{"id":134,"date":"2016-09-10T21:28:54","date_gmt":"2016-09-10T19:28:54","guid":{"rendered":"http:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=134"},"modified":"2017-12-20T12:42:08","modified_gmt":"2017-12-20T11:42:08","slug":"ii-die-lage-der-klassen-vor-dem-krieg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=134","title":{"rendered":"II. Die Lage der Klassen vor dem Krieg"},"content":{"rendered":"<div>\n<h3>1. Aufstieg und Fall des Kleinb\u00fcrgertums<\/h3>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der NSDAP am 31. Januar 1933 glaubte die kleinb\u00fcrgerliche SA, die Stunde der Abrechnung sei gekommen. Sie wollten nun verwirklichen, wof\u00fcr sie jahrelang gek\u00e4mpft hatten. Der Zustrom an begeisterten \u00dcberl\u00e4ufern, aber auch Opportunisten zur SA und Partei war kaum noch zu bremsen. Die Partei sah sich veranla\u00dft, einen Aufnahmestopp zu verh\u00e4ngen. Die SA wuchs und wuchs. Nach der Vereinigung mit ca. 300.000 Stahlhelmleuten kam sie innerhalb eines Jahres auf 4 Millionen Mitglieder. Diese riesige Massenarmee war von keiner Macht mehr zu kontrollieren und wurde zum selbst\u00e4ndigen Machtfaktor. Neben der SA wurde die NSBO zum Unsicherheitsfaktor. Ihr F\u00fchrer Muchow tr\u00e4umte von einer Einheitsgewerkschaft und vertrat einen radikalen Antikapitalismus.<\/p>\n<p>Der Nationalsozialismus zeigte sich in dieser Phase \u00e4u\u00dferst mittelstandsfreundlich. Alte Forderungen des Handwerks wurden nun erf\u00fcllt. Die Zwangsinnung f\u00fcr alle Handwerker f\u00fchrte man ein. Damit konnten z.\u00a0B. Preise festgelegt werden, um die H\u00e4rten des freien Marktes auszuschalten. Ebenso wurde ein Besch\u00e4ftigungsnachweis von allen Handwerkern verlangt. Alle, die keinen Meistertitel hatten, mu\u00dften ihn bis 1939 nachholen. Der Besch\u00e4ftigungsnachweis war ein gro\u00dfer Schutz vor der Konkurrenz, da so Arbeitslose oder andere nicht einfach einen Handwerksbetrieb er\u00f6ffnen konnten. Die geha\u00dften Warenh\u00e4user wurden zwar nicht aufgel\u00f6st, ihr Handelsspielraum aber enorm beschr\u00e4nkt. Im Mai 1933 erlie\u00df die Regierung eine Einrichtungs- und Erweiterungssperre f\u00fcr Warenh\u00e4user und Einheitspreisgesch\u00e4fte, die bis 1945 galt. [33] Per Gesetz verdoppelte sich am 18. M\u00e4rz auch die Gewerbekapitalsteuer f\u00fcr Warenh\u00e4user. [34] Die Eigentumsfrage wurde allerdings nur bei j\u00fcdischen Warenh\u00e4usern gestellt. Mit dem SA-Boykott am 1. April 1933 begann die &#8222;Arisierung&#8220; in Form der sogenannten &#8222;freiwilligen&#8220; Verk\u00e4ufe. Viele &#8222;alte K\u00e4mpfer&#8220; der Partei und SA \u00fcbernahmen die vormals j\u00fcdischen Gesch\u00e4fte, wobei die Warenh\u00e4user meist den Gro\u00dfbanken zufielen.<\/p>\n<p>Mit den mittelstandsfreundlichen Ma\u00dfnahmen konnten die Nationalsozialisten die Handwerker und Kleinunternehmer in dem Glauben best\u00e4tigen, ihre Regierung mit &#8222;Volkskanzler&#8220; Hitler sei an der Macht. Doch die Millionen Arbeitslosen und die w\u00e4hrend der Wirtschaftskrise ins Proletariat gesp\u00fclten Kleinb\u00fcrger waren damit nicht aus ihrem sozialen Elend befreit. Die Demonstrationen gegen Warenh\u00e4user gingen mit einer solchen Radikalit\u00e4t weiter, da\u00df es selbst der Parteif\u00fchrung zu viel wurde. Eine Parteiverordnung im April 1933 verbot SA und NSBO jegliche Demonstrationen gegen Wirtschafts- und Finanzunternehmer ohne Erlaubnis der F\u00fchrung. [35] Rudolf He\u00df erlie\u00df im Juni 1933 zwei Verordnungen, die forderten, die Agitation und Demonstrationen gegen Warenh\u00e4user einzustellen. Als Begr\u00fcndung wurde angef\u00fchrt, da\u00df