{"id":1237,"date":"2018-01-13T10:09:15","date_gmt":"2018-01-13T09:09:15","guid":{"rendered":"http:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=1237"},"modified":"2018-01-13T10:09:15","modified_gmt":"2018-01-13T09:09:15","slug":"kurze-zusammenfassung-der-geschichte-und-entwicklung-der-finanzmaerkte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=1237","title":{"rendered":"Kurze Zusammenfassung der Geschichte und Entwicklung der Finanzm\u00e4rkte"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\" style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Erwin Maurer<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Vom System von Bretton Woods zur Globalisierung<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Bei der Besch\u00e4ftigung mit der im Jahre 2008 ausbrechenden, weltweiten Finanzkrise ergaben sich auch Fragen zur Geschichte und Entwicklung der Finanzm\u00e4rkte seit dem zweiten Weltkrieg. Da ich keine zusammenfassende Literatur finden konnte, die alle Aspekte der Finanzm\u00e4rkte umfasst, sowohl was ihre historische Entwicklung als auch ihre Funktionsweise betrifft, habe ich versucht, selbst eine entsprechende kurze Zusammenfassung zu schreiben. Diese m\u00f6chte ich hiermit einem breiteren Publikum zur Verf\u00fcgung stellen und hoffe, dass sie einen lesenswerten und informativen \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklung der Finanzm\u00e4rkte gibt.<\/span><\/span><\/p>\n<ol type=\"I\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><b>Das System von Bretton-Woods und sein Scheitern<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>1944 \u2013 1973:<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Die Finanzm\u00e4rkte w\u00e4hrend des Systems von Bretton Woods waren gepr\u00e4gt durch:<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Partielle Golddeckung des US-Dollars, mit einer Einl\u00f6sungsgaran\u00adtie f\u00fcr die im Ausland existierenden Dollarverbindlichkeiten der USA mit einer schon 1934 festgelegten Parit\u00e4t von 35 US-Dollar je Feinunze Gold. Diese Einl\u00f6segarantie von US $ gegen Gold bestand aber nicht gegen\u00fcber US\u2013B\u00fcrgern. F\u00fcr diese war der Erwerb von W\u00e4hrungsgold in den USA verboten.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Festes Wechselkurssystem mit US-Dollar als Leitw\u00e4hrung<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Regulierung durch Kapitalverkehrskontrollen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ziel des Systems von Bretton Woods war die \u201e<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Vermeidung aller f\u00fcr den Wiederaufbau einer liberalen Handelsordnung st\u00f6renden W\u00e4hrungsturbulenzen\u201c (Weed-Studie: &#8222;Finanzm\u00e4rkte und Entwicklung&#8220;, S.35).<br \/>\n\u201eDamit waren die nationalen Finanzsysteme weitgehend voneinander abge\u00adschirmt und mit dem Ziel einer effektiven Risikokontrolle strikten Regulierun\u00adgen unterworfen. Zusammengenommen bildeten die Regulierungen nach Innen und Au\u00dfen ein protektionistisches Gef\u00fcge der voneinander abgeschirmten natio\u00adnalen Finanzsysteme, das sich durch eine au\u00dferordentliche Stabilit\u00e4t auszeich\u00adnete\u201c. (ebenda)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Schulmeister verweist darauf, dass Bretton Woods und die Gatt-Runden zur friktionslosen Expansion der G\u00fcter und Handelsm\u00e4rkte beitrugen (siehe Schul\u00admeister: &#8222;Globale Finanzm\u00e4rkte \u2013 Siegeszug des Neoliberalismus? S.33). Daher wird diese Epoche im R\u00fcckblick von einigen als das \u201eGoldene Zeitalter\u201c des Kapitalismus bezeichnet.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Aber Rainer Falk weist darauf hin, dass das System der festen Wechselkurse streng genommen nur ca. 15 Jahre existierte: \u201eVon der Herstellung der vollen Konvertibilit\u00e4t 1958 bis zum Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems 1973\u201c (R. Falk: Von Bretton Woods zum \u201eCasino-Kapitalismus\u201c \u2013 und zur\u00fcck? S.2).<br \/>\nAndrosch verweist auf ein weiteres Problem: In den 40er und 50er Jahren bestand eine Dollarknappheit au\u00dferhalb der USA, die in den 60er Jahren durch eine Dollarschwemme abgel\u00f6st wurde (Hannes Androsch: Wechselkurssysteme und Wirtschaftskrisen, S.22 u. S.25).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>1960er Jahre:<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Das System von Bretton Woods kommt unter Druck (zwei Ten\u00addenzen bzw. Entwicklungen):<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wende in der internationalen Finanzordnung\u201c (weed S.36). \u201eEntste\u00adhung eines globalen Produktions- und Finanzsystems\u201c (Nick Beams: &#8222;Als das System von Bretton Woods zusammenbrach&#8220;).<br \/>\nDie Herausbildung der \u201eEurodollarm\u00e4rkte\u201c seit Ende der 50iger Jahre am Finanzplatz London war ein Umgehen der bestehenden Regulierungen der Finanzm\u00e4rkte (erst der britischen, dann auch der US-amerikanischen). Es ging um Anlage und Kreditvergabe von\/in Dollars au\u00dferhalb der USA, einerseits von Nicht-US-B\u00fcrgern \/ britischen Banken (wg. vorhandener Dollars f\u00fcr \u00d6L u. andere Welthandelsprodukte), andererseits von US-B\u00fcrgern und Banken, die die strenge Regulierung der US-Beh\u00f6rden (u.a. auch das Verbot, W\u00e4hrungsgold zu erwerben) umgehen wollten. Sowohl die britische als danach auch die US-Regierungen reagierten \u201ehalbherzig\u201c. (siehe: Nick Beams, S.