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%97%D0%B0%D0%BA%D0%BE%D0%BD_%D0%BE%D0%B1_%D0%B8%D0%BD%D0%B4%D0%B8%D0%B2%D0%B8%D0%B4%D1%83%D0%B0%D0%BB%D1%8C%D0%BD%D0%BE%D0%B9_%D1%82%D1%80%D1%83%D0%B4%D0%BE%D0%B2%D0%BE%D0%B9_%D0%B4%D0%B5%D1%8F%D1%82%D0%B5%D0%BB%D1%8C%D0%BD%D0%BE%D1%81%D1%82%D0%B8\"><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/<\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"ru-RU\">\u0417\u0430\u043a\u043e\u043d<\/span><\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">_<\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"ru-RU\">\u043e\u0431<\/span><\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">_<\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"ru-RU\">\u0438\u043d\u0434\u0438\u0432\u0438\u0434\u0443\u0430\u043b\u044c\u043d\u043e\u0439<\/span><\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">_<\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"ru-RU\">\u0442\u0440\u0443\u0434\u043e\u0432\u043e\u0439<\/span><\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">_<\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"ru-RU\">\u0434\u0435\u044f\u0442\u0435\u043b\u044c\u043d\u043e\u0441\u0442\u0438<\/span><\/span><\/span><\/u><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\">17<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Die zuvor erw\u00e4hnte Verwobenheit zwischen Staat und Genossenschaften erm\u00f6glichte verschiedene Formen der Veruntreuung in Millionenh\u00f6he (der Wiki-Artikel nennt z.B. einen Schaden von 222,4 Mio. Rubel f\u00fcr 1940 und 431,3 Mio. Rubel f\u00fcr 1946), was regelm\u00e4\u00dfig zu Forderungen nach Abschaffung des Privatsektors f\u00fchrte.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\">18<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Ich demonstriere die Problematik zwar am Beispiel Google, aber andere \u00dcbersetzungsprogramme wie Deepl sind nicht wirklich besser. Maschinelle \u00dcbersetzungen haben grunds\u00e4tzlich Fehler.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\">19<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xEI24t84GSU\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xEI24t84GSU<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> (deutsche Version)<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\">20<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uZj3VblV044\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uZj3VblV044<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\">21<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Natalija_Alexejewna_Narotschnizkaja\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Natalija_Alexejewna_Narotschnizkaja<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\">22<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Dass der Staat zugleich ein Instrument der herrschenden Klasse ist, ist wiederum ein anderes Thema, das ich an dieser Stelle bewusst ausblende, um die Argumentation nicht zu \u00fcberfrachten.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\">23<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Berthold Brecht hat diese Problematik in seinem Gedicht &#8222;Die L\u00f6sung&#8220; perfekt auf den Punkt gebracht.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\">24<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Wer diese Sachen zu ersten Mal h\u00f6rt: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oeGsXKfrOug\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oeGsXKfrOug<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote25anc\" name=\"sdfootnote25sym\">25<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dfLQuB7j8TQ\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dfLQuB7j8TQ<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. Das sind Videos eines YouTubers aus der Ukraine, der sowjetischen Alltag zum Thema seines Kanals gemacht hat.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote26anc\" name=\"sdfootnote26sym\">26<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/youtu.be\/IVPSpUBJNuA\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/youtu.be\/IVPSpUBJNuA<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> und <\/span><a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%9F%D1%80%D0%BE%D1%81%D1%82%D0%B8%D1%82%D1%83%D1%86%D0%B8%D1%8F_%D0%B2_%D0%A1%D0%A1%D0%A1%D0%A0\"><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/<\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"ru-RU\">\u041f\u0440\u043e\u0441\u0442\u0438\u0442\u0443\u0446\u0438\u044f<\/span><\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">_<\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"ru-RU\">\u0432<\/span><\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">_<\/span><\/span><\/u><\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"ru-RU\">\u0421\u0421\u0421\u0420<\/span><\/span><\/span><\/u><\/span><\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote27anc\" name=\"sdfootnote27sym\">27<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/fishki.net\/anti\/3443506-11-oktjabrja-1931-goda-v-sssr-zaprewajut-chastnuju-torgovlju.html\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/fishki.net\/anti\/3443506-11-oktjabrja-1931-goda-v-sssr-zaprewajut-chastnuju-torgovlju.html<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. Es stellt sich hier die Frage, inwieweit dieses Verbot des privaten Handels mit dazu beigetragen hat, dass die Ernte 1932 weit geringer ausgefallen war als erwartet, was zur allseits bekannten Hungerkatastrophe gef\u00fchrt hat.