die Aufl\u00f6sung der Warenh\u00e4user eine Gef\u00e4hrdung von Tausenden von Arbeitspl\u00e4tzen darstelle. [36]<\/p>\n<p>Die braune Massenarmee bedrohte schlie\u00dflich Hitlers B\u00fcndnis mit der Gro\u00dfindustrie und der Junkerschaft. Den Einflu\u00df der radikalen Mittelstandsvertreter dr\u00e4ngte die Parteif\u00fchrung zur\u00fcck. Der Mittelstandsvertreter Wagener verlor im Juni seine Positionen als Leiter der &#8222;Kommission f\u00fcr Wirtschaftspolitik der NSDAP&#8220; und als Wirtschaftskommissar. Im August wurde der &#8222;Kampfbund des gewerblichen Mittelstands&#8220; aufgel\u00f6st und in die DAF eingegliedert. Die vom Mittelstand verteufelten Konsum- und Verbrauchervereine der Arbeiterbewegung wurden zur \u00dcberraschung vieler nicht aufgel\u00f6st, sondern von der DAF \u00fcbernommen. Die Deutsche Arbeitsfront lie\u00df sie bis 1941 bestehen.<\/p>\n<h3>Die Zerschlagung der SA<\/h3>\n<p>Die Unzufriedenheit in der SA nahm gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe an. Der Ruf nach einer zweiten &#8222;Revolution&#8220; wurde immer lauter. Schon am 26. Januar 1934 hatten Abteilungen der SA die Kaiser-Geburtstagsfeier, auf der auch hohe Offiziere der Reichswehr anwesend waren, gesprengt. [37] Im Rundschreiben der SA-F\u00fchrung hie\u00df es: &#8222;Alte K\u00e4mpfer klagen \u00fcber schlechte Entlohnung und wenig nationalsozialistisches Verst\u00e4ndnis der Arbeitgeber. Bei diesen besteht mitunter wenig Neigung zur Einstellung alter SA-M\u00e4nner.&#8220; [38] Im Rundschreiben vom Februar 1934 klagte auch Stabschef R\u00f6hm \u00fcber die schlechte Stimmung in der SA. In den ersten zwei Jahren konnte das Regime keine gro\u00dfen Erfolge bei der Bek\u00e4mpfung der Arbeitslosigkeit erzielen. Viele &#8222;alte K\u00e4mpfer&#8220; f\u00fchlten sich betrogen.<\/p>\n<p>Die SA-F\u00fchrung verstand unter der zweiten &#8222;Revolution&#8220; vor allem einen direkten Angriff auf die Junker und die Reichswehr. Das braune Massenheer sollte als Volksarmee die preu\u00dfisch-aristokratische Reichswehr ersetzen. Hitler hielt von diesen Pl\u00e4nen nichts, da er vorerst auf das B\u00fcndnis mit der Reichswehr angewiesen war und aus au\u00dfenpolitischen Gr\u00fcnden einen so offenen Versto\u00df gegen den Versailler Vertrag nicht wagen wollte. So erkl\u00e4rte Hitler am 6. Juni: &#8222;Die Revolution ist kein permanenter Zustand (&#8230;). Man mu\u00df den frei gewordenen Strom der Revolution in das sichere Bett der Evolution hin\u00fcberleiten.&#8220; [39] Auch die konservativen, monarchistischen Kr\u00e4fte forderten ein Vorgehen gegen die SA. Vizekanzler Franz von Papen warnte in seiner Marburger Rede am 17. Juni: &#8222;Es wird viel von der kommenden Sozialisierung gesprochen&#8230; Haben wir eine antimarxistische Revolution durchlebt, um das Programm des Marxismus durchzuf\u00fchren?&#8220; [40] SA-Stabschef R\u00f6hm erwiderte auf diese Stimmen: &#8222;Wenn die Spie\u00dferseelen meinen, da\u00df die \u2018nationale Revolution\u2019 schon zu lange dauert, so pflichten wir ihnen ausnahmsweise bei: Es wird in der Tat h\u00f6chste Zeit, da\u00df die nationale Revolution aufh\u00f6rt und da\u00df daraus die nationalsozialistische Revolution wird! Ob es ihnen pa\u00dft oder nicht &#8211; wir werden unseren Kampf weiterf\u00fchren. Wenn sie endlich begreifen, um was es geht: mit ihnen! Wenn sie nicht wollen: ohne sie! Und wenn es sein mu\u00df: gegen sie!&#8220; [41] R\u00f6hm sah die Stunde der SA gekommen und r\u00fcstete auf.