\u00a02\u00a0u.3; Eva Kreisky: &#8222;Institutionelle S\u00e4ulen neoliberaler Weltpolitik: IWF,WB und WTO&#8220;, S.3)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Relativer Niedergang der USA\u201c bzw. \u201ecatching up\u201c der anderen Industriel\u00e4nder, insbesondere Deutschland und Japan, im Schutze der festen Wechselkurse des Bretton-Wood-Systems f\u00fchrt zur \u00dcberbewertung des US-Dollars und einem R\u00fcckgang des US-Exports (ebenda). <\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dieser relative Niedergang in Verbindung mit der hohen Verschuldung wegen der Milit\u00e4rausgaben (Vietnamkrieg, Kalter Krieg) sowie der Doppelrolle des Dollars als nationale US-W\u00e4hrung und gleichzeitig Weltw\u00e4hrung f\u00fchrt zu zwiesp\u00e4ltiger Politik der US-Regierung.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Zweifel an \u201eGoldeinl\u00f6segarantie\u201c des US-Dollar wegen der relativen Schw\u00e4che der US-Wirtschaft bei massivem Kapitalexport, sinkender Goldbest\u00e4nde und expansiver Geld- und Fiskalpolitik der US-Regierung. \u201eHatten die USA 1945 noch 67% der gesamten Goldreserven gehalten, so war diese Zahl 1970 auf 16% gefallen. Gegen Ende 1967 verschlechterte sich die Situation so rasch, dass sie nicht l\u00e4nger haltbar war: die Konvertibilit\u00e4t musste aufgehoben werden.\u201c (Androsch, S.26) \u201eSchon 1960 beliefen sich die kurzfristigen Auslandsverbindlichkeiten der USA auf 18,7 Milliarden Dollar, und die Goldbest\u00e4nde hatten nur noch einen Wert von 17,8 Milliarden. 1971 waren die 55,4 Milliarden Dollar Auslandsforderungen nur noch durch einen Goldvorrat im Wert von 10,2 Milliarden gedeckt.\u201c (K.P. Krause: Die Fed, Bretton Woods, das Gold und die Geldmenge, Teil 2) 1960 forderten die USA die Notenbanken der sogenannten Partnerstaaten auf, f\u00fcr eine bestimmte Zeit keine Dollarnoten mehr in Gold zu tauschen, woran diese sich auch begrenzt hielten (siehe Der Spiegel, Nr.45\/1960, S.65). Aber bereits 1962 machte Frankreich als erstes Land seine Anspr\u00fcche geltend. \u201eZwischen 1962 und 1966 fielen die Goldvorr\u00e4te der USA um mehr als 3 Mrd. USD, w\u00e4hrend im selben Zeitraum die Vorr\u00e4te Frankreichs um beinahe dieselbe Menge stiegen.\u201c (Androsch, S.25)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Das System der festen Wechselkurse kam unter Druck:<br \/>\n1967: Abwertung des Pfund Sterling von 2,80 USD auf 2,40 USD.<br \/>\n1968: Abwertung des franz\u00f6sischen Franc und Druck auf den US-Dollar.<br \/>\nDer sogenannte Goldpool, der 1961 in London zur Stabilisierung des Goldpreises auf dem freien Markt geschaffen worden war, wurde wieder aufgehoben, und die partielle Golddeckung des inneramerikanischen Geldumlaufs abgeschafft. Damit war die Anbindung des Dollar an Gold faktisch aufgehoben bzw. auf den Kreis der Zentralbanken beschr\u00e4nkt.<br \/>\n1969: Neufestsetzung des Werts der Deutschen Mark gegen\u00fcber dem Dollar; dieser neu festgesetzte Wert wurde bereits im Mai 1971 wieder freigegeben.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>1971: <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Die us-amerikanische Handelsbilanz ist das erste Mal negativ; Fluchtwelle aus dem US-Dollar in Gold. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Nixon k\u00fcndigt die garantierte Goldparit\u00e4t des US-Dollar und die Garantie zur Einl\u00f6sung desselben in Gold. Abwertung des US-Dollar (siehe Scherpenberg: Dollar u. Euro im Umbruch des Weltw\u00e4hrungssystems, S.264).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Versuche der Wiederbelebung des Bretton-Woods-Systems durch Aus\u00fcbung von Kapitalkontrollen, seitens Japans und europ\u00e4ischer L\u00e4nder, scheitern an USA (siehe Kreisky, S.4). In den USA gab es starke Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung, dass die Beseitigung der Kapitalkontrollen den us-amerikanischen Interessen dient (siehe Kreisky ebenda).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Diese Einsch\u00e4tzung war richtig: Der Dollar blieb Weltw\u00e4hrung bzw. baute seine Stellung als internationale Leitw\u00e4hrung noch aus (siehe Scherpenberg, S. 264). Androsch nennt hierf\u00fcr zwei Gr\u00fcnde: \u201eErstens gab es einfach keine Alternative. Keines der Hartw\u00e4hrungsl\u00e4nder war bereit, die Rolle der Reservew\u00e4hrung zu \u00fcbernehmen. Zweitens schlossen US-Au\u00dfenminister Henry Kissinger und US-Finanzminister William Simon ein Abkommen mit den erd\u00f6lexportierenden L\u00e4ndern, das die Berechnung und Faktorierung von Erd\u00f6l in Dollar vorsah.\u201c (Androsch, S.28)<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>1973:<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Abl\u00f6sung des Fixkurssystems von Bretton Woods durch ein System flexibler Wechselkurse.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Was waren letztendlich die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Entscheidung? Wichtiger noch als die Tatsache, <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>dass<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> das Bretton Woods System zusammenbrach, ist die Frage: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>Warum<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> brach es zusammen?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die wesentliche Frage hierbei ist die, ob die politischen Entscheidungen ma\u00dfgeblich oder gar alleine f\u00fcr den Zusammenbruch des Bretton\u2013Woods\u2013Systems verantwortlich waren, bzw. ob der Zusammenbruch durch eine \u201eam Interesse der Geldverm\u00f6gensbesitzer ausgerichteten Politik und dem ideologischen Wandel zu neoliberalen Ans\u00e4tzen\u201c (weed, S.37) verursacht war, wie vielfach in der Literatur ge\u00e4u\u00dfert wird. Selbst der Hinweis auf die alleinige Durchsetzung der US-Interessen greift hier zu kurz. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die US-Wirtschaft ging Ende der 60er Jahre aus einer Phase der Prosperit\u00e4t in eine Phase der Stagnation \u00fcber. Heutigen Berechnungen zufolge fielen die Profitraten des produzierenden Gewerbes (die Gewinne im Verh\u00e4ltnis zum eingesetzten Kapital) in den USA seit Mitte der 60iger Jahre kontinuierlich. Gleichzeitig war die Staatsverschuldung der USA wegen der Finanzierung des Vietnamkrieges au\u00dferordentlich gestiegen. Die wachsenden Kosten dieses Krieges sowie von parallel initiierten Sozialprogrammen versuchte die US-Regierung durch Inflationierung des Dollar zu decken (siehe Thomasz Konicz: Das Ende des \u201agoldenen Zeitalters\u2018 des Kapitalismus und der Aufstieg des Neoliberalismus. Kurze Geschichte der Weltwirtschaft, Teil 1). Durch die Leitw\u00e4hrungsfunktion des Dollar wurde der durch die Politik der USA erzeugte \u201eInflationsdruck \u00fcber den Devisenmarkt exportiert. Letztendlich war der Rest der Welt nicht mehr bereit, diese Situation zu akzeptieren\u201c (siehe Androsch, S.26). Die anderen Industriel\u00e4nder akzeptierten immer weniger die inflation\u00e4ren Dollars als W\u00e4hrungsreserven, sondern ersetzten diese zunehmend durch wirkliches Gold, was die Garantie der USA, die Dollarw\u00e4hrungsreserven in Gold zu tauschen, in Frage stellte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In dieser Situation ging es der US-Regierung darum, eine L\u00f6sung zu finden, die es erm\u00f6glichte, sowohl die \u00f6konomische Vormachtstellung der USA im Westen zu erhalten bzw. wieder zu verbessern, als auch die anderen kapitalistischen L\u00e4nder an den milit\u00e4rischen Kosten, die sie als westliche F\u00fchrungsmacht aufbrachte, zu beteiligen. Eine m\u00f6gliche und naheliegende L\u00f6sung, die sich anbot, war, sich der Fesseln zu entledigen, die man sich mit dem Bretton-Woods-System selbst auferlegt hatte und welche die US-Wirtschaft zwischenzeitlich st\u00e4rker als Andere belasteten. Dies bedeutete aber, die regulatorischen Schranken des Finanzkapitals zu beseitigen. Die Einsch\u00e4tzung in den USA setzte sich durch, dass dies m\u00f6glich war, ohne die Leitw\u00e4hrungsfunktion des US-Dollar und damit auch bis zu einem gewissen Grade die Vormachtstellung der USA zu gef\u00e4hrden. Um dies sicherzustellen, wurde die Koppelung des Dollar an das Gold durch die weltweite Koppelung an das \u00d6l ersetzt.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Entscheidung zur Abl\u00f6sung des Bretton-Wood-Systems und der \u00dcbergang zu flexiblen Wechselkursen dienten also einerseits den nationalen Interessen der USA, waren aber andererseits auch eine Reaktion sowohl auf die Finanzm\u00e4rkte selbst, die seit den 60er Jahren immer wieder Wege fanden, die mit dem Bretton-Woods-System verbundenen Regulierungen zu umgehen, als auch auf die seit Ende des Krieges entstandenen Verschiebungen in der Weltwirtschaft.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Letztendlich waren es also die tieferliegenden \u00f6konomischen Ursachen, d.h. die zunehmenden Schwierigkeiten, neu zu akkumulierendes Kapital bei immer weiter fallenden Profitraten in den Industrienationen (insbesondere in der USA selbst) profitabel anzulegen, sowie die sich herausgebildeten Ungleichgewichte zwischen den Industrienationen auf Kosten der USA, welche die US-Administration Anfang der 70iger Jahre zum Handeln zwangen. Die ver\u00e4nderte Finanzpolitik der USA zeigte auch kurzfristig einige Erfolge.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">F\u00fcr die USA entfiel der Zwang, einen \u00fcberh\u00f6hten Dollar-Wechselkurs zu halten. \u201eNiedrige Dollarzinsen und sinkender Dollarkurs belebten Investitionen und Exporte der USA, sie wuchsen zwischen 1973 und 1979 wieder merklich rascher als etwa in der BRD.\u201c (Schulmeister, S.35)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die kurzfristigen Erfolge lie\u00dfen es so erscheinen, als ob die Liberalisierung der Finanzm\u00e4rkte eine L\u00f6sung der Probleme erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Dies unter anderem auch deshalb, weil sie die Bedingungen f\u00fcr die profitable Anlage von Kapital sowohl innerhalb als zunehmend auch au\u00dferhalb der Industrienationen verbesserte. Aber damit verbesserten sich zeitweise auch die Verwertungsbedingungen des Kapitals in den USA selbst (siehe auch Kreisky, S.5 und Konicz, Teil\u00a01).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die neoliberale Ideologie, die sich w\u00e4hrend der \u00f6konomischen Krisen der 70er Jahre (\u00d6lkrisen 1973 und 1979) immer st\u00e4rker als Alternative zur Politik der keynesianischen Steuerung der Wirtschaft anbot, die wegen der sogenannten vorhandenen Stagflation (stagnierende Konjunktur bei hohen Inflationsraten) zunehmend in Misskredit geriet , war die entsprechende Begleitmusik zur Begr\u00fcndung einer weiteren Liberalisierung der Finanzm\u00e4rkte.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Heute ist es offensichtlich, dass damit die kapitalistischen Widerspr\u00fcche weder beseitigt noch dauerhaft gel\u00f6st wurden, wie immer wieder behauptet und von Vielen geglaubt wird. Sie wurden nur zeitlich verschoben, um auf noch h\u00f6herer Stufe reproduziert zu werden. Diese Reproduktion auf steigender Stufenleiter vollzog sich \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum und war mit verschiedenen Phasen der Liberalisierung verbunden.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"2\" type=\"I\">\n<li>\n<h3 align=\"justify\">Die zeitliche Abfolge der Liberalisierung<br \/>\nder Finanzm\u00e4rkte.