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote28\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote28anc\" name=\"sdfootnote28sym\">28<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Der trotzkistische russische Historiker Wadim Rogowin spricht in diesem Zusammenhang explizit von einer &#8222;Neo-NEP&#8220;. Siehe z.B.: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3886340740\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3886340740<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. Ich hab Rogowin aber nie gelesen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote29\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote29anc\" name=\"sdfootnote29sym\">29<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nepmann\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nepmann<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote30\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote30anc\" name=\"sdfootnote30sym\">30<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/archive\/khrushchev\/1956\/02\/24.htm\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/www.marxists.org\/archive\/khrushchev\/1956\/02\/24.htm<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote31\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote31anc\" name=\"sdfootnote31sym\">31<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Marktwirtschaft\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Marktwirtschaft<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote32\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote32anc\" name=\"sdfootnote32sym\">32<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Bei staatseigenen Firmen direkt, bei Genossenschaften \u00fcber die <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><i>(dank Nationalisierung niedrige)<\/i><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Steuer.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote33\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote33anc\" name=\"sdfootnote33sym\">33<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Xue_Muqiao\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Xue_Muqiao<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote34\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote34anc\" name=\"sdfootnote34sym\">34<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Economic_Problems_of_Socialism_in_the_USSR\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Economic_Problems_of_Socialism_in_the_USSR<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote35\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote35anc\" name=\"sdfootnote35sym\">35<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Ver\u00f6ffentlicht in Band 15 der Stalin-Werke, hier die archivierte Online-Version: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/bit.ly\/3dtnFWQ\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/bit.ly\/3dtnFWQ<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote36\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote36anc\" name=\"sdfootnote36sym\">36<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Hervorhebung von mir. Das ist ein Fazit des zweiten Kapitels mit dem Titel &#8222;Die Frage der Warenproduktion im Sozialismus&#8220;. Ich kann leider keine Seitenzahl nennen, da ich mit der Online-Version des Textes arbeite.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote37\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote37anc\" name=\"sdfootnote37sym\">37<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Unbedingt lesenswert: Oriana Fallacis Interview mit Deng Xiaoping: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/redsails.org\/deng-and-fallaci\/\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/redsails.org\/deng-and-fallaci\/<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote38\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote38anc\" name=\"sdfootnote38sym\">38<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Nur zur Info: Teile der Rechten in Russland versuchen Stalins Kritik am Dogmatismus als Lossagung vom Marxismus insgesamt zu deuten. Was nat\u00fcrlich absurd ist, aber ich wollte es erw\u00e4hnt haben.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote39\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote39anc\" name=\"sdfootnote39sym\">39<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Bezogen auf Abteilung II. Denn die Verstaatlichung bzw. &#8222;staatskapitalistische&#8220; Organisation von Abteilung I ist Voraussetzung, nicht Folge. Wer die &#8222;Kommandoh\u00f6hen der Wirtschaft&#8220; kontrolliert, bestimmt ma\u00dfgeblich das gesamte wirtschaftliche Leben. Konsumg\u00fcterproduktion kennt selten derartige Monopolstellungen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote40\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote40anc\" name=\"sdfootnote40sym\">40<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Ich nutze diesen Begriff sehr viel weiter gefasst als David Graeber, der ihn popul\u00e4r gemacht hat.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote41\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote41anc\" name=\"sdfootnote41sym\">41<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Und zwar als Zombie. Varoufakis argumentiert, dass dieses System 2008 an sein Ende gekommen ist.