<\/p>\n<p>Am 30. Juni startete die SS mit Unterst\u00fctzung der Reichswehrf\u00fchrung und Hitlers ohne jegliche rechtliche Grundlage den Angriff auf die SA. Ohne da\u00df der sogenannte &#8222;R\u00f6hm-Putsch&#8220; \u00fcberhaupt stattfand, wurde ein Blutgericht \u00fcber die SA abgehalten. Die SA wurde in ihrer urspr\u00fcnglichen Form zerschlagen. Sie wurde entwaffnet und eine &#8222;S\u00e4uberung&#8220; aller wichtigen Positionen veranla\u00dft. Neben R\u00f6hm und Georg Strasser wurden fast alle F\u00fchrungskr\u00e4fte durch die SS ermordet. \u00dcber das Ausma\u00df der Opfer sind sich die Historiker nicht einig. Die Sch\u00e4tzungen gehen von 85 bis 1000 Toten aus. Die SS nutzte die Gunst der Stunde, um auch einige b\u00fcrgerliche Oppositionelle zu beseitigen, die eigene Vorstellungen besa\u00dfen. So wurden die Reichswehrgener\u00e4le von Schleicher und von Bredow sowie die engen Mitarbeiter Franz von Papens, Bose und Jung, ermordet.<\/p>\n<p>Die Vorbereitung der Intrige gegen die SA lag in den H\u00e4nden von Blombergs, von Reichenaus, Himmlers und G\u00f6rings. Die Reichswehrf\u00fchrung dr\u00e4ngte Hitler zu diesem Schritt und verlangte von ihm, sich an seine Zusage zu halten, da\u00df die Reichswehr der &#8222;alleinige Waffentr\u00e4ger der Nation&#8220; sei. Hitler, der das B\u00fcndnis mit der adeligen Reichswehrf\u00fchrung nur aus taktischen Gr\u00fcnden eingegangen war, versuchte wiederholt einen Kompromi\u00df zwischen Reichswehr und SA herbeizuf\u00fchren. Damit gaben sich aber weder R\u00f6hm noch Blomberg zufrieden. Hitler soll am 30. Juni gegen\u00fcber Rauschning sein Bedauern \u00fcber den Ausgang zum Ausdruck gebracht haben: &#8222;Er habe verlangt, man solle ihm Zeit lassen, die Sache im Guten zu ordnen &#8211; aber man habe ihn zu dem wahnwitzigen blutigen Gericht gezwungen.&#8220; [42]<\/p>\n<p>Die unmittelbare Folge der &#8222;R\u00f6hmaff\u00e4re&#8220; waren Tausende entt\u00e4uschter SA-M\u00e4nner. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage des am 30. Juni verhafteten Aachener SA-Stabsf\u00fchrers, Dr. Kl\u00f6ppel: Die SA habe die Hoffnung gehabt, da\u00df &#8222;der F\u00fchrer (&#8230;) wieder den Vormarschbefehl (&#8230;) geben w\u00fcrde (sogenannte \u2018zweite Revolution\u2019), dann war f\u00fcr die \u2018Reaktion\u2019 mit einem Schlage alles verloren; verloren war dann insbesondere alles f\u00fcr Schwerindustrie und Agrarier (&#8230;), weil diese Kreise dann damit zu rechnen hatten, da\u00df die sozialistischen Tendenzen des Nationalsozialismus zur Verwirklichung kamen, da die bisher hemmenden au\u00dfenpolitischen R\u00fccksichtnahmen entfielen.&#8220; [43] Es sollte noch einige Jahre dauern, die Millionen SA-M\u00e4nner wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Im Gegensatz dazu steigerte sich in der Bev\u00f6lkerung nach dem 30. Juni die Beliebtheit Hitlers. Nach dem Motto &#8222;der F\u00fchrer hat aufger\u00e4umt&#8220; freuten sich viele, die Rauf &#8211; und Trunkenbolde der SA los zu sein, und hegten Illusionen, da\u00df jetzt Normalit\u00e4t und rechtliche Sicherheit wieder einkehren w\u00fcrden. [44]<\/p>\n<p>Obwohl die Parteif\u00fchrung zum Bruch mit der Reichswehr noch nicht bereit war, lagen ihre Sympathien eindeutig auf der Seite der SA. G\u00f6bbels bedauerte laut Tagebuch am 28. M\u00e4rz 1945 in einem Gespr\u00e4ch mit Hitler, &#8222;da\u00df wir im Jahre 1934 leider vers\u00e4umt h\u00e4tten, die Wehrmacht zu reformieren&#8230; Das, was R\u00f6hm wollte, war nat\u00fcrlich an sich richtig, nur konnte es von einem Homosexuellen und Anarchisten praktisch nicht durchgef\u00fchrt werden. W\u00e4re R\u00f6hm eine erstklassige Pers\u00f6nlichkeit gewesen, so w\u00e4ren wahrscheinlich am 30. Juni eher einige hundert Gener\u00e4le als einige hundert SA-F\u00fchrer erschossen worden.