<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dies zeigt auch die Reihenfolge, wie die verschiedenen Finanzm\u00e4rkte (Devisen-, Anleihe- u. Aktienm\u00e4rkte) liberalisiert wurden:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die einzelnen Finanzm\u00e4rkte haben sich nacheinander ihrer &#8218;Fesseln&#8216; entledigt.<br \/>\nZun\u00e4chst entwickelte sich der Devisenmarkt (a) zu einem internationalen, ja globalen Markt.<br \/>\nDanach entstanden internationale Anleihenm\u00e4rkte (b)<br \/>\nund erst langsam globalisierten sich die nationalen Aktienm\u00e4rkte (c)\u201c (Cobbers: Die Globalisierung der Finanzm\u00e4rkte als wirtschaftsethische Herausforderung).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>1970er Jahre:<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Erst seit Zusammenbruch des Bretton Woods-Systems gibt es <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><u>einen<\/u><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> globalen Devisenmarkt <\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wechselkursschwankungen bei noch vorhandenen Devisenkontrollen f\u00fchren zu Gewinnerzielung durch Devisenhandel mit gesicherten Zins\u2013Arbitrage\u2013Gesch\u00e4ften durch internationale Banken.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Spekulation auf Wechselkurs\u00e4nderung<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">M\u00f6glichkeit der Aufnahme von Fremdw\u00e4hrungskrediten<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Starker Zuwachs des Devisenhandels f\u00fchrt zu kr\u00e4ftigen Wechselkursschwankungen. Der j\u00e4hrliche Umsatz an den Devisenm\u00e4rkten stieg um das siebzigfache von Ende der 70er bis Mitte der 90er Jahre.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Verm\u00f6gensanlage in verschiedenen W\u00e4hrungen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Volatilit\u00e4t erzwingt Absicherungsgesch\u00e4fte (Derivate, Swaps).<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>1980er Jahre:<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Anleihem\u00e4rkte bieten neue Finanzierungsm\u00f6glichkeiten neben Krediten (weed S.39).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Anfangs gibt es noch gro\u00dfe Unterschiede bei Festsetzung von Anleihepreisen, Emissionsbedingungen und Rechnungslegungsnormen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Finanzierungskosten verbilligen sich f\u00fcr Emittenten gro\u00dfer Industrieanleihen<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Gr\u00f6\u00dfter Emittent in den 80ern war die US-Regierung zur Deckung des Budgetdefizits.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>1990er Jahre:<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Globalisierung der Aktienm\u00e4rkte schreitet langsamer voran als Devisen- u. Anleihem\u00e4rkte<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Anfang 90er erste Investitionen in ausl\u00e4ndische Aktien durch amerikanische institutionelle Investoren<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Offene US-Investmentfonds beginnen weltweit in Aktien zu investieren.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Ergebnis: <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Im Verlauf der 80er Jahre vollzog sich in den Industriestaaten eine umfassende Deregulierungs- und Liberalisierungswelle, die schlie\u00dflich zum endg\u00fcltigen Ende der Finanzordnung von Bretton Woods f\u00fchrte (siehe weed S.38) und zur Herausbildung eines internationalen W\u00e4hrungs- und Finanzsystems, gekennzeichnet durch eine Hierarchie von W\u00e4hrungen und weitestgehender Liberalisierung des internationalen Kapitalverkehrs (zur Aufhebung der Kapitalkontrollen siehe Huffschmid\/K\u00f6ppen\/Rohde: Finanzinvestoren. S.17).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Entsprechend haben auch der IWF und die Weltbank nach 1971 einen funktionalen Wandel durchgemacht (siehe Kreisky S.\u00a06\u00a0ff).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"3\" type=\"I\">\n<li>\n<h3 align=\"justify\">Die Revolutionierung der Finanzm\u00e4rkte.<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Parallel zur zeitlichen Abfolge der Globalisierung der verschiedenen Kapitalm\u00e4rkte und der Herausbildung eines globalen Finanzmarktes erfolgte ein starker Funktionswandel.<br \/>\nDrei Strukturver\u00e4nderungen sind f\u00fcr die Entwicklungstendenzen der Finanzm\u00e4rkte entscheidend:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Seit Ende der 70er Jahre entsteht der Trend zur \u201eVerbriefung\u201c im Verh\u00e4ltnis zum klassischen Bankkredit.<\/span><\/span><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Zunehmende Emission von Wertpapieren auf den prim\u00e4ren Wertpapierm\u00e4rkten.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Formwandel des Kredits f\u00fchrt zu einer Transformation illiquider Kredite in handelbare Wertpapiere. Damit findet eine Erweiterung der sekund\u00e4ren Wertpapierm\u00e4rkte statt (weed S.38).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Zunahme der internationalen Kapitalbewegungen zwischen den Industrienationen in den 80er Jahren, getragen haupts\u00e4chlich durch das Anwachsen von Portfolio-Investitionen (Kapitalanlage mit reiner Renditeabsicht, ohne Kontroll- u. Beinflussungsabsicht). Zuwachs von 19% (1979-82) auf 45% (1988) Anteil am Gesamtaufkommen der Kapitalbewegungen (weed S.38).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Gleichzeitig starke Zunahme von Investitionen in \u00f6ffentlichen Anleihen, wegen der starken Zunahme der Verschuldung der \u00f6ffentlichen Haushalte. Staatsverschuldung der G7 steigt von 4.000\u00a0Mrd US$ (1980) auf 10.500\u00a0Mrd US$ (1996) (ebenda). Aktuell sind die Staatsschulden allein in den USA und der EU (27) auf fast 25.000\u00a0Mrd US$ angewachsen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Auch Zunahme der Investitionsfinanzierung durch Transnationale Konzerne (TNK). Sie suchen nach der g\u00fcnstigsten Finanzierung weltweit.