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote42\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote42anc\" name=\"sdfootnote42sym\">42<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/fred.stlouisfed.org\/series\/M1\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/fred.stlouisfed.org\/series\/M1<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote43\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote43anc\" name=\"sdfootnote43sym\">43<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/fred.stlouisfed.org\/series\/MABMM301USM189S\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/fred.stlouisfed.org\/series\/MABMM301USM189S<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote44\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote44anc\" name=\"sdfootnote44sym\">44<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Um dieses unfassbare Geldvolumen aufzusaugen, findet die &#8222;Warenproduktion&#8220; mittlerweile im virtuellen Raum statt, siehe z.B. der Hype um NFTs: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Non-Fungible_Tokens\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Non-Fungible_Tokens<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote45\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote45anc\" name=\"sdfootnote45sym\">45<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Hier ein kurzer Blogpost \u00fcber die ber\u00fchmte Goldrubel-Verordnung vom 1.3.1950: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/bit.ly\/38jp2E9\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/bit.ly\/38jp2E9<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. Das Thema ist Quelle f\u00fcr viele Mythen, besch\u00e4ftigt aber auch Historiker, die in Russland leider oft zu Sensationslust neigen. Ausf\u00fchrlicher publizistischer Artikel zum Thema: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"http:\/\/www.specnaz.ru\/articles\/195\/27\/1743.htm\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">http:\/\/www.specnaz.ru\/articles\/195\/27\/1743.htm<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote46\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote46anc\" name=\"sdfootnote46sym\">46<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Ich sag oft (halb) scherzhaft: Kommunisten sind eines der gr\u00f6\u00dften Hindernisse des Kommunismus.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote47\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote47anc\" name=\"sdfootnote47sym\">47<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Man darf auch nicht vergessen, dass vieles in den 20er und 30er Jahren ausprobiert wurde, das sich als schlicht nicht praktikabel herausstellte. Zahlreiche ideologische Vorstellungen scheiterten an der Realit\u00e4t. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote48\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote48anc\" name=\"sdfootnote48sym\">48<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/stalinism.ru\/dokumentyi\/stalin-i-narod-pochemu-ne-bylo-vosstaniya.html?showall=1\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/stalinism.ru\/dokumentyi\/stalin-i-narod-pochemu-ne-bylo-vosstaniya.html?showall=1<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote49\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote49anc\" name=\"sdfootnote49sym\">49<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> Was seine Schattenseiten hatte, das muss man gar nicht idealisieren. <\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote50\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote50anc\" name=\"sdfootnote50sym\">50<\/a> <span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/USSR_anti-religious_campaign_(1958%E2%80%931964)\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/USSR_anti-religious_campaign_(1958\u20131964)<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. Diese Kampagne unterschied sich deutlich von der in den 30ern, die recht chaotisch und widerspr\u00fcchlich verlief: <\/span><span style=\"color: #0563c1;\"><u><a href=\"https:\/\/w.wiki\/32L4\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">https:\/\/w.wiki\/32L4<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\">. Erinnert sei auch daran, dass Stalin nach dem 2.WK einen Deal mit dem ber\u00fchmten polnischen Kardinal Wyszy\u0144ski hatte.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote51\">\n<p class=\"sdfootnote-western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote51anc\" name=\"sdfootnote51sym\">51<\/a><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"> F\u00fcnfter Absatz von unten: &#8222;Diese Entwicklung [\u2026] trug unter den b\u00e4uerlichen Verh\u00e4ltnissen des Landes notwendig barbarische Z\u00fcge.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sava Djahov Zuallererst m\u00f6chte ich mich bei der Redaktion der AzD herzlich bedanken, f\u00fcr das Vertrauen mir gegen\u00fcber und die Gelegenheit, mich hier zu \u00e4u\u00dfern und ein stabileres Publikum zu erreichen. Bisher war ich nur in diversen Foren und sozialen Netzwerken aktiv. In sozialen Netzwerken und Foren bin ich als &#8222;palette&#8220; unterwegs und m\u00f6chte mein &hellip; <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=2099\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Sozialismus und Kapital<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2099","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2099"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2099\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2198,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2099\/revisions\/2198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}