&#8220; [45] Hitler und Goebbels verschoben 1934 die Abrechnung mit der alten preu\u00dfischen Elite auf einen sp\u00e4teren Zeitpunkt, wenn die Machtverh\u00e4ltnisse g\u00fcnstiger waren. Mit der SA verloren sie aber eine wichtige Waffe im Kampf f\u00fcr den kleinb\u00fcrgerlichen Massenstaat. An ihre Stelle trat die SS, deren gewaltiger Aufstieg nach dem 30. Juni 1934 langsam begann. Die SA versank in der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit und hatte nur in der Reichsprogromnacht 1938 noch einen entscheidenden und blutigen Auftritt.<\/p>\n<h3>Gesicherte Plackerei des Mittelstandes<\/h3>\n<p>Wie stellte sich aber nach der mittelstandsfreundlichen Phase 1933 und der Zerschlagung der SA die konkrete soziale Lage des Kleinb\u00fcrgertums dar? Die Nationalsozialisten verstanden sich zwar als kleinb\u00fcrgerliche Massenbewegung, doch wollten sie keineswegs dem Handwerk den Wunsch nach einer mittelalterlichen Zunftordnung erf\u00fcllen. Hitler war der Meinung, da\u00df das Handwerk und Kleinb\u00fcrgertum nur durch die Ostsiedlung zu retten waren. Aber den Siedlungskrieg konnte man nur mit modernen Waffen f\u00fchren, die nur die Gro\u00dfindustrie herstellen konnte. Also waren die Spielr\u00e4ume, die Interessen des Mittelstandes in der Phase der Aufr\u00fcstung zu bewahren, sehr begrenzt. Von dem Wirtschaftsaufschwung profitierte aber auch der Mittelstand. So wuchs der Gesamtumsatz von 1933 bis 1935 um ca. 38\u00a0%, betrug aber nicht einmal zwei Drittel des Umsatzes von 1926. [46] Die Zahl der Handwerksbetriebe lag aber 1936 mit 1,653 Millionen erheblich \u00fcber den Zahlen von 1933 (1,383 Millionen) und 1926 (1,308 Millionen). [47] Das Handwerk stabilisierte sich also, obwohl der gro\u00dfe Wohlstand nicht ausbrach. Der monatliche Gesamtdurchschnittsverdienst von Handwerksbetrieben lag im Jahr 1935 bei ganzen 1412\u00a0RM. Damit war der Verdienst vieler Meister immer noch deutlich unter Facharbeiterlohn. [48]<\/p>\n<p>Auch in der NSDAP gab es Kr\u00e4fte, die das r\u00fcckst\u00e4ndige Handwerk ganz beseitigen wollten. Ein Vertreter dieser Richtung war der F\u00fchrer der Deutschen Arbeitsfront Robert Ley. Dadurch entstanden st\u00e4ndig Konflikte zwischen dem Wirtschaftsminister Schacht und Ley. Ley forderte wiederholt, die Innungen aufzul\u00f6sen und das Handwerk komplett der DAF zu unterstellen. Hitler, der um seine Massenbasis im Kleinb\u00fcrgertum besorgt war, lie\u00df sich davon allerdings nicht \u00fcberzeugen. Einige Erfolge erzielte Ley aber trotzdem. So wurde 1936 das Ausbildungsmonopol aufgehoben. Zu diesem Zeitpunkt besch\u00e4ftigte das Handwerk noch 2\/3 aller Lehrlinge. [49] Das gr\u00f6\u00dfte sozialpolitische Zugest\u00e4ndnis an das Handwerk blieb der Ausbau des Sozialstaates: 1938 bezog man das Handwerk in die Pflichtversicherung der Altersversorgung ein. [50]<\/p>\n<p>Im gro\u00dfen und ganzen war es der NSDAP gelungen, das Versprechen, den Mittelstand zu erhalten, einzul\u00f6sen. Die Plackerei in den wirtschaftlich r\u00fcckst\u00e4ndigen Betrieben mit starker pers\u00f6nlicher Abh\u00e4ngigkeit, schlechten L\u00f6hnen und Arbeitszeiten blieb bis zum Krieg gesichert. Eine reaktion\u00e4re und antimoderne Politik, die allerdings dazu beitrug, den Mittelstand als Bastion des Nationalsozialismus zu erhalten.<\/p>\n<\/div>\n<div align=\"right\">\n<p><a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=139\">[Weiter]<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Aufstieg und Fall des Kleinb\u00fcrgertums Nach der Macht\u00fcbernahme der NSDAP am 31. 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