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ab den 1960er Jahren setzte mit dem beginnenden Formwandel des Kreditverh\u00e4ltnisses eine schleichende Erosion der klassischen Rolle der Banken als Finanzintermedi\u00e4re ein. An die Stelle der traditionell engen Bindungen zwischen Hausbank und Kreditnehmern traten, zun\u00e4chst vor allem in den angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern, \u00fcber M\u00e4rkte vermittelte Kreditbeziehungen, in denen die standardisierte bonit\u00e4tsbezogene Einstufung von Kreditnehmern bzw. \u00fcber Rating-Agenturen (<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><i>Standard &amp; Poors, Moody\u2019s <\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">etc.) erfolgt.\u201c (weed S.39)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Institutionelle Investoren entwickeln sich seit den 70er Jahren (vor allem in den angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern) vermittels regionaler Integrationsprozesse und Finanzdienstleistungsabkommen des GATTS zu entscheidenden Akteuren auf den Kapitalm\u00e4rkten (weed ebenda).<br \/>\nInstitutionelle Investoren sind Investmentfonds, Pensionsfonds, Versicherungen. Dabei sind die Geldmarktfonds die wichtigsten Akteure auf den Geldm\u00e4rkten. Sie stehen in starker Konkurrenz zu den Banken im Einlagengesch\u00e4ft.<br \/>\nDas angelegte Verm\u00f6gen der institutionellen Investoren wuchs weltweit von 3\u00a0Bill. US$ (1980) auf 55\u00a0Bill. US$ (2005) (siehe Huffschmid u.a. S.29, ebenda auch weitere aktuellere Daten).<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Mit den Finanzinnovationen ist seit den 70er Jahren eine Vielzahl neuer Finanzinstrumente und Verfahren entstanden (weed, ebenda):<\/span><\/span><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Neue Anlageformen auf den Wertpapierm\u00e4rkten. Die entscheidenden Neuerungen sind die \u201ederivaten Finanzinstrumente\u201c.<br \/>\nDurch Zunahme der Zinsschwankungen und Strukturver\u00e4nderung der W\u00e4hrungsm\u00e4rkte entstand ein gro\u00dfer Absicherungsbedarf wegen der steigenden Volatilit\u00e4t von Zinsen und Kursen.<br \/>\n\u201eMit dem Ziel der Absicherung gegen\u00fcber Zins-, Wechselkurs- und Preisschwankungen entwickelten sich mit den Finanzderivaten vielf\u00e4ltige neue Techniken des Risikomanagements. \u2026 Der Vorzug der <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Derivate als Instrumente des Risikomanagements liegt in der M\u00f6glichkeit der Risikoabsicherung bei gleichzeitig sehr niedrigen Transaktionskosten <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">(weed, S.39\/40). Die Spekulation ist die notwendige Grundlage dieses Verfahrens. Aus den Hauptformen \u201eFutures (Forwards) und Options\u201c \u201elassen sich alle anderen Erscheinungsformen von Derivaten ableiten\u201c (weed, S.40 Fu\u00dfn.\u00a037).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wachstum der Derivate:<br \/>\nAnfang der 80er Jahre verf\u00fcgen nur die USA und die Niederlande \u00fcber M\u00e4rkte, auf denen Futures und Options gehandelt werden. Bis Ende der 80er Jahre auch Zulassung in anderen Industriestaaten.<br \/>\nJ\u00e4hrlicher Volumenzuwachs zwischen 1986 und 1990:<br \/>\n&#8211; b\u00f6rsengehandelter derivater Finanzinstrumente von 583\u00a0Mrd US$ auf 2.284\u00a0Mrd US$<br \/>\n&#8211; im au\u00dferb\u00f6rslichen Handel von 500\u00a0Mrd US$ auf 3.451\u00a0Mrd US$ (weed ebenda).<br \/>\nNach Huffschmid explodiert der weltweite Handel von Derivaten (Terminpapieren) insgesamt an den Finanzm\u00e4rkten zwischen 1990 und 2005 von 123\u00a0Bill. US$ auf 1.400\u00a0Bill US$. Damit betrug der Umsatz des Handels mit Derivaten in 2005 ca. 3-mal so viel wie der Handel mit W\u00e4hrungen, der \u201enur\u201c 475 Bill. US$ betrug (siehe Huffschmid u.a. S.24 u. 25, Schaubild 21).<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Internationalisierung der Finanzm\u00e4rkte hat zu einem enormen Anstieg der grenz\u00fcberschreitenden Finanztransaktionen gef\u00fchrt (weed, S.40):<\/span><\/span><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<p align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der j\u00e4hrliche Umsatz der Devisenm\u00e4rkte versiebzigfachte sich von den sp\u00e4ten siebziger bis Mitte der neunziger Jahre\u201c (weed, ebenda). Der t\u00e4gliche Umsatz stieg von 120 Mrd. US$ (1979 auf 1 Billion US$ an (1995). Diese enormen Umsatzvolumina bewirken &#8211; in Verbindung mit dem hohen Integrationsgrad der Finanzm\u00e4rkte &#8211; verst\u00e4rkte Schwankungen der Wechselkurse (weed, ebenda).<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Instabile Wechselkurse und ein liberalisierter internationaler Verm\u00f6gensmarkt f\u00fchren die Wirtschaftssubjekte dazu, ihre Verm\u00f6genshaltung in verschiedenen W\u00e4hrungen zu diversifizieren.\u201c (weed, S.41). Auch hier ist eine Zunahme der Absicherungsgesch\u00e4fte zu einem entscheidenden Wachstumsfaktor geworden.<br \/>\n\u201eDie Ausnutzung des in den flexiblen Wechselkursen liegenden Gewinnpotenzials f\u00fchrte zu einem enormen Anwachsen spekulativer Devisentransaktionen. Insbesondere die Zunahme von Zins- und W\u00e4hrungsswaps haben in den achtziger Jahren zu einem Anstieg der Kapitalbewegungen gef\u00fchrt (vgl. Uszczapowski 1999: 307\u00a0ff). Es sprechen jedoch einige Anzeichen daf\u00fcr, dass ein betr\u00e4chtlicher Anteil der Ums\u00e4tze auf den Devisenm\u00e4rkten auf Arbitragegesch\u00e4fte zur\u00fcckgeht.