{"id":1708,"date":"2019-10-19T18:10:03","date_gmt":"2019-10-19T16:10:03","guid":{"rendered":"http:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=1708"},"modified":"2019-10-19T18:10:08","modified_gmt":"2019-10-19T16:10:08","slug":"vorbemerkung-10","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=1708","title":{"rendered":"Vorbemerkung"},"content":{"rendered":"<p>\u201eHerzlichen Dank f\u00fcr die Materialien (gemeint sind die AzD). F\u00fcr einen marxistisch denkenden Geschichtsstudenten wie mich stellen diese eine wirkliche Bereicherung dar.\u201c (Zuschrift aus Wien vom 13.Januar 2019) \u2028\u201eEure Methode der Auseinandersetzung mit anderen Autoren finde ich sehr fruchtbar. Ihr kommt insgesamt zu sehr interessanten und wichtigen Erkenntnissen. Schade, dass sie \u00fcber den Verlag VSA hinaus zu wenig wahrgenommen werden.\u201c (Brief eines AzD-Lesers aus K\u00f6ln von April 2019) \u2028\u201eInsgesamt halte ich Karuscheits Forschungen zur Vorgeschichte des WK1, der Entwicklung der SPD in dieser Zeit und dem Ablauf der Novemberrevolution f\u00fcr Erdbeben, die auf dem Gebiet der linken Vorstellungen, so wie sie sich im 20. Jahrhundert herausgebildet haben, keinen Stein auf dem anderen lassen. Sie liefern Erkl\u00e4rungen f\u00fcr Vorg\u00e4nge, die in der Regel nur mit moralischen Begriffen abgehandelt werden. Genau so ist das auch mit den Arbeiten von A.\u00a0Schr\u00f6der zur russischen Revolution. Damit macht ihr genau das, was den wissenschaftlichen Sozialismus eigentlich ausmachen sollte. Dass dabei auch Aussagen unserer Klassiker widerlegt werden k\u00f6nnen\/m\u00fcssen, geh\u00f6rt dazu, auch wenn die meisten Linken das als Sakrileg verurteilen. Aber so geht wissenschaftliches Arbeiten.\u201c (aus der Mail eines AzD-Lesers aus Bayern vom 18.Juli 2019)<br \/>\nSeit sich die AzD vermehrt den Revolutionen in Russland und Deutschland zu Beginn des vorigen Jahrhunderts zugewandt haben, ist das Interesse an unseren Publikationen merklich gestiegen. Umso auff\u00e4lliger ist die Teilnahmslosigkeit, mit der die Linke die Erinnerung an die Jahrhundert-Tage verstreichen lie\u00df, anstatt die Ergebnisse der neueren Revolutionsforschung zur Kenntnis zu nehmen, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und einen neuen Zugang zum Werdegang der kommunistischen Bewegung zu finden. Als Vorbild auf der Flucht vor neuen Erkenntnissen agiert die Zeitschrift \u201eZ\u201c, die sich zwecks \u201eErneuerung des Marxismus\u201c alle M\u00fche gibt, kontroversen Fragen aus dem Weg zu gehen und unliebsame Meinungen zu boykottieren.<br \/>\nDem entgegen f\u00fchrt die vorliegende AzD-Ausgabe die begonnene Auseinandersetzung um die Fragen der russischen und deutschen Revolution weiter. In Fortsetzung von AzD 88 und 89 setzt Alfred Schr\u00f6der sich diesmal mit Thomas Kuczinskys Auffassungen vom russischen Oktober auseinander: \u201eWas bleibt von der Oktoberrevolution?\u201c Indem er noch einmal auf die russische Dorfgemeinde eingeht, benennt er die zeitgebunden fehlerhaften Vorstellungen Marxens von dieser Institution und wendet sich gegen den in der Linken verbreiteten \u201eSchriftglauben\u201c, der den historischen Materialismus zu einem ideologischen Konstruktionsmittel verkommen l\u00e4sst. Das Geheimnis des Oktobers sieht er in der spezifischen Kombination von proletarisch-sozialistischer Revolution und einer antikapitalistischen, r\u00fcckw\u00e4rts gewandten Bauernrevolution.<br \/>\nDem folgt eine Diskussion mit der Redaktion der \u201eArbeiterpolitik\u201c sowie einem Leser aus Hamburg. Darin geht es um den Charakter der Novemberrevolution, die fehlerhafte Einsch\u00e4tzung der Klassenverh\u00e4ltnisse durch die revolution\u00e4re Vorkriegslinke, die nicht gef\u00fchrte Auseinandersetzung mit den Positionen Bebels und Kautskys sowie das untaugliche Revolutionskonzept Luxemburgs.<br \/>\nFritz G\u00f6tt setzt sich mit dem amtlichen Bericht \u201eSicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz\u201c 2018 auseinander.<br \/>\nDie abschlie\u00dfende Dokumentation bringt ein Interview mit Wolfgang Streeck \u00fcber die Politik eines \u201erealistischen Antikapitalismus\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eHerzlichen Dank f\u00fcr die Materialien (gemeint sind die AzD). F\u00fcr einen marxistisch denkenden Geschichtsstudenten wie mich stellen diese eine wirkliche Bereicherung dar.\u201c (Zuschrift aus Wien vom 13.Januar 2019) \u2028\u201eEure Methode der Auseinandersetzung mit anderen Autoren finde ich sehr fruchtbar. 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