\u201c (weed S.41\/42)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Prozesse der Internationalisierung, Securitization (Verbriefung) und Finanzinnovationen verzahnen sich. Die enorme Transformationsgeschwindigkeit f\u00fchrt zu schnellen Produktinnovationen auch wegen der hohen Volatilit\u00e4t der Kurse und Preise. Die dabei erreichte Entwicklungsdynamik wird durch die profitorientierten Strategien der Finanzindustrien, die genau diese Schwankungen ausnutzen, noch verst\u00e4rkt.<br \/>\n\u201eOhne die Entwicklungen im Informations- und Telekommunikationsbereich w\u00e4re dabei die heutige Form des Finanzgesch\u00e4fts undenkbar.\u201c (weed, S.42)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"4\" type=\"I\">\n<li>\n<h3 align=\"justify\">Wachstum der Finanzm\u00e4rkte<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Auf das Wachstum der Staatsverschuldung und der damit verbundenen Zunahme der Investition in \u00f6ffentliche Anleihen, das Wachstum des Anlageverm\u00f6gens der institutionellen Anleger, sowie die Zunahme der gehandelten Derivate wurde bereits hingewiesen (siehe III.1.d+g u. III.2.b).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Zur Erg\u00e4nzung hier noch einige weitere Zahlen (siehe Huffschmid u.a.):<\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Aktienbestand und Aktienhandel weltweit in Billionen US$ (Schaubild 7):<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8211; Aktienbestand w\u00e4chst von 2,9 (1980) \u00fcber 8,9 (1990), 17,1 (1995), 31 (2000) auf 44,5 (2005);<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8211; Aktienhandel w\u00e4chst von 0,3 (1980) \u00fcber 5,7 (1990), 10,8 (1995), 49,8 (2000) auf 51,1 (2005);<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">&#8211; die Ver\u00e4nderung der Umschlagsgeschwindigkeit von 0,1 (1980) \u00fcber 0,6 (1990-95) 1,6 (2000) auf 1,1 (2005) zeigt die Funktions\u00e4nderung der Aktie als dauerhafte Verm\u00f6gensanlage in AGs zu einer Anlage mit kurzfristiger Renditeerwartung durch Handel bzw Aktienspekulation. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Gleichzeitig hat sich die Finanzierungsstruktur der Unternehmen \u201evon der Kredit- zur Marktfinanzierung verschoben\u201c (ebenda S.16 u. Schaubild 8):<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Anteil der Aktien an der Bilanzsumme erh\u00f6ht sich von 36% (1970) auf 55% (2000). Dagegen f\u00e4llt der Anteil der Kredite von 36% auf 24%. Dieses Verh\u00e4ltnis d\u00fcrfte sich seit 2000 nicht wesentlich verschoben haben, da die Aktienbest\u00e4nde weiter gewachsen sind und die Aktivit\u00e4ten von Private Equity Firmen sich auf mittelst\u00e4ndische Unternehmen, also keine AGs, konzentrieren.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Auch der Handel mit Anleihen ist von 1990 bis 2005 von 3,1 auf 13 Billionen US$ gestiegen (siehe Schaubild 21).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Interessant ist au\u00dfer der Tatsache, dass das verwaltete und in Kapital angelegte Verm\u00f6gen seit den 70er Jahren stark zugenommen hat, auch die Verteilung dieser Anlagen, sowohl unter den institutionellen Anlegern als auch insgesamt (alle Zahlen nach Huffschmid u.a. S.\u00a026\u00a0ff).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Von insgesamt 78,7 Billionen US$ professionell verwaltetes Finanzverm\u00f6gen in 2005 entfielen:<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">70% oder 55 Bill. $ auf institutionelle Anleger<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">28% oder 22 Bill. $ auf \u201ePrivat\u201c-Verwaltung (Banken und Verm\u00f6gensverwaltungen)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">2% oder 1,5 Bill.$ auf \u201eAlternativ\u201c-Verwaltung, davon 1,6% Hedgefonds u. 0,4% Private Equity<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die weltweit angelegten Verm\u00f6gen der institutionellen Anleger verteilten sich 2005 wie folgt:<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Pensionsfonds: 20 Bill. $, das ist seit 1992 ca. das 4 fache.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Versicherungen: 17 Bill. $, das ist seit 1992 ca. das 2,6 fache.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Investmentfonds: 18 Bill. $, das ist seit 1992 ca. das 5 fache.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dabei ist sowohl das Wachstum als auch die Verteilung in den verschiedenen Industriel\u00e4ndern sehr unterschiedlich. So fiel der Anteil der USA von 70% (1980) auf 50% (2005), w\u00e4hrend der Anteil Europas von ca. 23% auf ca. 28% stieg.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Auch der prozentuale Anteil des Anlageverm\u00f6gens am Bruttoinlandsprodukt hat sich unterschiedlich entwickelt. In den USA verdreifachte sich dieser Anteil von 70% (1980) auf 213% (2005), \u00e4hnlich wie in GB, da die Alterssicherung in diesen L\u00e4ndern schon immer \u00fcber Pensionsfons organisiert wurde. Dagegen gab es in Frankreich eine Steigerung von 11 auf 144% des BIP, also eine Zunahme um das Dreizehnfache, w\u00e4hrend in Deutschland wiederum nur eine Verdreifachung von 18% auf 63% in diesem Zeitraum erfolgte. Auch in Japan gab es eine Steigerung von 0% (1980) auf 126% (2005).<br \/>\nW\u00e4hrend in USA und Japan die Pensionsfons \u00fcberwiegen, haben in Europa die Versicherungen das gr\u00f6\u00dfte Gewicht, allerdings mit einem gro\u00dfen Anteil der Pensionsfonds in GB bzw. von Investmentfonds in Frankreich. In Deutschland haben die Versicherungen ein eindeutiges \u00dcbergewicht (siehe Hufschmid u.a. Schaubilder 24-27).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Diese Ungleichverteilung h\u00e4ngt in \u00fcberwiegendem Ma\u00dfe von der jeweiligen Organisation der Alterssicherungssysteme ab (Umlagesysteme oder Finanzanlage; bzw. Fonds- oder Versicherungssparen).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die seit Mitte der 70er Jahre festzustellende Verschiebung von Real- zu Finanzverm\u00f6gen (siehe Schulmeister in Huffschmid u.a., S.96 Abbildung 10) \u201epumpt\u201c einerseits die Finanzm\u00e4rkte zunehmend auf, f\u00fchrt aber auch andererseits zu einer Eigendynamik auf den Finanzm\u00e4rkten, die nur attraktiv bleiben, so lange sie entsprechend hohe Renditen und Profite versprechen und realisieren. Dies zwingt zu immer schnelleren Innovationen der sogenannten Finanzprodukte.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Dies beschreibt Konicz wie folgt:<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">\u201eDie Finanzm\u00e4rkte brauchen immer neuen &#8218;Brennstoff&#8216; an frischem Kapital, um ihr Wachstum, um die besagte &#8218;Finanzexplosion&#8216; aufrecht erhalten zu k\u00f6nnen. Im Zuge der neoliberalen Reformen str\u00f6mte seit den 1980er Jahren Kapital aus der realen Wirtschaft in den Finanzsektor, da dort h\u00f6here Gewinne realisiert werden konnten. Sp\u00e4ter, ab der Popularisierung der B\u00f6rsenspekulation in den 1990ern, investierte auch die Mittelklasse ihre Ersparnisse zunehmend in Aktien und Wertpapieren. Die wachsende soziale Spaltung in nahezu allen Volkswirtschaften f\u00fchrte zu einer raschen Vermehrung wohlhabender &#8218;Investoren&#8216;, die sich ebenfalls auf den Finanzm\u00e4rkten engagierten. Die Privatisierung der Sozialsysteme verschaffte der Finanzbranche einen weiteren Wachstumsschub, da nun beispielsweise die Rentenfonds im Finanzsektor auf Renditejagd gingen. Schlie\u00dflich bildete die Verschuldung von Privathaushalten, den Unternehmen und dem Staat eine weitere Einnahmequelle f\u00fcr das Finanzkapital.\u201c (Konicz: Von der Immobilienspekulation zum Zusammenbruch der globalen Defizitkultur; Kurze Geschichte der Weltwirtschaftskrise Teil\u00a03, S.9) <\/span><\/span><\/p>\n<ol start=\"5\" type=\"I\">\n<li>\n<h3 align=\"justify\">Krisen der Finanzm\u00e4rkte<\/h3>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Da durch die Liberalisierung der Finanzm\u00e4rkte die inneren Widerspr\u00fcche der kapitalistischen Produktion nicht beseitigt wurden, mussten sie sich in Krisen \u00e4u\u00dfern. Daher war die Entwicklung der letzten 40 Jahre auch immer von Krisen begleitet. Auf den zugrunde liegenden Zusammenhang wies bereits Karl Marx hin, der im \u201eKapital\u201c schrieb:<br \/>\n\u201eDie Weltmarktkrisen m\u00fcssen als reale Zusammenfassung und gewaltsame Ausgleichung aller Widerspr\u00fcche der b\u00fcrgerlichen \u00d6konomie gefasst werden.\u201c (Marx, Theorien \u00fcber den Mehrwert, MEW Bd.26.2, S.513) Die aktuelle Weltwirtschaftskrise ist ein leuchtendes Beispiel daf\u00fcr.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ohne genauer auf die verschiedenen Krisen der letzten 40 Jahre einzugehen, m\u00f6chte ich sie zum Abschluss doch nicht unerw\u00e4hnt lassen. Ohne sie tiefer zu beleuchten, wozu in dieser Zusammenfassung weder Raum noch Zeit vorhanden war, m\u00f6chte ich sie zumindest in ihrer Abfolge als Tatsachen in Erinnerung rufen. Weiter begrenze ich mich auf die Finanzkrisen, auch wenn diese Krisen fast immer auch mit Produktions- bzw. \u00dcberproduktionskrisen verbunden waren. Dies ist ja in der derzeitigen Weltwirtschaftskrise am deutlichsten zu beobachten. Wenn man im R\u00fcckblick diese verschiedenen Krisen nochmals untersuchen und bewerten sollte, w\u00e4re bezogen auf das Finanzkapital vor allem die Frage interessant, wie und warum das relative Gewicht des Finanzkapitals trotz dieser Krisen immer st\u00e4rker wurde.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Winfried Wolf weist in seinem 2009 erschienen Buch \u201eSieben Krisen \u2013 ein Crash\u201c darauf hin, dass es in den vergangenen 20 Jahren keinen Zeitabschnitt von mehr als 3 Jahren gab, in der es keine Finanzkrise gab. Diese blieben aber regional begrenzt und weiteten sich nicht zu Weltwirtschaftskrisen aus. Als die wichtigsten benennt er:<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1987: weltweiter B\u00f6rsenkrach<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1988-90: Bankenkrise in Norwegen, Schweden u. Finnland<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1990: Zusammenbruch der Ramschanleihen (Junk Bonds) in der USA, gefolgt von der Krise der US \u2013 amerikanischen Sparkassen<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1994: Verfall der US\u2013Staatsobligationen<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1997-99: Finanzkrise der Schwellenl\u00e4nder; erst Asien, dann Lateinamerika und schlie\u00dflich Russland.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1998: Fast-Zusammenbruch des gr\u00f6\u00dften Hedge Fonds (LCTM)<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">2001: Platzen der Internetblase mit anschlie\u00dfender Krise der New Economy<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn die von Wolf erw\u00e4hnten Krisen noch regional begrenzt waren, so erfasste die 2006 in den USA ausbrechende Immobilienkrise \u00fcber die ab 2008 erweiterte Finanzkrise die ganze Welt und eskalierte in der gr\u00f6\u00dften Weltwirtschaftskrise seit der Weltwirtschaftskrise 1929.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie es zu dieser Krise kam und wie sie sich entwickelte, soll hier nicht weiter beschrieben werden. Dies ist, im Gegensatz zur Geschichte der Finanzm\u00e4rkte, auch nicht erforderlich, da es dazu zwischenzeitlich eine Unmenge von Literatur gibt. Die Frage der zuk\u00fcnftigen Entwicklung der Finanzm\u00e4rkte, ihre m\u00f6gliche st\u00e4rkere Regulierung, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Dass sie ihre derzeit erreichte Macht bzw. ihre relative St\u00e4rke verlieren, d\u00fcrfte innerhalb des kapitalistischen Weltmarktes \u2013 trotz aller Regulierungsforderungen \u2013 eher unwahrscheinlich sein. Viel wahrscheinlicher ist, dass die n\u00e4chste Krise noch tiefer, mit noch st\u00e4rkeren sozialen Verwerfungen als die jetzige sein wird, da die weltweite Verschuldung, von der die Finanzm\u00e4rkte weiterhin profitieren, ein Ma\u00df erreicht hat, das auch durch weitere Staatsverschuldung nicht mehr zu l\u00f6sen ist.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<h4 align=\"justify\">Literaturliste:<\/h4>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Garamond, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Weed (<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">World Economy, Ecology &amp; Development)<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> \u2013 Studie; <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">FINANZM\u00c4RKTE UND ENTWICKLUNG; Internationales W\u00e4hrungssystem, W\u00e4hrungskrisen und Entwicklung. (<\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><u><a href=\"http:\/\/www2.weed-online.org\/uploads\/Finanzmaerkte%26%0BEntwicklung_WEED_Studie.pdf\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">http:\/\/www2.weed-online.org\/uploads\/Finanzmaerkte%26<br \/>\nEntwicklung_WEED_Studie.pdf<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Stephan Schulmeister: \u201cGlobale Finanzm\u00e4rkte \u2013 Siegeszug des Neoliberalismus?\u201d (<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><u><a href=\"http:\/\/stephan.schulmeister.wifo.ac.at\/fileadmin\/homepage_schulmeister\/files\/GlobaleFinanzmaerkteNeoliberalismus.PDF\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">http:\/\/stephan.schulmeister.wifo.ac.at\/fileadmin\/homepage_schulmeister\/files\/GlobaleFinanzmaerkteNeoliberalismus.PDF<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Rainer Falk: \u201eVon Bretton Woods zum \u201eCasino-Kapitalismus\u201c \u2013 und zur\u00fcck?\u201c in Wissenschaft und Frieden 1999. (<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><u><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/%0Bseite.php?artikelID=1333\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/<br \/>\nseite.php?artikelID=1333<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Hannes Androsch: \u201eWechselkurssysteme und Wirtschaftskrisen\u201c. (<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><u><a href=\"http:\/\/www.androsch.com\/media\/artikel\/Androsch.Krisen.deutsch.pdf\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">http:\/\/www.androsch.com\/media\/artikel\/Androsch.Krisen.deutsch.pdf<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Nick Beams: \u201e Als das System von Bretton Woods zusammenbrach.\u201c <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><span lang=\"en-US\">World-Socialist-Web-Site 2001<br \/>\n(<\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><u><a href=\"http:\/\/www.wsws.org\/de\/2001\/aug2001\/bret-a18.shtml\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><span lang=\"en-US\">http:\/\/www.wsws.org\/de\/2001\/aug2001\/bret-a18.shtml<\/span><\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><span lang=\"en-US\">)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Eva Kreisky: \u201eInstitutionelle S\u00e4ulen neoliberaler Weltpolitik: IWF,WB und WTO\u201c. 2002<br \/>\n(<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><u><a href=\"http:\/\/homepage.univie.ac.at\/marion.loeffler\/archiv\/SS02\/VO_08.pdf\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">http:\/\/homepage.univie.ac.at\/marion.loeffler\/archiv\/SS02\/VO_08.pdf<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">K.P. Krause: \u201eDie Fed, Bretton Woods, das Gold und die Geldmenge, Teil 2\u201c (<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><u><a href=\"http:\/\/kpkrause.de\/?p=376\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">http:\/\/kpkrause.de\/?p=376<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Spiegel, Nr.45\/1960: \u201eUSA \/ GOLDHAUSSE; F\u00e4hnchen hoch\u201c<br \/>\n(<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><u><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-43067283.html\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-43067283.html<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erwin Maurer Vom System von Bretton Woods zur Globalisierung Bei der Besch\u00e4ftigung mit der im Jahre 2008 ausbrechenden, weltweiten Finanzkrise ergaben sich auch Fragen zur Geschichte und Entwicklung der Finanzm\u00e4rkte seit dem zweiten Weltkrieg. Da ich keine zusammenfassende Literatur finden konnte, die alle Aspekte der Finanzm\u00e4rkte umfasst, sowohl was ihre historische Entwicklung als auch ihre &hellip; <a href=\"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/?page_id=1237\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Kurze Zusammenfassung der Geschichte und Entwicklung der Finanzm\u00e4rkte<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1237","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1237"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1237\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1267,"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1237\/revisions\/1267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kommunistische-debatte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}